654. Bundesgesetz: Revisionsrekurs-Anpassungsgesetz
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I
Aufhebung von Bestimmungen
Folgende Bestimmungen werden aufgehoben
1. § 24 Abs. 3 letzter Satz der Entmündigungsordnung,
RGBl. Nr. 207/1916, zuletzt geändert
durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 136/1983.
2. § 15 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. November
1963, BGBl. Nr. 281, über die Einziehung
gerichtlicher Verwahrnisse, in der Fassung des
Bundesgesetzes BGBl. Nr. 91/1976;
3. § 135 lit. c des Aktiengesetzes 1965, BGBl.
Nr. 98, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz
BGBl. Nr. 371/1982;
4. § 20 Abs. 4 des Tuberkulosegesetzes, BGBl.
Nr. 127/1968, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz
BGBl. Nr. 142/1974;
5. § 6 Abs. 2 Z 8 des Bundesgesetzes vom
13. Dezember 1976, BGBl. Nr. 713, mit dem
bestimmte Vermögenswerte erfaßt und abgewickelt
werden.
Artikel II
Änderung des Mietrechtsgesetzes
Das Mietrechtsgesetz vom 12. November 1981,
BGBl. Nr. 520, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz
BGBl. Nr. 343/1989, wird wie folgt geändert
Der § 37 Abs. 3 Z 18 hat zu lauten
„18. Für Rekurse gegen Sachbeschlüsse oder
solche nach dem § 527 Abs. 2 ZPO anfechtbare
Beschlüsse des Gerichtes zweiter Instanz, mit denen
ein Sachbeschluß aufgehoben worden ist, gilt die
Z 17 lit. a bis d. Für Rekurse gegen Sachbeschlüsse
gilt überdies der § 505 Abs. 3 ZPO entsprechend.
Der § 528 Abs. 2 Z 1 und 2 ZPO ist nicht
anzuwenden."
Artikel III
Änderung des Unterhalts Vorschußgesetzes 1985
Das Unterhaltsvorschußgesetz 1985, BGBl.
Nr. 451, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz
BGBl. Nr. 162/1989, wird wie folgt geändert
Der § 15 Abs. 3 hat zu lauten
„(3) Der Revisionsrekurs unterliegt nicht der
Beschränkung des § 14 Abs. 2 Z 1 AußStrG."
Artikel IV
Änderung des Gerichtsgebührengesetzes
Das Gerichtsgebührengesetz vom 27. November
1984, BGBl. Nr. 501, zuletzt geändert durch das
Bundesgesetz BGBl. Nr. 343/1989, wird wie folgt
geändert
In der Anmerkung 1 zu Tarifpost 1 hat das Zitat
„§ 519 Abs. 1 Z 3 ZPO" zu lauten
„§ 519 Abs. 1 Z 2 ZPO".
Artikel V
Schluß- und Übergangsbestimmungen
§ 1. Dieses Bundesgesetz tritt mit 1. Jänner 1990
in Kraft.
§ 2. Die Art. I bis III sind anzuwenden, wenn das
Datum der Entscheidung der zweiten Instanz nach
dem 31. Dezember 1989 liegt
§ 3. Für die Anwendung des Art. III gilt Art. XLI
2 9 der Erweiterten Wertgrenzen-Novelle 1989,
BGBl. Nr. 343, entsprechend.
§ 4. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes
ist der Bundesminister für Justiz, hinsichtlich des
Art. IV im Einvernehmen mit dem Bundesminister
für Finanzen, betraut.