62. Bundesgesetz: Nichterhebung der Zucker-, Süßstoff-, Salz-, Essigsäure-, Zündmittel-, Leuchtmittel- und Spielkartensteuer sowie des Aufbauzuschlages auf Schaumwein.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
§ 1. Die auf Grund
a) des Zuckersteuergesetzes vom 26. September
1938, Deutsches RGBl. I Seite 1251, und
der Durchführungsverordnung vom 7. Oktober
1938, Deutsches RMinBl. Seite 671,
b) des § 2 Abs. 1, ferner der §§ 3 bis 11 des
Süßstoffgesetzes vom 1. Februar 1939,
Deutsches RGBl. I Seite 111, und der §§ 4
bis 27 der Durchführungsverordnung vom
8. Februar 1939, Deutsches RMinBl.
Seite 139,
c) des Salzsteuergesetzes vom 23. Dezember
1938, Deutsches RGBl. I Seite 1969,
und der Durchführungsverordnung vom
24. Jänner 1939, Deutsches RMinBl.
Seite 44, in der Fassung der Verordnung
vom 27. Juni 1942, Deutsches RMinBl.
Seite 172,
d) des Fünften Teiles des Gesetzes über das
Branntweinmonopol (Essigsäuresteuer) vom
8. April 1922, Deutsches RGBl. I Seite 405,
in der Fassung - der Verordnung vom
18. September 1940, Deutsches RGBL I
Seite 1254, sowie der Essigsäureordnung
(Anlage 3 der Grundbestimmungen zum
Gesetz über das Branntweinmonopol, verlautbart
im Zentralblatt für das Deutsche
Reich 1922 Seite 707 ff., in der Fassung der
Verordnungen vom 24. September 1940,
Deutsches RMinBl. Seite 269, und vom
9. Dezember 1940, Deutsches RMinBl.
Seite 531),
e) des Bundesgesetzes vom 7. Juli 1948 über
die Zündmittelsteuer, BGBl. Nr. 169, und
der Durchführungsverordnung vom 1. September
1948, BGBl. Nr. 180,
f) des Leuchtmittelsteuergesetzes vom 6. Dezember
1938, Deutsches RGBl. I Seite 1726,
und der Verordnung vom 26. April 1942,
Deutsches RGBl. I Seite 259, sowie der
Durchführungsverordnung vom 9. Mai
1942, RMinBl. Seite 112,
g) des Spielkartensteuergesetzes vom 25. August
1939, Deutsches RGBl. I Seite 1529,
und der Durchführungsverordnung vom
29. August 1939, Deutsches RMinBl.
Seite 1397,
h) des den Kriegszuschlag auf Schaumwein betreffenden
§ 12 der Kriegswirtschaftsverordnung
vom 4. September 1939, Deutsches
RGBl. I Seite 1609, in der Fassung
der Verordnung über die Lenkung der
Kaufkraft vom 30. Oktober 1941, Deutsches
RGBl. I Seite 664, sowie des Gesetzes
vom 27. Juli 1945, StGBl. Nr. 100,
zu erhebenden Verbrauchsteuern werden für
steuerpflichtige Erzeugnisse, die ab 1. April 1955
aus den Herstellungsbetrieben weggebracht oder
eingeführt werden, nicht mehr erhoben.
§ 2. (1) Die im § 1 genannten Verbrauchsteuern
sind den Herstellern für die von ihnen versteuerten
Erzeugnisse, die sich am 1. April 1955,
0 Uhr, nachweislich in Auslieferungslagern außerhalb
des Herstellungsbetriebes befinden, auf Antrag
nach Maßgabe des § 7 Abs. 4 des Abgabeneinhebungsgesetzes
1951 zu erstatten.
(2) Voraussetzung für die Erstattung nach
Abs. 1 ist, daß die Auslieferungslager ab 1. April
1955, 0 Uhr, zur finanzamtlichen Mitsperre bereitgehalten
und die Bestände der für die Steuererstattung
in Betracht kommenden Erzeugnisse
unter amtlicher Aufsicht festgehalten werden.
§ 3. (1) Dieses Bundesgesetz tritt mit 1. April
1955 in Kraft.
(2) Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes
ist das Bundesministerium für Finanzen betraut.
(3) Durchführungsverordnungen zu diesem
Bundesgesetz können mit Wirksamkeit vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes an
erlassen werden.