64. Kundmachung: 13. Kundmachung über die Aufhebung von Rechtsvorschriften des Deutschen Reiches.
Gesetzestext (1 Artikel)
Die Provisorische Staatsregierang stellt im
Sinne des § 1, Abs. (2) und (3), des Verfassungsgesetzes
vom 1. Mai 1945, St. G. Bl. Nr. 6, über
die Wiederherstellung des Rechtslebens in Österreich
(Rechts-Überleitungsgesetz — R-ÜG.) fest
1. Die deutschen Rechtsvorschriften über den
Reichsnährstand sind für den Bereich der Republik
Österreich mit 27. April 1945 außer Kraft getreten.
2. Insbesondere sind daher aufgehoben
die Verordnung zur Inkraftsetzung des Reichsnähstandgesetzes
im Lande Österreich vom
14. Mai 1938, Deutsches R. G. Bl. I S. 523 (G. Bl.
f. d. L. Ö. Nr. 152/1938);
das Gesetz über den vorläufigen Aufbau des
Reichsnährstandes und Maßnahmen zur Markt-
und Preisregelung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
vom 13. September 1933, Deutsches R. G. Bl. I
S. 626 (G. 31. f. d. L. Ö. Nr. 152/1938);
die Erste Verordnung über den vorläufigen
Aufbau des Reichsnährstandes vom 8. Dezember
1933, Deutsches R. G. Bl. I S. 1060, in der
Fassung der Verordnungen vom 26. April 1935,
Deutsches R. G. Bf. I S. 582, vom 16. Februar
1939, Deutsches R. G. Bl. I S. 256, und vom
1. Oktober 1940, Deutsches R. G. Bl. I S. 1326;
die Zweite Verordnung über den vorläufigen
Aufbau des Reichsnährstandes vom 15. Jänner
1934, Deutsches R. G. Bl. I S. 32;
die Dritte Verordnung über den vorläufigen
Aufbau des Reichsnährstandes vom 16. Februar
1934, Deutsches R. G. Bl. I S. 100;
die Verordnung zur Ergänzung der Ersten und
Dritten Verordnung über den vorläufigen Aufbau
des Reichsnährsundes vom 23. Juni 1936, Deutsches
R. G. Bl. I S. 510;
die Vierte Verordnung über den vorläufigen
Aufbau des Reichsnährstandes vom 4. Februar
1935, Deutsches R. G. Bl. I S. 170;
die Verordnung über die Beitreibung von Ordnungsstrafen
des Reichsnährsundes vom 21. Juli
1934, Deutsches R. G. Bl. I S. 720;
die Verordnung zur Berufsförderung der Verteiler
im Reichsnährstand vom 14. Juli 1938,
Deutsches R. G. Bl. I S. 885.
3. Mit dem gleichen Tage sind die früheren
österreichischen Rechtsvorschriften über die landwirtschaftlichen
Berufsvertretungen (Landwirtschaftskammern,
Landeskulturräte) nach dem Geltungsbereich
und Sund der Gesetzgebung vom
5. März 1933 wieder in Wirksamkeit getreten,
mit Ausnahme der für das Burgenland erlassenen
Rechtsvorschriften.