61. Bundesgesetz: Änderung des Gesetzes betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse der israelitischen Religionsgesellschaft
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I
Das Gesetz vom 21. März 1890, RGBl. Nr. 57,
betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse
der israelitischen Religionsgesellschaft, in
der Fassung der Kundmachung BGBl.
Nr: 436/1981 wird geändert wie folgt
§ 2 hat zu lauten
„§ 2. Jede Kultusgemeinde umfaßt ein örtlich
begrenztes Gebiet.
Die Israeliten im Sinne dieses Gesetzes gehören
der Kultusgemeinde an, in deren Sprengel sie ihren
ordentlichen Wohnsitz haben.
Wegen bestehender Ritusverschiedenheiten können
Israeliten die Anerkennung als Religionsgesellschaft
nach den Bestimmungen des Gesetzes vom
20. Mai 1874, RGBl. Nr. 68, betreffend die gesetzliche
Anerkennung von Religionsgesellschaften,
erwirken."
Artikel II
Die bereits mit Rechtspersönlichkeit bestehenden
israelitischen Kultusgemeinden in Wien (mit dem
Sprengel der Bundesländer Wien und Niederösterreich
und der politischen Bezirke Oberpullendorf,
Mattersburg, Eisenstadt und Neusiedl am See
sowie der Freistädte Eisenstadt und Rust des Bundeslandes
Burgenland), Linz (mit dem Sprengel des
Bundeslandes Oberösterreich), Salzburg (mit dem
Sprengel des Bundeslandes Salzburg), Innsbruck
(mit dem Sprengel der Bundesländer Tirol und
Vorarlberg) und Graz (mit dem Sprengel der Bundesländer
Steiermark und Kärnten und der politischen
Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf
des Bundeslandes Burgenland) haben unbeschadet
des letzten Absatzes von § 2 ihre Aufgaben gemäß
§ 25 weiter zu erfüllen.
Artikel III
Das Gesetz vom 21. März 1890, RGBl. Nr. 57,
betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse
der israelitischen Religionsgesellschaft,
gilt auch im Burgenland.
Artikel IV
Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist
der Bundesminister für Unterricht und Kunst
betraut.