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589_1976 AT

589. Verordnung: Lehrpläne der Pädagogischen Akademien und Festsetzung der Lehrverpflichtungsgruppen der neuen Unterrichtsgegenstände; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen

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BGBlPdf 589. Verordnung: Lehrpläne der Pädagogischen Akademien und Festsetzung der Lehrverpflichtungsgruppen der neuen Unterrichtsgegenstände; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen

ARTIKEL I

Auf Grund des Schulorganisationsgesetzes,

BGBl. Nr. 242/1962, in der Fassung der Bundesgesetze

BGBl. Nr. 243/1965, Nr. 173/1966,

Nr. 289/1969, Nr. 234/1971 und Nr. 323/1975,

insbesondere dessen §§ 6 und 120, wird verordnet

§ 1. Für die Pädagogischen Akademien wird

der in der Anlage enthaltene Lehrplan (mit Ausnahme

der darin unter III. wiedergegebenen Lehrpläne

für den Unterricht in Religionspädagogik)

hinsichtlich des Studienganges für das Lehramt

an Volksschulen sowie hinsichtlich des ersten

und zweiten Semesters der Studiengänge für das

Lehramt an Hauptschulen und an Polytechnischen

Lehrgängen sowie für das Lehramt an Sonderschulen

mit 1. September 1976, hinsichtlich des

dritten und vierten Semesters der Studiengänge

für das Lehramt an Hauptschulen und an Polytechnischen

Lehrgängen sowie für das Lehramt

an Sonderschulen mit 1. September 1977 und

hinsichtlich des fünften und sechsten Semesters

dieser Studiengänge mit 1. September 1978 in

Kraft gesetzt.

§ 2. Für die den Pädagogischen Akademien

eingegliederten Übungsvolksschulen, Übungshauptschulen

und Übungssonderschulen gelten

die Lehrpläne der Volksschule, der Hauptschule

und der Sonderschulen gemäß der Verordnung

des Bundesministers für Unterricht vom 4. Juni

1963, BGBl. Nr. 134, in der jeweils geltenden

Fassung.

§ 3. Die Verordnung des Bundesministers für

Unterricht vom 26. Juli 1968, BGBl. Nr. 287,

in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 311/

1969 und Nr. 352/1971 tritt mit 31. August

1976 außer Kraft.

ARTIKEL II

Bekanntmachung

Die unter III. der Anlage wiedergegebenen

Lehrpläne für den Unterricht in Religionspädagogik

wurden von den betreffenden Kirchen und

Religionsgesellschaften erlassen und werden hiemit

gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes,

BGBl. Nr. 190/1949, in der Fassung

der Bundesgesetze BGBl. Nr. 243/1962 und

Nr. 324/1975 bekanntgemacht.

ARTIKEL III

Auf Grund des § 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes

über das Ausmaß der Lehrverpflichtung der

Bundeslehrer, BGBl. Nr. 244/1965, werden die

Unterrichtsgegenstände der in der Anlage enthaltenen

Lehrpläne, soweit sie nicht schon in

den Anlagen 1 bis 6 leg. cit. erfaßt sind, im Einvernehmen

mit dem Bundeskanzler und dem

Bundesminister für Finanzen in die in der Rubrik

„Lehrverpflichtungsgruppe" der Stundentafel der

Lehrpläne angeführten Lehrverpflichtungsgruppen

eingereiht. Hinsichtlich jener Unterrichtsgegenstände,

die bereits in den Anlagen 1 bis 6

leg. cit. erfaßt sind, wird in der Stundentafel in

Klammern hingewiesen.

LEHRPLAN DER PÄDAGOGISCHEN

AKADEMIEN

I. Allgemeines Bildungsziel und didaktische

Grundsätze

Die Pädagogischen Akademien haben gemäß

§ 118 des Schulorganisationsgesetzes, BGBl.

Nr. 242/1962, in der Fassung der 5. Schulorganisationsgesetz-

Novelle, BGBl. Nr. 323/1975,

die Aufgabe, aufbauend auf dem Bildungsgut einer

höheren Schule, Volksschullehrer, Hauptschullehrer,

Sonderschullehrer und Lehrer für Polytechnische

Lehrgänge heranzubilden, die nach

Berufsgesinnung, Berufswissen und Berufskönnen

geeignet sind, die Aufgaben des Lehrberufes zu

erfüllen.

Die theoretische und die schulpraktische Ausbildung

haben eine innere Einheit zu bilden und

den Studierenden die Voraussetzungen für das

spätere Wirken als Lehrer zu vermitteln. Diese

theoretische Grundlegung und das Erleben der

Praxis sollen beim einzelnen Studierenden die

didaktische Urteilsfähigkeit und erzieherische

Entscheidungsreife für eine selbständige und verantwortungsbewußte

Gestaltung der Unterrichts- und

Erziehungsarbeit entwickeln.

Als didaktische Grundsätze sind vor allem die

Konzentration sowie die Berufsnähe der Bildung

zu berücksichtigen, wobei alle Bildungs- und

Erziehungsarbeit auf die künftige Lehrtätigkeit

und ihre Grundsätze zu zielen hat. Dem Charakter

einer Pädagogischen Akademie entsprechend

ist dem selbsttätigen Bildungserwerb

besonderer Raum zu geben und damit eine Grundlage

für die spätere ständige Weiterbildung des

Lehrers zu schaffen.

Die Lehrerbildung an den Pädagogischen

Akademien soll das selbständige Urteil stärken,

das soziale und wirtschaftliche Verständnis der

Studierenden vertiefen, sie für das politische und

weltanschauliche Denken anderer aufgeschlossen

machen und als künftige Lehrer befähigen, durch

ihre Berufsarbeit am Wirtschafts- und Kulturleben

Österreichs, Europas und der Welt Anteil

zu nehmen und in Freiheit und Friedensliebe an

den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit

mitzuwirken.

Arten und Gliederung der Unterrichtsveranstaltungen

Die Unterrichtsveranstaltungen an den Pädagogischen

Akademien gliedern sich in Vorlesungen,

Seminare, Übungen, Kurse, Exkursionen

und Einzelvorträge.

Welche dieser Unterrichtsveranstaltungen als

Pflichtgegenstände, welche als Freigegenstände

und welche als zusätzliche Fachgegenstände zu

führen sind, wird durch die Stundentafel sowie

durch entsprechende Erlässe bestimmt.

Lehrstoff der Unterrichtsveranstaltungen

Der Lehrplan für die Pflichtvorlesungen enthält

den Lehrstoff, auf welchen sich der Unterricht

jedenfalls erstrecken muß. Die zeitliche Verteilung

innerhalb eines Semesters steht dem Lehrenden

frei, ebenso kann er aktuelle Fachbereiche einbeziehen.

Er hat die Studierenden anzuleiten,

wie sie sich über Teile des Lehrstoffes durch

Selbststudium genauer zu informieren haben.

Die Seminare und Übungen haben einzelne

Kapitel des Lehrstoffes herauszugreifen und diese

einer sachgerechten Bearbeitung zuzuführen. Dabei

ist durch die Untersuchung von Tatsachen,

durch die Benützung von Primär- und Sekundärliteratur

und durch Diskussionen mit den Techniken

und Problemen der wissenschaftlichen und

schulpraktischen Arbeitsweisen bekanntzumachen.

Bei der thematischen Aufarbeitung des

Lehrstoffes ist stets ein lebensnaher Bezug zum

Lehrberuf wahrzunehmen.

Vorlesungsverzeichnis

Das Vorlesungsverzeichnis enthält die vorgesehenen

Unterrichtsveranstaltungen im jeweiligen

Semester. Es ist von der Direktion der

Pädagogischen Akademie unter Heranziehung

von Vorschlägen der Mitglieder des Lehrerkollegiums

zu erstellen und dem Bundesministerium

für Unterricht und Kunst so rechtzeitig

zur Genehmigung vorzulegen, daß es zu Semesterbeginn

an die Studierenden bekanntgegeben

werden kann.

II. Stundentafeln

III. Religionspädagogik

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a) Katholische Religionspädagogik

Bildungs- und Lehraufgabe

Religionspädagogik hat das im Menschen vorhandene

Fundamental-Religiöse und dessen Gestalt

und Ausformung innerhalb des Christentums

unter Beachtung der jeweils adäquaten Methoden

so aufzuweisen, daß der Studierende dessen Bedeutung

im Gesamtauftrag der Pädagogik erkennen

kann. Der Studierende soll befähigt

werden, das Religiöse als unabweisbaren Aspekt

einer ganzheitlichen Erziehung zu sehen und die

für den religiösen Lern- und Entwicklungsprozeß

relevanten Situationen erkennen, beurteilen

und handlungstheoretisch bewältigen können.

Er soll imstande sein, die je gegenwärtige

Situation auf christliche Einflüsse hin zu hinterfragen

und sie sachgerecht zu interpretieren.

Er soll verstehen lernen, daß durch den christlichen

Glauben Hilfen möglich sind

a) in bezug auf Sinngabe und Sinnerfüllung

menschlicher Selbstverwirklichung in ihrer

sozialen und individualen Bestimmtheit,

b) in bezug auf ein zur Transzendenz hin offenes

Welt- und Menschenverständnis,

c) in bezug auf humane Welt- und Lebensbewältigung.

RP soll jenen Hörern, die ihr Interesse durch

Absolvierung der dafür vorgesehenen zusätzlichen

Veranstaltungen dokumentieren, jenes

Wissen und Können vermitteln, das den künftigen

Lehrer zur a. o. Erteilung des Religionsunterrichtes

an Volksschulen bzw. Hauptschulen,

Polytechnischen Lehrgängen und Sonderschulen

befähigt.

Thematische Kernbereiche des religionspädagogischen

Studiums

Einführung in die religionspädagogische Fragestellung.

Religionspädagogik und ihr heutiges Selbstverständnis;

Funktionen der Religionspädagogik

in der Lehrerausbildung; Religionspädagogik

und ihre Bezugswissenschaften; die relevanten

Methoden der Religionspädagogik.

Versuche zur Klärung des Religionsbegriffes

als religionspädagogische Aufgabe; Religion und

Religionen (Relation von abstraktem Religionsbegriff

und geschichtlichen Konkretionen von

Religion) ; unterschiedliches Religionsverständnis

und seine Genese; die Ambivalenz der Religion

und ihre notwendige Partnerschaft mit der

Religionskritik; die Funktion der Religion für

den einzelnen und die Gesellschaft; religiöse

Erziehung als offene und beantwortete Frage;

religiöse Erziehung in ihrer je gegenwärtigen

Situiertheit; die spezifische Art der religiösen

Erziehung.

Theorie des religiösen Lern- und Entwicklungsprozesses.

Die Interdependenz der allgemeinen und

spezifisch religiösen Lern- und Entwicklungsprozesse.

Die generellen Strukturen religiöser Lern-

und Entwicklungsprozesse: Bedeutung und Formen

der religiösen Erfahrung: Möglichkeiten

der Transzendenzerfahrung, Glaube und Liebe

als Grundmodelle menschlichen Daseins, Mutter-

und Vatererfahrung in ihrer Relevanz für die

religiöse Entwicklung.

Bedingungsfaktoren des religiösen Lern-

und Entwicklungsprozesses: Arten und Bereiche

des religiösen Lernens: religiöses Lernen als

soziales Lernen, religiöses Lernen als Finden von

Werteinstellungen (sittliche Erziehung, personale

Dimension der Sexualerziehung, Gewissensbildung,

Normfindung und Normbegründung),

religiöses Lernen als Identitätsfindung; religiöses

Lernen als Innewerden der jeder Wirklichkeit

zugrunde liegenden Tiefendimension (Sensibilisierung

für Beiträge des „Profanunterrichtes"

zur Pflege und Entfaltung religiöser Werte);

Phasen des religiösen Leinens (Fragen der genetischen

Religionspsychologie); Einfluß der

Erziehungsstile auf den religiösen Lern- und Entwicklungsprozeß.

Der Internalisations- und Sozialisationsprozeß

durch Familie und Schule.

Spezifisch christliche Lern- und Entwicklungsprozesse

als Konkretisierung der fundamentalreligiösen

Lern- und Entwicklungsprozesse.

Bedeutung christlicher Inhalte für die religiöse

Erziehung in der konkreten Situation; christliche

Erziehung als Aufweis der Person Jesu

und Einübung in die Existenzform Jesu; die

christliche Sicht des Menschen als nicht voll

verfügbar und machbar; christliche Erziehung

in Vergangenheit und Gegenwart; Möglichkeit,

Notwendigkeit und Grenze eines anthropologischen

Ansatzes für die christliche Erziehung.

Glaube und Erfahrung; theologische Bedenken

gegenüber unzulänglichen Modellentwürfen religiöser

Erfahrung;

christliche Erziehung in Kindergarten und

Volksschule; Hinführung zu Gottesdienst und

Sakramenten als Beispiele fundamental-religiöser

Erziehung; Kirche als Ort religiöser Sozialisation;

Grenzen der Anwendung der Begriffe Internalisation

und Sozialisation im Bereich christlicher

Erziehung; Sprachprobleme in der christlichen

Erziehung; Fehlformen christlicher Erziehung.

Die Theorie des Religionsunterrichtes.

Der Religionsunterricht in Vergangenheit und

Gegenwart; neue Konzepte und Modelle für den

Religionsunterricht; gegenwärtige Schultheorien

und ihre Bedeutung für den Religionsunterricht;

die Stellung des Religionsunterrichtes in der

österreichischen Schule: gesetzliche Bestimmungen,

Schulgebet, Schulgottesdienste, religiöse

Übungen und ähnliches mehr; der Religionsunterricht

auf den verschiedenen Schulstufen.

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums zur Lehrerausbildung für Volksschulen.

Die religiöse Entwicklung des Volksschulkindes;

Sensibilisierung des Volksschulkindes

für religiöse Grunderfahrungen (z. B.: Vertrauenkönnen,

Staunenkönnen, Schauenkönnen,

Hörenkönnen); das Kind in der Sicht des christlichen

Welt- und Menschenbildes.

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums zur Lehrerausbildung für

Hauptschulen.

Die religiöse Entwicklung des Hauptschulkindes

in der Vorpubertät und Pubertät; Hilfen

zur Konfliktbewältigung in Elternhaus und

Schule; der Beitrag christlicher Erziehung zur

Individuation und Sozialisation.

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums zur Lehrerausbildung für Sonderschulen.

Spezielle Probleme der religiösen Erziehung

beim behinderten Kind: der Einfluß der Behinderung

auf Glaubensfindung, Gewissensreifung,

Selbstfindung und Sozialintegration des Kindes in

Familie, Schule, Kirche und Gesellschaft; das

behinderte Kind in der Sicht des christlichen Welt-

und Menschenbildes."

b) Evangelische Religionspädagogik

Bildungs- und Lehraufgabe

Das Fach Religionspädagogik führt den werdenden

Lehrer durch den theologischen Beitrag zur

pädagogischen Gesamtaufgabe zu einem Durchdenken

der Probleme der allgemeinen Pädagogik

in evangelischer Verantwortung. Es leitet ihn an,

die pädagogische Wirklichkeit und die der österreichischen

Schule gestellte Aufgabe aus einem

christlichen Berufsverständnis zu durchdringen

und zu bewältigen. Außerdem ist eine Einführung

in die Didaktik und Methodik des Religionsunterrichtes

zu bieten. — Interessierten Studierenden

ist der Erwerb der kirchlichen Befähigung

zur aushilfsweisen Erteilung des Religionsunterrichtes

an allgemeinbildenden Pflichtschulen zu

ermöglichen.

Lehrstoff

Allgemeine Religionspädagogik; Religion und

Erziehung. Einführung in den Dialog zwischen

Theologie und Pädagogik. Religionspsychologie

mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung

im Kindes- und Jugendalter. Religionssoziologie

mit besonderer Berücksichtigung der schulischen

Gegebenheiten. Spezielle Religionspädagogik; der

Christ als Erzieher. — Die Bibel als Grundlage

christlichen Glaubens. Biblische Anthropologie

als Voraussetzung einer Erziehungslehre aus

christlicher Verantwortung. Christliche Erziehung

in Geschichte und Gegenwart.

Erarbeitung einschlägiger Texte zur Ergänzung

der jeweiligen Vorlesungen. Einführung in die

gesetzlichen Grundlagen des Religionsunterrichtes.

Versuch der Querverbindungen im Gespräch

mit Pädagogen und Psychologen. Fallweises

Hospitieren im Religionsunterricht. Anleitung

zu selbständiger Arbeit an gestellten

Themen in Referat und Diskussion.

Einführung in die Methodik des Religionsunterrichtes.

Exegetisch-hermeneutische Arbeit

an biblischen Texten. Methodisch-praktische

Einführung zur Darbietung im Religionsunterricht

(biblische Texte, Kirchengeschichte, Liedkatechese,

Katechismusunterricht). Katechetische

Übungen (Hospitieren und Lehrauftritte im

Religionsunterricht).

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums zum Lehramt für Volksschulen

Der Schulanfänger. Das Kindesalter in religionspädagogischer

Sicht.

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums zum Lehramt für Hauptschulen

Führung zur Mündigkeit im Glauben. Die

Schwierigkeiten in der pubertären Entwicklung.

Thematische Akzente des religionspädagogischen

Studiums für Sonderschulen

Das behinderte Kind in der Sicht christlicher

Anthropologie. Glaube als Hilfe zur Lebensbewältigung.

Die Bedeutung der Behinderten

für das Selbstverständnis der Gemeinde.

c) Altkatholische Religionspädagogik

Didaktische Grundsätze

Die im allgemeinen geltenden didaktischen

Grundsätze sind auch für Religionspädagogik anzuwenden,

soweit dessen Eigenart es zuläßt.

Für die Seminartätigkeit im ersten und zweiten

Semester sind Themen aus dem Lehrstoffbereich

lit. b, für die Seminartätigkeit im dritten und

vierten Semester sind Themen aus dem Lehrstoffbereich

lit. d auszuwählen.

Allgemeines Bildungsziel

Der Studierende soll befähigt werden, das von

ihm erworbene Wissen praktisch insbesondere im

Religionsunterricht anzuwenden.

Lehrstoff

1. und 2. Semester

a) Die bisher im Religionsunterricht erworbenen

Kenntnisse sollen vertieft und nach

gegebener Möglichkeit im Hinblick auf den

künftigen Beruf ausgebaut werden.

b) Es sind Gottes Gebote und Sakramente,

der Kindergottesdienst, das Heilige Amt

der Gemeinde und sonstige gottesdienstliche

Handlungen im christlichen Leben zu

behandeln. Auf entsprechende Lieder und

Gebete ist dabei Bedacht zu nehmen.

3. und 4. Semester

c) Es soll ein allgemeiner Überblick über

Fragen des Religionsunterrichtes in religionspädagogischer

Hinsicht geboten werden.

d) Das Leben in Kirche und Welt. Auf Fragen,

die mit der religiösen Erziehung der Kinder

und die mit dem Religionsunterricht verbundenen

gesetzlichen und kirchlichen Bestimmungen

zusammenhängen, ist entsprechend

einzugehen.

d) Israelitische Religionspädagogik

Lehrstoff

Der Lehrstoff für alle vier Semester gliedert

sich in folgende vier Teile

1. Jüdische Geschichte.

2. Hebräische Grammatik und Sprache sowie

Übersetzungen aus der Heiligen Schrift.

3. Religionsphilosophie, Morallehre, Soziallehre,

Liturgie, Riten und Gebräuche.

4. Pädagogik und religiöse Soziologie.

Bei dem im folgenden für jedes Semester erstellten

Lehrplan ist auf diese Gliederung Rücksicht

genommen.

1. Semester

Jüdische Geschichte von der Weltschöpfung bis

701 vor der bürgerlichen Zeitrechnung. — Übersetzung

leichter Texte aus dem Pentateuch. —

Hebräische Grammatik. — Übungen in der

lebenden hebräischen Sprache. — Gebräuche im

Hause. — Übersetzung von Gebeten. — Von der

Religion im allgemeinen: Was ist Religion? Die

Definition der Religion. Ziel und Bedeutung der

Religion. Religion und Wissenschaft.

2. Semester

Jüdische Geschichte von 701 bis 70 nach der

bürgerlichen Zeitrechnung. — Übersetzung ausgewählter

Texte von den ersten Propheten. —

Hebräische Grammatik. — Übungen in der

lebenden hebräischen Sprache. — Gebetstücke

aus dem Sabbatgebetbuch. — Gebräuche in der

Synagoge. — Die Heilige Schrift. — Die Tradition.

— Religionskodexe (Maimonides, Schulchan

Aruch). — Grundideen der jüdischen Religion.

— Die Wahrheit der jüdischen Religion. —

Der Gottesbegriff. — Die jüdische Lehre über

den Menschen.

3. Semester

Jüdische Geschichte von 70 post bis 1492 (Austreibung

der Juden aus Spanien). — Aufgaben

der jüdischen Erziehung. — Übersetzung ausgewählter

Psalmen. — Übungen in der lebenden

hebräischen Sprache. — Gebetstücke aus den

Feiertagsgebetbüchern. — Liturgie. — Geographie

Israels und Geschichte der Entstehung

Israels. — Der Ritus. — Die Bedeutung der

Riten. — Der Gottesdienst. — Geschichtliche

Freuden- und Trauertage. — Der gute und böse

Trieb. — Die Seele. — Jenseits und Auferstehung.

— Begriff und Bedeutung der Auserwähltheit. —

Stellung des Judentums zu den anderen Völkern.

4. Semester

Jüdische Geschichte von 1492 bis zur Gegenwart.

— Aufgaben der jüdischen Erziehung. —

Übersetzungen aus den späteren Propheten und

aus den philosophischen Büchern der Heiligen

Schrift. — Übungen in der lebenden hebräischen

Sprache. — Messianismus. — Morallehre: Grundsätze

der jüdischen Moral (Zehn Gebote, 3. Buch

Moses, 19. Kapitel). Moralische Pflichten des einzelnen

gegenüber der Gesellschaft (Zitate aus der

Bibel und der talmudischen Literatur). — Symbole

des religiösen Lebens (Talit Defilin Mesusa).

— Speisegesetze. — Soziale Institutionen (Die

Familie, die Kultusgemeinde, die Chewra Kadischa).

— Jüdische soziale Weltorganisationen.

— Religiöse Probleme in der Pubertätszeit. —

Trauerriten.

Im dritten und vierten Semester soll jeder

Hörer beim jüdischen Religionsunterricht zumindest

zweimal hospitieren.

IV. Bildungs- und Lehraufgaben sowie Lehrstoff

der einzelnen Unterrichtsgegenstände

A. Pflichtgegenstände

ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT

Bildungs- und Lehraufgabe

Die pädagogischen Aussagensysteme (erfahrungswissenschaftliche

Pädagogik, Geschichte der

Erziehung und des Unterrichts, philosophischkritische

Pädagogik, systematisch-praktische Pädagogik)

sind den Studierenden derart zugänglich

zu machen, daß sie die erziehungsrelevanten

Problembereiche erkennen, beurteilen und handlungstheoretisch

bewältigen lernen.

Lehrstoff

Die Fachkenntnisse, Denkstrukturen und Methoden

der Erziehungswissenschaft sind vor

allem unter Berücksichtigung der Hauptaspekte

des hermeneutisch-spekulativen, des deskriptiv-

phänomenologischen und des empirisch-positivistischen

Theorietypus darzubieten.

Die geschichtliche Entwicklung, der vergleichende

Aspekt und die Aktualitätsbe2üge sind

bei der Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten

angemessen zu berücksichtigen.

Thematische Kernbereiche des erziehungswissenschaftlichen

Studiums

Probleme der menschlichen Erziehbarkeit und

Bildsamkeit: Die Vielschichtigkeit des Erziehungsphänomens.

Die Bedeutung von Anlage,

Reifung, Umwelt und Lernen für die Erziehung.

Anlage- und Umwelttheorien. Möglichkeiten und

Grenzen der Erziehung.

Anthropologische Fragestellungen und Hypothesen.

Die Bedeutung von Normen und Werten.

Probleme der Zielsetzung in der Erziehung.

Bildungs- und Erziehungsziele und ihr geschichtlicher

Bezug. Sitte und Tradition. Probleme der

Wertvermittlung. Probleme des Zielsetzungsprozesses.

Fragen der Bildungsplanung und

Bildungspolitik.

Relationen von Entwicklung und Erziehung.

Entwicklungstheorien. Entwicklungsbezogene

Erziehungsmaßnahmen. Probleme der Erziehungsmittel

und Erziehungsstile. Sexualerziehung. Erziehungsschwierigkeiten.

Veranstaltungen der Erziehung und ihrer

Faktoren.

Familienerziehung, Frühförderung, Erziehungsprobleme

in der Schule. Erziehungseinstellungen

und -praktiken und ihre pädagogische

Bedeutung. Das pädagogische Berufsfeld. Schule

und Familie.

Probleme der Wissenschaftlichkeit der pädagogischen

Aussagensysteme. Systematisierungsversuche.

Denkstrukturen und Methoden.

Geschichte der Pädagogik.

Die Entwicklung des Erziehungs- und Bildungswesens

ist in exemplarischer Auswahl darzubieten;

dabei sind folgende Schwerpunkte

zu setzen

Die Pädagogik des Mittelalters. Renaissance,

Humanismus, Reformation und Gegenreformation.

Bedeutende Pädagogen und ihr Werk

Comenius, Rousseau, Pestalozzi, Herbart und

andere. Die Entfaltung des österreichischen

Schulwesens seit Maria Theresia. Die Reformpädagogische

Bewegung. Die Pädagogik nach

1945.

Thematische Akzente des erziehungswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Volksschulen

Erziehungsprobleme beim Schulneuling. Probleme

der kompensatorischen Erziehung. Fragen

der pädagogischen Beratung.

Thematische Akzente des erziehungswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Hauptschulen

bzw. Polytechnischen Lehrgängen

Erziehungsprobleme im Jugendalter. Die Kulturabhängigkeit

der Pubertät. Schülermitverwaltung.

Freizeitprobleme. Bildungsberatung.

Sozialpädagogische Grundfragen. Berufserziehung.

Thematische Akzente des erziehungswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Sonderschulen

Grundsätzliches: Die Bearbeitung der thematischen

Kernbereiche muß vor allem in den

Seminarveranstaltungen die Problematik der Erziehung

unter erschwerten Gegebenheiten entsprechend

berücksichtigen.

Anthropologische Prämissen für die Erziehungsnotwendigkeit

behinderter Kinder. Individuallagegerechte

Erziehungsziele im erschwerten

Erziehungsprozeß. Psychohygiene des Lehrers.

UNTERRICHTSWISSENSCHAFT

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Themenbereiche, Denkweisen und Methoden

sind so zu vermitteln, daß die Studierenden

grundlegende Kompetenzen für folgende unterrichtliche

Handlungsebenen erwerben: didaktisches

Kontextverständnis, Zielsetzungs- und

Entscheidungsfähigkeit, instrumentelle Kompetenz

und die Fähigkeit zur Evaluation.

Lehrstoff

Unterrichtsplanung

Von der Unterrichtsvorbereitung zur Unterrichtsplanung.

Lehrplan und Curriculum. Unterrichtswissenschaftliche

Grundlagen von Microteaching.

Unterrichtsziele (Lehr- und Lernziele)

Entdeckungs- und Entwicklungsprobleme,

Entscheidungsprobleme, Operationalisierungsprobleme,

Klassifikationsprobleme, Wertungsprobleme.

Lerntheoretische Aspekte des Unterrichts

Unterricht als Anregung und Steuerung von

Lernprozessen.

Motivationsförderung, Aktivitätsförderung und

Kreativitätsförderung im Unterricht.

Inhaltsfragen des Unterrichts

Gegenstandsbereiche und ihr Bildungswert.

Probleme der Auswahl, Anordnung und

didaktischen Umformung von Lehrinhalten (exemplarisches

Prinzip; Epochalunterricht).

Didaktische Entscheidungen in Abhängigkeit

von Sach- und Begriffsstrukturen.

Unterrichtsmethoden

Der Unterrichtsverlauf (die Artikulation des

Unterrichts).

Die Formen des Unterrichts (Aktionsformen,

Sozialformen).

Neuere Methodenkonzeptionen (Planspiel,

Projekt, entdeckendes Lernen).

Unterrichtsmedien

Die didaktische Funktion audiovisueller

Medien.

Das Lehr- und Arbeitsbuch, das Arbeitsblatt,

das Lernprogramm.

Erfassung und Bewertung des Unterrichtserfolges

Funktionen der Lernkontrolle. Beurteilung

der Schülerleistung. Informelle und standardisierte

Tests.

Schulische Organisation

Das österreichische Schulsystem. Differenzierungsformen;

aktuelle Schulreformbestrebungen.

Methoden der Unterrichtswissenschaft.

Didaktische Modelle und Systeme

Bildungstheoretische, unterrichtstheoretische,

informationstheoretische, kommunikative Didaktik.

Die geschichtliche Entwicklung, der vergleichende

Aspekt und Aktualitätsbezüge sind

bei der Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten

angemessen zu berücksichtigen.

Thematische Akzente des unterrichtswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Volksschulen

Unterrichtskonzeptionen und ihre Brauchbarkeit

für die Grundschule: Gesamtunterricht,

Fachunterricht, fächerübergreifender Unterricht,

vorfachlicher Unterricht. Strukturorientierung

als Konzeption für den Grundschulunterricht.

Möglichkeiten der inneren Differenzierung.

Probleme des Übergangs an weiterführende

Schulen.

Thematische Akzente des unterrichtswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Hauptschulen

bzw. Polytechnischen Lehrgängen

Lerntechniken und Sozialformen im Unterricht

der Hauptschule. Die Problematik schulischer

Disziplin. Schülermitverantwortung. Idee, Konzeptionen

und Probleme einer Gesamtschule.

Probleme des Übergangs in die Arbeits- und

Berufswelt.

Thematische Akzente des unterrichtswissenschaftlichen

Studiums zum Lehramt an Sonderschulen

Grundsätzliches: Die Auseinandersetzung mit

den thematischen Kernbereichen hat in besonderem

Maße die Probleme des Unterrichts unter

erschwerten Bedingungen zu berücksichtigen.

Behinderungsspezifische Arrangements von

Lernsituationen. Behinderungsspezifische Möglichkeiten

der Förderung. Analyse und Konstruktion

von Unterrichtssequenzen unter besonderer

Akzentuierung der sachstrukturellen und lernpsychologischen

Bedingungen.

PÄDAGOGISCHE PSYCHOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Pädagogische Psychologie hat Kenntnisse

aus der Kinder- und Jugendpsychologie — in Abhängigkeit

von den jeweils wirksamen Faktoren —

so zu vermitteln, daß daraus das Verhalten von

Kindern und Jugendlichen verständlich wird.

Dadurch soll es dem künftigen Lehrer möglich

sein, Erziehungsmaßnahmen, Unterrichtsmethoden

und -situationen psychologisch richtig zu

beurteilen und zu gestalten.

Lehrstoff

Entwicklungspsychologie

Entwicklungsbegriff; Anlage- und Umweltproblematik;

Entwicklungs- und Reifungsprozesse

in Längs- und Querschnitten; Begabungsbegriff.

Lernpsychologie

Gedächtnis- und Lernforschung; dynamische

und funktionale Momente des Lernens; Lernen

und Unterrichtstechnologie; didaktische Folgerungen.

Psychologie des Denkens

Begriffsbildung; Denken als Problemlösen;

Denkstrategien; Psychologie des kreativen Verhaltens;

dynamische Komponenten des Denkprozesses;

didaktische Folgerungen.

Persönlichkeitsforschung

Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit

aus der Sicht verschiedener psychologischer

Schulen; Verhaltensprobleme; Bedingungsfak-

toren der Schulleistung; Grundlagen der Schülerbeschreibung;

Psychologie der Lehrerpersönlichkeit.

Sozialpsychologie

Sozialpsychologische und gruppendynamische

Prozesse, soweit sie für das Verständnis des Verhaltens

von Kindern und Jugendlichen relevant

sind. Grundfragen der Tiefenpsychologie.

Testpsychologie

Einführung in die Testtheorie unter Berücksichtigung

neuer Ansätze; standardisierte Verfahren

zur Messung der Intelligenz; Leistung und

Entwicklung; informelle und lehrzielorientierte

Tests; Prinzipien projektiver Verfahren.

Einführung in die Forschungsmethoden der

Psychologie

Exemplarische Demonstration einzelner empirischer

Untersuchungstechniken unter Berücksichtigung

schulischer Gegebenheiten.

Thematische Akzente des psychologischen

Studiums zum Lehramt an Volksschulen

Unter Berücksichtigung der entsprechenden

Altersstufen sind folgende Inhalte einer eingehenden

Behandlung zu unterziehen

Einschulproblematik, Testverfahren zur Einstufung;

die sprachliche, soziale und geistige

Entwicklung des Volksschulkindes, Förderungsmöglichkeiten;

Grundlagen der Schüler- und

Elternberatung (Schulbahnberatung) ; Grundbegriffe

der Legasthenie.

Thematische Akzente des psychologischen

Studiums zum Lehramt an Hauptschulen bzw.

Polytechnischen Lehrgängen

Im Sinne einer vertiefenden Auseinandersetzung

sind folgende Inhalte zu behandeln: das

Jugendalter, Intelligenz- und Begabungsforschung;

Einführung in die differentielle Psychologie

des Schülers des Ersten und Zweiten

Klassenzuges; Methoden zur Erfassung verschiedener

Persönlichkeitsbereiche; Übungen im Beraten,

von Kindern und Erwachsenen bei Verhaltens-

und Lernstörungen; Bildungsberatung

für austretende Schüler; Berufsinformation.

Thematische Akzente des psychologischen

Studiums zum Lehramt an Sonderschulen

Die zu behandelnden Stoffe beziehen sich auf

die besondere Situation des Sonderschulkindes

Psychologie der Entwicklungshemmungen, der

Lern- und Verhaltensschwierigkeiten: die psychische

Situation des lern- und erziehungsschwierigen

Kindes, Ursachen, Orientierungshilfen

(Methoden zur Erfassung verschiedener

Persönlichkeitsbereiche) ; Information über

Therapiemaßnahmen, Verhaltenstherapie.

PÄDAGOGISCHE SOZIOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Pädagogische Soziologie soll Informationen

über die Struktur und die Entwicklung der

Gesellschaft vermitteln, die für das Verständnis

der gesellschaftlichen Funktion von Erziehung

und Bildung relevant sind.

Die hiefür notwendigen Grundbegriffe, Methoden

und Forschungsergebnisse sollen unter

Berücksichtigung der verschiedenen wissenschaftstheoretischen

Ansätze behandelt werden.

Die Auseinandersetzung mit pädagogisch bedeutsamen

Bereichen der Soziologie soll den

Lehrer befähigen, die gesellschaftlichen Bedingungen

von Erziehung und Unterricht zu erkennen

und im Berufsfeld reflektiert zu handeln.

Lehrstoff

Einführung in die Soziologie der Erziehung

Begriff und Funktion der Soziologie und

deren Bedeutung für den Lehrer. Grundbegriffe

der Soziologie, wie Status, Rolle, soziale Prozesse

und Gebilde, soziale Schichtung, Normen und

Werte, Institution, soziale Kontrolle, sozialer

Konflikt.

Die gesellschaftliche Situation der Gegenwart,

vor allem im Hinblick auf sozialen Wandel in

Arbeitswelt, Schichtung und Familie.

Ergebnisse der Sozialisationsforschung und

ihre Bedeutung für Erziehung und Bildung

Sozialisationstheorien; Sozialisation als gesellschaftlicher

und individueller Vorgang, Sozialisationsinstanzen;

die Internalisierung von Normen

und Werten; Konformität und abweichendes

Verhalten; schichtspezifische Sozialisation; Begabung

als soziales Problem.

Die Funktion der Schule und die Rolle des

Lehrers in der Gesellschaft

Die Schule als Institution der Gesellschaft

und Funktionen der Schule, wie Qualifikation,

Selektion und Integration; soziale Aspekte der

Schulreform; Rekrutierung, Ausbildung, Status,

Rolle und Gesellschaftsbild des Lehrers, organisationssoziologische

Dimensionen der Lehrerrolle.

Schule und Klasse als Sozialgebilde

Soziale Vorgänge und Beziehungen in der

Schule; die Schulklasse als Gruppe: Positionen

und Strukturen, formelle und informelle Ordnung,

Konflikte; Soziometrie und Klassenbeschreibung.

Eine Auswahl für Erziehung und Bildung

bedeutsamer Ergebnisse aus anderen speziellen

Soziologien, wie Soziologie der Familie, Jugend,

Freizeit, Kommunikation, Sprache, der Stadt

und des Landes.

Einführung in fachgemäße Arbeitsmethoden,

wie Beobachtung, Interview, Befragung und

Dokumentenstudium; Forschungsprinzipien und

Methodenkritik; Grundbegriffe der Statistik.

Die Ausbildung zum Volksschullehrer ist vor

allem durch folgende Bereiche der Pädagogischen

Soziologie zu ergänzen bzw. zu erweitern

Soziologische Aspekte der Frühförderung und

der Schulreife; soziales Lernen und Gruppenbildung

in Verbindung mit sozialpädagogischen

Aufgaben, die sich daraus für den Volksschullehrer

ergeben.

Schule und Elternhaus, Bildungs- und Erziehungsansprüche

unter den Aspekten der

sozialen Dynamik und des sozialen Aufstiegsstrebens.

Schullaufbahn- und Bildungsberatung.

Die Ausbildung zum Hauptschullehrer bzw.

Lehrer an Polytechnischen Lehrgängen ist vor

allem durch folgende Bereiche der Pädagogischen

Soziologie zu ergänzen bzw. zu erweitern

Wandlungen im Gefüge von Wirtschaft und

Technik und damit verbundene Veränderungen

in den Arbeitsprozessen und Berufen; Aspekte

der Berufswahl.

Konsum- und Freizeitprobleme; Integration

in die Berufs- und Arbeitswelt. Sozialpädagogische

Maßnahmen und Förderungen.

Soziologische Aspekte der verschiedenen Fachwissenschaften.

Die Ausbildung zum Sonderschullehrer ist

vor allem durch folgende Bereiche der Pädagogischen

Soziologie zu ergänzen bzw. zu erweitern

Die Stellung des Behinderten in der Gesellschaft;

soziale Dimensionen der Behinderung;

Anomie und Devianz. Rehabilitation und Resozialisierung;

Fürsorge und soziale Einrichtungen;

sozialpädagogische Aufgaben der Sonderschule.

Die Stellung der Sonderschule in der Gesellschaft;

soziale Aspekte des Schulversagens;

sozialpädagogische Probleme der Leistungsbehinderung.

Die Rolle des Außenseiters in Schule und

Gesellschaft. Soziale Einstellung und psychohygienische

Belastung des Sonderschullehrers.

SCHWERPUNKTE AUS DEN HUMANWISSENSCHAFTEN

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Es gelten dieselben Bildungs- und Lehraufgaben,

die den einzelnen Disziplinen vorgegeben

sind.

Die Auseinandersetzung mit einzelnen Fachkenntnissen,

Denkstrukturen und Methoden hat

jedoch intensiver zu erfolgen. Dabei ist auch

der Aktualitätsbezug zu berücksichtigen.

BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN DER ERZIEHUNG;

SCHULHYGIENE

Bildungs- und Lehraufgabe

Verständnis für die Bedeutung des biologischen

Entwicklungsvorganges in Kindheit und Jugend

als Grundlage für die seelisch-geistige Entwicklung

und für das Erziehungsgeschehen.

Verständnis für alle Belange der Gesunderhaltung

des Schulkindes und für die Bedeutung

einer gesunden Lebensführung.

Lehrstoff

Die körperliche Entwicklung des Menschen

in einer leib-seelischen Gesamtschau, von der

Keimentwicklung bis zur Lebensreife mit Betonung

des Schulpflichtalters; Sinnesorgane und

Nervensystem als Mittel für die Auseinandersetzung

mit der Umwelt.

Erbbiologische Fragen im Hinblick auf die

Erziehung. Typische Schädigungen und Abnormitäten

des Kindes und Jugendlichen. Einführung

in die Sexualerziehung.

Überblick über die Allgemein-, Sozial- und

Psychohygiene.

Infektionskrankheiten; Impfungen; Erste Hilfe.

Hygienische Anforderungen an das Schulhaus

und seine Einrichtung. Angewandte Hygiene

im Schulalltag (Lüftung, Lichteinfall, Schulfrühstück,

Eßhygiene, Bekleidung).

SCHULRECHT

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der rechtlichen Grundlagen für

die künftige Tätigkeit als Lehrer an allgemeinbildenden

Pflichtschulen.

Durch praktische Beispiele aus dem Schulalltag

ist die Lebensnähe des Unterrichtes zu wahren.

Lehrstoff

Verfassungsrechtliche Grundlagen des österreichischen

Schulwesens; Stellung der Schule in

der Rechtsordnung.

Die Schule: Gliederung des Schulwesens;

bundes- und landesgesetzliche Organisationsvorschriften;

Schulerhaltung; Schulzeit; Schulpflicht;

Schulunterrichtsrecht; Religionsunterricht;

Grundzüge des Privatschulrechtes.

Die Schulverwaltung: Aufgaben und Organisation

der Schulbehörden; Schulinspektion; Amtsverkehr

zwischen Schule und Schulbehörden;

Grundzüge des Verwaltungsverfahrens; Verwaltungsaufgaben

der Schule, Funktion des

Schulleiters, der Lehrerkonferenz und des Lehrers

bei der Erfüllung dieser Aufgaben; Führung

der Amtsschriften; Weisungsrecht und pädagogische

Freiheit.

Das Kind und der Jugendliche: Einführung

in familienrechtliche Fragen (insbesondere Pflichten

und Rechte der Eltern, gesetzliche Vertretung).

Jugendwohlfahrtsrecht, Jugendschutz-

und Jugendbeschäftigungsrecht; Berufsausbildung;

Grundzüge des Jugendstrafrechtes.

Das Dienstrecht: Einführung in das Lehrerdienst-

und -besoldungsrecht, das Diensthoheitsrecht

und das Dienstrechtsverfahren. Fragen der

zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeit.

Berufliche Weiterbildung.

ALLGEMEINE SONDERPÄDAGOGIK

(für den Studiengang zum Lehramt an Volksschulen,

Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Einblick in die anlage-, umwelt- und entwicklungsbedingte

Strukturiertheit der Behinderungen.

Berücksichtigung der besonderen Bedeutung

des pädagogischen Prinzips der Individualisierung

in Erziehung und Unterricht behinderter

Kinder.

Lehrstoff

Überblick über die Symptomatik der Behinderung.

Sonderpädagogische Einrichtungen in Österreich.

Rechtsfragen der Erziehung behinderter Kinder.

Fragen der Früherfassung. Probleme der Elternberatung.

Sonderschule und Gesellschaft.

ALTERNATIVE PFLICHTVERANSTALTUNGEN

ZU DEN HUMANWISSENSCHAFTEN

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Diese Studienveranstaltungen dienen zur Konzentration

und Vertiefung einschlägiger Lehrplanaufgaben

sowie zur Einbeziehung aktueller

pädagogischer Fragestellungen.

Die Lehrstoffe sind den Studienbereichen

Religionspädagogik, Erziehungswissenschaft, Unterrichtswissenschaft,

Pädagogische Psychologie,

Pädagogische Soziologie zu entnehmen.

ALLGEMEINE VOLKSSCHULDIDAKTIK

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltungen sollen die Studierenden

befähigen, die Entscheidungs- und Gestaltungsfaktoren

für Lehr- und Lernprozesse

im Unterricht der Volksschule, insbesondere der

Grundschule, zu erkennen, um didaktische Entscheidungen

im Unterricht der Volksschule

begründet treffen zu können.

Lehrstoff

Didaktische Charakteristik der Lehrplanhauptstufen

unter besonderer Berücksichtigung der

Elementarstufe. Zielorientierung im Unterricht

der Grundschule: allgemeine und fachbezogene

Ziele. Lernbereiche der Grundschule: vorfachliche,

fachbezogene und fachübergreifende Gliederungsprinzipien.

Konzentration der Unterrichtsfächer.

Die Problematik des Gesamtunterrichtes.

Unterrichtsverfahren in der Grundschule: Abhängigkeit

des Verfahrens von der Gegenstandsstruktur;

Struktur- und lerngemäße Verfahren.

Arrangement verschiedener Lernsituationen: entdeckendes

Lernen, Problemlösen, selbständiges

Lernen, kooperierendes Lernen. Differenzierende

Maßnahmen, mit besonderer Berücksichtigung

der inneren Differenzierung.

Die angemessene Verwendung von Lehr-,

Lern- und Arbeitsmitteln.

Grundsätzliches für eine sinnvolle Hausaufgabenpraxis.

Besondere Probleme der Volksschuloberstufe.

Grundfragen der Landschuldidaktik.

GRUNDSCHULDIDAKTIK DEUTSCH

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltungen haben die Aufgabe,

den Studierenden jene Kenntnisse, Fertigkeiten

und Einstellungen zu vermitteln, die sie befähigen,

als Volksschullehrer ihren Deutschunterricht

fachgerecht zu planen, durchzuführen und zu

beurteilen.

Als besondere Aufgaben gelten daher: Fähigkeit

zur Bereitstellung verschiedener Kommunikationsanlässe,

-situationen und -rollen; Anregung

der Schüler zu kreativem Umgang mit

Sprache; Anleitung der Schüler zur Reflexion

über Sprache und kommunikatives Handeln;

Fähigkeit zur Analyse und Beurteilung sprachlicher

Äußerungen.

Lehrstoff

Einführung in den Aufbau und die Leistung

wichtiger linguistischer Teilbereiche

Einblick in Grundzüge neuerer Grammatiktheorien

(inhaltbezogene, funktionale, strukturalistische,

generativ-transformationelle).

Kenntnis ausgewählter Methoden der Sprachbeschreibung.

Sprachentwicklung und schichtspezifisches

Sprachverhalten im Hinblick auf die Diagnose

von Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten.

Kompensatorischer Sprachunterricht (geeignete

Unterrichtsmedien).

Didaktische Theorie der Lernbereiche des

Deutschunterrichts

Mündliches Sprachhandeln

Notwendigkeit und Grenzen formal konzipierter

Sprachübungen (Sprachtraining, Einübung

komplexer Satzstrukturen, Reihenübung).

Sprechtechnische Übungsformen.

Verschiedene Formen situationsbezogenen Sprechens

(Alltagsdialoge, soziale Anlässe und

Konflikte, Rollenspiele).

Gesprächssituationen im Deutschunterricht.

Schriftliche Sprachverwendung und Sprachgestaltung

Verfahren zur stufenadäquaten Erweiterung

des schriftlichen Sprachgebrauchs.

Übungsformen zur Variation und Differenzierung

des sprachlichen Ausdrucks.

Anleitungs- und Übungsformen zu den verschiedenen

Arten schriftlicher Sprachverwendung

(= Textsorten) und deren Funktion.

Methoden und Kriterien für die Diagnose

der Entsprechung schriftlicher Äußerungen.

Sprachbetrachtung

Stufenspezifisch orientierte Verfahren der

Sprachanalyse und Sprachbeschreibung zur Bewußtmachung

sprachlicher Strukturen.

Unterrichtliche Maßnahmen, die die Schüler

zur selbständigen Betrachtung und Untersuchung

sprachlicher Phänomene anregen.

Kenntnis von Grundbegriffen der Sprachbeschreibung

(grammatische Termini) im Zusammenhang

mit der Linguistik.

Lese- und Literaturunterricht

Theorie und Praxis des Lesenlernens (Lese-

und Schreiblehrgang).

Medien des Lese- und Schreiblehrganges.

Theorie und Praxis des weiterführenden Lesens

(Leselehre).

Einübung in Formen der Inhaltserfassung

und -wiedergabe.

Analyse und Diagnose von Leseschwierigkeiten.

Fördermaßnahmen zur Überwindung von

Leseschwierigkeiten.

Kinder- und Jugendbücher, -zeitschriften und

-sendungen als Bestandteil des Literaturunterrichts.

Unterrichtliche Maßnahmen zur Aktivierung

des Lesebedürfnisses und der Lesefreude; Privatlektüre,

Klassen-, Schülerbücherei.

Rechtschreibunterricht

Schrift als Zeichensystem.

Orthographie und Interpunktion als historisch

bedingte Konventionen; Tendenzen der Rechtschreibreform.

Theorie und Verfahren des Rechtschreibenlernens;

sprachwissenschaftliche, psychologische

und soziologische Voraussetzungen des Rechtschreibunterrichts.

Analyse von Schreibschwierigkeiten, Fehlerdiagnose.

Methoden zum Abbau von Rechtschreibschwierigkeiten.

Funktion und Verwendung von Nachschlagewerken

(Wörterbuch).

Fachspezifische Unterrichtsverfahren

Methodenkonzeptionen des Deutschunterrichts

im Zusammenhang mit ihren Voraussetzungen.

(Projektorientierter Deutschunterricht, Rollenspiel.)

Das Schulspiel.

Unterrichtsplanung im Deutschunterricht

Modelle von Unterrichtsplanung für den

Deutschunterricht.

Entwicklung von Unterrichtseinheiten aus verschiedenen

Bereichen des Deutschunterrichts auf

Grund sprachlicher und didaktischer Analysen.

Unterrichtsmedien und -materialien

Anwendung von Lehrmaterialien und Medien

in den verschiedenen Lernbereichen.

Analyse und Beurteilung von Sprachbüchern

(Lesebüchern, Kinder- und Jugendliteratur) und

sonstiger Lehr-, Lern- und Arbeitsmittel für den

Deutschunterricht.

Programme und Tests

Anwendbarkeit des programmierten Unterrichts

im Deutschunterricht.

Tests im Deutschunterricht (Lese- und Rechtschreibtests).

Probleme der Leistungsbewertung im Deutschunterricht.

GRUNDSCHULDIDAKTIK MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe

Didaktisch-methodische Bewältigung der

mathematischen Probleme im Grundschulunterricht

unter besonderer Berücksichtigung fachspezifischer

Denk- und Darstellungsformen. Beherrschung

elementarer mathematischer Methoden

und Beweisverfahren. Förderung des kreativen

Verhaltens und der Bereitschaft zur Auseinandersetzung

mit mathematischen Problemen.

Bezüge zwischen mathematischen Modellen und

Anwendungsbeispielen. Kenntnisse über die Entstehung

und Anwendbarkeit mathematischer

Theorien. Fähigkeit, abstrakte oder komplexe

Sachverhalte in angemessener Weise zu elementarisieren

und damit Grundlagen für die weiterführenden

Schulen zu schaffen. Enge Verbindung

mit den humanwissenschaftlichen Fächern sowie

der Schul- und Erziehungspraxis. Einblick in die

entsprechende Fachliteratur. Umfassende Interpretation

des Lehrplanes für die Grundschule.

Lehrstoff

Zielsetzungen und Aufgaben der Neuen

Mathematik nach dem geltenden Lehrplan. Inter-

pretation der Lehrplanforderungen mit mathematischen

Grundlagen. Wesentliche historische

Stationen in der Entwicklung der Schulmathematik.

Operative Lernprinzipien und didaktische

Grundsätze. Möglichkeiten logischer Denkschulung.

Anleitung zur Anwendung angemessener

didaktischer Mittel. Übungen in der

Repräsentation mathematischer Sachverhalte

(handlungsmäßige, bildhafte und symbolische

Darstellungen).

Erweiterung der Kenntnisse über die Teilbereiche

der Mathematik, aus denen die im Lehrplan

angegebenen Stoffgebiete (Menge — Zahl,

kardinaler-ordinaler Zahlaspekt, Zahlenräume,

Mengenoperationen — Zahlenoperationen, Rechengesetze)

stammen und im Zusammenhang damit

die entsprechenden methodischen Modelle.

Unterrichtsplanung und Operationalisierung von

Lehraufgaben des Lehrplans in bezug auf die

oben genannten Inhalte in curricularer Sicht.

Entwicklung des mathematischen Denkens.

Erweiterung der Kenntnisse über die Teilbereiche

der Mathematik, aus denen die im

Lehrplan angegebenen Stoffgebiete (Relationen,

geometrische Grunderfahrungen, Umfang- und

Flächenberechnung, Gleichungen — Ungleichungen,

schriftliche Rechenverfahren, Größen, Sachrechnen)

stammen und im Zusammenhang damit

die entsprechenden methodischen Modelle.

Unterrichtsplanung und Operationalisierung von

Lehraufgaben des Lehrplans in bezug auf die

oben genannten Inhalte in curricularer Sicht. Entwicklung

des mathematischen Denkens (Stadien

der Intelligenz- und der Denkentwicklung sowie

der Raumvorstellung; Stufen des Problemlösens).

Einsatz und Beurteilung von Arbeitsunterlagen.

Planen von Lernsequenzen, Angebote für

Übung und Transfer, Differenzierung und Individualisierung

einschließlich programmierter

Instruktionen. Leistungsmessung; informeller

Test und lernzielorientierter Test. Beispiele für

Mathematisieren. Einblick in die schulpraktische

Literatur. Anlegen von Lehrstoffverteilungen für

die einzelnen Schulstufen.

GRUNDSCHULDIDAKTIK DES SACHUNTERRICHTES

Bildungs- und Lehraufgabe

Didaktisch-methodische Bewältigung des Sachunterrichts

in der Grundschule unter besonderer

Berücksichtigung fachspezifischer Arbeitsweisen

und kindgemäßer Erklärungsmodelle. Beherrschung

elementarer Grundlagen aus den einzelnen

Bereichen des Sachunterrichts. Herausstellen

von sachgemäßen Gesichtspunkten für die

vielseitige Betrachtung der Wirklichkeit sowie

der Stellung des Menschen in ihr. Fähigkeit,

komplexe Sachverhalte zu elementarisieren und

damit fachliche Grundlagen für die weiterführenden

Schulen zu schaffen. Umfassende

Interpretation des Lehrplans für die Grundschule.

Enge Verbindung mit den humanwissenschaftlichen

Fächern sowie der Schul- und Erziehungspraxis.

Einblick in die entsprechende Fachliteratur.

Lehrstoff

Struktureller Aufbau des Sachunterrichts nach

dem geltenden Lehrplan; eingehende Interpretation

der Lehrplanforderungen und Bereitstellen

methodischer Modelle sowohl im heimatkundlichen

als auch naturkundlichen Stoffbereich.

Sachlichkeit und Fachlichkeit als didaktische Begründung.

Bildungsziele des geographisch-wirtschaftskundlichen,

des geschichtlich-sozialkundlichen

und des naturkundlichen sowie des technischen

Bereiches. Wissenschaftliche Grundlagen

von Heimat- und Naturkunde und im Zusammenhang

damit die entsprechenden fachspezifischen

Arbeitsweisen als methodisches Instrumentarium.

Überblick über historische Stationen und gegenwärtige

Konzeptionen.

Spezielle Übungen zur Naturkunde, insbesondere

aus dem Bereich der Pflanzen- und Tierkunde;

Übungen im Gebrauch des Mikroskops;

Durchführung von Demonstrations- und Schülerversuchen

zum biologischen und technischen Bereich.

Herstellen, Sammeln und Auswerten von

Anschauungsmaterialien.

Entwicklungspsychologische Grundlagen der

einzelnen Fachbereiche (Heimat- und Naturkunde).

Unterrichtsplanung und Operationalisierung

von Lehrplanforderungen. Sachunterrichtliche

Grundeinsichten und -begriffe in

curricularer Anordnung. Kriterien zur Stoffauswahl

auf den vier Schulstufen der Grundschule.

Einsatz und Beurteilung von Arbeitsunterlagen.

Einblick in die entsprechende schulpraktische

Literatur. Formen der Leistungsmessung.

Fachübergreifende Unterrichtsplanung (Wochen-

und Jahresstoffverteilung). Übungen zum

Anlegen und zur Auswertung der ortskundlichen

Stoffsammlung unter Berücksichtigung des sozial-

und volkskundlichen Aspekts. Erstellen und Beurteilen

von Arbeitsblättern. Einführung in die

Planung, Durchführung und Auswertung heimatkundlicher

Lehrausgänge.

SCHUL- UND ERZIEHUNGSPRAKTISCHER

WAHLPFLICHTBEREICH

a) Fremdsprachliche Vorschulung

(Englisch oder Französisch)

Bildungs- und Lehraufgabe

Beherrschung der Sprache, und zwar mündlich

und schriftlich in angemessener Weise.

Einblick in die heutigen Lebensformen und

-inhalte der Bewohner der betreffenden Länder,

und zwar in sprachlichen und außersprachlichen

Erscheinungen.

Beherrschung des methodisch-didaktischen

Aufgabengefüges zur Gestaltung eines wirksamen

Unterrichtes aus Fremdsprachlicher Vorschulung.

Lehrstoff

Sprachausbildung

Die Schulung der Sprachfertigkeiten soll in

der Regel an zeitgemäßen gesprochenen und geschriebenen

Texten wie auch kontextbezogenen

Beispielen unter Verwendung von technischen

Medien, wie Tonband, Schallplatte, Sprachlabor,

Film etc. in übender Form erfolgen.

Hör- und Verständnisübungen an vorwiegend

dialogischen Texten; Übungen zu Aussprache,

Betonung, Intonation und Rhythmus; phonemische

Lautlehre, soweit die theoretische Beschreibung

von segmentalen (lautlichen) und

suprasegmentalen Erscheinungen (Betonung,

Stimmhöhe, Intonation, Rhythmus, Wörterverbindung)

zum Einüben einer korrekten Aussprache

und Intonation dienlich ist; Lautschrift

nur passiv zur Unterstützung der Ausspracheschulung;

Festigung des aktiven Grundwortschatzes

von etwa 2000 Wörtern und planmäßige

Erweiterung des aktiven Wortschatzes der

Studierenden unter besonderer Berücksichtigung

der für die Fremdsprachliche Vorschulung relevanten

Sachgebiete; Übungen zur Erweiterung

des passiven Wortschatzes durch Hörverstehen

und Lesen; Übungen zur Beherrschung wesentlicher

grammatischer und syntaktischer Strukturen

unter Anwendung des oben genannten

Wortschatzes; beschreibende Grammatik nur

soweit als sie zum Aufbau des Sprachkönnens

nutzbar ist; Übungen zum Gebrauch grundlegender

mündlicher Sprachfunktionen (z. B. Zustimmung,

Ablehnung äußern; Ansichten mitteilen;

Information erfragen usw.); Übungen zur

argumentativen Stellungnahme zu aktuellen

Themen etc. in Form von gelenkter Konversation

nach ausreichender sprachlicher und thematischer

Vorbereitung; schriftliche Übungen zur Orthographie.

Landeskundlicher Einblick

Die Auswahl des Lehrstoffes soll neben kognitiven

vor allem auch pragmatischen Zielen

dienen.

Heutige wesentliche Lebensformen und -bedingungen

der Bewohner der betreffenden

Länder; dabei sollen Fehlzeichnungen und

Klischeebildungen aufgezeigt und korrigiert

werden; spezifisch sprachliche Inhalte der fremden

Lebensformen und -inhalte (z. B. Sprachformen

der Kontaktnahme, des mitmenschlichen

Verkehrs u. ä.)

Didaktisch-methodische Ausbildung

Die Teilaufgaben und Zielvorstellung des

Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule;

der sachinhaltliche, sprachliche und methodische

Aufbau des Lehrstoffes in der Fremdsprachlichen

Vorschulung und seine Gestaltung in den approbierten

Lehrwerken; didaktisch-methodische

Analysen von Unterrichts- und Lehrbucheinheiten;

didaktische und methodische Analyse bei

der Unterrichtsvorbereitung ; didaktisch-methodische

Literatur zur Unterrichtsgestaltung in der

Fremdsprachlichen Vorschulung; Unterrichtstechniken

des elementaren Fremdsprachenerwerbs

anhand praktischer Beispiele; Arbeitsmittel und

Medien im Fremdsprachenunterricht in der

Grundschule; Inbezugsetzung der Mittel und

Medien zu Lehrzielen, Inhalten und methodischen

Entscheidungen ; Lehrbesuche und einzelne Lehrversuche

mit Vor- und Nachbesprechungen.

Sprüche, Rätsel, Lieder, Gedichte und Spiele

zur Gestaltung des Unterrichts im Fach Fremdsprachliche

Vorschulung.

b) Lern- und Verhaltensstörungen

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Organische, psychische und soziale Ursachen

von Lern-, Erziehungs- und Verhaltensschwierigkeiten.

Der Einfluß von Milieu, Erziehungsmaßnahmen

und Lehrmethoden auf Ausprägung und

Abklingen von Teilleistungsschwächen. Probleme

der Legasthenie, Linksdominanz, Sprachschwäche

und der minimalen cerebralen Störungen.

Exogen oder endogen bedingte Eigenheiten

des lerngestörten und erziehungsschwierigen

Kindes. Diskussion der Grundlagen und Methoden

der Lernhilfe. Kenntnis und Abstimmung

der Methodik auf das Trieb- und Gefühlsleben

des Kindes entsprechend seinem Alter und

seinem Bildungsstand.

Psychosomatische oder vegetative Störungen

sowie Beeinträchtigungen der Arbeitshaltung,

der Lernmotivation und des Verhaltens als Folge

der Lernbehinderung (Sekundärsymptomatik).

Probleme des Außenseitertums ; Hilfen zur

Integration des Außenseiters in die Klassengemeinschaft.

Diagnosetechniken mit Demonstrationen an

Kindern; Formen der Behandlung von Teilleistungsschwächen;

Übungen in der Anwendung

verschiedener Behandlungsmethoden (insbesondere

für Legasthenie) und unterschiedlichen Behandlungsmaterials.

Probleme der Leistungsdifferenzierung, der

Leistungsmessung und der Leistungsbeurteilung

beim Verhaltens- und lerngestörten Kind. Mögliche

Formen der Zusammenarbeit mit den

Eltern (Einzelgespräche, Elternabende, Elternbriefe).

Situationsgefechtes Verhalten des Lehrers;

Flexibilität und Kreativität in Konfliktsituationen.

Aufgaben und Möglichkeiten des Schulpsychologischen

Dienstes, der Erziehungsberatungsstellen,

der Kinderkliniken, des Jugendamtes und

anderer Einrichtungen.

Diskussion grundlegender Probleme der Heil-

und Sondererziehung. Heilpädagogische Schul-,

Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie

deren Aufgabenbereiche.

Hospitation und Praktikum in schulischen und

außerschulischen Einrichtungen. Systematische

Behandlung lern- und verhaltensgestörter Kinder

in Kleinstgruppen (klasseninterne Differenzierung)

bzw. in Förderstunden; Einzelbehandlung

in Legasthenikerkursen innerhalb und außerhalb

der Schule; Behandlung von Hauptschülern

in Förderkursen.

c) Vorschulerziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltungen haben die Aufgabe,

den Studierenden jene Kenntnisse und

Fertigkeiten zu vermitteln, die sie befähigen, als

Volksschullehrer eine individualgerechte Förderung

im Sinne der kompensatorischen Erziehung

für die Schulneulinge in den ersten Klassen bzw.

in einer Volksschulklasse zu führen, eine gezielte

Elternberatung und -information über Fördermöglichkeiten

des Kindes im Vorschulalter zu

leisten und mit dem Kindergarten, anderen Einrichtungen

der Vorschulerziehung und speziellen

Institutionen zusammenzuarbeiten.

Lehrstoff

Neue Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie

und Motivationspsychologie, im besonderen

zur Entwicklung des Kindes im Vorschulalter.

Bedeutung des frühkindlichen Lernens. Bedeutung

des Milieus für die Entwicklung des Kindes

schichtspezifische Lernanregungen, Milieusprache,

milieutypische Lerndefizite. Einschlägige Forschungsergebnisse

aus dem Bereich der Tiefenpsychologie,

der Ethnologie und der Humangenetik.

Die humanwissenschaftlichen Inhalte

sind durch einschlägige Forschungsergebnisse

über die Dimensionen der frühkindlichen Entwicklung,

Formen der Fehlentwicklung und

Fragen der Schulfähigkeit zu erweitern.

Schwerpunkte im Bereich der Vorschulerziehung

Spielerziehung, Sozialerziehung, sprachliche

Bildung, Denk- und Wahrnehmungsförderung,

Sachbegegnung und Umweltorientierung (einschließlich

Verkehrserziehung), Bildnerisches Gestalten,

Singen und Musizieren, rhythmisch-

musikalische Erziehung, körperliche Erziehung.

Methoden der Zusammenarbeit mit den Eltern,

Aufgaben und Inhalte traditioneller und vorschulischer

Einrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten,

Kinderhort) und neue Modelle. Hospitieren

und Praktizieren in Vorschulklassen,

allenfalls Besuche von anderen vorschulischen

Einrichtungen. Erkenntnisse der österreichischen

Kindergartenpädagogik : Organisationsformen,

Spiel- und Lernanregungen. Die besondere

Stellung der Vorschulklassen.

SPRECHERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe

In diesen Übungen sollen die Studierenden

die für den künftigen Beruf erforderlichen Sprechweisen

und Sprechtechniken erwerben.

Lehrstoff

Einführung in die wesentlichen physiologischen

Vorgänge beim Sprechen; Atmung und Stimme;

Artikulation und Stimme; verschiedene Arten des

Stimmeinsatzes.

Übung im lautreinen Sprechen; Beseitigung

geringfügiger Sprechdefizite.

Übung in Sprech- und Vortragstechnik.

Verschiedene Formen didaktischen Sprechens.

Übung im Gesprächs- und Diskussionsverhalten.

Diagnose und Hilfen zum Abbau geringfügiger

Sprechfehler bei Schülern.

ALTERNATIVE PFLICHTVERANSTALTUNGEN

ZUR VOLKSSCHULDIDAKTIK

Diese Unterrichtsveranstaltungen haben Einzelabschnitte

des Lehrstoffes in Form von Vorlesungen

oder Seminaren zu behandeln. Dabei

ist auf den Zusammenhang mit der sonstigen

theoretischen und schulpraktischen Ausbildung

zu achten. Als alternative Pflichtveranstaltung

zur Volksschuldidaktik kommt in Burgenland

und Kärnten insbesondere in Betracht

Didaktik und Methodik des Minderheitenschulwesens

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Didaktik des Minderheitenschulwesens hat

die Aufgabe, die Studierenden mit den besonderen

Verhältnissen des Minderheitenunterrichtes

an allgemeinbildenden Pflichtschulen vertraut zu

machen. In engster Fühlungnahme mit der

Schul- und Erziehungspraxis sind jene Kenntnisse

zu vermitteln, die die Studierenden befähigen,

die Aufgaben des Lehrberufes im Minderheitenschulwesen

zu erfüllen.

Lehrstoff

Hier gelten in analoges Weise die Grundsätze

und Themenkreise, die im Zusammenhang mit

dem Lehrstoff der Allgemeinen Volksschuldidaktik

angegeben wurden.

MUSIKERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Volksschulen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der notwendigen Kenntnisse und

Ausbildung der entsprechenden Fertigkeiten, die

zur Erteilung des Unterrichts in Musikerziehung

an Volksschulen befähigen.

Lehrstoff

Theoretische Ausbildung

Die wichtigsten musikpädagogischen Grundlagen

in unmittelbarem Zusammenhang mit der

Didaktik und Methodik, der Musikerziehung.

Grundzüge der Melodie- und Harmonielehre

unter Berücksichtigung der Lieder für die Grundschule;

knapper Überblick über die Geschichte

der Schulmusikerziehung und über die Fachliteratur

der Gegenwart.

Methodisch-praktische Ausbildung

Wege der Planung und Gestaltung des Unterrichts

in Musikerziehung gemäß dem Lehrplan

der Volksschule unter besonderer Berücksichtigung

der Grundschule.

Teilbereiche

Grundbegriffe der Musikkunde; Metrum, Takt,

Rhythmus; Melos, Dynamik, Agogik; Kontaktfindung

zu den Notationsformen; Hörerziehung

auch unter Beachtung medienpädagogischer Zielsetzungen;

Kriterien der Liedauswahl, Melodik

heimischer und fremdländischer Kinder- und

Gruppenlieder; Formen der Erarbeitung ein- und

mehrstimmiger Lieder, Chorsingen, Stimmpflege;

vokal-instrumentales Musizieren; Einsatz der

fachspezifischen Lehr- und Lernmittel; Fest- und

Feiergestaltung ; Lehrstoffverteilung.

ERWEITERTER UNTERRICHT AUS MUSIKERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe

Zusätzlich zu den Inhalten der allgemeinen

Ausbildung haben die Studienveranstaltungen

die Aufgabe, jene Kenntnisse und Fertigkeiten

zu vermitteln, die den Studierenden befähigen,

mit fachwissenschaftlichem Grundlagenverständnis

didaktische und methodische Konzepte zu

erstellen und unterrichtspraktisch zu verwirklichen,

durch Unterrichtsdemonstration, Information

und Beratung an der Lehrerfortbildung

mitwirken zu können und im engeren und

weiteren Wirkungsbereich der Schule sowie in

der außerschulischen Jugenderziehung Initiativen

zur Weiterentwicklung der Musikerziehung

setzen zu können.

Lehrstoff

Stimmbildung

Einführung in Theorie und Praxis der Pflege

der Kinderstimme (Singstimme, Sprechstimme);

chorische Stimmbildung; Grundlagen der Diagnose

und Korrektur stimmtechnischer Fehler.

Sing- und Musizierpraktikum

Übungen im vokal-instrumentalen Musizieren

für den Klassenunterricht und die Freigegenstände

Chorgesang und Spielmusik sowie für den

außerschulischen Bereich.

Einsatzmöglichkeiten und Ausbaustufen des

Orff-Instrumentariums im Rahmen des vokalinstrumentalen

Musizierens und den Formen der

Gruppenimprovisation.

Unterrichtspraktisches Seminar

Planung, Durchführung und Analyse von

Unterrichtsmodellen zur Konkretisierung verschiedener

didaktischer Ansätze anhand von

Unterrichtsbehelfen und Lehrmitteln.

Musikpädagogik

Aufarbeitung, Interpretation und unterrichtspraktische

Erschließung ausgewählter Fachbeiträge

zur Musikpädagogik unter besonderer Beachtung

der Situation des Grundschulkindes.

BILDNERISCHE ERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Volksschulen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Fähigkeit, den Unterricht in den Gegenständen

Bildnerische Erziehung und Schreiben an der

Volksschule zu erteilen und dabei die Entfaltung

schöpferischer Kräfte zu fördern. Vertrautheit

mit den Möglichkeiten des Gestaltens aus verschiedenen

Materialien.

Fähigkeit, einfache Sachverhalte aus den verschiedenen

Stoffgebieten der Volksschule durch

Schrift, Zeichnung, Skizze oder selbsthergestellte

Lehrbehelfe anschaulich zu machen.

Lehrstoff

Methodik der bildnerischen Erziehung

Psychologische und pädagogische Grundlagen

einer entwicklungsgemäßen bildnerischen Erziehung.

Fachpädagogische Theorien und Methoden

von heute. Lesen und Beurteilen von Schülerarbeiten

und ihre psychologische und methodische

Auswertung.

Hinweise zur Erstellung von Lehrstoffverteilungen.

Überblick über bedeutende zeitgemäße Fachliteratur.

Praktische bildnerische Arbeit

Bildnerische Versuche der Studierenden im

Hinblick auf die kunstpädagogischen Aufgaben,

vor allem in den in der Volksschule verwendeten

Techniken. Kennenlernen der Ausdruckswerte

des Materials und der bildnerischen Mittel.

Übungen im Tafelzeichnen und Skizzieren für

verschiedene Unterrichtsgegenstände.

Herstellen einfacher Lehrbehelfe. Unterrichtsmittelkunde.

Kunstbetrachtung

Gesichtspunkte für die Auswahl des Kunstgutes

und die Begegnung mit dem Werk. Übungen

in der Kunstbetrachtung. Lehrausgänge und

Versuche im Führen durch Ausstellungen.

Methodik der Schreiberziehung

Grundlagen und Methoden einer entwicklungsgemäßen

Schreiberziehung. Beurteilung von

Schülerhandschriften.

Behandlung der zeitgemäßen Fachliteratur.

Schriftpflege

Übungen nach den geltenden amtlichen Richtformen

(Schulschrift, deutsche Schreibschrift)

und im Tafelschreiben.

Bau, Rhythmus und Form des Schriftbildes.

Übungen in ornamentaler Schrift und deren

Anwendung.

ERWEITERTER UNTERRICHT AUS BILDNERISCHER

ERZIEHUNG

Die Studienveranstaltungen haben die Aufgabe,

die theoretischen Kenntnisse und praktischen

Erfahrungen in der Bildnerischen Erziehung

zu erweitern und zu vertiefen. Folgende

Teilbereiche sind besonders zu berücksichtigen

Eigene praktische Versuche, die zu einer vertieften

Reflexion über bildnerische Probleme

fuhren.

Planung, Durchführung und Analysen exemplarischer

Unterrichtsmodelle in verschiedenartigen

Lehrverfahren.

Erarbeitung didaktischer Konzepte, die einen

kreativen Unterricht ermöglichen.

Erarbeitung von Unterrichtspassagen und

Lehrstoffverteilungen.

Die Kunst der Gegenwart als kunstpädagogisches

Bezugsfeld.

Analysen von Übungen in der Kunst- und

Werkbetrachtung.

Der visuelle Medienbereich in der Grundschule.

Exemplarische Erschließung von Werken der

Fachliteratur aus dem Angebot.

WERKERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Volksschulen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Handwerkliche, technische und gestalterische

Fähigkeiten zur Erteilung des Unterrichtes aus

Werkerziehung für Knaben an der Volksschule,

zur sicheren Anleitung der Schüler für sinnvolle

Werkarbeit und zur Herstellung von Unterrichtsbehelfen.

Aufgeschlossenheit für Fragen der Umweltgestaltung.

Lehrstoff

Methodik der Werkerziehung

Grundlagen, Arbeitsbereiche und Methoden

einer entwicklungsgemäßen Werkerziehung und

deren erzieherischer Wert.

Werkräume und ihre Einrichtung; Werkstoff

und Werkzeugkunde im notwendigen Ausmaß.

Hinweise für die Erstellung von Lehrstoffverteilungen.

Überblick über bedeutende zeitgemäße Fachliteratur.

Praktische Arbeit

Versuche im Gestalten aus verschiedenen

Materialien, soweit sie zum Verständnis der

Arbeitsweisen der Werkerziehung in der Volksschule

notwendig sind. Gewinnung einer gewissen

Fertigkeit in der Bearbeitung dieser

Materialien und in der Handhabung der Grundwerkzeuge.

Werkbetrachtung

Versuche in der Werkbetrachtung sollen die

Aufgeschlossenheit für die Qualität des Geformten

steigern, Probleme der Umweltgestaltung

aufzeigen und Grundlagen zur Bildung von

Werturteilen geben.

ERWEITERTER UNTERRICHT AUS WERKERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Die Studienveranstaltungen haben die Aufgabe,

theoretische Kenntnisse und praktische

Erfahrungen im Fach Werkerziehung zu vermitteln.

Gleichzeitig sind die eigenen Fähigkeiten

in werklicher und technischer Hinsicht

zu erweitern und zu vertiefen.

Im besonderen sind durchzuführen

Eigene praktische Versuche, die zur Reflexion

über werklich-technische Probleme führen.

Erarbeitung didaktischer Konzepte; Zusammenstellung

von Lehrgängen und Unterrichtspassagen,

Analysen von Produkten in bezug auf Funktionstüchtigkeit,

Zweckmäßigkeit und ästhetische

Qualitäten (Design), sowie auf Wirtschaftlichkeit.

Behandlung der wesentlichen Werke der Fachliteratur.

LEIBESERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Volksschulen)

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Befähigung, einen sachgerechten, den Entwicklungsstand

der Schüler berücksichtigenden

Unterricht aus Leibesübungen an Volksschulen

zu erteilen.

Einsicht in die biologische, kulturelle und

soziale Bedeutung der Leibesübungen.

Pflege der Leibesübungen zur Wahrung der

Gesundheit, zur Entwicklung einer biologisch

adäquaten Motorik und zur Förderung eines

sozialintegrativen Verhaltens des Studierenden.

Theoretische Ausbildung

Allgemeine und spezielle Bildungs- und Lehraufgaben;

Lernziele; fachspezifische Unterrichtsprinzipien;

biologische Grundlagen im Hinblick

auf Motorik und Erste Hilfe.

Methodische Ausbildung

Grundlagen und Methoden eines entwicklungsgemäßen

Unterrichtes in den Leibesübungen

Kenntnis des Übungsgutes, Planung und Organisation

des Unterrichtes, Struktur des Lehr- und

Lernprozesses; besondere Maßnahmen gegen

Haltungsschwächen; Unfallverhütung.

Unterricht unter erschwerten Bedingungen

Arbeit mit Behelfsgeräten, in Behelfsräumen.

Methodik des Anfängerunterrichtes im

Schwimmen, Schi- und Eislaufen. Vorbereitung,

Durchführung und Auswertung von Wandertagen,

Schullandwochen, Schikursen und Sportfesten.

Hinweise auf Fachliteratur. Kenntnis einschlägiger

Erlässe.

Praktische Ausbildung

Fähigkeit, die im Lehrplan der Volksschule

vorgeschriebenen Leibesübungen selbst auszuführen;

einwandfreies Sichern und Helfen.

Verbessern der persönlichen Leistung durch

Übungen im Sinne des individuellen Ausgleiches,

durch Entwickeln motorischer Eigenschaften und

motorischer Fertigkeiten.

Erfolgreiche Teilnahme an einem Schikurs.

Anleitung zur praktischen Erste-Hilfe-Leistung.

ERWEITERTER UNTERRICHT

AUS LEIBESERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Praktische Ausbildung zur Förderung der

eigenen Leistungsfähigkeit im Turnen (zur Wahl

Schwimmen einschließlich Retten oder Leichtathletik)

und im Eislaufen.

Planen, Durchführen und Analysieren von

Lehreinheiten.

Vermittlung vertiefter Kenntnisse der

Leistungs- und Belastungsfähigkeit des sechs- bis

zehnjährigen Kindes; verschiedene Methoden zur

Konditionsförderung im Grundschulalter; besondere

Maßnahmen gegen Haltungsschwächen;

Behandlung der einschlägigen Fachliteratur.

INSTRUMENTALMUSIKERZIEHUNG

(Klavier, Orgel, Akkordeon, Gitarre, Violine,

Blockflöte c oder f)

Bildungs- und Lehraufgabe

Kenntnisse und Fertigkeiten im Instrumentalspiel,

die den künftigen Lehrer befähigen, ein

Instrument im Unterricht in der richtigen Weise

einzusetzen, um das Singen und Musizieren zu

unterstützen und zu bereichern und das Interesse

für das Instrumentalspiel und für das Musikhören

zu wecken und zu fördern.

Lehrstoff

Die instrumentaltechnische Unterweisung soll

von den jeweiligen Vorkenntnissen ausgehen, aber

schon im elementaren Bereich zur Bewältigung

der folgenden Lehraufgaben führen

Erarbeiten verschiedener Arten des Liedspiels

und der Liedbegleitung. Notenfreie Beherrschung

einer angemessenen Zahl heimischer und fremdländischer

Kinder- und Gruppenlieder. Kadenzen

in ihrer Anwendung bei der Liedbegleitung sowie

bei der Anlage von Vor- und Zwischenspielen

zu Liedern. Melodie-Erfindungsübungen im Bereich

der Lieder für die Grundschule. Pflege des

Einzelgesanges zur Liedbegleitung. Transpositionsübungen

zu Liedern, soweit sie stimmtechnisch

erforderlich sind.

Anwendung und Vertiefung der in den Studienveranstaltungen

aus Musikerziehung erworbenen

Kenntnisse und Fertigkeiten.

Bei der Auswahl von Spielliteratur ist auf

ihre didaktisch-methodische Brauchbarkeit im

Sinne einer altersgemäßen Hörerziehung in der

Volksschule Bedacht zu nehmen.

Bei der Erfüllung dieser Lehraufgaben sind

die didaktischen Möglichkeiten je nach der Eigenart

des einzelnen Instrumentes zu erschließen.

In diesem Sinne kann auch das Zusammenspiel

mehrerer Instrumente gepflegt werden.

SCHULPRAKTISCHE AUSBILDUNG

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Die schulpraktische Ausbildung hat die

Studierenden im Sinne einer möglichst umfassenden

Berufsvorbildung für die Tätigkeit als Lehret

und Erzieher zu qualifizieren. Im Laufe des

Studiums muß sie stufenweise zu jener Sicherheit

im Planen und Bewältigen von Unterrichts- und

Erziehungsaufgaben führen, die zur verantwortungsbewußten,

selbständigen Unterrichtsführung

notwendig ist.

I. Semester

Die Einführung in die Schul- und Erziehungspraxis

hat unter Berücksichtigung der Komplexität

von Unterricht schrittweise zu erfolgen. Ausgehend

vom konkreten Unterrichtsgeschehen

(Lehrbesuche, nach Möglichkeit in der Übungsschule)

sind die zunächst für eine gezielte Unterrichtsbeobachtung

erforderlichen Grundbegriffe,

Grundeinsichten und Kategorien zu behandeln.

Von den vier Wochenstunden ist mindestens eine

für Lehrbesuche vorzusehen, die übrigen für die

systematische Behandlung der Grundbegriffe und

der Kategorien. Als weitere Anschauungsgrundlagen

in diesem Zusammenhang sind nach

Möglichkeit Unterrichtsmitschau, Video-Aufzeichnungen,

Filme und spezielle Demonstrationen

vorzusehen.

In einer weiteren Phase steht das gemeinsame

Anwenden einzelner Beobachtungskriterien im

Vordergrund. Von den vier Wochenstunden ist

eine für die Vorbesprechung zur Information

über Planung und zur Beobachtungsanleitung, die

übrigen Wochenstunden für Unterrichtsvorführung

und Unterrichtsbeobachtung (allenfalls

auch mit Unterrichtsaufzeichnung) und für die

Unterrichtsanalyse zu verwenden.

Eine weitere Phase umfaßt erste Kontakte mit

den Schülern durch eng umschriebene Unterrichtsaufgaben

sowie erste Einblicke in die Unterrichtsplanung.

Von den vier Wochenstunden

sind mindestens eine für Lehrbesuche, die übrigen

für Unterrichtsplanung, Unterrichtsanalyse und

Nachbesprechung vorzusehen.

II. bis IV. Semester

des Studienganges für das Lehramt an Volksschulen

sowie

II. bis VI. Semester

der Studiengänge für das Lehramt an Hauptschulen,

Sonderschulen und Polytechnischen

Lehrgängen.

Der Studierende ist schrittweise in die selbständige

Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung

einzuführen. Die Lehrübungen sind

in Form von wöchentlichen Tagespraktika durchzuführen.

Diese haben an den Übungs- bzw.

Besuchsschulen stattzufinden. Mit ihnen sind

unter Leitung des Praxisbetreuers und des betreffenden

Klassenlehrers die Lehrbesprechungen

zu verbinden, die vor allem der kritischen Rückschau

auf die Unterrichtsarbeit der Studierenden

sowie der Zielkonkretisierung und der

Operationalisierung der Lernziele der nächstfolgenden

Lehrübungen zu dienen haben. Im

Planungsseminar sollen zunächst Modelle fachspezifischer

Unterrichtsplanung vermittelt werden.

In der Folge soll dieses Planungsseminar dazu

beitragen, die gestellten Themen didaktisch-

methodisch aufzubereiten und schließlich ganze

Stunden, Tage und Wochen (Blockpraktikum)

zu planen und Stundenbilder zu gestalten. Im

Rahmen des Tagespraktikums sind auch jene

Aufgaben zu berücksichtigen, die sich aus der

Klassenführung ergeben, insbesondere das Beurteilen

von Schülerleistungen, die Führung von

Amtsschriften und die Langzeitplanung.

Die Unterrichtsanalyse dient der anspruchsvolleren

Beobachtung von Unterricht nach festgelegten,

begründeten in einem theoretischen

Zusammenhang stehenden Kategorien und soll

unter Zuhilfenahme bekannter Analyseschemata

dazu führen, Unterrichtsgeschehen systematisch

analysieren zu können.

Das Lehrverhaltenstraining ist das kurze Üben

von isolierten Verhaltensfertigkeiten (teaching

skills) vor einigen Studierenden mit kritischer

Besprechung und Wiederholung, meist mit

Video-Aufzeichnung. Es ist unter Berücksichtigung

der jeweiligen Erfahrungen aus den

Lehrübungen und Lehrbesprechungen für den

einzelnen Studierenden vorzusehen und wird

nicht beurteilt.

Im Blockpraktikum soll der Studierende die

Möglichkeit erhalten, größere Unterrichtsabschnitte

selbständig zu planen und zu gestalten.

In diesem Zusammenhang ist das Bekanntwerden

mit den schulischen Verhältnissen und den sozialen

Voraussetzungen der schulischen Arbeit in Stadt

und Land vorzusehen. Auf jeden Fall ist der

Einführung in die Landschularbeit entsprechend

den örtlichen Gegebenheiten hinreichend Raum

zu geben.

Im Burgenland und in Kärnten sind für die

in Betracht kommenden Studierenden auch Lehrbesuche

und Lehrübungen im Minderheiten-

Schulwesen vorzusehen.

UNTERRICHTSTECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe

Grundkenntnisse über Funktion und Einsatz

der wichtigsten unterrichtstechnologischen Geräte,

Einrichtungen und Systeme. Didaktik und

Methodik der technischen Unterrichtsmedien im

Pflichtschulbereich. Entwicklung von Fertigkeiten

zur Eigengestaltung einfacher Medien.

Grundkenntnisse über Kommunikationsphänomene.

Lehrstoff

Praktische Handhabung aktueller technischer

Unterrichtsmedien; Fragen der Medienwahl

Kriterien für eine didaktische Beurteilung ange-

botener und vorhandener Medien; Planung des

Einsatzes technischer Medien im Unterricht;

Medien in ihrem Einfluß auf Unterrichtsgestaltung

und -verlauf, auf Lehrer- und Schülerverhalten.

Anleitung zur Eigengestaltung von Medien,

wie Diareihen, Overnead-Folien, Tonbänder und

Single-Concept-Filmen.

Kritische Einsicht in die Kommunikationsphänomene.

Analyse von Massenmedien nach pädagogischen,

psychologischen, soziologischen und

ästhetischen Aspekten.

Formen und Methoden der Medienerziehung.

POLITISCHE BILDUNG

Bildungs- und Lehraufgabe

Politische Bildung hat die Aufgabe, jenes

Wissen zu vermitteln oder zu ordnen, das die

Studierenden zur Einsicht und zur Urteilsbildung

über gesellschaftliche Vorgänge und Einrichtungen

befähigt, deren Bereitschaft zu politischer

Verantwortung und Entscheidung im Sinne

eines vertieften und kritischen Demokratieverständnisses

weckt und zum politischen Handeln

anregt.

Die Zielsetzungen der politischen Bildung sollen

in einem lebensnahen und zeitgemäßen Unterricht

in allen seinen Bereichen als Unterrichtsprinzip

zur Geltung kommen.

Lehrstoff

Unter Bedachtnahme auf mögliche Ansatzpunkte

in den Lehrplänen der allgemeinbildenden

Pflichtschulen sind die nachfolgenden Stoffgebiete

in exemplarischer Auswahl zu behandeln.

Der Mensch in der Gesellschaft

Die aus dem Zusammenleben und Wirken der

Menschen erwachsenden oder bewußt gebildeten

Gruppen innerhalb der Gesellschaft und die

Motive ihres Entstehens.

Ursachen und Auswirkungen von Konfliktsituationen

und Möglichkeiten einer sachgemäßen

Bewältigung.

Kenntnis der wichtigsten Gesellschaftsordnungen.

Der Mensch in der Wirtschaft

Die Wittschaft als Grundlage menschlicher

Existenz: Bedürfnisbefriedigung durch Wertschöpfung.

Der Mensch als Träger und Nutznießer der

Wirtschaft; Arbeit und Einkommen, Freiheit und

Ordnung in der Wirtschaft; die Sozialpartnerschaft;

Mitbestimmung und Mitverantwortung;

Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsbündnisse in

ihrer politischen Bedeutung. Die Rolle des Verbrauchers;

Konsumentenschutz. Politische und

ökonomische Aspekte von Raumordnung und

Umweltschutz.

Der Mensch im Staat

Der Staat als organisierte Form menschlichen

Zusammenlebens.

Politische Antinomien

Gleichheit und Ungleichheit; Freiheit und

Zwang; Recht und Willkür.

Recht und Gesetz als wesentliche Grundlagen

staatlicher Ordnung und menschlicher Sicherheit.

Das Wesen des österreichischen Staates und der

österreichischen Demokratie, insbesondere Verfassung,

Parteien und Interessensverbände.

Österreichische Neutralität und umfassende

Landesverteidigung.

Die zwischenstaatlichen Beziehungen und übernationalen

Einrichtungen.

EINFÜHRUNG IN DIE ERWACHSENENBILDUNG

UND IN DIE AUSSERSCHULISCHE

JUGENDERZIEHUNG

Erwachsenenbildung

Bildungs- und Lehraufgabe

Einführung in das Wesen, die Aufgaben und

Ziele der Erwachsenenbildung und in die Darstellung

ihrer spezifischen Formen und Einrichtungen.

Lehrstoff

Ausgehend von der Notwendigkeit der

ständigen persönlichen, beruflichen und staatsbürgerlichen

Bildung des Menschen ist die

Stellung der Erwachsenenbildung innerhalb des

gesamten Bildungssystems und die sich daraus

ergebende Aufgabe des Lehrers darzulegen.

Die Inhalte und Methoden in der Erwachsenenbildung

sind unter Bedachtnahme auf die anthropologischen,

psychologischen und soziologischen

Voraussetzungen aufzuzeigen. Der systematische

Teil hat die Entwicklung der Erwachsenenbildung,

ihre gesellschaftlichen Motivationen,

bedeutenden Persönlichkeiten und Bildungsideen

sowie die geistesgeschichtlichen Wurzeln ihrer

Einrichtungen und ihres organisatorisch-rechtlichen

Status aufzuzeigen.

Die Vorlesungen sind durch Hospitationen

an verschiedenen Einrichtungen der Erwachsenenbildung

zu ergänzen.

Außerschulische Jugenderziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Wecken des Verständnisses für die Aufgaben

der außerschulischen Jugenderziehung; Wecken

des Interesses für die Betreuung junger Menschen

außerhalb von Familie und Schule, sowie für das

Anbieten von Erziehungs- und Bildungshilfe.

Lehrstoff

Gemeinschaften und Einrichtungen der außerschulischen

Jugender2iehung. Beispiele für die

Bemühung um zeitgemäße Teilziele, wie etwa

Mithilfe bei der Eingliederung der Jugend in

Staat, Gesellschaft und Wirtschaft; Aufgaben in

Familie und Beruf; Zusammenleben und -wirken

in verschiedenen Gruppen; Aufzeigen der

Möglichkeiten und Grenzen der Technik und

ihrer vernünftigen Nutzung in der modernen

Gesellschaft; Hinführung der jungen Menschen

zur aktiven Anteilnahme an den Fragen des

einzelnen und der Gemeinschaft; Erziehung zu

sinnvollen Gebrauch der Freizeit; Beitrag der

jungen Generation zum internationalen Zusammenleben,

zu gegenseitigem Verständnis und

zur Toleranz in der Welt.

PÄDAGOGISCHE

TATSACHENFORSCHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe

Anleitung zur Planung und Durchführung von

wissenschaftlichen Arbeiten zur Pädagogischen

Tatsachenforschung, die die teilnehmenden

Studierenden dazu qualifiziert, in ihrer späteren

Berufstätigkeit theoriebewußt Problemstellungen

des Schulalltages methodengerecht einer Lösung

zuzuführen bzw. im Rahmen breiterer pädagogischer

Forschungsvorhaben mitwirken zu können.

ALLGEMEINE VOLKSSCHULDIDAKTIK

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltung soll den Studierenden

Einblick in die Arbeit der Grundschule gewähren,

sie die Voraussetzungen für den weiterführenden

Unterricht in der Hauptschule erkennen lassen

sowie grundlegende methodische Kenntnisse

vermitteln.

Lehrstoff

Aufbau, Inhalt und Prinzipien des Lehrplans

der Volksschule.

Einführung in grundschulspezifische Unterrichtsplanung.

Konzeptionen fachübergreifenden Unterrichts

mit besonderer Berücksichtigung des Gesamtunterrichts.

Arrangement verschiedener Lernsituationen.

Differenzierende Maßnahmen mit besonderer

Berücksichtigung der inneren Differenzierung.

GRUNDSCHULDIDAKTIK DEUTSCH

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltung soll den Studierenden

einen Überblick über den Deutschunterricht der

Grundschule geben, Voraussetzungen für den

weiterführenden Unterricht in der Hauptschule

schaffen sowie grundlegende methodische Kenntnisse

vermitteln.

Lehrstoff

Die Lehrinhalte des Deutschunterrichtes im

Lehrplan der Grundschule. Sprachentwicklung

und schichtspezifisches Sprachverhalten. Überblick

über die Lernbereiche des Deutschunterrichtes.

Methodenkonzeptionen des Deutschunterrichts.

Einführung in die Unterrichtsplanung

für den Deutschunterricht. Lehr-, Lern-

und Arbeitsmittel im Deutschunterricht der

Grundschule.

GRUNDSCHULDIDAKTIK MATHEMATIK

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Interpretation des geltenden Grundschullehrplanes.

Operative Lernprinzipien und didaktische

Grundsätze. Repräsentationsformen mathematischer

Sachverhalte (handlungsmäßige, bildhafte

und symbolische Darstellungen). Entwicklung

des mathematischen Denkens (Stadien

der Intelligenzentwicklung, Raumvorstellung,

Formen des Lernens, Schulung des logischen

Denkens, Stufen des Problemlösens) im Hinblick

auf die Voraussetzungen für die weiterführenden

Schulen. Unterrichtsplanung. Didaktische Aufbereitung

von wesentlichen Teilbereichen der

Grundschuldidaktik. Einblick in die entsprechende

schulpraktische Literatur.

GRUNDSCHULDIDAKTIK DES

SACHUNTERRICHTES

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Interpretation des geltenden Grundschullehrplans.

Bildungsziele und fachspezifische Arbeitsweisen

der Heimat- und Naturkunde im Hinblick

auf die Voraussetzungen der weiterführenden

Schulen. Beispiele für curriculare Stoffanordnung

und exemplarische Stoffauswahl. Unterrichtsplanung.

Anleitung zur Anwendung angemessener

didaktischer Mittel. Einblick in die entsprechende

schulpraktische Literatur.

MUSIKERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltung hat die Aufgabe, die

didaktischen und methodischen Grundlagen der

Musikerziehung im Überblick darzustellen. Insbesonders

durch eine exemplarische Auswahl von

Unterrichtsmethoden ist das Verständnis für die

schulpraktische Verwirklichung der Forderungen

des Grundschullehrplanes aus Musikerziehung

anzubahnen.

Lehrstoff

Interpretation des Lehrplanes aus Musikerziehung

in der Grundschule; Unterrichtssequenzen

für die Teilbereiche Singen, Musizieren und

Musikhören in der Unter- und Mittelstufe der

Volksschule unter Einsatz fachspezifischer Lehr-

und Lernmittel und unter Verwendung einschlägiger

Lehrwerke.

Bildungs- und Lehraufgabe der Musikerziehung

in der Hauptschule; fächerübergreifende

didaktische Ansätze für alle Pflichtgegenstände;

der musikalische Anteil bei Fest- und Feiergestaltung,

Schikursen, Schullandwochen.

BILDNERISCHE ERZIEHUNG

UND WERKERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Durch praktische Auseinandersetzung sollen

in den Fachbereichen Bildnerische Erziehung und

Werkerziehung Grunderfahrungen mit Darstellungsmedien

aller Art gewonnen werden.

Die praktische Realisation von bildnerischen und

werkhaften Problemen soll jene Aspekte berücksichtigen,

die zum Verständnis fachgerechter

Unterrichtserteilung in der Grundschule beitragen.

Im Bereich der Bildnerischen Erziehung

Exemplarische Konfrontation mit bildnerischen

Haupttechniken des graphischen, farbigen, typographischen

und plastischen Bereichs.

Verständnis für bildnerische Problemstellung

und mediale Artikulationsweise.

Förderung kreativen Verhaltens.

Anbahnendes Verständnis für Bildstrukturen

im Zusammenhang mit exemplarischen Werkanalysen.

Wahlweise miteingeschlossen die Bedeutung,

Emblematik und Codifizierung der Massenmedien

Comics, Film, Fernsehen und Werbung.

Im Bereich der Werkerziehung

Auseinandersetzung mit Werktechniken und

Materialien, die in besonderer Weise für den

Grundschulbereich relevant sind.

Die Problemstellung ist exemplarisch nach den

Sachbereichen Bau — Gerät — Maschine zu

orientieren.

Anbahnung kreativen Verhaltens bei Problem —

Lösung — Prozessen.

Hinweise zur Organisation, Pflege von Werkzeug

und der Unfallverhütung.

Verständnis für die Abhängigkeit von Form —

Funktion — Fertigung.

Im Rahmen der Werkbetrachtung ist vor allem

die Bedeutung des Design, die serielle Herstellung

von Konsumgütern und konsumkritisches

Reflektieren miteinzubeziehen.

LEIBESERZIEHUNG

(für den Studiengang zum Lehramt an Hauptschulen

und Polytechnischen Lehrgängen)

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Studienveranstaltung hat die Aufgabe, die

didaktischen und methodischen Grundlagen der

Leibeserziehung im Überblick darzustellen. Durch

eine exemplarische Auswahl von Unterrichtsmodellen

ist insbesondere das Verständnis für die

schulpraktische Verwirklichung der Forderungen

des Grundschullehrplanes aus Leibesübungen

anzubahnen.

Lehrstoff

Überblick über das Übungsgut entsprechend

dem geltenden Lehrplan; fachspezifische Unterrichtsprinzipien.

Der Lehr- und Lernprozeß aus Leibeserziehung

in der Grundschule; Planung des Unterrichtes;

einwandfreies Sichern und Helfen; Unfallverhütung.

ERSTER FACHGEGENSTAND

1. Für alle Ersten Fachgegenstände zusätzlich

im I. Semester

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Orientierung über Umfang und Eigenart des

Fachbereiches. Exemplarische Auseinandersetzung

mit dem Anforderungsniveau des Faches zur

Abklärung der Voraussetzungen für das weitere

Studium desselben.

Information über die Zielsetzungen, Inhalte

und Methoden des entsprechenden Unterrichtsfaches

an der Hauptschule, sowie über die fachspezifische

Voraussetzungen seitens des Lehrers.

Planung, Beratung und Förderung kompensatorischer

Maßnahmen für das selbständige

Studieren im Fachbereich.

2. Für die folgenden Ersten Fachgegenstände

jeweils im I. bis VI. Semester

a) Deutsch

Bildungs- und Lehraufgabe

Sprachverwendung

Klarheit, Geläufigkeit und Sprachrichtigkeit

in Wort und Schrift.

Sprachwissenschaftlicher Bereich

Einblick in Bau und Funktion der deutschen

Sprache; Überblick ihrer Entwicklung.

Einsicht in die soziale Funktion der Sprache.

Literaturwissenschaftlicher Bereich

Fähigkeit, sich auf Grund ausreichender literarischer

Kenntnisse selbständig mit Texten und

ihren historischen und soziokulturellen Zusammenhängen

auseinanderzusetzen.

Vermittlung von Kenntnissen über die verschiedenen

Textarten und der Kriterien zu ihrer

Beurteilung.

Berufspraktische Zielsetzung im Rahmen des

Fachgegenstandes Deutscht ist die Fähigkeit,

Zehn- bis. Vierzehnjährige anzuleiten

zum mündlichen und schriftlichen Sprachgestalten;

zum Verständnis von Texten aller Art;

zur Einsicht in die personelle und soziale

Tragweite von Kommunikationsprozessen.

Die fachwissenschaftliche Ausbildung hat in

enger Verbindung mit der Unterrichtspraxis zu

stehen. Dazu gehört auch die kritische Auseinandersetzung

mit dem jeweiligen Lehrplan und

mit den zur Verfügung stehenden Lehrbüchern.

Lehrstoff

Übungen im Sprachgebrauch

Mündliche Sprachverwendung : Phonetisch

richtiges Sprechen. Sinnerfassendes Lesen. Formen

von Referat und Diskussion. Rhetorische Techniken.

Möglichkeiten des darstellenden Spiels.

Schriftliche Sprachverwendung: Beherrschung

der subjektiven, objektiven und appellativen

Darstellungsformen sowie der Orthographie und

Interpunktion. Nutz- und Spielformen der Sprachgestaltung.

Ausführung von fachbezogenen Projekten.

Einführung in die Technik des fachwissenschaftlichen

Arbeitens.

Sprachwissenschaftlich orientierte Lehrinhalte

Grammatik der Gegenwartssprache: Inhalte,.

Formen und Strukturen im Bereich von Text,

Satz, Wort und Laut. Wortschatz. Wortbildungslehre.

Der Kodierungs- und Dekodierungsprozeß.

Hinweise zur Entwicklung der Sprache.

Sprache und Kommunikation: Der Kommunikationsprozeß

und seine Bestimmungsfaktoren.

Arten der Kommunikation. Sprachliche und

außersprachliche Zeichensysteme, Aufnahme, Verarbeitung,

Speicherung und Wiedergabe von

Information. Kommunikative Kompetenz und

Performanz.

Soziolinguistik : Sprache und ihre sozialen,

regionalen und funktionalen Varianten. Sprachbarrierenproblematik.

Defizit- und Differenzhypothese.

Erwartungsnormen und Sprachverhalten.

Sprachregelung und Sprachlenkung.

Soziales Vorurteil und Kommunikation. Probleme

des Sprachniveaus. Kontrastive Analysen sprachlicher

Varianten.

Literaturwissenschaftlich orientierte Lehrinhalte

Literaturgeschichte: Grundzüge der literarischen

Epochen (gegebenenfalls unter Einbeziehung der

Weltliteratur) mit besonderer Berücksichtigung

der Literatur des 20. Jahrhunderts (Annähernd

50% dieses Stoffangebots muß sich auf das

20. Jahrhundert beziehen). Ältere Literatur bis

zum Barock. Aufklärung, Klassik und Romantik.

19. Jahrhundert. 1900 bis 1945. 1945 bis zur

Gegenwart.

Gattungs- und motivgeschichtliche Längs- und

Querschnitte; Berücksichtigung des sozial- und

volkskundlichen Aspekts.

Kinder- und Jugendliteratur: Charakteristische

Beispiele der einzelnen Gattungen unter Heranziehung

von Textproben. Kurzer Überblick über

die Geschichte der Jugendliteratur. Bedeutende

Jugendschriftsteller. Probleme der Intention und

Adaption. Lesekunde als Voraussetzung der

Leseerziehung.

Textkunde und Texterschließung: (unter besonderer

Beachtung von Texten, die für eine

unterrichtliche Behandlung im Rahmen der Leseerziehung

der Hauptschule in Frage kommen)

Textarten und Mischformen. Literarische Gattungen

und ihre Merkmale. Nichtpoetische und

poetische Texte ab dem Mittelhochdeutschen. Anerkannte

und nichtanerkannte Literatur. Textanalytik.

Interpretationsmethoden. Kritischer Umgang

mit Texten. Beurteilungskriterien. Kontrolle

der Redeabsicht und des ideologischen Hintergrunds.

Wirkung von Testen. Text und gesellschaftliche

Wirklichkeit.. Formen und Wirkungsweisen

des Theaters. Formen der Werbesprache.

Film und Fernsehen: Die Medien in historischer

und sozialpolitischer Sicht. Gestaltungsmittel

und Stile. Rezeptionsvoraussetzungen und

Rezeptionswirkungen. Medienspezifische Analyseverfahren

und Bewertungskriterien. Einfluß

des Medienangebots auf gesellschaftliche Strukturen

und auf den Kulturkonsum.

b) Mathematik

Bildungs- und Lehraufgabe

Studienbereich Fachmathematik

Vertiefter Einblick in die wichtigsten Teilbereiche

der Mathematik. (Funktionenlehre, Ana-

lytische Geometrie, Folgen und Reihen, Analysis,

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik).

Kenntnis mathematischer Arbeitsmethoden und

Beweisverfahren, insbesondere der heuristischen

und der axiomatisch-deduktiven Vorgangsweise.

Befähigung, mathematische Probleme selbständig

zu lösen.

Erkenntnis der Bedeutung der Mathematik in

den Exaktheitsbereichen der Wissenschaften.

Studienbereich Höhere Schulmathematik

Kenntnis der Schulmathematik und ihrer

wissenschaftlichen Grundlagen. (Algebra, Zahlenlehre,

Angewandte Mathematik, Elementargeometrie,

Geometrisches Zeichnen).

Sicherheit in der Berechnung mathematischer

Aufgaben aus der Schulpraxis mit und ohne

Verwendung technischer Hilfsmittel.

Beherrschung der mathematischen Fachsprache

in Wort und Schrift.

Berufspraktische Zielsetzung für beide Studienbereiche

Befähigung, Probleme der Umwelt mathematisch

zu erfassen, fachgerecht darzustellen und

einen numerischen oder konstruktiven Lösungsweg

zehn- bis vierzehn- bzw. fünfzehnjährigen

Schülern zu erschließen.

Lehrstoff (Fachmathematik)

Funktionenlehre

Begriff der Relation, Eigenschaften von Relationen,

Äquivalenz- und Ordnungsrelationen.

Reelle Funktionen und ihre Graphen, monotone

und beschränkte Funktionen, Umkehrfunktionen,

Verknüpfung und Verkettung reeller

Funktionen.

Spezielle Funktionen: Betrags-, Signum-, Treppenfunktionen,

lineare Funktionen, rationale

Funktionen, Beispiele irrationaler algebraischer

Funktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen,

goniometrische und zyklometrische Funktionen.

Analytische Geometrie

Vektorbegriff, Addition von Vektoren, der

lineare Vektorraum, lineare Abhängigkeit von

Vektoren.

Lineare Gleichungssysteme mit n Variablen,

Matrix, Determinante.

Skalarprodukt, Vektorprodukt.

Lineare Geometrie der. Ebene und des Raumes

in vektorieller und koordinatenmäßiger Behandlung.

Kreis und Kugel, Kegelschnitte, exemplarische

Behandlung von Flächen zweiten Grades im

Raum.

Folgen und Reihen

Begriff der Folge, Arten der Festlegung von

Folgen, Graph einer Folge, arithmetische und

geometrische Folgen.

Monotonie, Beschränktheit, Häufungswert,

Grenzwert, Konvergenz und Divergenz, Verknüpfung

von Folgen, Grenzwertsätze.

Geometrische Reihen, Reihen als Partialsummenfolgen,

Konvergenz- und Divergenzkriterien.

Analysis

Stetigkeit reeller Funktionen, Stetigkeitssätze.

Differenzierbarkeit und Differentiation von

Funktionen in einer Variablen, erste und höhere

Ablteiungen von Funktionen, Differentiationsregeln.

Mittelwertsatz der Differentialrechnung, Potenzreihenentwicklung,

Anwendungen der Differentialrechnung.

Integrierbarkeit und Integration von Funktionen

in einer Variablen, Integrationsregeln und

Integrationsverfahren, Anwendung der Integralrechnung.

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik

Grundbegriffe der Statistik: absolute und

relative Häufigkeit, Staffelbilder, Mittelwert,

Streuungsmaße.

Statistische Auswertung von Messungen.

Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Wahrscheinlichkeit, Ereignisraum, Zählverfahren

Permutationen, Variationen, Kombinationen. Bedingte

Wahrscheinlichkeit, Wahrscheinlichkeitsverteilung

einer Zufallsvariablen.

Lehrstoff (Höhere Schulmathematik)

Algebra

Grundlagen der Mengenalgebra und der Aussagenlogik.

Algebraische Strukturen: Gruppe, Ring,

Körper, Verband.

Einführung in die Boolesche Algebra.

Begriff des Terms, Rechnen mit Termen.

Lineare Gleichungen und Ungleichungen mit

einer und zwei Variablen, Aufgaben aus der

Schulpraxis.

Gleichungen zweiten Grades mit einer und

zwei Variablen, Ungleichungen zweiten Grades

mit einer Variablen.

Algebraische Gleichungen n-ten Grades, Fundamentalsatz

der Algebra.

Zahlenlehre

Begründung der natürlichen Zahlen, Zahlensysteme,

Zahlbereichserweiterung, Ring der

ganzen Zahlen.

Teilbarkeitslehre, Fundamentalsatz der Zahlentheorie,

größter gemeinsamer Teiler, kleinstes

gemeinsames Vielfaches, Kongruenzen, Restklassen

und Restklassenringe.

Der angeordnete Körper der rationalen Zahlen,

Rechnen mit Bruchzahlen. Einführung der irrationalen

Zahlen, Berechnung von Näherungswerten,

Vollständigkeit des Körpers der reellen

Zahlen.

Der Körper der komplexen Zahlen, Gauß'sche

Zahlenebene.

Angewandte Mathematik

Direkte und indirekte Proportionalität, Schlußrechnung,

Verhältnisse und Proportionen. Der

Rechenstab, der Elektronenrechner.

Prozentrechnung, Aufgaben aus der Wirtschaftsmathematik

(z. B. Preisgestaltung, Kostenrechnung,

Ertragsrechnung), Aufgaben aus der

Versicherungsmathematik.

Zinsenrechnung, Spar- und Kreditzinsen,

Zinseszinsrechnung, exponentielles Wachstum,

Verwendung mathematischer Tafeln.

Einführung in die EDV.

Elementargeometrie

Punktmengen der Ebene, ihre Eigenschaften

und Beziehungen: Gerade, Halbgerade, Strecke,

Halbebene, Winkelfeld, Winkel, Kreis, Dreieck,

Viereck, Vieleck, Kegelschnitte.

Kongruenzabbildungen : Axialspiegelung,

Schiebung, Drehung.

Verkettung dieser Abbildungen, Kongruenzsätze.

Ähnlichkeitsabbildungen: Zentrische Streckung,

Drehstreckung, Klappstreckung, Strahlensatz.

Exemplarische Behandlung von Affinabbildungen.

Herleitung der Flächeninhaltsformeln für Dreieck,

Viereck, Kreis, der Oberflächen- und Rauminhaltsformeln

einfacher geometrischer Körper.

Lehrsatzgruppe des Pythagoras.

Längen- und Flächenmaßberechnungen an

ebenen Figuren, Längen-, Flächen- und Raummaßberechnungen

an geometrischen Körpern.

Geometrisches Zeichnen

Einführung in das Arbeiten auf Zeichenblättern

in Bleistift- und Tuschetechnik, Verwendung

von Zeichen- und Schriftschablonen

und anderer neuerer Techniken, Normschrift.

Einfache Konstruktionen im Grund-Aufrißverfahren,

Schrägrißdarstellungen, Seitenrisse.

Normalaxonometrie im Einschneideverfahren.

c) Englisch

Bildungs- und Lehraufgabe

Die fachwissenschaftliche Ausbildung des

Englischlehrers für Hauptschulen hat zu sichern

angemessene (d. h. zur Erteilung sprachrichtigen

Englischunterrichts an Hauptschulen erforderliche)

Beherrschung der englischen Sprache in

den Fertigkeiten des Hörverstehens, Sprechens,

Lesens und Schreibens; vertieftes Kennen und

Verstehen der heutigen Kultur und Zivilisation

Großbritanniens und der USA in sprachlichen

und außersprachlichen Erscheinungen; überblicksartige

Kenntnis der Forschungsergebnisse

der modernen angewandten Linguistik, soweit

sie für den Fremdsprachenunterricht relevant

sind.

Die Sprachausbildung soll den zukünftigen

Englischlehrer befähigen, einen einsprachigen

Unterricht führen zu können; Zeitungen, Zeitschriften

sowie Werke der Gegenwartsliteratur

lesen zu können und englischsprachige Radio-

und Fernsehsendungen zu verstehen; im englischsprachigen

Ausland in Alltagssituationen seinen

eigenen Intentionen gemäß sprachlich handeln

zu können.

Lehrinhalte

Mündliches und schriftliches Sprachkönnen und

-wissen

Die Schulung der Sprachfertigkeiten hat im

Vordergrund der fachwissenschaftlichen Ausbildung

zu stehen und soll auf der Basis von

gesprochenen und geschriebenen Texten zu zeitgemäßen,

exemplarischen Themen und Stoffen

erfolgen. Zur Unterstützung der Sprachschulung

sind technische Medien, wie Tonband, Schallplatte,

Sprachlabor u. ä. einzusetzen.

Übungen zum Hörverstehen, vorwiegend auf

dialogischen Texten basierend; Übungen zu Aussprache,

Betonung, Intonation, Rhythmus, Juncture;

phonemische Lautlehre, soweit die Lautbeschreibung

zum Einüben einer korrekten Aussprache

dienlich ist; Lautschrift und Transkriptionsübungen

von englischen Wörtern und

Texten nur zur Unterstützung der Ausspracheschulung.

Übungen zur Festigung des aktiven Grundwortschatzes

von etwa 2000 Wörtern mit besonderer

Berücksichtigung der Sachgebiete des

Englischunterrichts in der Hauptschule; Übungen

zur Erweiterung des aktiven Wortschatzes bis

etwa 4500 Wörter unter besonderer Bedachtnahme

auf die Register mündlicher Kommunikation;

Übungen zur Erweiterung des passiven

Wortschatzes durch Hörverstehen und Lesen.

Übungen zur Beherrschung der wesentlichen

grammatischen und syntaktischen Strukturen

unter Integration des oben genannten Wortschatzes

von etwa 2000 Wörtern; deskriptive

Grammatik, soweit die Regelfassung zum Aufbau

des Sprachkönnens nutzbar ist.

Übungen zum Sprachgebrauch und Sprachregister

(besonders in bezug auf Wortschatz,

Grammatik und Aussprache; auch wesentliche

Unterschiede zwischen dem britischen und amerikanischen

Englisch), soweit ihre Beherrschung

zur Erteilung englischen Sprachunterrichts erforderlich

ist.

Übungen zum Sprachvergleich (besonders in

bezug auf Wortschatz und Grammatik), soweit

kontrastive Sprachanalyse zur Unterstützung der

Sprachausbildung dienen kann.

Übungen zur Schulung des Gebrauchs von

Redemitteln für grundlegende kommunikative

Funktionen (z. B. eine Absicht, Erwartung usw.

mitteilen; eigene Einstellung, Beurteilung darlegen

und begründen usw.); Übungen zur

Schulung der Fähigkeit, sich in der Fremdsprache

nach ausreichender sprachlicher und thematischer

Vorbereitung zu gegenwartsbezogenen Fragen

und Problemen zu äußern; in der Regel in der

Form von gelenkter Konversation und Diskussionen,

wobei der argumentative Aspekt im

Vordergrund stehen soll.

Übungen zur Schulung des Leseverständnisses

anhand zeitgemäßer Texte.

Übungen zur schriftlichen Sprachgestaltung;

Mitschrift (note-taking practice), Umformung

(Veränderung der Form: Dramatisierung, Dialog

zu Erzählform usw.), Zusammenfassung (summary,

précis), Stellungnahme (comment: Stellungnahme

zu einem Problem des vorgelegten

Textes), Aufsatz (im besonderen argumentative

essay).

Die Durchführung obiger Übungen hat nach

Möglichkeit kontextbezogen zu erfolgen. Um

Zersplitterung in isolierte Kurse zu vermeiden,

ist Konzentration der Übungen durch Gruppierung

um gemeinsame Themenkomplexe anzustreben.

Auf theoretische Darstellung (z. B. Lautlehre,

Grammatik) hat praktische Übung zu folgen.

Literatur

Englische und amerikanische Literatur (vor

allem Roman, Kurzgeschichte und Drama) mit

schwerpunktmäßiger Bevorzugung der Literatur

des 20. Jahrhunderts und starker Betonung von

Einzelinterpretationen.

Lektüre von mindestens zwei Werken der

englischen bzw. amerikanischen Literatur (auch

Jugendliteratur) pro Semester durch den

Studierenden.

Landeskunde Großbritanniens und der USA

Die Auswahl des Lehrstoffes soll neben kognitiven

auch pragmatischen Zielen dienen und

unter dem Gesichtspunkt der möglichen Reflexion

über die eigene Kultur erfolgen.

Stellung und Bedeutung der Vereinigten

Staaten und Großbritanniens in der Gegenwart;

kulturelle, wirtschaftliche, soziale und politische

Einflüsse Großbritanniens und der USA, die

dazu beigetragen haben, die Welt von heute zu

prägen; heutige Lebensformen der Bewohner

der USA und Großbritanniens; dabei können

auch Fehlzeichnungen und Klischeebildungen

aufgezeigt werden.

Spezifisch sprachliche Inhalte der fremden

Lebensformen und -inhalte (Sprachformen der

Kontaktnahme und des mitmenschlichen Verkehrs,

sprachliche Tabuerscheinungen u. a.)

Angewandte Linguistik

Wesentliche Erkenntnisse und Theorien der

modernen angewandten Linguistik, soweit sie

für den Englischunterricht verwertbar sind und

ihre Kenntnis zu Verständnis und kritischer

Stellungnahme in der fachdidaktischen Diskussion

notwendig ist.

FACHDIDAKTIK DES ERSTEN FACHGEGENSTANDES

a) Fachdidaktik Deutsch

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Deutsch soll einen Einblick

in die Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte

des Fachgegenstandes in den Deutschunterricht

der Hauptschule geben und die Beherrschung

des Aufgabengefüges der Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Deutschunterrichts an der Hauptschule

vertraut machen. Solche Teilaufgaben

sind: Weckung der Aufmerksamkeit und des Interesses

für die Sprache und ihre sozialen Funktionen;

Ausbildung der Fähigkeiten des individuellen

und kommunikativen Sprechens und

Schreibens; Schulung in den Methoden des

kritischen Verstehens mündlicher und schriftlicher

Äußerungen; Vermittlung von Einsichten

in Bau und Leistungen der Sprache; Vermittlung

von Grundkenntnissen, die die Urteilsfähigkeit

für Intention und Wert sprachlicher Erscheinungen

fördern.

Zur Integration der Teilaufgaben ist sicherzustellen,

daß im Deutschunterricht mit möglichst

vielen Formen, Mitteln und Rollen des kritischunterscheidenden

Hörens und Sprechens, Lesens

und Schreibens vertraut gemacht wird.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und

methodisch für die einzelnen Klassen bzw.

Leistungsgruppen zu erschließen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung.

Sprachgebrauch, Sprachbetrachtung und Literaturunterricht

sowie Medienerziehung als konstituierende

didaktische Felder des Deutschunterrichts

und in ihrer unterrichtlichen Integration.

Zuordnung der im Lehrplan angeführten Teilbereiche

des Faches. Die Funktion der Ziele des

Lehrplans und der didaktischen Grundsätze als

Auswahlkriterien für die Inhalte. Kontrollkriterien

Brauchwert im privaten und öffentlichen

Leben; Leistung für das Weltverstehen (Orientierung

und Interpretation); Bedeutung im Gefüge

der Wissenschaft; Bedeutung für weitere

Bildung und Ausbildung.

Jahresstoffverteilung. Unterrichtsvorbereitung.

Beispiele für curriculare Entwicklung und Lernzieloperationalisierung.

Unterrichtsmethoden des Deutschunterrichts

Methodenfreiheit und Methodengerechtigkeit.

Verlaufsstrukturen, didaktische Funktionen (mit

Teilzielen); soziale Organisation und Interaktionsstrategien.

Methodik der Unterrichtsbeobachtung und der

Selbstkontrolle des Lehrers als Voraussetzung

des Lernens am Ergebnis.

Kenntnis der einschlägigen Literatur für die

Unterrichtsgestaltung. Standardwerke zur Didaktik,

Methodik und Unterrichtsforschung. Information

über wichtige fachdidaktische Neuerscheinungen.

Hinführen zur Lektüre fachdidaktischer

Zeitschriften.

Arbeitsmittel und Medien des Deutschunterrichts

Heft, Mappe, Arbeitspapier. Lehr-, Lern- und

Arbeitsbuch. Programme für den Deutschunterricht.

Lesebuch und Ganzschrift; Lesetexte.

Jeweils zugelassene Lehrbücher. Tafel und andere

Sichthilfen.

Dia, Overhead-Folie, Lehr- und Spielfilm,

Schallplatte, Magnetton- und Magnetbildband

im Deutschunterricht. Hörfunk und Fernsehen

im Deutschunterricht. Medienzentralen.

Kenntnis der die Arbeitsmittel und Medien

betreffenden amtlichen Vorschriften.

Aufbau und Instandhaltung von Lehr- und

Arbeitsmittelsammlung. Lehrerbiblio- und Lehrermediothek.

Bücher- und Schallplattenverzeichnisse.

Kartei nach Medien und Sachinhalten.

Schul- und Klassenbücherei. Lesetext-Sammlung.

Aufbau einer eigenen Handbibliothek. Orientierung

auf dem Arbeitsmittelmarkt (Prospekte,

Besuch einschlägiger Buchhandlungen, Bibliotheken,

Ausstellungen usw.).

Spezifische Beiträge des Deutschunterrichts zu

umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben der

Hauptschule.

Staatsbürgerliche Erziehung, Medienerziehung,

Jugendschutz, Gesundheitsfür- und Unfallvorsorge,

Verkehrserziehung, Konsumentenerziehung.

Einschlägige Amts- und Sicherheitsvorschriften.

Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher

Schülerleistungen im Deutschunterricht

Beschreibungskategorien und Erhebungsmethoden

für sozialsprachliche Phänomene. Tests

im Deutschunterricht (Wortschatz, Lesen, Rechtschreiben).

Gruppen- und lernzielbezogene Beurteilungsmodelle.

Das Gewicht der Teilbereiche

des Faches bei der Festsetzung der Gesamtnote.

Die Komponenten der Aufsatznote. Kategorisierung

und Beurteilung von Rechtschreibfehlern.

Rechtliche Bestimmungen hinsichtlich der

Schülerbeschreibung und -beurteilung und der

Folgen der Deutsch-Note.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von Lehrausgängen

und anderer seltener Unterrichtsorganisationen

Besuch von Gedenkstätten, Theater, Bücherei,

Verlag, Filmatelier, Fernsehstudio. Einrichtungen

des Pressewesens. Lesewettbewerb. Schulfeiern

und festliche Stunden. Innerschulische Filmerziehung.

Autorenlesung.

Zusammenarbeit mit einschlägigen außerschulischen

Institutionen der Jugenderziehung

(Internationales Institut für Jugendliteratur und

Leseforschung, Buchklub der Jugend, Rotes

Kreuz, Tierschutz, Berufsberatung, Sparinstitute

u. a.).

b) Fachdidaktik Mathematik

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik des Mathematikunterrichts

soll einen Einblick in die Theorien der Umsetzung

der Lehrinhalte des Fachgegenstandes in

den Mathematikunterricht der Hauptschule geben

und die Beherrschung des Aufgabengefüges der

Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Mathematikunterrichtes an der

Hauptschule vertraut machen. Solche Teilaufgaben

sind: Einführung in die grundlegenden mathematischen

Denkweisen und Verfahren; Förderung

des formal-logischen Denkens; Ausbildung

des räumlichen Vorstellungsvermögens ; Schulung

der Fertigkeiten im Rechnen mit Zahlen und

Termen; Vermittlung der grundlegenden Kenntnisse

und Fertigkeiten aus der Geometrie; Ent-

wicklung der Fähigkeit zum Lösen mathematischer

Aufgaben der Umwelt.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und methodisch

für die einzelnen Klassen zu erschließen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung.

Stoffauswahl. Mindestforderungen und Erweiterungsstoffe.

Möglichkeiten der Differenzierung

vom Stoff her und vom Lernprozeß her.

Die Lernziele des Mathematikunterrichts.

Didaktische Analyse. Sachlogischer und methodischer

Aufbau von Unterrichtseinheiten und

Lernsequenzen. Die Sicherung des Unterrichtsertrages.

Umfang und Bedeutung außerschulischer

Arbeiten.

Unterrichtsmethoden des Mathematikunterrichts

Unterrichtsformen und ihre spezifische Bedeutung

für den Mathematikunterricht. Klassenunterricht,

Gruppenunterricht. Darbietende und

erarbeitende Methode. Lehrgespräch, gebundenes

Unterrichtsgespräch. Bedeutung der operativen

Methode. Möglichkeit und Notwendigkeit exemplarischer

Behandlung einzelner Lehrstoffe.

Selbsttätigkeit der Schüler im Mathematikunterricht.

Arbeitsmittel und Medien des Mathematikunterrichts

Die Zeichengeräte und ihre Verwendung. Einführung

und Gebrauch des Rechenstabes. Verwendung

mathematischer Tafeln und allenfalls

einfacher Rechenmaschinen. Auswertung der

jeweils zugelassenen Lehrbücher. Lehrprogramme

und ihre Einsatzmöglichkeiten. Selbstanzufertigende

Lehr- und Arbeitsmittel. Methodischer

Einsatz des Schreibprojektors im Mathematikunterricht.

Aufbau und Instandhaltung einer

Lehr- und Arbeitsmittelsammlung.

Spezifische Beiträge des Mathematikunterrichts

zu umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben der

Hauptschule

Hilfen zur rationalen Bewältigung der Aufgaben

des täglichen Lebens. Schulung der sprachlichen

Formulierungsfähigkeit. Förderung von

Problembewußtsein und Kritikfähigkeit. Einblick

in das Wirtschaftsrechnen. Sparerziehung.

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen im Mathematikunterricht

Schriftliche Arbeiten im Mathematikunterricht,

deren Form und Korrektur. Planung und Erstellung

von Schularbeiten und deren Beurteilung.

Kriterien zur Leistungsbeurteilung. Praxis und

Problematik der Notengebung. Die einschlägigen

Amtsvorschriften.

c) Fachdidaktik Englisch

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik des Englischunterrichts soll

einen Einblick in die Theorien der Umsetzung

der Lehrinhalte des Fachgegestandes in den

Englischunterricht der Hauptschule geben und

die Beherrschung des Aufgabengefüges der Vermittlung

sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Englischunterrichts an der Hauptschule

vertraut machen. Solche Teilaufgaben

sind: Erwerb der vier Sprachfertigkeiten zur

Ermöglichung von Kommunikation mit Vorrang

des Hör- und Leseverständnisses sowie des

Sprechens; Erleben der anglo-amerikanischen

Kultur mit ihren Menschen und Leistungen, Verstehen

der fremden Wesensart; Abbau von Vorurteilen

und Aufbau von Haltungen der Toleranz

und Völkerverständigung; Erwerb von Einsichten

in das Wesen und die Struktur des Englischen

im Dienst des Sprachkönnens und Sprachwissens ;

Erwerb einiger Elementarkenntnisse der Landes- und

Kulturkunde Großbritanniens und der USA.

Der Aufbau des Lerhstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und

methodisch für den elementaren wie weiterführenden

Unterricht in der Fremdsprache zu

erschließen, wobei in der Regel von didaktischen

Grundsätzen, Unterrichtszielen und -inhalten des

Faches und ihrer Gestaltung in den approbierten

Lehrwerken auszugehen ist.

Probleme von Stoffverteilungen

Teilaufgaben und Inhalte des Faches und ihre

Zuordnung im Lehrgang. Jahresstoffverteilung.

Probleme von Stoffverteilungen, gesehen im

Hinblick auf äußere und innere Differenzierung

(Klassenzug, Leistungsgruppe; individuelle Verschiedenheit

des Leistungs- und Motivationsgrades

innerhalb der Klasse).

Überblicksmäßige Darstellung der Aufgaben,

Inhalte und Methoden der Fremdsprachlichen

Vorschulung und die sich daraus ergebenden

speziellen Probleme des fremdsprachlichen Anfangsunterrichts

an der Hauptschule.

Kriterien der Unterrichtsvorbereitung; Erarbeitung

von Unterrichtsentwürfen

Schaffung von Sprachgewohnheiten unter besonderer

Beachtung des kommunikativen Aspekts

des Englischunterrichts. Didaktische und methodische

Analyse bei der Unterrichtsvorbereitung.

Beispiele für Lernzieloperationalisierung. Didaktisch-

methodische Analysen von Lehrbuchsequenzen

und Unterrichtseinheiten unter Berücksich-

tigung der kommunikativen Bedürfnisse der

Schüler. Evaluation von Unterricht.

Unterrichtsmethoden des Englischunterrichts

Methodenfreiheit und Methodengerechtigkeit.

Direkte Methode. Fachspezifische Methoden, wie

audiolinguale Patternpraxis, kognitive Methoden.

Dramatisch-situative Unterrichtsverfahren u. a.

Ihre Arbeitsweisen und Eignung im Hinblick

auf die Lehrziele der Hauptschule und das Leistungsvermögen

des Schülers.

Arbeitsmittel und Medien des Englischunterrichts

Heft u. a.; Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch;

Lesetexte u. a. Analyse und Kritik von technischen,

vor allem auditiven und audiovisuellen Medien

und ihren Effekten. Inbezugsetzung der Arbeitsmittel

und Medien zu den Lehrzielen, Inhalten

und methodischen Entscheidungen.

Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher

Schülerleistungen im Englischunterricht

Die Komponenten der Englischnote. Tests

und herkömmliche Verfahren zur Beurteilung

der Schülerleistung. Vorschriften hinsichtlich der

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen.

Fehlerkategorisierung, Fehlerbewertung und

Fehlerbehebung.

ZWEITER FACHGEGENSTAND

1. Für alle Zweiten Fachgegenstände zusätzlich

im I. Semester

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Orientierung über Umfang und Eigenart des

Fachbereiches. Exemplarische Auseinandersetzung

mit dem Anforderungsniveau des Faches zur

Abklärung der Voraussetzungen für das weitere

Studium desselben.

Information über die Zielsetzungen, Inhalte

und Methoden des entsprechenden Unterrichtsfaches

an der Hauptschule, sowie über die fachspezifischen

Voraussetzungen seitens des Lehrers.

Planung, Beratung und Förderung kompensatorischer

Maßnahmen für das selbständige Studieren

im Fachbereich.

2. Für die folgendem Zweiten Fachgegenstände

jeweils im I. bis V. Semester

a) Geschichte und Sozialkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Fragestellung und Methoden der Geschichtswissenschaft,

die spezifische Verfahrensweise, die

Begriffsbildung, die problemanalytische Behandlung

exemplarischer Epochen und/oder Sachverhalte,

die Reflexion auf Möglichkeiten und

Grenzen der historischen Erkenntnis und die

kritische Funktion der Geschichtswissenschaft.

Die Problembehandlung des Historischen umfaßt

Aspekte des Politischen, des Wirtschaftlich-

Sozialen und des Geistig-Kulturellen.

Aufgabe der Sozialkunde ist es, die gesellschaftlichen

und politischen Verhältnisse einschließlich

ihrer ökonomischen und kulturellen

Voraussetzungen und Auswirkungen zu analysieren

und zu beurteilen, und zwar nicht primär

unter historischen Gesichtspunkten, sondern

im Hinblick auf die Aufgaben der Gegenwart

und die Tendenzen der Zukunft.

Die berufspraktische Zielsetzung im Rahmen des

Fachgegenstandes „Geschichte und Sozialkunde"

ist die Fähigkeit, Zehn- bis Vierzehnjährige anzuleiten,

die Wirklichkeit der Gegenwart als etwas Gewordenenes

zu verstehen und zu relativieren;

Sachzusammenhänge zu begreifen; sich die Bedingungen

und Wirkungsfelder politischen Handelns

bewußt zu machen und zu gesellschaftlichen

Problemen verantwortlich Stellung zu

nehmen; in demokratischer Gesinnung an der

Gestaltung der Zukunft im Geiste des Friedens

und der Völkerverständigung mitzuwirken.

Lehrstoff

Techniken fachspezifischen Arbeitens

Hinführung zu den Quellen und zur Literatur

an beispielhaft ausgewählten Themen.

Geschichte Europas und der Welt

Einblick in das historische Geschehen. Besondere

Darlegung jener Epochen und Ideen, die

gegenwartswirksam geworden sind. Darstellung

von historischen Grundtypen politischer Systeme

und gegenwartsbezogener politischer Typologien.

Österreichische Geschichte

Darlegung der historisch-politischen Verflechtung

mit der europäischen Geschichte. Besondere

Berücksichtigung der neueren Geschichte und

der Zeitgeschichte. Verfassung und Verwaltung

in Österreich.

Einführung in die Politikwissenschaft

Auffassungen von Politik und Aufgaben der

Polititkwissenschaft; Sachbereiche der Politik;

Politische Ideen und Theorien, mit besonderer

Berücksichtigung der Gegenwart; Elemente und

Hauptformen moderner demokratischer Regierungssysteme.

Faktoren der politischen Meinungs-

und Willensbildung; Hinführung zur

politischen Urteilsbildung. Einführung in die

Wirtschaftsgeschichte. Berücksichtigung des

sozial- und volkskundlichen Aspekts. Einführung

in geschichtsphilosophische Betrachtungsweisen

Exemplarische Problemanalysen zur Ideen- und

Geistesgeschichte Europas.

b) Geographie und Wirtschaftskunde

Bildungs- und Lehraufgaben

Erschließung der fachwissenschaftlichen Denkstrukturen,

Methoden und Arbeitstechniken an

exemplarischen Stoffen.

Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten,

spezifische Phänomene und Probleme naturwissenschaftlicher

Kausalität, biontischer Regelhaftigkeit

und menschlicher Entscheidungsfreiheit

für sich und in ihrem Zusammenwirken zu erfassen

und verständlich zu machen;

grundlegende Komponenten der Mensch-Raum-

Beziehungen in Situationsfeldern analysieren und

strukturieren zu können;

geographische Erscheinungen und wirtschaftskundliche

Fakten in welt- und gegenwartskundliche

Begriffsfelder und Ordnungssysteme eingliedern

zu können;

raumbezogene Problematik und Prozeßhaftigkeit

menschlicher Grunddaseinsfunktionen und

geistig-kultureller Strömungen in wirtschaftlicher,

gesellschaftlicher und politischer Hinsicht erkennen,

kritisch beurteilen und lernzielorientiert darstellen

zu können.

Die berufspraktische Zielsetzung ist die Fähigkeit,

Zehn- bis Vierzehnjährige zur notwendigen

Auseinandersetzung mit dem Beziehungsgefüge

von räumlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher

Umwelt anzuleiten und ihnen Grundeinsichten

und Verhaltensdispositionen zur Bewältigung

von Lebenssituationen motivierend vermitteln

zu können.

Die fachwissenschaftliche Ausbildung hat in

enger Verbindung mit der fachdidaktischen und

der unterrichtspraktischen Ausbildung zu stehen.

Dazu gehört auch die kritische Auseinandersetzung

mit der Fachliteratur und den Unterrichtsmedien.

Die geographisch-wirtschaftskundlichen Sachverhalte

sind dort, wo es möglich ist, unter

Berücksichtigung „politischer Aspekte" darzustellen.

Lehrstoff

Kartenkunde

Darstellung der Erde mit Hilfe von Globen,

topographischen und thematischen Karten, Luftbildern

und anderen Mitteln. Grundbegriffe der

astronomischen Geographie. Übungen mit Karten.

Physiogeographie

Das raumgestaltende Spiel der endogenen und

exogenen Kräfte. Grundbegriffe der Geophysik

und Geologie. Die anorganischen und biologischen

Geofaktoren: Probleme der Elementarkomplexe

unter besonderer Berücksichtigung von

Wetter, Klima, Wasser, Boden und Vegetation.

Formen der Erdoberfläche in exemplarischer

Auswahl. Geoökologische Fragestellungen und

Beiträge zur naturwissenschaftlichen Umweltanalyse.

Humangeographie

Die Erde als Lebensraum des Menschen. Bevölkerung

und Gesellschaft: Wandel und Wachstum.

Der Siedlungsraum in seiner ländlichen und

städtischen Ausprägung. Sozioökonomische Stufen

und Modelle. Wandel und Unterschiede sozioökonomischer

Strukturen in zeitlichen und räumlichen

Einheiten. Aspekte sozialräumlicher Gliederungen.

Die Daseinsgrundfunktionen. Produktionssektoren

und Wirtschaftsstufen. Unterschiedliche

Raum- und Flächennutzungsansprüche

menschlicher Gruppen. Innerstaatliche und internationale

Probleme aus geographischer Sicht.

Wirtschaftliche und politische Großregionen der

Erde. Exemplarische Einblicke in humangeographische

Forschungsprozesse.

Wirtschaftskunde

Der Mensch als Erzeuger und Verbraucher von

Wirtschaftsgütern. Wirtschaftszweige, Wirtschaftseinheiten,

Wirtschaftsformen und Wirtschaftsordnungen.

Die Gesetzmäßigkeiten der

Wirtschaft. Kräfte und Stufen des Wirtschaftswachstums.

Konjunkturzyklen. Ziele und Aufgaben

der Wirtschaftspolitik. Probleme der wirtschaftlichen

und politischen Integrationsversuche.

Geld und Währung, Kapitalbildung und Wertpapiere.

Monetärer Kreislauf. Aufgaben der

Geld- und Kreditinstitute. Sparformen. Öffentliche

Hand. Budget und Steuern. Außenwirtschaft

und Zahlungsbilanz. Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Planung, Organisation und Kreislauf

im Betrieb. Investitionen, Kostenfaktoren,

Rentabilität und Produktivität. Die Bilanz. Unternehmensformen

und Unternehmenszusammenschlüsse.

Aktuelle Fragen und Probleme der

Volks- und Weltwirtschaft. Konsumentenschutz.

Landes- und Wirtschaftskunde Österreichs

Die naturräumliche Ausstattung. Charakteristische

Merkmale der Großlandschaften und

Bundesländer. Entwicklung, Struktur und Probleme

von Bevölkerung, Siedlung, Arbeitsmarkt,

Wirtschaft und des Verkehrs. Der ländliche und

städtische Lebensraum. Grundlagen und Probleme

der Gemein- und Privatwirtschaft. Der wirtschaftspolitische

Einfluß der Interessensvertretungen.

Fragen der Struktur- und Regionalpolitik

sowie der Raumordnung. Umweltgefahren, Umweltschutz,

Umweltgestaltung. Österreichs Stellung

in der Weltwirtschaft.

Regionalgeographie

Einheit und Vielfalt der Großräume und

Problemregionen. Globaler Überblick und Querschnitte.

Die natur- und kulturräumliche Aus-

stattung der Kulturerdteile und Wirtschaftslandschaften.

Entwicklung, Struktur und Probleme

der Bevölkerung, Siedlung, Wirtschaft

und des Verkehrs. Die Großmächte und ihre

Rolle in der Weltpolitik. Merkmale, Struktur

und Probleme der Entwicklungsländer. Behandlung

von Problemräumen in exemplarischer

Auswahl. Vermittlung grundlegender topographischer

Kenntnisse.

Geographische und wirtschaftskundliche Exkursionen

Geographische und wirtschaftskundliche Exkursionen

im Ausmaß von sechs bis acht Tagen.

c) Biologie und Umweltkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Erschließung der fachspezifischen Denkstrukturen

und Methoden an exemplarischen Stoffen.

Formenkenntnis als Voraussetzung für das Verständnis

allgemein-biologischer, ökologischer und

ethologischer Zusammenhänge.

Einsicht in die Grundstrukturen biologischer

Erscheinungen und deren anorganismischen Voraussetzungen.

Einsicht in die Phänomene der Wechselwirkungen

im Bereich der Gesamtnatur. Das

Selbstverständnis des Menschen als Individuum

und als soziales Wesen. Einsicht in seine Sonderstellung

und die daraus erwachsende Verantwortlichkeit.

Die berufspraktische Zielsetzung ist die Entwicklung

der Fähigkeit, Zehn- bis Vierzehnjährige

anzuleiten, an Hand bedeutsamer biologischer

Inhalte ein differenziertes Verhältnis zur

belebten und unbelebten Natur insbesondere zu

den menschlichen und mitmenschlichen Gegebenheiten

zu entwickeln.

Lehrstoff

Allgemeine Biologie

(Zytologie, Molekularbiologie, Genetik, Entwicklungslehre).

Wesen und Kennzeichen des Lebens. Bau und

Funktion der pflanzlichen und tierischen Zelle;

Bau- und Energiestoffwechsel. Biochemische

Grundlagen. Fortpflanzung und Keimesentwicklung,

Metamorphose, Kernphasenwechsel, Generationswechsel.

Einführung in die klassische

molekulare Genetik. Populationsgenetik. Grundlagen

der Abstammungslehre; Evolution als

dynamischer Prozeß.

Humanbiologie und -ökologie

Bau und Funktion der Organe des menschlichen

Körpers. Werden und Reifen des Menschen.

Biologische Grundlagen des Sexualverhaltens;

Humangenetik. Fossilgeschichte der Menschheit.

Rassenkunde. Mensch und Umwelt. Physikalische,

chemische, biologische und soziale Faktoren als

Grundlagen für eine gesunde Lebensführung.

Gesundheitliche Schäden durch Gewohnheits-,

Rausch- und Suchtgifte. Medikamentenmißbrauch.

Botanik und Zoologie

Überblick über das natürliche System der

Pflanzen und der Tiere. Vergleich der Baupläne

und der Lebensvorgänge. Zusammenhänge

zwischen Bau und Funktion. Tiere und Pflanzen

in ihren Lebensräumen und in ihrer Bedeutung für

den Menschen. Wirtschaftliche Aspekte der

Pflanzen- und Tierzüchtung.

Ökologie

Grundtatsachen der Ökologie. Konkrete Beispiele

einiger Ökosysteme. Natur- und Umweltschutz,

Umweltpflege und Umweltplanung; Bezüge

zu Wirtschaft und Gesellschaft unter besonderer

Berücksichtigung österreichischer

Probleme.

Ethologie

Grundtatsachen der Verhaltensforschung mit

besonderer Bezugnahme auf Verhaltensweisen

des Menschen.

Erdwissenschaften

Grundtatsachen der allgemeinen Mineralogie.

Gesteinsbildende und wirtschaftlich nutzbare

Minerale insbesondere Österreichs. Landschaftsprägende

und wirtschaftlich wichtige Gesteine

und ihre Entstehung. Grundzüge der allgemeinen

Geologie. Der geologische Aufbau Österreichs

als eine der Grundlagen für Eigenart und Gestaltung

der Lebensräume. Bildung und Eigenschaften

heimischer Böden. Einblick in die

Theorien über den Aufbau des Universums und

der Entstehung der Erde. Die Entwicklung der

Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte.

Übungen

Einführung in fachspezifische Arbeitsweisen

Beobachten, Untersuchen, Experimentieren,

Mikroskopieren; Erkennen und Bestimmen von

Pflanzen, Tieren, Mineralien, Gesteinen, Fossilien

u. a.

Exkursionen

Fachspezifische Exkursionen im Ausmaß von

sechs bis acht Tagen zu verschiedenen Biotypen,

Landschaftstypen und Einrichtungen des Umweltschutzes.

d) Physik und Chemie

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung von Kenntnissen über physikalische

und chemische Naturerscheinungen und technische

Einrichtungen sowie über experimentelle

Zugänge und theoretische Abstraktionen zu

ihrer strukturellen Ordnung.

Übung in der Fähigkeit zur Anwendung der

Kenntnisse beim qualitativen Erklären und Voraussagen

sowie beim Lösen quantitativer Problemstellungen.

Einführung in die Denk- und Arbeitsweisen

von Physik und Chemie.

Gewinnung von Kenntnissen und Einsichten

über Ziele, Möglichkeiten und Grenzen sowie über

die Bedeutung von Physik, Chemie und Technik

für den Menschen.

Erwerb einiger Kenntnisse über die historische

Entwicklung von Physik, Chemie und Technik

sowie über die spezifischen Beiträge österreichischen

Forscher, Erfinder und Techniker zu dieser

Entwicklung.

Vermittlung von Einsichten über die Wechselbeziehungen

zwischen Physik, Chemie und Technik.

Lehrstoff

Mechanik; Teilchenstruktur der Materie

Grundbegriffe: Größenart, Größe, Einheit,

Einheitensystem (insbesondere SI), Grundgrößen

und abgeleitete Größen. Die Grundgrößen Länge

und Zeit. Massenpunkt.

Bewegungen: Bewegung und Bezugssysteme,

Geschwindigkeit, gleichförmige und gleichmäßig

beschleunigte Translation, zusammengesetzte Bewegungen;

die gleichmäßige Kreisbewegung.

Masse und Kraft: Die Grundgröße „Masse".

Dichte. Kräfte und ihre Wirkungen (Übersicht).

Newton-Axiome. Reibung. Gewichtskraft und

Wichte. Trägheitskräfte. Kräfte bei der gleichmäßigen

Kreisbewegung. Drehmoment, Kräftepaar

und Kräftegleichgewicht am starren Körper.

Erhaltungssätze: Arbeit, Formen mechanischer

Energie, Leistung, Wirkung, Energieerhaltungssatz

der Mechanik. Impuls, Kraftstoß, Impulserhaltungssatz.

Massenmittelpunkt, Schwerpunktsatz.

Stoß. — Gleichgewichtslagen und Standfestigkeit

starrer Körper. Rotation des starren

Körpers: Trägheitsmoment, Drehimpuls und

Erhaltung des Drehimpulses. Kreisel.

Planetenbewegung und Gravitation: Überblick

über die Entwicklung der Himmelsmechanik.

Kepler-Gesetze, Gravitationsgesetz, Sonnensystem.

Gravitationsfeld als Potentialfeld. Raumfahrt.

Aufbau und mechanische Eigenschaften der

Körper

Atom, Molekül. Kräfte zwischen Atomen und

Molekülen. Molekularbewegung und. Diffusion.

Aggregatzustände.

Die elastischen Eigenschaften der Festkörper.

Druck in ruhenden Flüssigkeiten und Gasen.

Auftrieb. Die Bewegung idealer Flüssigkeiten

und Gase. Die Bernoullische Gleichung Turbinen.

Grundlagen der Flugphysik.

Mechanische Schwingungen und Wellen

Harmonische Schwingungen: Entstehung,

Arten, Überlagerung. Wellen: Entstehung, Arten,

Interferenz, Polarisation, Huygens-Prinzip,

Reflexion, Brechung, Doppler-Prinzip.

Akustik: Entstehung, Einteilung und

Ausbreitung von Schallwellen, Frequenz und

Tonhöhe, Interferenz, Reflexion, Brechung und

Totalreflexion, Beugung der Schallwellen,

Doppler-Prinzip bei Schallwellen, Schallfeld,

Lautstärke und Lärmschutz, Ultraschall.

Wärmelehre und Meteorologie

Relative Atom- und Molekülmasse, Stoffmenge,

Avogadro-Konstante. Kinetische Deutung von

Temperatur, Wärmemenge und spezifischer

Wärmekapazität. Gasgesetze. Absolute Temperatur.

Änderung der Aggregatzustände. Ausbreitung

der. Wärme.

Erster Hauptsatz der Wärmelehre und Prinzip

von der Erhaltung der Energie. Umwandlung

von Wärme in mechanische Energie, reversible

und irreversible Prozesse, zweiter Hauptsatz der

Wärmelehre, Wärmekraftmaschinen.

Meteorologie: Die Lufthülle der Erde, Wetterelemente,

Wettererscheinungen, Wetterkarte,

Wetterdienst.

Elektrizität

Stationäre elektrische Felder: elektrische

Ladung, Trennung von Ladungen durch Berührung;

Influenz und Polarisation. Elektrische

Feldstärke, Flußdichte. Das homogene und das

kugelsymmetrische Feld; Potential und Spannung.

Coulombsches Gesetz. Kapazität und Kondensator,

Dielektrikum. Piezoelektrizität. Energie

des elektrischen Feldes. Elementarladung. Elektrischer

Strom: Elektrizitätsleitung in Metallen,

Stromstärke, Widerstand, Gesetze des unverzweigten

und des verzweigten Gleichstromkreises.

Elektrische Arbeit und Leistung. Elektrische

Energie und Wärmeenergie: Joulesche Wärme,

Thermoelektrizität.

Magnetfeld und elektrischer Strom: Permanentmagnete,

Materie im Magnetfeld. Magnetfeld

stromdurchflossener Leiter, Kraft auf stromdurchflossene

Leiter im Magnetfeld. Elektromagnetische

Definition des Ampere. Elektromotoren,

Elektromagnetische Induktion : Grundtatsachen,

Induktionsgesetz, Selbstinduktion, Generatoren.

Eigenschaften des Wechselstromes.: Effektivwerte

von Spannung und Stromstärke des Wechselstromes,

induktiver und kapazitiver Widerstand

im Wechselstromkreis, Leistung des Wechselstromes.

Transformatoren Dreiphasenwechselstrom.

Elektroenergie in Österreich.

Elektrizitätsleitung in Elektrolyten: Grundtatsachen

der Elektrolyse, Faraday-Gesetze und

Elementarladung.

Ladungsträger in elektrischen und magnetischen

Feldern: Entladung in Gasen und im Vakuum

und praktische Bedeutung, Elektronenröhren,

Elektronenstrahlröhren, Röntgenstrahlen, Massenspektrograph

und Teilchenbeschleuniger. Fotozelle.

Halbleiterelektronik: Leitungsmechanismus

bei Halbleitern, innerer Photoeffekt, Dioden

und Transistoren, Verstärkerprinzip.

Elektromagnetische Schwingungen und Wellen

Schwingkreis, Senderprinzip, Empfängerprinzip.

Grundlagen von Hör- und Bildfunk. Radar.

Radioastronomie.

Optik

Geometrische Optik: Lichtmessung, Lichtgeschwindigkeit.

Reflexion und Spiegel. Brechung

und Totalreflexion. Prismen und Linsen. Das

menschliche Auge. Optische Instrumente. Dispersion.

Wellennatur des Lichtes: Reflexion und

Brechung im Teilchen- und Wellenbild. Koharenzbegriff.

Laser. Interferenz, Beugung und Polarisation.

Auflösungsvermögen optischer Instrumente.

Grundlagen der Quantenoptik.

Das elektromagnetische Spektrum: Spektren

und Spektralanalyse, UV- und UR-Strahlung,

Temperaturstrahlung.

Einführung in die spezielle Relativitätstheorie

Äther-Problem, Michelson-Versuch, spezielle Relativitätstheorie,

Sternentwicklung.

Atomphysik

Grundlagen der Quantenphysik. Atommodelle

von Thomson, Rutherford, Bohr und Sommerfeld.

Quantenzahlen. Atombau und Spektrallinien.

Franck-Hertz-Versuch. Grundzüge der

Wellenmechanik. Unschärferelation. Wellenmechanisches

Atommodell. Radioaktivität. Kernbau

und Kernreaktionen. Künstliche Radioaktivität.

Strahlenschutz. Elementarteilchen.

Plasma. — Bau und Entwicklung des Univerums.

Allgemeine Chemie

Geschichte der Chemie: Theorien über den

Aufbau der Materie (Demokrit, Platon, Dalton,

Rutherford; Bohr, De Broglie, Schrödinger,

Heisenberg).

Methoden der Erforschung der Feinstruktur

der Materie mit dem Hinweis auf deren dualistische

Natur.

Gegenüberstellung physikalischer und chemischer

Vorgänge. Trennungsmethoden und

Kriterien für die Reinheit von Stoffen. Begriff des

chemischen Elementes und der chemischen Verbindung.

Begriff des Moleküls. Analyse, Synthese.

Chemische Zeichensprache. Atommasse, Mol.

Das Periodensystem der Elemente; Zusammenhänge

mit dem Atombau. Grundgesetze der

Chemie.

Chemische Bindung und Struktur chemischer

Verbindungen ; Elektronegativität, Wasserstoffbrückenbindung.

Wertigkeit. Reaktionskinetik

und Wärmetönung. Katalysatoren, Aktivierungsenergie.

Chemisches Gleichgewicht, Massenwirkungsgesetz,

Prinzip vom kleinsten Zwang, Löslichkeitsprodukt.

Stöchiometrie.

Anorganische Reaktionsmechanismen

Säure-Base-Reaktionen (Protolysen), Ionenprodukt,

pH-Wert und Neutralisation, Hydrolyse,

Pufferlösungen, Indikatoren. Redoxreaktionen,

Oxidationszahl, elektrochemische Reaktionen,

Spannungsreihe, Elektrolyse — galvanische

Elemente ; photochemische Reaktionen. Komplexreaktionen.

Salze.

Erze, Erzaufbereitung, Anreicherungsverfahren,

Verhüttungsmethoden, Legierungen.

Anorganische Chemie

Die Luft. Gasverflüssigung. Wasserstoff, Sauerstoff,

Verbrennung, Feuerlöschmittel, Schweißen

und Schneiden mit der Gebläseflamme.

Das Wasser. Lösungen und Lösungsmittel.

Konzentrationsangaben von Lösungen.

Nichtmetalle: Halogene. Schwefel und Verbindungen.

Stickstoff, Ammoniak, Stickoxide,

Salpetersäure.

Phosphor und Übersicht über die übrigen

Elemente der 5. Gruppe. Düngemittel.

Leichtmetalle: Aluminium, Magnesium, Natrium,

Kalium, Kalzium.

Schwermetalle: Eisen und Stahl, Kupfer,

Quecksilber, Edelmetalle.

Kohlenstoff und anorganische Kohlenstoffverbindungen.

Silikatchemie (Keramik, Glas).

Baustoffe. Halbedelsteine.

Organische Chemie

Geschichte der Entwicklung der Kohlenstoff-

Chemie. Charakteristika organisch-chemischer Verbindungen.

Analyse. Isomeriearten.

Optische Aktivität.

Chemie der Kohlenwasserstoffe. Homologe

Reihen. Bedeutung der Orbitale in der organischen

Chemie. Zyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe

und Mesomerie. Benzol und seine Derivate.

Erdöl und seine Aufbereitung. Benzin, Additive,

Oktanzahl, Cracken und Benzinsynthesen.

Kohlenstoff-Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindungen

Alkohole, Aldehyde, Ketone, organische

Säuren, Seifen, Ester, Äther, Alkoholate. Gegenüberstellung

anorganischer und organischer

Säuren. Stickstoff- und metallorganische Ver-

bindungen. Aminosäuren, Amine, Amide,

Cyanide, Heterozyklen, Alkaloide, Organische

Gifte. Sprengstoffe. Chemie der Nahrungsmittel.

Stoffwechsel, Vitamine, Hormone. Genußmittel,

Drogen. Konservierung. Arzneimittel.

Kunststoffe, natürliche und künstliche Fasern.

Papier. Farbstoffchemie.

Chemie der Vererbung (Nukleinsäuren, Viren).

Pflanzenschutzmittel. Umweltschutz.

Die chemische Industrie in Österreich.

Grundzüge qualitativer und quantitativer

Analysemethoden.

e) Musikerziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Ausbildung zu einer auf fachwissenschaftlichen

und fachdidaktischen Grundlagen sowie auf

künstlerisch-praktischen Fertigkeiten beruhenden

Fähigkeit, den Unterricht aus Musikerziehung,

Chorgesang und Spielmusik an Hauptschulen

zu erteilen.

Lehrstoff

Gesang

Stimmdiagnostik (Kinderstimmbildung), Pflege

der individuellen Stimmgattung. Erweiterung

des Stimmumfanges, einwandfreie Wiedergabe

von Liedern (auch mit Selbstbegleitung) und

Kunstliedern aus approbierten Liedsammlungen

und Lehrwerken. Darüber hinaus Lieder und

Arien entsprechend den unterrichtspraktischen

Einsatzmöglichkeiten.

Instrumentalmusikerziehung

Instrumente, auf denen die unten angeführten

Anforderungen verwirklicht werden können und

ein entsprechender Unterricht an der Pädagogischen

Akademie angeboten wird. Zwei Instrumente

(Hauptfach, Nebenfach) sind zu wählen.

Nebenfach

Leichte Spielliteratur; Werke aus verschiedenen

Epochen in Ergänzung zur Literatur im Hauptfach

und unter besonderer Berücksichtigung der

unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten ;

Kenntnis der Begleittechnik einer ausreichenden

Anzahl von Liedern (notenfreie Beherrschung);

Kadenzen und ihre instrumentalspezifische Anwendung

bei verschiedenen Arten der Liedbegleitung

und bei Vor- und Zwischenspielen zu

Liedern; Transpositionsübungen im Hinblick auf

stimmtechnische Erfordernisse.

Hauptfach

Zusätzlich: Technische Studien; Spielliteratur in

erweitertem Umfang und Schwierigkeitsgrad;

Werke aus verschiedenen Epochen und. Wiedergabe

von Themen und Motiven unter besonderer

Berücksichtigung der unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten

und Erfordernisse; Improvisation

im Dienste der Erarbeitung musikkundlicher

Begriffe; Stegreifspiel elementarer Formen.

Gehörbildung

Übungen im Aufnehmen und Niederschreiben

von melodischen und rhythmisch-metrischen

Kleinformen und Akkordfolgen, vor allem im

engen Zusammenhang mit den Lehrinhalten der

Studienveranstaltung aus Musiktheorie.

Instrumentenkunde

Bau, Tonumfang, Klangfarbe, Spielart, Notation

und Möglichkeiten der Gruppierung der

Instrumente unter besonderer Berücksichtigung

der in der Schule und im außerschulischen

Bereich gebräuchlichen Instrumente des Laienmusizierens.

Charakteristische Instrumente musikhistorischer

Epochen.

Formenlehre — Werkkunde

In unterschiedlichen Lehrverfahren wird eine

Auswahl von Werken erarbeitet, die für die

Unterrichtspraxis didaktisch besonders ergiebig

und methodisch beispielgebend sind. Syntaktik

(Motiv, Periode, Formabschnitt); Energetik

(Reihung, Motiv, thematische Entwicklung, dynamische

Verläufe, das Prinzip Spannung — Entspannung).

Satzformen (u. a. Liedformen, Rondo,

Variation, Sonatenhauptsatzform, kontrapunktische

Formen); zyklische Formen (u. a. Suite,

Konzert, Sinfonie und Sonate, Kantate, Oper,

Oratorium, Kunstlied, Operette und Musical),

U-Musik, E-Musik, Jazz, absolute Musik, Programmusik.

Musiktheorie

Intervalle, Tonreihensysteme, Drei- und Vierklänge

und ihre Umkehrungen; harmoniefremde

Töne, alterierte Akkorde, Nebendominanten;

Mehrdeutigkeit der Dreiklänge (Modulation).

Einführung in folgende Bereiche: Generalbaß,

Kontrapunkt, romantische Harmonik, erweiterte

Tonalität, Zwölftonkomposition und Kompositionstechniken

der Gegenwart.

Tonsatz

Vertiefung und Veranschaulichung der in der

Studienveranstaltung aus Musiktheorie erworbenen

Kenntnisse durch Übungen auf Instrumenten

im Hinblick auf die entsprechenden

unterrichtspraktischen Anwendungsmöglichkeiten.

Erstellen von Partituren (Volksliedsätze,

Liedkantaten, Musizierstücke) für das vokal- und/

oder instrumentale Musizieren nach verschiedenen

unterrichtspraktischen Erfordernissen und Gegebenheiten.

Einrichtung und Umarbeiten von vorgegebenen

Sätzen.

Partitur und Klavierauszug.

Sing- und Musikpraktikum — Ensembleleitung

Übungen im vokal- und/oder instrumentalen

Musizieren für den Klassenunterricht und die

Freigegenstände Chorgesang und Spielmusik

sowie für den außerschulischen Bereich. Chorische

Stimmbildung.

Erwerb eines reichen Liederschatzes (mehrere

Sätze verschiedenen Schwierigkeitsgrades zu

einem Lied); Pflege der Volksmusik. Literaturkenntnis

(Lied- und Spielmusiksammlungen,

Chorblätter) in Querverbindung zur Studienveranstaltung

aus Musikgeschichte.

Einsatzmöglichkeiten und Ausbaustufen des

Orff-Instrumentariums im Rahmen des vokalinstrumentalen

Musizierens ; Improvisation (pentatonisch,

tonal, erweitert tonal, freitonal, Gestaltungsversuche

mit Klängen); Bewegungserziehung

in Verbindung mit dem Orff-Instrumentarium.

Einstudieren, Interpretieren und Dirigieren von

entsprechenden Werken und eigenen Arbeiten

(Lehraufgaben der Studienveranstaltung aus Tonsatz).

Blattlesen von Stimmen aus Chorsätzen.

Musikpädagogik

Die Funktion des Unterrichtsgegenstandes

Musikerziehung (Definition, Analyse). Musikpädagogik

und ihre Verbindung zu den Humanwissenschaften.

Musikpädagogische Grundlagenforschung;

vergleichende Musikpädagogik. Anleitung

zu wissenschaftlicher Arbeit.

Geschichte der Musikerziehung: Lehrinhalte

und Wege der Musikerziehung von den Anfängen

bis in die Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung

des mitteleuropäischen Raumes.

Wandel der Funktion des Gegenstandes im Zusammenhang

mit der Lern-, Arbeits-, Erlebnis-

und Erziehungsschule und den Gesellschaftsordnungen;

Methodenstreit; Theorien und

Ideologien.

Musikpsychologie: Musikalische Begabung

und ihre Meßbarkeit; Musikalität in entwicklungspsychologischer

Sicht; Grundlage der Musik-

und Gehörpsychologie (Musikästhetik) ; Psychologie

der tönenden Bildmedien.

Musiksoziologie: Funktion der Musik in der

Gesellschaft. Einfluß der musikalischen Umwelt.

Musikgeschichte

Überblick über die Entwicklung der Musik.

Vertiefte Kenntnis der Epochen: Barock, Klassik,

Romantik. Moderne Lebensbilder unter besonderer

Berücksichtigung österreichischer

Meister. Musikergedenkstätten und Pflegestätten

der Musik.

Grundlagen der Musikethnologie (Volksliedkunde).

f) Bildnerische Erziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Praktische bildnerische Arbeit und deren

Theorie

Steigerung der Sensitivität; Entwicklung und

Förderung kreativen Verhaltens ; Reflexion visuell

und haptisch wahrnehmbarer Objekte und Situationen

aus der Position sowohl des Herstellers als

des Betrachters und damit die Förderung des

kritischen Bewußtseins.

Die Elemente bildnerischen Gestaltens unter

physiologischem, psychologischem, anthropologischem

und semiotischem Aspekt.

Funktionen und Ordnungssysteme der Elemente

bildnerischen Gestaltens im gesellschaftlich-

historischen Zusammenhang. Motivierte Auseinandersetzung

mit gegenständlichen und ungegenständlichen

Problemstellungen und Lösungen

und ihren Darstellungsmöglichkeiten. Der

technologische Aspekt.

Kunst und visueller Medienbereich

Grundlagen und Funktionen der Kunst und

des visuellen Medienbereiches.

Einsichten in die kunsttheoretischen und kunstgeschichtlichen

Grundbegriffe.

Vermittlung von Kriterien zur Beurteilung von

Bildaussagen visueller Medien.

Kritische Auseinandersetzung mit der Kunst

des 20. Jahrhunderts und der Rolle des Künstlers

in der Gesellschaft.

Die fachwissenschaftliche und fachpraktische

Ausbildung hat in enger Verbindung mit der

Unterrichtspraxis zu stehen.

Lehrstoff

Der farbige Bereich

Theoretische Grundlagen der Farbe

Verschiedene Aspekte, Funktionen und Ordnungssysteme

der Farbe; die Elemente des farbigen

Gestaltens: Kontrast, Helligkeit, Intensität,

Qualität; der technologische Aspekt: Farbsubstanzen

und Techniken.

Gestalten im farbigen Bereich

Motivierte Auseinandersetzung mit gegenständlichen

und ungegenständlichen Problemstellungen;

Darstellungsmöglichkeiten: flächig,

körperhaft, räumlich, transparent; Verfahren zur

Realisation der Problemstellung: Wachskreidentechnik,

Deckfarbenmalerei, Aquarell, Dispersionsfarben,

Mischtechniken ; experimentelle Verfahren

wie Collage, Decollage, Montage, Demontage.

Der grafische Bereich

Theoretische Grundlagen der Grafik

Verschiedene Aspekte und Funktionen der

grafischen Mittel, die Abstraktionsqualität der

Grafik, die Zeichnung als Mittel zur Sachinformation,

grafische Verfahren und Zwischenverfahren;

der technologische Aspekt: Materialien

der Handzeichnung und der verschiedenen Drucktechniken;

die Elemente des grafischen Gestaltens

Punkt, Linie, Fläche; Form, Schraffur, Material-

und Strukturstrich.

Gestalten im grafischen Bereich

Motivierte Auseinandersetzung mit gegenständlichen

und ungegenständlichen Problemstellungen;

Darstellungsmöglichkeiten: linear,

flächig, transparent, körperlich, räumlich; Verfahren

zur Realisation der Problemstellung

im Bereich der Handzeichnung Bleistift, Filzstift,

Grafitstift, Rohrfeder, Metallfeder, Pinsel, Kohle,

Kreiden; im Bereich der Druckgrafik Linolschnitt,

Holzschnitt, Kaltnadel, Ätzradierung,

Siebdruck, grafische Zwischenverfahren, experimentelle

Verfahren.

Der plastische Bereich

Theoretische Grundlagen der Plastik

Verschiedene Aspekte, Funktionen und Ordnungssysteme

der Plastik, die Elemente des

plastischen Gestaltens: Raum, Volumen, Oberfläche

(flach, kantig, spitz, steil, konkav, konvex,

rauh, glatt, eckig, rund); der technologische

Aspekt: Modellieren, Meißeln, Schnitzen, Treiben,

Schrauben, Kleben, Montieren, Schweißen;

Gestalten im plastischen Bereich

Motivierte Auseinandersetzung mit gegenständlichen

und ungegenständlichen Problemstellungen,

Darstellungsmöglichkeiten : geschlossene

und offene Form, Massen und Raumstrukturen,

konstruktivistische und kinetische

Objekte; Verfahren zur Realisation der Problemstellungen

Treibarbeiten, Montageplastik, Freiplastik,

Reliefplastik, experimentelle Verfahren.

Fotografie

Theoretische Grundlagen der Fotografie

Verschiedene Aspekte der Fotografie als

Medium der visuellen Bildung, fotografisches

Sehen und Komposition; Bereiche: Straight-

Fotos (Dokumentation, Reproduktion, Reportage...);

foto-kreative Arbeiten: Fotogramm,

Fotomontagen u. a.; Technologie: Aufnahmetechnik,

Filmmaterial, schwarz-weiß, negativ-

positiv Prozeß, Fotografie in der Reproduktionsgrafik.

Gestalten im fotografischen Bereich

Aufnahmetechnik in Schwarz-Weiß und Farbe,

Laborpraxis in Schwarz-Weiß

Schriftgestaltung

Theoretische Grundlagen der Schriftgestaltung

Verschiedene Aspekte der Schrift, Entwicklung

von Schrift; Funktion der Schrift und ihre Gestaltung

als Zeichen, Signal, Handschrift, skripturales

Zeichen, Ornament; Anwendungsmöglichkeiten

und Anwendungsbereiche der Schrift;

Elemente der Schriftgestaltung: Form, Rhythmus,

Proportion, Geläufigkeit, Form-Grundbezeichnung;

Lesbarkeit — Verfremdung.

Schriftgestaltung

Ausgangsschrift Antiqua, Übungen in verschiedenen

Anwendungsbereichen und Techniken.

Kunst und visueller Medienbereich

Grundlagen der Kunst und des visuellen Medienbereiches

Wahrnehmungstheoretische Grundlagen, kunsttheoretische

und kunstgeschichtliche Grundbegriffe;

Kunst und Ästhetik, Kunst und Gesellschaft.

Kunstgeschichte unter kunstpädagogischer Sicht

Architektur und Umweltgestaltung : Architektur

der Gegenwart unter Berücksichtigung historischer,

gesellschaftlicher und künstlerischer Gegebenheiten;

Probleme der Grafik, Malerei und

Plastik: Ausgewählte Beispiele aus verschiedenen

Epochen und Kulturen, Längs- und Querschnitte;

Kunst des 20. Jahrhunderts: die Rolle des

Künstlers in der modernen Gesellschaft, Kunstproduktion

— Kunstkonsum; Werkanalysen und

Werkinterpretation, Ausstellungs- und Museumsbesuche,

Kunstreisen; Kunst in Österreich: Besuch

von Museen, Galerien, Werkstätten und

Ateliers, Umweltanalysen in architektonischer und

städtebaulicher Hinsicht, Versuche im Führen.

Visueller Medienbereich

Medienträger, Ästhetische Kommunikation,

Design, Warenästhetik.

g) Werkerziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Theoriebezogene Inhalte

Einsicht in die Problembereiche der Architektur

und Umweltgestaltung, der Technik, des Design

und des Handwerks.

Einsicht in rationalisierte Arbeitsmethoden.

Erwerb fachspezifischen Wissens.

Fachpraktische Inhalte

Die Einsichten, Kenntnisse und Fertigkeiten

sind in praktischer und theoretischer Auseinandersetzung

mit den Lehrinhalten zu gewinnen, wobei

der praktischen Arbeit der höhere Zeitaufwand

einzuräumen ist.

Entwickeln von Fähigkeiten und Fertigkeiten

in den Bereichen des Technischen, Handwerklichen

und des Design.

Förderung von kreativem Verhalten gegenüber

der Konsum-, Wohn-, Arbeits- und Umwelt.

Entwicklung fachspezifischen Denkens.

Verständnis für kategorale Problemstellung zur

Unterrichtserteilung auf allen Schulstufen der

Hauptschule.

Lehrstoff

Theoriebezogene Inhalte

Einblick in die Arbeitswelt und in die technologischen

Arbeitsverfahren

Gewinnung von Einsichten in industrielle und

handwerkliche Fertigungsprozesse und in die

kritische Auseinandersetzung mit den Problemen

Mensch — Maschine — Industrie — Wirtschaft

und Umwelt. Erkenntnis der Folgen der Technik

als Daseinserhöhung und Daseinserniedrigung.

Durch Simulation, visuelle Medien und Exkursionen

ist der Transfer zur Wirklichkeit herzustellen.

Gebrauchsgut und Design

Nutzung von Gebrauchsgegenständen soll

nach Gebrauchswert, Wirtschaftlichkeit, ästhetischer

Qualität, sozialer Funktion, Sinn und Mißbrauch

des Design analysiert und nach den Möglichkeiten

zur Erziehung zum konsumkritischen

Verhalten überprüft werden.

Architektur und Umweltgestaltung

Innerhalb des Sachgebietes reichen die Probleme

vom Wohnraum über die Wohnung zum Wohnhaus,

weiterhin zum Wohnviertel und zur

städtischen und ländlichen Verbauungsform.

Zu berücksichtigen sind : traditionelle und neue

Bauweisen; Wohn- und Lebensbedingungen

(Wohnwert, Nutzwert, Sozialwert und Standortwert);

Einbeziehung der Verkehrsverhältnisse;

Problematik der verbauten Umwelt.

Einführung in die elementare Statik, Mechanik,

Regel- und Steuerungstechnik

Elementare Gesetzmäßigkeiten aus dem Bereich

Statik sowie Verständnis für die Grundprinzipien

der Maschinentechnik (Fahrzeug, Schwimm- und

Flugkörper, Heben und Fördern); Regel- und

Steuerungstechnik sind zu vermitteln.

Technisches Zeichnen

Im technischen Zeichnen sind die einfachen

Risse (Grundriß, Aufriß, Kreuzriß inklusive der

Önorm. Bemaßung, sowie einfache räumliche

Darstellungen) durchzuführen.

Die Werkskizze und die technische Zeichnung

sind als Darstellungsmittel anzuwenden.

Fachpraktische Inhalte

Werkstattpraxis: Papier, Pappe (u. verschiedene

Materialien); Kunststoffe; Holz; Metall; Keramik;

Formen, Abformen, Gießen (Gips, Ton, Beton,

Ytong).

Innerhalb der Werkstattpraxis soll der Studierende

im Umgang mit Werkzeug, Material und

Maschinen elementare Kenntnisse der Werkzeug-

und Materialkunde sowie der Unfallverhütung

erlangen. Einsichten, Kenntnisse und Fertigkeiten

im Design sind zu vermitteln.

Es sollen Verfahren wie Urformen (Gießen)

und Abformen; Trennen (Zerteilen, Abtragen,

Spanen und Zerlegen); Umformen (Falten,

Knicken, Ziehen, Strecken, Biegen); Fügen (lösbare

und nichtlösbare Verbindungen) ; Beschichten

(Anstreichen, Glasieren, Emaillieren) materialspezifisch

eingesetzt werden.

Diese Verfahren sollen vor allem an Objekten

aus den Sachbereichen Gerät, Bau und Maschine

konkretisiert werden.

Projektarbeit: Technisch-konstruktiver und

technisch-funktionaler Bereich.

Die elementaren Kenntnisse aus technischer

Mechanik, Grundlagen der Maschinenlehre, Regel-

und Steuerungstechnik sind die Voraussetzungen

für das Erarbeiten von Projekten im technisch-

konstruktiven und technisch-funktionalen Bereich.

Im technischen Bereich sind Problemlösungen

unter herkömmlich-systematischen sowie kreativen

Aspekten anzustreben.

Projektarbeit: Bauen — Wohnen — Umwelt.

Die Projektarbeit Bauen — Wohnen — Umwelt

soll unter technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen

und ästhetischen Gesichtspunkten

durchgeführt werden.

Die Voraussetzung für das Erarbeiten von

Projekten im Bereich Bauen—Wohnen — Umwelt

bildet das Seminar Architektur und Umweltgestaltung.

h) Leibeserziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Befähigung, einen sachgerechten, den Entwicklungsstand

der Schüler berücksichtigenden

Unterricht aus Leibesübungen an Hauptschulen

zu erteilen.

Kenntnis der wissenschaftlichen Grundlagen der

Leibeserziehung und deren Relevanz für die

Unterrichtspraxis in den Leibesübungen.

Verbessern der motorischen Grundeigenschaften

und Erwerben jener Fertigkeiten, die in

den Ausbildungsbereichen vorgesehen sind; Entwickeln

von Verhaltensweisen und Werthaltungen

sportspezifischer und fachübergreifender Art.

Lehrstoff

Sportpädagogik

Grundbegriffe; Wert- und Bildungsbereiche der

Leibesübungen (des Sports); Strukturprobleme

und Systematiken; Lehrplan — Curriculum.

Sportpsychologie

Entwicklungs- und lernpsychologische Aspekte ;

Methoden der sportpsychologischen Forschung

und ihre Relevanz für die Unterrichtspraxis;

Motivation, Aggression, Transfer im Sport;

Leistung — Leistungssport; Erziehungsstile.

Sportsoziologie

Der Sport in seiner Abhängigkeit von Kultur,

Gesellschaft und Staat; Funktionen des Sports für

diese Systeme; die Sozialstruktur des Sports;

Sport und soziale Probleme (Freizeit, Arbeit,

Kriminalität).

Bewegungslehre

Grundfragen einer allgemeinen Bewegungslehre;

Funktionen und Prinzipien der Motorik;

Bewegungsbeobachtung, Bewegungsmerkmale ;

verschiedene Ansatzmöglichkeiten der Bewegungslehre

(Biomechanik, Sensomotorik).

Funktionelle Anatomie und Physiologie

Skelett- und Organsystem im Hinblick auf die

Bewegungsfunktion; physiologische Bedingungen

für die Leistungs- und Belastungsfähigkeit des

Organismus bei Leibesübungen und Sport.

Erste Hilfe und Hygiene

Praktische Belange der Ersten Hilfe bei Sportverletzungen

und lebensbedrohlichen Zuständen;

Umwelt- und Schulhygiene.

Praxisbezogene Lehrinhalte

Die praktische Ausbildung dient der Steigerung

des eigenen Könnens in den Übungsbereichen

Turnen, Spiele, Leichtathletik, Schwimmen, Eislauf,

Schilauf und Gymnastisch-tänzerische Bewegungskunst

(verpflichtend für Frauen). Dabei

ist auf die didaktisch-methodischen Erfordernisse

des Unterrichtens in der Hauptschule Rücksicht

zu nehmen und der methodische Aufbau der

Übungen des Hauptschullehrplanes, sowie das

einwandfreie Sichern und Helfen zu vermitteln.

Zusätzlich können nach örtlichen Gegebenheiten

weitere Veranstaltungen, vor allem aus

folgenden Bereichen der schulischen Leibesübungen,

eingerichtet werden: Bergwandern,

Gemeinschafts- und Volkstänze, Gymnastik für

Männer, Orientierungslauf, Ringen und Judo,

Rudern, Schilanglauf, Tennis, Trampolinspringen.

i) Sozial- und wirtschaftskundlicher

Studienbereich

Bildungs- und Lehraufgabe

Erschließung der fachspezifischen Denkstrukturen

und Methoden an exemplarisch ausgewählten

Stoffgebieten des gesellschaftlichen, politischen,

kulturellen, wirtschaftlichen und rechtlichen

Bereichs im Zusammenhang mit den

wesentlichen Ereignissen und Wandlungen vom

Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart.

Entwicklung des Verständnisses für die Abhängigkeit

jedes Staatsbürgers von Gesellschaft,

Politik, Kultur, Wirtschaft und Rechtsnormen

wie auch für die Zusammenhänge dieser Lebensbereiche.

Hauptaufgabe der Sozialkunde ist es, die gesellschaftlichen

und politischen Verhältnisse einschließlich

ihrer ökonomischen und kulturellen

Voraussetzungen und Auswirkungen zu analysieren

und zu beurteilen, und zwar nicht primär

unter historischen Gesichtspunkten, sondern im

Hinblick auf die Aufgaben der Gegenwart und

die Tendenzen der Zukunft.

Die Wirtschaftskunde hat die Aufgabe, einzel-

und gesamtwirtschaftliche Kenntnisse als Grundlage

für das Verständnis der wirtschaftlichen

Vorgänge in der österreichischen Volkswirtschaft

und in der Weltwirtschaft zu vermitteln.

Berufspraktische Zielsetzung im Rahmen des

Fachgegenstandes Sozialkunde und Wirtschaftskunde

(einschließlich der Zeitgeschichte) ist die

Fähigkeit, Fünfzehnjährige zu motivieren, daß

sie sich mit den Beziehungsgefügen der gesellschaftlichen,

politischen, kulturellen, wirtschaftlichen

und rechtlichen Umwelt auseinandersetzen;

die Zusammenhänge begreifen; die Wirklichkeit

der Gegenwart als etwas Gewordenes

verstehen und relativieren; sich die Bedingungen

und Wirkungsfelder politischen und wirtschaftlichen

Handelns bewußt machen und zu gesellschaftlichen

und wirtschaftlichen Problemen verantwortlich

Stellung nehmen; die Möglichkeiten

und Grenzen der Verantwortlichkeit für sich

selbst, für die Gemeinschaft, den österreichischen

Staat und die Menschheit erkennen; in demokratischer

Gesinnung an der Gestaltung der

Zukunft, des Friedens und der Völkerverständigung

mitzuwirken bereit sind.

Lehrstoff

Individuum und Gesellschaft

Mensch und Gemeinschaft. Kind, Elternhaus,

Ehe, Familie. Die moderne Bildungsgesellschaft.

Betrieb und Industriegesellschaft der Gegenwart.

Gemeinde, Bezirk, Bundesland.

Wesen und Aufgabe des modernen Staates

Macht, Recht und Gesetz. Allgemeine Rechtsbegriffe.

Rechtsleben und Rechtsfragen des Alltags.

Entstehung, Aufbau und Prinzipien der

österreichischen Verfassung. Politische Meinungs- und

Willensbildung in der Demokratie. Rechtsstaatliche

Demokratie und totalitäre Diktatur.

Internationale Beziehungen und Organisationen;

ihre Aufgaben, Ordnung und Probleme.

Wirtschaftskunde

Der Mensch als Erzeuger, Verteiler und Verbraucher

von Wirtschaftsgütern. Wirtschaftsein-

heiten und Wirtschaftsaggregate. Geld und

Währung. Entscheidungsbereiche der Wirtschaft.

Wirtschaftlicher Kreislauf. Überstaatliche Wirtschaftsorganisationen.

Der Wandel und die Unterschiede der sozio-

ökonomischen Strukturen in zeitlichen und

räumlichen Einheiten. Aktuelle Fragen der Wirtschaft.

Wirtschaftskunde Österreichs

Besondere Berücksichtigungen der österreichischen

Wirtschaftsstruktur, des Strukturwandels,

der Wirtschaftspolitik (Strukturpolitik, Konjunkturpolitik),

der Raumordnung und des Umweltschutzes.

Zeitgeschichte

Die wichtigsten kulturellen, gesellschaftlichen,

wirtschaftlichen und politischen Ereignisse, Entwicklungen

und Wandlungen seit dem Ersten

Weltkrieg und ihre Triebkräfte.

Sozialkundliche und wirtschaftskundliche Exkursionen

Während des Ausbildungsganges sind sozialkundliche

und wirtschaftskundliche Exkursionen

im Ausmaß von sechs bis acht Tagen zu veranstalten.

j) Naturkundlicher Studienbereich

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung von Kenntnissen über Aufbau

und Wirkungsweise wichtiger technischer Geräte

und Einrichtungen unserer Umwelt sowie über

jene physikalischen und chemischen Naturgesetze,

auf denen sie beruhen; über die Entwicklung

und Vielfalt des Lebens auf der Erde; über die

Bedeutung naturwissenschaftlicher Forschung

und technischen Fortschritts für den Menschen

sowie über die damit verbundenen Veränderungen

seiner Umwelt und die Gefahren, die sich

aus diesen Veränderungen ergeben können.

Einsicht in die Sonderstellung des Menschen

in der Natur und seine daraus erwachsende Verantwortlichkeit

gegenüber dem Leben, insbesondere

durch Sicherung der Lebensgrundlagen im

Sinne des Natur- und Umweltschutzes.

Einführung in die Denk- und Arbeitsweisen

von Naturwissenschaft und Technik.

Lehrstoff

Wichtige technische Einrichtungen unserer

Umwelt und ihre physikalischen Grundlagen.

Gewinnung und Verteilung elektrischer Energie

Wasserkraftwerke, kalorische und Kernkraftwerke.

Fernleitung des elektrischen Stromes.

Galvanische Elemente und Akkumulatoren.

Sonnenbatterien.

Elektrische Geräte, Maschinen und Einrichtungen

in Haushalt, Industrie und Landwirtschaft

Schalter, Hausinstallation, Elektromotoren in

verschiedenen Geräten, thermische elektrische

Haushaltsgeräte, Glühlampen und Leuchtstoffröhren,

Kühl- und Klimaanlagen. Gefahren des

elektrischen Stromes, Sicherungen, Schutzerdung,

Trenntrafo, Schutzschalter, Blitzschutzanlagen.

Zähler und Stromkosten.

Nachrichtentechnik

Telefon, Fernschreiber, Sprechfunk, Grundlagen

von Hör- und Bildfunk, Radar. Tonbandgeräte

und Schallplatten. Buchdruck und

Zeitungen.

Verkehrs- und Transportwesen

Straßen-, Bahn-, Schiffs- und Flugverkehrsmittel

und ihre Antriebs-, (Brems-) und Steuerungsmechanismen.

Physikalische und technische

Fragen der Raumfahrt. Physikalische Aspekte

der Verkehrserziehung.

Optische Technik

Fotografie und Film. Mikroskope, Projektionsgeräte

und Fernrohre.

Grundzüge der Regelungs- und Steuerungstechnik

Regelkreissysteme, ihre Elemente und Wirkungsweise

an einigen Beispielen.

Heizungstechnik

Brennstoffe, Heizungsanlagen, Wärmeisolation;

einfache Wärmebedarfsrechnungen. Feuerlöschgeräte.

Physikalisch-technische Aspekte der Wasserversorgung

und der Abwässer

Brunnen, Pumpen, Ortswasserleitung; Kanalisation.

Allgemeine Chemie

Der Aufbau der Materie. Gegenüberstellung

physikalischer und chemischer Vorgänge. Reinstoff,

Element, chemische Verbindung.

Molekülebegriff. Analyse, Synthese,

Chemische Zeichensprache. Atommasse, Mol.

Das Periodensystem der Elemente und Zusammenhänge

mit dem Atombau. Grundgesetze der

Chemie.

Chemische Bindung und Struktur chemischer

Verbindungen.

Elektronegativität, Wasserstoffbrückenbindung.

Wertigkeit.

Chemisches Gleichgewicht, Massenwirkungsgesetz,

Prinzip vom kleinsten Zwang. Löslichkeitsprodukt.

Stöchiometrie.

Säure-Base-Reaktionen, Ionenprodukt, pH-

Wert und Neutralisation, Hydrolyse, Pufferlösungen,

Indikatoren.

Redoxreaktionen, Oxidationszahl, elektrochemische

Reaktionen, Spannungsreihe, Elektrolyse,

galvanische Elemente, photochemische Reaktionen.

Komplexreaktionen. Salze. Erze, Erzaufbereitung,

Anreicherungsverfahren, Verhüttungsmethoden,

Legierungen.

Anorganische Chemie

Einige Nichtmetalle und ihre Gewinnung,

Eigenschaften und wirtschaftliche Bedeutung

Wasserstoff, Sauerstoff, Halogene, Stickstoff,

Schwefel, Phosphor und ihre Verbindungen.

Chemie der Handelsdünger. Silikate (Keramik,

Glas, Email) und Baustoffe.

Einige wirtschaftlich wichtige Metalle und

deren Gewinnung, Eigenschaften und Verwendung

Aluminium, Magnesium; Eisen, Stahl und

Stahllegierungen; Quecksilber; Edelmetalle.

Organische Chemie

Einführung in die Grundlagen der Chemie der

Kohlenstoffverbindungen. Kohlenwasserstoffe

und einige Derivate. Erdöl und Erdölprodukte.

Einige sauerstoffhaltige Verbindungen: Alkohole,

Phenole; Aldehyde, Ketone. Gerbvorgang.

Einige Carbonsäuren und ihre wichtigsten

Derivate: Fette, Seifen, Waschmittel.

Stickstoff- und schwefelhaltige Verbindungen

Nitroverbindungen, Amine und Amide, Aminosäuren.

Sulfonsäuren und Sulfonamide.

Kohlenhydrate, Holz als Rohstoff, Proteine und

Proteide.

Entstehung des Lebens. Ernährung (Zusammensetzung,

Zubereitung, Verdauung und Konservierung

der Nahrungsmittel).

Genußmittel, Suchtgifte. Lebensmittelkontrolle.

Farbstoffe: Lichtabsorption und Zustandekommen

der Farbe; einige Farbstoffe und Färbeverfahren.

Kunststoffe und Kunstfasern: Polymerisate,

Polykondensate, Polyaddukte. Gemeinsame Eigenschaften

hochmolekularer Stoffe. Rohstoffe, Herstellungsverfahren

und Verwendung in Übersicht.

Organische Reaktionen, Stereochemie organischer

Moleküle, Probleme der Strukturbestimmung.

Biologie und Umweltkunde

Lebensvorgänge bei Pflanzen und Tieren

Aufbau der Zelle und Zellvorgänge, Kriterien

des Lebens. Selbständige Zellen und spezialisierte

Zellen. Zellen im pflanzlichen und tierischen Gewebeverband.

Pflanzliche und tierische Organe

und Organsysteme. Grundtypen der Lebewesen;.

Fortpflanzung und Entwicklungsvorgänge bei

Pflanzen und Tieren. Pflanzen- und Tierökologie.

Stoffwechsel. Hormonale Regulation. Sinnesleistungen.

Nervenphysiologie. Bewegung und

Verhalten. Vererbung und Genom-Änderung.

Evolution.

Haustiere und Nutztiere und ihre Haltung und

Zucht. Nutzpflanzen in Feld-, Wald-, Garten-,

Obst- und Weinkulturen. Pflanzenzüchtung.

Schädlingsbekämpfung.

Der geologische Aufbau Österreichs. Wirtschaftlich

nutzbare Minerale und Gesteine.

Natur- und Landschaftsschutz.

Übungen im Erkennen und Bestimmen von

heimischen Mineralien, Gesteinen, Pflanzen und

Tieren.

Einführung in verschiedene Techniken naturwissenschaftlichen

Arbeitens : Beobachten, Untersuchen,

Experimentieren, Gebrauch von Mikroskop

und Mikroprojektor usw.

Gesundheitslehre

Bau und Funktion der Organe des menschlichen

Körpers. Das Werden und Reifen des Menschen.

Physiologische Voraussetzungen der Sexualerziehung.

Humangenetik und Erbhygiene. Grundzüge

der Entwicklungsgeschichte des Menschen.

Gesundheitliche Schäden durch Gewohnheits-,

Rausch- und Suchtgifte. Medikamentenmißbrauch.

Infektions- und Volkskrankheiten. Persönliche

Gesundheitspflege. Öffentliche Einrichtungen zur

Erhaltung der Gesundheit.

Unfallverhütung. Erste Hilfe und Hauskrankenpflege.

Grundtatsachen der Verhaltensforschung mit

besonderer Bezugnahme auf die Verhaltensweisen

des Menschen.

k) Lebens- und berufskundlicher

Studienbereich

Bildungs- und Lehraufgabe

Der Mensch als Individuum und als Mitglied

der verschiedenen Sozietäten sowie als Produzent

und Konsument materieller und geistiger Güter.

Das Zusammenspiel von Freiheit und Ordnung,

von Bedürfnissen und Angeboten, von Rechten

und Pflichten.

Richtungen und Stufen menschlicher Selbstverwirklichung

und Sinnfindung: Verständnis für

Emanzipations- und Sozialisationsprozesse. Berufspraktische

Anforderungen und Berufswahl.

Lebens- und berufskundliche Einsichten in die

Vielfalt von Beziehungen, durch die das Leben

der Jugendlichen bestimmt wird, als Voraussetzung

der gesamten Erziehungsarbeit im Polytechnischen

Lehrgang.

Möglichkeiten einer sinnvollen Konzentration

mit wirtschaftskundlichen, sozialen und religiösen

Fragestellungen im Hinblick auf die wissenschaftlichen

und technischen Bedingungen der bestehenden

und veränderbaren menschlichen Verhältnisse.

Lehrstoff

Lebenskunde

Mensch und Gesellschaft

Der Mensch in der gesellschaftlichen Ordnung.

Familie, Nachbarschaft, Klassengemeinschaft,

Klubs, Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Berufsverbände,

Gemeinde, Land, Staat. Überblick

über die wichtigsten Gesellschaftssysteme und die

Lebensprobleme anderer Völker. Rechtsleben

und Rechtsfragen des Alltags, insbesondere das

Jugendschutzgesetz und das Jugendstrafrecht. Die

öffentliche Meinung und die Mitverantwortung

des einzelnen für sie. Selbstverwirklichung und

Sinnfindung

Das für eine gesunde Lebensführung erforderliche

Wissen aus der Somatologie und Hygiene;

Verständnis für die Fragen richtiger Kleidung,

der Mode und der Schönheitspflege. Fragen der

Sexualerziehung, der Familienführung und der

Wohnungsgestaltung. Freizeitgestaltung und

Kulturkonsum; sinnvolle Verwendung der

Massenmedien. Vertrautheit mit Fragen der

Wirtschaftsführung und der Geldgebarung im

Haushalt sowie des allgemeinen Konsums. Auseinandersetzung

mit Problemen der Berufswahl

und der Arbeitsmoral. Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Pflege des Gemeinschaftslebens.

Berufskunde und Praktische Berufsorientierung

Allgemeine Berufskunde

Vertrautheit mit den Begriffen der allgemeinen

Berufskunde (Beruf, Berufswahl, Berufsinteressen,

Berufsanforderungen, Berufsfelder, Feststellen der

Berufseignung) sowie Einsichten in die Grundlagen

der Arbeitsleistung. Überblick über die gesetzlichen

Grundlagen der Berufsausbildung,

Berufsausbildungsgesetz, Sozial- und Arbeitsrecht

(Grundlagen aus dem Arbeitsvertragsrecht der

Arbeitsverfassung, dem Arbeitsschutz, der Arbeitsgerichtsbarkeit

und der Sozialversicherung).

Kenntnis der beruflichen Organisationen und

Interessenvertretungen. Gewerbebehörden, Kammern,

Arbeitsgerichte, Arbeitsamt und Berufsberatung.

Möglichkeiten der schulischen und

außerschulischen Weiterbildung.

Berufe und Berufsgruppen

Die wichtigsten Berufe der einzelnen Wirtschaftszweige

Berufe in der Land- und Forstwirtschaft, der

Nahrungs- und Genußmittelerzeugung, Textil-

und Bekleidungsberufe, Holzberufe sowie Berufe

der Papiererzeugung und Papierverarbeitung,

Elektroberufe, Metallberufe, Berufe im Bereich

der Chemie, Berufe im Bau- und im Bauhilfsgewerbe,

Handelsberufe, Fremdenverkehrsberufe,

Sozialberufe, Der öffentliche Dienst. Elementares

Wissen über volks- und betriebswirtschaftliche

Zusammenhänge und Begriffe. Konsumentenerziehung.

Vorbereitung und Durchführung berufskundlicher

Betriebsbesichtigungen sowie deren

Auswertung.

FACHDIDAKTIK DES ZWEITEN FACHGEGENSTANDES

a) Fachdidaktik Geschichte

und Sozialkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Geschichte und Sozialkunde

soll einen Einblick in die Theorien der Umsetzung

der Lehrinhalte des Fachgegenstandes in den

Unterricht des Lehrfaches Geschichte und Sozialkunde

der Hauptschule geben und die Beherrschung

des Aufgabengefüges der Planung, Durchführung

und Kontrolle sicherstellen.

Lehrstoff

Weckung des Interesses und Verständnisses für

die Dimensionen des Historischen als Ergebnis

gemeinsamer Erinnerung; als rational erklärbares

Geschehen, das mehr als Veränderung, Wandel

und Entwicklung darstellt; als komplexes Bedingungsgefüge

vieler, sehr unterschiedlicher

Faktoren; als geistige Betätigung, die die Welt

auf besondere Weise zu begreifen sucht; als

Geschichtlichkeit, die jene Schichten aufdeckt,

aus denen die einzelnen Züge des Gegenwärtigen

verständlich werden; als Existenzerfahrung des

Menschen.

Weckung des Interesses und Verständnisses für

die Dimensionen des Sozialen und Politischen

als Ergebnis gemeinsamen Handelns; als Geistes- und

Willenstätigkeit, die die Welt auf besondere

Weise zu verstehen und zu gestalten sucht; als

Vielzahl von Sachbereichen und Sachaufgaben,

die das Leben des einzelnen wie das der Gesellschaft

bestimmen.

Vermittlung von Einsichten in historische, gesellschaftliche,

politische und kulturelle Zusammenhänge

und Befähigung zu selbständigem und

kulturellem Denken und Stellungnehmen.

Hinführung zu einem den Mitmenschen und

der Gemeinschaft gegenüber verantwortungsvollem,

auf demokratischer Gesinnung beruhendem

Handeln, insbesondere im Hinblick

auf Konfliktbewältigung und tolerantes Verhalten,

Friedenserziehung und Völkerverständigung,

Erziehung zum mündigen Staatsbürger.

Kriterien der Unterrichtsvorbereitung und Stoffauswahl

Berücksichtigung der sachstrukturellen Gegebenheit

des Lehrstoffes. Beachtung der psychologischen

Voraussetzungen des Geschichtsverständnisses

im Kind. Lebensverwertbarkeit ge-

schichtlicher und S02ialkundlicher Erkenntnisse,

2. B. Verständnis für das Zeitgeschehen, Einsicht

in die Triebkräfte politischen und sozialen

Handelns, Hilfe beim Aufbau einer Wertwelt im

Schüler, Suche nach besseren Wegen der Daseinsbewältigung

in der Zukunft. Bedeutung und

Übung der schriftlichen und mündlichen Fixierung

der angestrebten Lehr- und Lernziele.

Methoden des Unterrichts in Geschichte und

Sozialkunde

Bedeutung der Motivation für den Geschichtsunterricht.

Formen der Darbietung. Die Erzählung

des Lehrers und ihre technischen Ersatzformen.

Der historische Bericht, das Sachbuch,

die Zeitung als Geschichtsquelle, der Fernsehbericht,

Hörspiele, Schulfunk, das Interview.

Die Geschichtsquelle als Sachobjekt, Text oder

Bild; Lehrwanderungen, Museumsbesuche.

Formen der Erarbeitung im Klassenverband

oder in Gruppen

Die verbalen Arbeitsformen: das entwickelnde

Lehrverfahren, das Unterrichtsgespräch, die

Partnerarbeit, die Diskussion und szenische Darstellung,

das historische Rollenspiel. Die Arbeit

mit Karten, Texten und Bildern. Versuche der

Interpretation. Sachgerechte Auswertung statistischen

Materials. Erstellen und Kommentieren von

Zeitstreifen und zusammenfassenden Übersichten.

Unter Berücksichtigung der Sozialformen ist

eine Erfolgssicherung im Geschichtsunterricht

anzustreben und zielstrebig durchzuführen.

Arbeitsmittel und Medien des Geschichtsunterrichtes

Das Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch; die zeitgeschichtliche

Sammlung; Lehrprogramme;

synoptische Tabellen und Übersichten; Historische

Wandkarten und Wandbilder. Das Tafelbild,

die Tafelskizze, Diapositive, Filme, Tonbänder,

Schallplatten, Schulfunk; Oberhead-Folien im

Überdeckverfahren, Magnetton- und Magnetbildbänder,

die Tonbandkartei.

Kenntnis der Gesichtspunkte für die Beurteilung

und den Einsatz der Arbeitsmittel und

technischen Medien. Aufbau und Wartung der

Lehr- und Arbeitsmittelsammlung.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und anderer besonderer Unterrichtsorganisationen

Besuch historischer Stätten (Vorbereitung und

Auswertung); Denkmalschutz; Museen und Ausstellungen;

Feste und Schulfeiern; der Nationalfeiertag.

Zusammenarbeit mit außerschulischen

Organisationen: Heimatmuseen, Volksbildungsvereinigungen.

Der Lehrer als Heimatforscher.

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen.

b) Fachdidaktik Geographie und Wirtschaftskunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Der Fachdidaktik kommt die Aufgabe zu, Einblicke

in die unterrichtlichen Theorien der Umsetzung

fachspezifischer Bildungsaufgaben und

Lehrinhalte der Geographie und Wirtschatfskunde

zu geben und Voraussetzungen für ein

schulpraktisch anwendbares, methodenbewußtes

Lehrverhalten zu schaffen.

Lehrstoff

Grundzüge der Entwicklung und Stellung der

Geographie als Wissenschaft und Schulfach.

Inhalte, Methoden, Beziehungen zu den Nachbardisziplinen.

Die Bezugswissenschaften der Wirtschaftskunde.

Neue Lernbereiche und Problemfelder.

Aufgaben für die Gesellschaft.

Interpretation der allgemeinen Bildungsziele

und didaktischen Grundsätze des Lehrplanes an

Hauptschulen, der Zielsetzungen und Inhalte für

das Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde.

Analyse, Vergleich und kritische Reflexion

alternativer Lehrplankonzepte. Diskussion von

Geographie-Curricula. Probleme der Lehrstoffverteilung.

Erschließung von Beiträgen der Geographie

und Wirtschaftskunde für politische Bildung

(Weckung des Verständnisses für kommunale,

Staats-, wirtschafts- und weltpolitische Probleme;

Verantwortungsbewußtsein des Menschen gegenüber

der Natur u. ä.).

Aufbereitung und Vermittlung des komplexen

Gefüges der raumbedingten Natur- und Humanfaktoren

an Beispielen.

Aufschließung geographisch-wirtschaftlicher

Grundeinsichten, Strukturen, Prozesse, Regelhaftigkeiten,

Ordnungssysteme, Konflikt- und

Entscheidungssituationen. Einblicke in die

Arbeitswelt des wirtschaftenden Menschen. Berücksichtigung

der für das Fach und in den

Altersstufen spezifischen pädagogisch-psychologischen

und pädagogisch-soziologischen Voraussetzungen.

Auseinandersetzung mit den Unterrichtsformen,

Verfahren und dem Instrumentarium fachspezifischer

Lehr- und Lernmethoden. Vermittlung und

Entwicklung eines methodenkritischen Bewußtseins.

Strategien und Planungswege zu Unterrichtseinheiten.

Didaktische Grundlegung, Formulierung,

Gliederung und Operationalisierung von

Lernzielen. Kriterien thematischer Unterrichtskonzepte

und der stufengemäßen Stoffauswahl.

Gestaltung von Unterrichtsentwürfen. Systematisierung

und Materialisierung des Unterrichtsablaufes.

Probleme der Planung und Realisierung

von Unterricht.

Sensibilisierung für fächerübergreifende Kooperationsmöglichkeiten.

Analyse, Organisation, Einsatz und Auswertung

von audiovisuellen Medien im Fachbereich.

Möglichkeiten des Medienverbundes.

Vermittlung unterrichtsrelevanter Techniken

des Beobachtens, Orientierens, der Arbeit mit

Karten und Globen, der grafischen und zeichnerischen

Darstellung und Herstellung von Arbeitsmitteln.

Vermittlung von Einsichten in die Problematik

der Effizienz von Lernprozessen. Unterrichtsbeobachtung

und Lehrverhalten. Fragen der

Absicherung des Unterrichtsertrages. Analyse,

Differenzierung und Messung von Leistungen.

Kenntnisse der Bestimmungen über die Leistungsfeststellung

und Leistungsbeurteilung im Fachgegenstand.

Entwurf, Durchführung, Analyse

und Auswertung von informellen Tests.

Erschließung von Möglichkeiten eines weiterführenden

fachspezifischen Bildungserwerbs.

Kritische Analyse und Auswertung der Fachliteratur.

Probleme der Lehrerfortbildung.

Kenntnis der Amts- und Sicherheitsvorschriften,

der Voraussetzungen und Probleme des Aufbaues

und der Ausgestaltung von Unterrichtsräumen,

Lehr- und Arbeitsmittelsammlungen.

Organisatorisch, fachlich und methodisch zielführende

Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung

von Schulveranstaltungen (Lehrwanderungen,

Betriebsbesichtigungen, Wandertage,

Schullandwochen u. a.).

c) Fachdidaktik Biologie und Umweltkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik des Unterrichts in Biologie

und Umweltkunde soll einen Einblick in die

Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte des

Fachgegenstandes in den Unterricht Biologie und

Umweltkunde geben und die Beherrschung des

Aufgabengefüges der Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den Lehrplanforderungen

des Gegenstandes Biologie und Umweltkunde

vertraut machen.

Solche Forderungen sind : Erwerben von Formenkenntnissen;

Finden ordnender Gesichtspunkte;

Verknüpfen von Bau und Funktion;

Aufsuchen von Zusammenhängen zwischen

Lebensweise, Lebensraum, Vermehrung und

Verbreitung; Aufzeigen der Bedeutung der

Verhaltensweisen für die Erhaltung der Art;

Ableiten der Regeln für eine gesunde Lebensführung

aus der Erkenntnis der Ganzheitsstruktur

des Menschen; Gewinnen eines Einblicks in den

geologischen Aufbau Österreichs.

Erlernen und Üben der naturwissenschaftlichen

Arbeitsweisen des Betrachtens, Beobachtens,

Untersuchens, Vergleichens und Experimentierens,

des Führens von Protokollen, des Lesens

und Aufsteilens von Tabellen, des Deutens und

Anfertigens abstrakter Darstellungen. Erwerben

der für die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen

notwendigen manuellen Fertigkeiten.

Aufbau und Auswahl des Lehrstoffes gemäß

den jeweils geltenden Lehrplänen sind sachstrukturell

und methodisch auf Grund der

geistigen Fähigkeiten, des Entwicklungsstandes

und der Interessen der Schüler für die einzelnen

Klassen zu erschließen, sowie Kriterien für die

Auswahl zu erarbeiten.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Analyse und Planung

von Lehrstoffverteilungen unter den Aspekten

einer altersgemäßen Behandlung sowie einer

ständigen stufengerechten Erweiterung und Vertiefung

der Lehrinhalte durch alle Schuljahre.

Koordination mit dem Ablauf der Jahreszeiten.

Berücksichtigung der durch die Lage der Schule

gegebenen besonderen Umweltbedingungen. Bezugnahme

zu aktuellen Problemen der Umwelt

und der Volksgesundheit. Beachtung sachlichwissenschaftlicher,

methodisch und organisatorischer

Komponenten sowie der didaktischen

Grundsätze bei der Unterrichtsvorbereitung.

Insbesondere ist das Setzen von Schwerpunkten

sowie das Aufstellen und Operationalisieren von

Lernzielen zu üben.

Unterrichtsmethoden des Unterrichts in Biologie

und Umweltkunde. Individual- und Sozialformen

des Unterrichts: Gruppenunterricht,

Partner- und Einzelarbeit. Arbeit am Objekt.

Arbeitsunterrichtliches Lehrgespräch. Darbietung

durch Lehrer und Schüler. Üben naturwissenschaftlicher

Arbeitsweisen. Arbeit mit Texten

und Arbeitsblättern.

Arbeitsmittel und Medien des Unterrichts in

Biologie und Umweltkunde. Der Einsatz von

Naturobjekten (lebende Pflanzen und Tiere;

Biologien; Holzproben, Skelette und andere

Teile von Pflanzen und Tieren; Minerale, Gesteine

Fossilien), von Präparaten verschiedener Art,

von gegenständlichen Darstellungen (Lauf- und

Stehbilder, Wandtafeln, Tafelzeichnungen), von

Symbolen (Modelle, Skizzen, schematische Darstellungen

größerer Zusammenhänge). Anlegen

und Instandhalten von Schau- und Arbeitssammlungen.

Sinn des Sammeins und richtig

gelenkte Sammeltätigkeit. Bedeutung einer ortskundlichen

Sammlung. Anfertigen von Frisch-

und Dauerpräparaten. Einrichten und Pflegen

von Aquarien und Terrarien. Durchführung von

Keimversuchen. Pflege von Zimmerpflanzen.

Gestalten von Ausstellungen.

Spezifische Beiträge des Unterrichts in Biologie

und Umweltkunde zu umfassenden Bil-

dungs- und Lehraufgaben der Hauptschule.

Vermitteln von Grundwissen und Grundeinsichten

als Beitrag zum Aufbau eines Weltbildes.

Positive Einstellung zum Lebendigen,

Achtung vor der Eigenart jeden Lebewesens,

Liebe zur Natur. Verantwortlichkeit gegenüber

dem Leben; Selbstverständnis des Menschen;

Verständnis für die Umweltverhältnisse und

Fähigkeit, sie kritisch zu beurteilen. Einflüsse

der Technik auf die Landschaft. Entwicklung

eines Umweltbewußtseins.

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen im Unterricht in

Biologie und Umweltkunde. Schülerbeobachtung,

Schülermitarbeit, Schülereinstellung bei der Erarbeitung

neuer Erkenntnisse, Arbeitshaltung

des Schülers, informelle Tests, schriftliche und

mündliche Wiederholungen.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und besonderen Unterrichtsveranstaltungen.

Lehrausgänge zu verschiedenen

Jahreszeiten. Tiergartenbesuche. Museums- und

Ausstellungsbesuche. Besuche von Einrichtungen

des Umweltschutzes. Schullandwochen.

d) Fachdidaktik Physik und Chemie

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik soll einen Einblick in die

Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte des

Fachgegenstandes in den Physik/Chemie-Unterricht

der Hauptschule geben und die Beherrschung

des Aufgabengefüges der Vermittlung

sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik hat mit den einzelnen Teilaufgaben

des Physik/Chemie-Unterrichts an der

Hauptschule vertraut zu machen. Solche Teilaufgaben

sind: die Schüler zu lehren, Vorgänge

in der Umwelt auch unter physikalischem oder

chemischem Aspekt zu sehen; den Schülern

zu helfen, Erfahrungen zu machen und Kenntnisse

zu erwerben über Einzelphänomene in der

Natur und deren kausale Verknüpfung sowie

über Zweck und Aufbau technischer Einrichtungen;

dieses Wissen in einer Struktur aus

Begriffen, Gesetzen, Theorien und Modellvorstellungen

zu ordnen und für Erklärungen und

Voraussagen im Zusammenhang mit neuen

Beobachtungen anwenden zu lernen; die Alltagssprache

allmählich durch eine präzisere Fachsprache

zu ergänzen und an einigen Beispielen

zu erfahren, was die Mathematik für die Formulierung

von Gesetzen leistet; die Wirkungsweise

technischer Geräte und Einrichtungen sowie

wichtige technische Prozesse mit Hilfe physikalischer

und chemischer Gesetze erklären zu

lernen; durch möglichst selbständiges Entdecken

bzw. Nacherfinden die besonderen Methoden

der Naturwissenschaften und der Technik kennenzulernen

und die Äußerung kreativer Verhaltensweisen

als befriedigend zu erleben (z. B. Hypothesen

finden und prüfen); frühzeitig grundlegende

wissenschaftliche Einstellungen zu erwerben,

von denen erwartet wird, daß sie auch

im gesellschaftlichen Leben von Nutzen sind

Objektivität, Suspension des Urteils u. a.; in

ersten Ansätzen über Ziele, Ergebnisse, Methoden,

Möglichkeiten und Grenzen sowie über

die Bedeutung von Naturwissenschaft und Technik

für den Menschen zu reflektieren.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und

methodisch für die einzelnen Klassen zu erschließen.

Ein besonderes Gewicht ist auf eine enge Verbindung

mit Beobachtungen und Erfahrungen

aus dem Alltag sowie auf eine ausreichende

experimentelle Fundierung zu legen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Möglichkeiten der Aufteilung

des Lehrstoffes auf größere und kleinere

Zeitabschnitte innerhalb eines Schuljahres und

dabei zu beachtende Kriterien: Konzentration

mit anderen Fächern, jahreszeitliche Bedingungen,

Gewichtung der Inhalte, Einplanen von Zeiträumen

für Wiederholung, Übung und Ergebniskontrolle

u. a.

Vorschläge für die Gestaltung in bezug auf

Inhalte und äußere Struktur (Sachanalyse als

Struktur des Inhalts, Begründung und Formulierung

präziser und konkreter, wenn möglich

überprüfbarer Lernziele und Verwendung der

angebotenen Möglichkeiten ihrer Klassifikation;

Verlaufsplanung usw.). Praxisnahe Formen der

täglichen Unterrichtsvorbereitung.

Unterrichtsmethoden des Physik/Chemie-

Unterrichts. Grundlage für die methodischen

Überlegungen ist die Struktur der Erkenntnisse

und Erkenntniswege in Physik und Chemie.

Neben motivations-, denk- und lernpsychologischen

Erkenntnissen sind vor allem auch

Aspekte des sachstrukturellen Entwicklungsstandes

mit zu berücksichtigen sowie didaktische

Grundsätze der Unterrichtsgestaltung und Ergebnisse

der empirischen Unterrichtsforschung zur

Effektivität von Unterrichtsmethoden im Physik/

Chemie-Unterricht: Konzeptionen und Ansätze

für den Physik/Chemie-Unterricht. Artikulationsschemata

für Grundformen der Erstbegegnung,

der Wiederholung, Übung und Anwendung im

Unterricht. Sozialformen, ihr didaktischer Ort

und ihre Organisation im Physik/Chemie-Unterricht

Einzel-, Partner-, Gruppen- und Klassenarbeit

(insbesondere Schülergruppenexperiment,

Unterrichtsgespräch). Möglichkeiten der Differenzierung

im Physik/Chemie-Unterricht. Einsatzmöglichkeiten

der programmierten Instruktion.

Bedeutung des Lehrerverhaltens für bestimmte

Realisationsformen des Physik/Chemie-Unterrichts.

Arbeitsmittel und Medien im Physik/Chemie-

Unterricht. Kenntnis von Demonstrations- und

Schülerexperimentiergeräten. Tafeln und Wandbilder.

Lehrmittel: Kenntnis der approbierten Lehr-,

Lern- und Arbeitsbücher. Ihre Funktion im

Unterricht. Kriterien für ihre Beurteilung.

Technische Medien: fachspezifische Aspekte

ihres Einsatzes (Dia- und Overhead-Projektor, Episkop,

Stumm- und Tonfilm u. a.).

Aufbau und Instandhaltung der Lehrmittelsammlung

(Organisation der Geräte und Materialien

im Sammlungsraum). Kenntnis der Sicherheitsvorschriften

für die Aufbewahrung und

Handhabung giftiger, explosions- und feuergefährlicher

Stoffe. Modelle zur Einrichtung von

Unterrichts räumen für den Physik/Chemie-Unterricht.

Kriterien für die Beurteilung der Funktionstüchtigkeit.

Spezifische Beiträge des Physik/Chemie-Unterrichts

zu umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben

der Hauptschule.

Überlegungen zur Begründung und Rechtfertigung

des physikalisch-chemisch-technischen

Unterrichts.

Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen des

Physik/Chemie-Unterrichts, an der Erreichung

von Globalzielen mitzuwirken, wie Kommunikations-

und Handlungsfähigkeit und -bereitschaft,

Kritik- und Urteilsfähigkeit, Verantwortungs-

und Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft,

Fähigkeit und Bereitschaft zu Veränderung

u. a.

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen im Physik/Chemie-

Unterricht.

Unterrichtspraktische Organisationsformen ;

Vorteile, Schwierigkeiten und Grenzen der

Messung und Beurteilung mündlicher Schülerleistungen.

Kenntnis verschiedener Antwortformen

für informelle Tests sowie von Kriterien

ihrer Einsatzmöglichkeiten. Erstellen, Auswerten

und Beurteilen informeller Tests zur

Prüfung der Lernzielklassen Wissen, Verstehen

und Anwenden sowie von Funktionszielen.

Schülerleistungen als Grundlage für die Zeugnisnote.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten für

Lehrausgänge und andere besondere Formen

der Unterrichtsorganisation.

Lehrausgängen, Betriebsbesichtigungen, Beobachtungen

und Experimente im Freien; ihre

didaktische Begründung, ihre Vorbereitung,

Durchführung und Auswertung.

e) Fachdidaktik Musikerziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Musikerziehung hat das

Grundlagenverständnis zu vermitteln, das dazu

befähigt, die Lehrinhalte des Unterrichtsgegen-

Musikerziehung an der Hauptschule in die Unterrichtspraxis

umzusetzen.

Die Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten

der Fachdidaktik hat insbesondere folgende

Ziele

Erkennen der Wechselwirkungen und der Zusammenhänge

zwischen Stoffauswahl und Methodenwahl

unter Beachtung schulorganisatorischer

Gegebenheiten; didaktische und methodische

Analyse von Unterrichtssequenzen; methodische

Erschließung und Variation didaktischer Ansätze;

Anwendung methodischer Modelle auf unterschiedliche

didaktische Inhalte.

Lehrstoff

Die Teilbereiche des Unterrichtsgegenstandes

Musikerziehung und deren mögliche Verflechtung

innerhalb von Unterrichtseinheiten durch entsprechende

didaktische Auswahl und methodische

Formgebung.

Musikpflege

Singen und Musizieren in den vielfältigen

Formen der Wiedergabe und des schöpferischen

Umgangs im vokalen, instrumentalen und tontechnischen

Bereich.

Musikkunde

Lernstoffe mit kognitiven Lernzielen als Noten-,

Melodie-, Harmonie- und Formenlehre, Musikgeschichte

und Werkkunde; Inhalte, die durch

Lebensnähe und Aktualitätsbezug Lernmotivationen

schaffen und deren methodische Erschließung;

Notenschrift und Notationsweisen als

methodische Hilfen der optischen Wahrnehmung

des Klanggeschehens für das Singen; Musizieren

und Hören; musikhistorische und kulturkundliche

Aspekte zur Verstärkung der Motivation beim

Singen, Musizieren und bei aktivem Hörverhalten.

Musikhören

Musikhören als Bildungsinhalt, als Freizeitverhalten

und als Mittel zur Einübung kritischen

Hörverhaltens.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und methodisch

für die einzelnen Schulstufen zu erschließen.

Die Lehrplanbestimmungen als Ausgangspunkt

für didaktische Modelle und unterschiedliche

Lehrwege (einschließlich der Freigegenstände

Chorgesang und Spielmusik).

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Vorbereitung und

Nacharbeit. Konkretisierung und Operationalisierung

von Lernzielen. Methodische und didaktische

Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung.

Jahreslehrstoffverteilung, Unterrichtsplanung (einschließlich

der Freigegenstände).

Unterrichtsmethoden der Musikerziehung

Wichtige fachterminologische Begriffe der

Musikdidaktik. Einführung in das Studium und

den ständigen Gebrauch der Fachliteratur und

der Fachzeitschriften. Methodische Modelle zur

unterrichtspraktischen Erschließung von musikkundlichen

Begriffen. Methodisch-didaktische

Problemkreise zu den Funktionsfeldern Musikpflege

und Musikhören, aufgezeigt an folgenden

unterrichtspraktischen Situationen: Singen im

Dienste der Werkbegegnung (stimmlicher Mit-

und Nachvollzug) und der Liederarbeitung (nachschöpferische

Synthese); Möglichkeiten der

vokalen und/oder instrumentalen Mehrstimmigkeit;

das spontane Singen; Stimmschulung, Anleitung

zur Behandlung von Stimmhemmungen,

Singen mit Mutanten.

Der Einsatz der Lehrer- und Schülerinstrumente

in Verknüpfung mit Singen und Musikhören;

die Einsatzmöglichkeiten und methodischen

Grundlagen des Orff-Instrumentariums; Geräusch-,

Schall- und Klangexperimente; schöpferischer

Umgang mit elektro-akustischen Geräten.

Lehrverfahren und Lehrwege zum „bewußten"

Musikhören; traditionelle entwicklungspsychologisch

und bildungstheoretisch orientierte Lehrwege

und medienpädagogisch ausgerichtete didaktische

Ansätze und deren methodische Modelle.

Arbeitsmittel und Medien der Musikerziehung

Anleitung zur Analyse und zum kritischen Vergleich

von Lehrwerken und Liedsammlungen;

Lern-, Arbeits- und Anschauungsmittel und ihr

methodengerechter Einsatz (Notenflanell,

Glockenturm, Tafelbild, Tonband, Schallplatte,

Dias, Overheadprojektor, Schulfunk, Schulfernsehen);

Instandhaltung von Instrumenten, Aufbaumöglichkeiten

eines Orff-Instrumentariums ;

Auswahlkriterien bei der Anschaffung von elektroakustischen

Geräten; Anleitung zum Aufbau einer

Diskothek, Phonothek; Herstellen von Hörmaterialien

mit einfachsten Mitteln (Speicherung,

Katalogisierung, Montage).

Die allgemeinen Bildungsziele und didaktischen

Grundsätze des Lehrplanes der Hauptschule und

ihre anteilige Verwirklichung in den Bildungs- und

Lehraufgaben des Unterrichtsgegenstandes

Musikerziehung (z. B.: Teilnahme am Kulturleben,

Gemeinschaftserziehung, Konsumerziehung,

Medienpädagogik, Freizeitverhalten).

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen. Lernzielorientierte

Tests, Übungs- und Arbeitsblätter zur Lernkontrolle,

Kriterien ihrer Verwendbarkeit für die

fachspezifischen Probleme der Benotung; Begabung,

Motivation, Arbeitshaltung und

Leistungswille in den Teilbereichen der Musikerziehung

und ihr Stellenwert zur Ermittlung

der Gesamtnote; einschlägige Vorschriften über

Prüfen und Klassifizieren.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und anderen besonderen Unterrichtsveranstaltungen.

Planung, Vorbereitung, methodische Erschließung

und Auswertung von Hörerziehungsstunden

und Konzertbesuchen; das Österreichische

Jugendsingen; der Anteil der Musikerziehung bei

Schullandwochen, Wandertagen, Schikursen sowie

bei der Fest- und Feiergestaltung des schulischen

und öffentlichen Lebens; Möglichkeiten

der Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen

der Jugenderziehung (Theater der

Jugend, Musikalische Jugend, Schallplattenklub,

Musikschulen und Volkshochschulen, Jugendzentren).

f) Fachdidaktik

Bildnerische Erziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Bildnerische Erziehung soll

einen Einblick in die Theorien der Umsetzung

der Lehrinhalte des Fachgegenstandes in den

Unterricht aus Bildnerischer Erziehung an der

Hauptschule geben und die Beherrschung des

Aufgabengefüges der Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik hat mit den einzelnen Teilaufgaben

des Unterrichts aus Bildnerischer Erziehung

an der Hauptschule vertraut zu machen

Erarbeitung und Anwendung eines strukturalen

Instrumentariums, um die bildnerische Sprache

als Ausdruckstechnik gebrauchen zu können;

um an der bildnerischen Kultur reflektierend teilnehmen

zu können und eine den bildnerischen

Bereichen entsprechende Verhaltensweise zu entwickeln.

Orientierung, Kritik und Veränderungsfähigkeit

im Umweltbereich. Die Rolle des Menschen

als Produzent und Konsument von ästhetischen

Objekten.

Psychologische, anthropologische, soziologische

und kunstpädagogische Grundlagen der Bildnerischen

Erziehung im Kindes- und Jugendalter.

Kunstpädagogische Theorien.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und

methodisch für die einzelnen Klassen zu erschließen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Beschreibung und Konstruktion

plangebundener und effektiver Lehr-

und Lernprozesse in der Bildnerischen Erziehung;

kognitive, affektive und sensumotorische Verhaltenserwartungen;

Lernzielkatalog im kognitiven

und sensumotorischen Bereich; Probleme

der praktischen Erarbeitung des strukturalen

Instrumentariums ; Erörterung bildnerischer

Problemlösungen und ihrer Bedingungen in verschiedenartigen

Objekten; Problemfindung —

Problemstellung; Abhängigkeit der didaktischen

Entscheidungen von anthropologischen, psychologischen

und sozio-kulturellen Bedingungen;

Situationsanalyse, Verhaltensanalyse und Sachanalyse

und deren Zusammenhänge; Material

und Verfahrensaspekte, strukturale Aspekte, Frage

der Organisation.

Unterrichtsmethoden der Bildnerischen Erziehung.

Entscheidungen und Maßnahmen des

Lehrers, die auf ein Erlernen der bildnerischen

Denkart und des bildnerischen Handelns zielen.

Diese Maßnahmen beziehen sich auf kognitives

und sensumotorisches Strukturieren, auf

Strukturieren-Kommunizieren-Produzieren und

auf den Zusammenhang von Prozeß und Produkt,

von Lernprozeß und kreativem Prozeß.

Methodenkonzept, Aktionsform, Sozialform

und deren Zusammenhang.

Arbeitsmittel und Medien der Bildnerischen

Erziehung. Lehr-Lern-Medien als Präsentationsmedien;

Lehr-Lern-Medien als Realisationsmedien.

Spezielle Beiträge der Bildnerischen Erziehung

zu umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben

der Hauptschule. Gestaltung von Festen,

Feiern; Ausstellungen; Veränderung und Ausgestaltung

von Räumen; Bühnen- und Kostümgestaltung

im Zusammenhang mit Theateraufführungen

u. a.

Messung und Beurteilung von Schülerleistungen

im kognitiven und pragmatischen Bereich; Bewertungskriterien

Sachliches Können im Bereich

der handwerklich-technischen und der bildnerischen

Inhalte, Arbeitsmethoden, antizipatorische

Fähigkeiten.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und anderer seltener Unterrichtsanlässe.

g) Fachdidaktik Werkerziehung

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Werkerziehung soll einen

Einblick in die Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte

des Fachgegenstandes in den Werkunterricht

der Hauptschule geben und de Beherrschung

des Aufgabengefüges der Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Werkunterrichtes an der Hauptschule

vertraut machen

Gebrauchsform/Plastik — Design. Fähigkeiten

zur Gestaltung und Beurteilung im Hinblick

auf Form-, Farb- und Oberflächenwirkung; Beziehung

zwischen Form und Funktion, auch im

Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit.

Bauen — Wohnen — Umweltgestaltung, insbesondere

in Beziehung zu Wohn- und Lebensbedingungen.

Einsichten in räumliche, körperhafte

und statische Sachverhalte; Probleme der

Wohn- und Umweltgestaltung.

Technisch-funktionaler Bereich. Einsichten in

statische und kinetische Sachverhalte; Funktion

und Arbeitsweise einfacher Maschinen.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils

geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und

methodisch für die einzelnen Klassen zu erschließen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Sichtbarmachen der Abhängigkeit

von Form — Funktion — Fertigung

bei der Erstellung von Werkaufgaben.

Vorstrukturieren von Problemen unter den

Gesichtspunkten des materialtechnologischen,

technisch-funktionalen und formalästhetischen

Aspektes. Lösung technischer Probleme durch

praktisches Handeln in den Bereichen der Formgebung

und den technisch-funktionalen Bereichen.

Disponibilität zur Systembildung bei der Beurteilung

technischer Objekte. Spezifisches Problemlösungsverhalten

bei technischen Werkaufgaben.

Berücksichtigung anthropogener, psychologischer

und soziokultureller Bedingungen. Abhängigkeit

von Material, Werkzeug und Verfahren bei der

Realisierung von technischen Lösungsgestalten.

Unfallverhütung.

Unterrichtsmethoden des Werkunterrichtes.

Intentionale Maßnahmen zum Anbahnen technischen

Denkens und Handelns. Konstruktive

und operative Fertigkeiten. Analyse von Aufgabensituationen

und Synthese von Lösungselementen.

Entwicklung technischer Kreativität

und technischen Problemlösungsvermögens. Vermittlung

von Verhaltensmodellen für die Lösung

technischer Problemsituationen. Aufbau von

Bezugssystemen zur Beurteilung von Technik.

Arbeitsmittel und Medien des Werkunterrichts.

Materialien, Werkzeuge, Maschinen und Baukastensysteme

für die Realisation technischer

Lösungsgestalten. Technische Geräte als Demontagemedien.

Technische Objekte zur Transfer-

und Systembildung. Ingenieur-, Architekten-

und Werkerzeichung als Lösungskonzepte. Audio-

visuelle Medien für den Wirklichkeitsbezug.

Spezifische Beiträge des Werkunterrichtes zu

umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben der

Hauptschule. Berufsorientierung und Freizeitgestaltung.

Umgang mit technischem Gerät.

Geschmacksbildung. Gestaltung von Ausstellungen,

Klassenräumen und Wandkästen. Erziehung

zum kritischen Konsumverhalten.

Messung und Beurteilung mündlicher und

schriftlicher Schülerleistungen im Werkunterricht.

Analytische Beurteilung komplexer Werkaufgaben

(Kategorienbildung). Engagement des

Schülers. Sachgemäße Verwendung von Material

und Werkzeug. Idee und Realisation. Korrespondierende

Bedeutung von Alterslage, Werkverfahren

und Problemsituation. Arbeitstugenden

mit besonderer Verpflichtung zur Verantwortung,

Vollendungstendenz und Werkfreude.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und anderer besonderer Unterrichtsorganisationen.

Konfrontation mit dem

technischen Objekt und Gerät. Einsichten in

Fertigungsprozesse. Beobachtungsfähigkeit, Detailwissen,

Begriffs- und Systembildung, Aktualisierung

von Kenntnissen.

h) Fachdidaktik Leibeserziehung

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Fachspezifische Unterrichtsprinzipien.

Lernziele und Lerninhalte: sportmotorische

Eigenschaften und Fertigkeiten, sportspezifische

und fachübergreifende Verhaltensweisen und

Werthaltungen; Ausgleich und Kondition, Formen,

Leisten, Spielen und Tanzen.

Struktur des Lehr- und Lernprozesses.

Methodische Verfahren und Maßnahmen

induktives, deduktives, synthetisches, analytisches

Verfahren; Ganz-Teil-Ganz-Methode; methodische

Reihen, programmierter Unterricht; Lehr-

und Lernhilfen, Sichern und Helfen.

Organisation des Unterrichts: Aufstellungs- und

Betriebsformen.

Planen (Analyse) des Unterrichts: Inhaltsplanung

— Lehrplan, Schulplan, Lehrstoffverteilung;

methodische Planung — Lernprozeßabschnitt,

Lehrmethode, Lehr- und Lernhilfen;

Organisationsplanung — Aufstellungsformen,

Übungsablauf, Betriebsformen; Stundenbild.

Kontrolle des Unterrichts: sportmotorische

Tests, Leistungserhebung, audiovisuelle Medien,

Schülerbeurteilung.

Intensivieren des Unterrichts : Organisatorische

Maßnahmen — Betriebsformen, Übungsablauf;

methodische Maßnahmen — Differenzieren,

Individualisieren.

Planen und Durchführen von Wettkämpfen,

Wettspielen, Wandertagen und Schikursen.

Leibesübungen unter erschwerten Bedingungen.

Unfallverhütung.

Fachspezifische Gesetze, Erlässe und Verordnungen;

Fachliteratur.

i) Fachdidaktik des sozial- und Wirtschaftskundlichen

Studienbereiches

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik Sozialkunde und Wirtschaftskunde

(einschließlich der Zeitgeschichte) soll

einen Einblick in die Theorien der Umsetzung

der Lehrinhalte des Fachgegenstandes in den

Sozial- und Wirtschaftskundeunterricht des Polytechnischen

Lehrganges geben und die Beherrschung

des Aufgabengefüges der Vermittlung

sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Sozialkunde- und Wirtschaftskundeunterrichtes

im Polytechnischen Lehrgang vertraut

machen. Solche Teilaufgaben sind

Kenntnis und Interpretation der im Lehrplan

aufgezeigten Sachkreise. Weckung des Interesses

und Verständnisses für die gesellschaftlichen,

politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und

rechtlichen Dimensionen des Lebens als Ergebnis

gemeinsamen Handelns; als Geistes- und Willenstätigkeit,

die die Welt auf besondere Weise zu

verstehen und zu gestalten sucht; als Vielzahl

von Sachbereichen und Sachaufgaben, die das

Leben des einzelnen wie das der Gesellschaft

bestimmen.

Anleitung zu dem Bestreben, aus der Zeitgeschichte

zu lernen, um die Gegenwart besser

zu verstehen.

Erarbeitung sozialkundlicher und wirtschaftskundlicher

Grundbegriffe und Grundeinsichten.

Vermittlung von Einblicken in gesellschaftliche,

politische, kulturelle, historische und wirtschaftliche

Zusammenhänge.

Vermittlung von Einsichten in Wirtschaftsstrukturen,

Wirtschaftsabläufe und Wirtschaftsordnungen.

Befähigung zu selbständigem sozialkundlichem

und wirtschaftskundlichem Denken und eigener

Stellungnahme.

Erschließung der Arbeitswelt des wirtschaftlichen

Menschen.

Erziehung zu volkswirtschaftlich bewußtem

Verhalten.

Hinführen zu einem den Mitmenschen und

der Gemeinschaft gegenüber verantwortlichem,

auf demokratischer Grundlage beruhendem

Handeln.

Probleme der Stoffverteilung. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Berücksichtigung der

sachstrukturellen Gegebenheiten des Lehrstoffes.

Rücksicht auf die psychologischen Voraussetzungen

des Geschichtsverständnisses bei Fünfzehnjährigen.

Auswertung von interessens- und

leistungsbedingten Motivationen sozialkundlichen

und wirtschaftskundlichen Erkennens und Lernens.

Die Lebensverwertbarkeit geschichtlicher

Erkenntnisse (Verständnis für das Zeitgeschehen;

Möglichkeiten der Austragung von Konfliktsituationen;

Politische Bildung; Hilfe beim Aufbau

einer Wertwelt im Schüler). Analyse und

Planung von Unterrichtsbeispielen (Organisatorische

und methodisch-didaktische Möglichkeiten

der Unterrichtsvorbereitung; Form und

Gestaltung der Unterrichtsentwürfe; Sichtung

und Auswahl von Rechtsfällen des Alltags nach

Aktualität und Schülerrelevanz eines Falles.)

Nachbereitung sozialkundlicher und wirtschaftskundlicher

Unterrichtsstunden.

Unterrichtsmethoden des Sozialkunde- und

Wirtschaftskundeunterrichtes. Aktionsformen

(Diskussion, Interview, Befragung, Aussprachen,

Vorträge mit Anfragen, Planung von Unterrichtsveranstaltungen

und Exkursionen im Rahmen

des Schulgemeinschaftsausschusses, sozialkundliche

und wirtschaftskundliche Exkursionen).

Arbeitsformen (Fallmethode, Brainstorming, Rollenspiel,

Planspiel). Sozialformen (Einzel-, Partner-,

Gruppen- und Klassenarbeit). Sachgerechte

Auswertung von Statistiken (Volkszählungen,

Gemeindeerhebungen). Anleitung zur Führung

einer gegenwartskundlichen Mappe.

Arbeitsmittel und Medien für den Sozialkunde-

und Wirtschaftskundeunterricht (einschließlich

der Zeitgeschichte). Interpretation der jeweiligen

Lehr-, Lern- und Arbeitsbücher. Sichtung und

Auswertung einschlägiger Fachliteratur. Anlegung

einer zeitgeschichtlichen Sammlung. Einsatz

von Lehrprogrammen. Analyse, Einsatz und

Auswertung audiovisueller Unterrichtsmedien.

Probleme des Medienverbundes.

Spezifische Beiträge des Sozialkunde- und

Wirtschaftskundeunterrichtes zu umfassenden

Bildungs- und Lehraufgaben des Polytechnischen

Lehrganges. Erziehung zum mündigen und verantwortungsbewußten

Staatsbürger im Rahmen

einer umfassenden politischen Bildung, und zwar

besonders Konfliktbewältigung und Toleranz,

Erziehung zu Friedens- und Freiheitsliebe,

Heimat- und Weltverständnis. Weckung des Verständnisses

für kommunal-, Staats-, wirtschafts-

und weltpolitische Probleme. Anleitung zu verantwortlichem,

sozialem Verhalten und richtigem,

wirtschaftsbewußtem Handeln. Weckung des

Verständnisses für dauernde Fort- und Weiterbildung.

Erschließung von Methoden des selbständigen

Bildungserwerbs.

Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung

mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen.

Leistungsfeststellungen aus der ständigen Beobachtung

der Mitarbeit der Schüler im Unterricht;

mündliche Leistungsfeststellungen; schriftliche

Leistungsfeststellungen; Entwicklung informeller

Tests; Verwendung von Arbeitsblättern.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen, Wandertagen, Schulschikursen,

Exkursionen, Schullandwochen („Wien-Aktion")

und sonstiger Unterrichtsveranstaltungen. Fachspezifische

Planung, Organisation, Durchführung

und Auswertung.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen

und Institutionen, insbesondere der

außerschulischen Jugenderziehung und der Erwachsenenbildung.

Probleme der Jugendgerichtsbarkeit und des

Strafvollzuges.

j) Fachdidaktik des naturkundlichen

Studienbereiches

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Die Fachdidaktik soll einen Einblick in die

Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte der betreffenden

Fachbereiche in den Unterricht im

Polytechnischen Lehrplan geben und die Beherrschung

des Aufgabengefüges der Vermittlung

sicherstellen.

Allgemeine Bildungsaufgaben der Unterrichtsgegenstände

„Naturkundliche Grundlagen der

modernen Wirtschaft" und „Gesundheitslehre"

sowie spezifische Beiträge des naturwissenschaftlich-

technischen Unterrichts zu umfassenden

Bildungszielen des Polytechnischen Lehrganges.

Sachstrukturelle und didaktische Erschließung

des Lehrstoffes gemäß den jeweils geltenden

Lehrplänen. Probleme und Kriterien der Auswahl

und Anordnung des Lehrstoffes. Die didaktische

Analyse von Unterrichtsinhalten an einigen

Beispielen. Anthropogene Bedingungen des

naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts und

die besonderen Aspekte des sachstrukturellen

Entwicklungsstandes der Schüler im Polytechnischen

Lehrgang.

Didaktische Grundsätze der Unterrichtsgestaltung;

Konzeptionen und Ansätze für den naturwissenschaftlich-

technischen Unterricht unter

wirtschaftlichem Aspekt; Möglichkeiten der Berücksichtigung

motivations-, lern- und denkpsychologischer

Erkenntnisse; Artikulationsschemata

für die Organisation verschiedener

Lernsituationen; Lehr- und Sozialformen und

ihr didaktischer Ort im naturwissenschaftlichtechnischen

Unterricht; Formen der Differenzierung

sowie Einsatzmöglichkeiten der programmierten

Unterweisung; die Bedeutung des

Lehrerverhaltens für bestimmte Realisationsformen

des naturwissenschaftlich-technischen

Unterrichts im Polytechnischen Lehrgang.

Fächspezifische Aspekte des Einsatzes von

Experimenten, Tafeln, Wandbildern, Lehr- und

Arbeitsbüchern; deren Funktion im Unterricht;

Kriterien für ihre Beurteilung; der Einsatz von

Projektoren, Filmen u. a. Aufbau und Instandhaltung

der Lehrmittelsammlung.

Kenntnis der Sicherheitsvorschriften für die

Aufbewahrung und Handhabung giftiger, explosions-

und feuergefährlicher Stoffe. Modelle

zur Einrichtung von naturwissenschaftlichen

Unterrichtsräumen.

Probleme und Formen der Messung und Beurteilung

mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen.

Elemente und Kriterien der Unterrichtsplanung

sowie Hilfen für ihre Gestaltung, insbesondere

als praxisnahe Formen der täglichen Unterrichtsvorbereitung.

k) Fachdidaktik des lebens- und berufskundlichen

Studienbereiches

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Didaktik des lebens- und berufskundlichen

Studienbereiches soll einen Einblick in die Theorien

der Umsetzung der Lehrinhalte des Gegenstandes

in den Unterricht des Polytechnischen

Lehrgangs geben und die Beherrschung des Aufgabengefüges

der Vermittlung sicherstellen.

Lehrstoff

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des lebens- und berufskundlichen

Unterrichts vertraut machen. Solche Teilaufgaben

sind: Weckung des Verständnisses für Möglichkeiten

individueller und gesellschaftlicher Lebensgestaltung.

Lebens- und berufspraktische Orientierung.

Wahrnehmung der an den Polytechnischen

Lehrgang anschließenden Bildungs- und

Freizeitangebote.

Die Erfüllung dieser Teilaufgaben, die in enger

Verbindung mit den humanwissenschaftlichen

Fächern sowie der Schul- und Erziehungspraxis

gesehen werden müssen, hat unter Anwendung

altersentsprechender Formen und Arbeitsweisen

sowie sach- und adressatengemäßer Lernhilfen zu

erfolgen.

Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß dem jeweils

geltenden Lehrplan ist sachstrukturell und methodisch

für den Polytechnischen Lehrgang zu

erschließen.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung. Unterrichtsplanung und

Operationalisierung. Beispiele für Lernsequenzen

und curriculare Entwicklung. Lehrstoffverteilung

für die Jahresarbeit des Polytechnischen Lehrgangs.

Unterrichtsmethoden. Besondere Arbeitsformen

im Unterricht mit Fünfzehnjährigen. Gesprächsunterricht,

Planspiel, Rollenspiel, Fallstudien,

gruppendynamische Prozesse. Lern- und

Verhaltensschwierigkeiten, bedingt durch Lebensgestaltung

und Lebensformen der Jugendlichen

in der heutigen Welt; Möglichkeiten pädagogischer

Bewältigung. Methodik der Unterrichtsbeobachtung

und der Selbstkontrolle des Lehrers.

Kenntnis der einschlägigen Literatur für die

Unterrichtsgestaltung. Gewöhnung an ständige

fachdidaktische Lektüre.

Arbeitsmittel und Medien: Angebot, Beurteilung

und Einsatzmöglichkeit. Wissensvermittlung

im Medienverbund mit begleitendem Textmaterial.

Beschaffung von Arbeitsmitteln und

Medien.

Amts- und Sicherheitsvorschriften. Führung

der Amtsschriften.

Spezifische Beiträge des lebens- und berufskundlichen

Bereiches zu umfassenden Bildungs- und

Lehraufgaben des Polytechnischen Lehrgangs.

Staatsbürgerliche Erziehung und politische

Bildung. Jugendschutz, Umweltschutz, Gesundheitsfürsorge

und Unfallvorsorge. Verkehrserziehung.

Medienerziehung. Konsumerziehung.

Freizeiterziehung. Sexualerziehung.

Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung.

Pädagogischer und rechtlicher Aspekt. Die Funktion

der Leistungskontrolle im Lernprozeß.

Methodische Gestaltungsmöglichkeiten von

Lehrausgängen und anderer seltener Unterrichtsorganisationen.

Planung, Durchführung und Auswertung.

Zusammenarbeit mit außerschulischen

Institutionen der Jugenderziehung sowie mit entsprechenden

Institutionen der Wirtschaft und der

Erwachsenenbildung.

ALLGEMEINE SONDERPÄDAGOGIK

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Symptomatik der Behinderung. Entwicklung

behinderter Kinder.

Ätiologien. Theorie der Sondererziehung.

Geschichte und Strukturwandel der Sonderpädagogik.

Systematisierungsversuche.

Aufgabenbereiche, Institutionen und Sozialformen

der Sonderpädagogik. Heimerziehung.

Rechtsfragen der Erziehung behinderter

Kinder. Sozialgesetzgebung. Behindertengesetz,

Fürsorgeerziehung. Das Jugendamt und seine

Aufgaben. Jugendgerichtsbarkeit. Sonderpädagogische

Einrichtungen in Österreich.

SONDERSCHULDIDAKTIK

Bildungs- und Lehraufgabe

Bei lernschwachen, leistungsbehinderten,

Schwerstbehinderten und/oder erziehungsschwierigen

Kindern gilt es das Erziehungs- und Unterrichtsprinzip

der Individualisierung in gesteigertem

Ausmaß zu berücksichtigen.

Lernwiderstände und Lernstörungen müssen

in ihrer vielschichtigen anlage-, umwelt- und entwicklungsbedingten

Strukturiertheit erkannt und

durch differenzierte und individualisierte Formen

des Unterrichts berücksichtigt und nach Möglichkeit

verringert bzw. abgebaut werden.

Die pädagogische Förderung muß vom jeweiligen

Lernverhalten der Sonderschüler ausgehen.

Das verlangsamte Lerntempo muß berücksichtigt

werden. Gestörte Aufnahmevorgänge (z. B. Unsicherheiten

im Erfassen des Wesentlichen, im

Erkennen des Vorteils von Abstraktionsvorgängen

usw.) und geringe Behaltensleistungen

sind bei der Unterrichtsplanung und bei der

Unterrichtsdurchführung zu beachten. Motivationsmängel,

Aufmerksamkeitsdefekte, Anomalien

des Gefühls- und Willenslebens müssen ebenfalls

als mögliche Faktoren von Lernerschwernissen

bedacht bzw. berücksichtigt werden.

Der Zusammenhang von Lernleistung und

Lernerfolg des Sonderschülers mit der Art der

Unterrichtsgestaltung und dem Unterrichtsstil ist

zu berücksichtigen.

Die Auswahl der Unterrichtsmittel und ihre

Anpassung an die jeweilige Unterrichtssituation

hat nach sonderpädagogischen Kriterien zu

erfolgen. Zur Schaffung eigener Lehrmittel ist

durch die Heranziehung zur Mitarbeit an exemplarischen

Projekten zu motivieren.

Da die geistige Entwicklung der lernschwachen

Kinder mit der Sprache und an der Sprache

erfolgt, hat jegliche sonderpädagogische Hilfe

(jeder Unterrichtsgegenstand) auch der Sprachentfaltung

zu dienen. Für den Unterricht an

Sonderschulen ist die Sprachentwicklungsförderung

ein Unterrichtsprinzip.

Lehrstoff

Der sachstrukturelle Aufbau der didaktischen

Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht,

Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Werkerziehung

und Leibeserziehung für das Lehramt

an Sonderschulen entspricht teilweise der Grundschuldidaktik.

Die konkrete Ausgestaltung hat

jedoch unter Berücksichtigung der umschriebenen

Bildungs- und Lehraufgaben zu erfolgen. Eine

zusätzliche Elementarisierung der Grundschuldidaktik

hat daher genauso zu erfolgen, wie eine

Erweiterung derselben zu einer Didaktik der

Oberstufe der Sonderschule. Der Lehrplan der

Allgemeinen Sonderschule. Arbeitsmittel für den

Unterricht an der Allgemeinen Sonderschule.

Jahres- und Wochenpläne.

RHYTHMISCHE ERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe

Dem Studierenden ist bewußtzumachen, daß

das Unterrichtsprinzip der rhythmischen Erziehung

das Zusammenspiel der Faktoren Zeit,

Kraft, Raum und Form zu einer personalen Integration

ansteuert. Für das sonderpädagogisch zu

fördernde Kind sind durch dieses Prinzip sicherzustellen

konfliktfreies Leistungserleben, Möglichkeiten

des spontanen Reagierens und Anpassens

(bei einem Minimum an verbaler Steuerung),

Aufbau eventuell versäumter Primärerfahrungen,

Beobachtungskriterien zu zusätzlicher psychologischer

Diagnostik.

Lehrstoff

Die theoretische und praktische Ausbildung

in der rhythmischen Erziehung umfaßt folgende

Grundbereiche

Körperbildung: Erfassen der Funktionen eines

gesunden menschlichen Bewegungsapparates mit

Bezug auf die motorischen Probleme bei Sonderschülern.

Rhythmik: Methodisches Aufgliedern und

Realisieren des Prinzips der rhythmischen Erziehung

mit den Studierenden. Verständnis für die

Modifikation des Übungsgutes für behinderte

Kinder gegenüber den voll entwicklungsfähigen.

Materialkunde: Kennen- und Erprobenlernen

der einschlägigen Unterrichtsmittel.

Schulpraktische Ausbildung in rhythmischer

Erziehung: Hospitation und praktische Übungen

mit Kindern an Sonderschulen.

SPRACHHEILKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe

Kenntnis der normalen und der von der Norm

abweichenden Sprachentwicklung. Erkennen von

Sprach- und Stimmstörungen. Sachrichtiges Mitwirken

bei der Behebung von Sprach- und

Stimmstörungen.

Lehrstoff

Einführung in die Sprach- und Stimmheilkunde

(Aufgabenbereich, theoretische Konzepte, praktische

Möglichkeiten). Vorstufen der Sprachentwicklung.

Phasen der Sprachentwicklung.

Pathologische Formen : Dysgrammatismus,

Stammeln, Stottern, Poltern, Näseln, Dysarthrien

u. a.

Atem- und Stimmhygiene, Stimmstörungen.

Einführung in die Techniken der Sprachheilpädagogik.

Kenntnis, Erlernung und Anwendung

adäquater Methoden.

Exkursionen in logopädisch-phoniatrische Einrichtungen.

Hospitationen an Sprachheilklassen.

THERAPEUTISCHE UND FUNKTIONELLE

ÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe

Die begriffliche und inhaltliche Abklärung der

therapeutischen Maßnahmen und des funktionellen

Trainings hat von der Kenntnis um Fehl-

entwicklungen und Fehlverhalten, Störungen und

dominante Schwächen lernbehinderter Kinder

auszugehen. Vorwiegend sind Handlungskompetenzen

für den gezielten Aufbau und Einsatz

therapeutischer und funktioneller Übungen zu

erwerben.

Lehrstoff

Besonders zur Kenntnis zu bringen sind Maßnahmen,

die die Wiederherstellung oder die

Neueinstellung verlorengegangener oder noch

nicht entwickelter Funktionen und Kräfte bewirken,

die Steigerung der verbliebenen oder

erreichten Leistungsfähigkeit anregen und ein

effizienteres Lernverhalten steuern. Zur Förderung

psychischer Funktionen, wie Wahrnehmung,

Denken, Gedächtnis u. a., sind in vielfältiger

Weise Material zu Übungen sowie Trainings- und

Lernspiele anzubieten.

Die Behebung psychomotorischer Beeinträchtigungen,

der Abbau motorischer Insuffizienzen

und der Aufbau eines sicheren Körperbewußtseins

soll durch ein qualifiziertes Trainingsprogramrn

angestrebt werden.

Die Beherrschung von therapeutischen und

funktioneilen Übungen ist durch umfassende

praktische Selbsterfahrungen sicherzustellen, die

auf einem fundierten heilpädagogischen Wissen

über Verursachung und adäquater Entsprechung

beruhen.

SPEZIELLE SONDERPÄDAGOGIK I

Lernbehindertenpädagogik

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Theorie der Erziehung Lernbehinderter

Personenkreis, Erscheinungsformen und Ätiologien.

Erziehungs- und Sozialisationsvarianten bei

Lernbehinderten.

Fragen der Früherfassung und der außerschulischen

Betreuung.

Probleme der Elternberatung.

Schulpädagogik der Lernbehinderten

Aufgaben der schulischen Erziehung Lernbehinderter.

Lehren und Lernen bei Lernbehinderten.

Curriculare Erfordernisse. Probleme der Umschulung

Lernbehinderter.

Beurteilung und Leistungsdiagnostik.

Soziologie der Erziehung Lernbehinderter

Die Familie und das lernbehinderte Kind.

Individuum und Gesellschaft (Rolle, Status,

Identität).

Sonderschule und Gesellschaft. Sozialstatus

und Behinderung.

Kommunikationsprobleme der Lernbehinderten

in der Gesellschaft.

Geschützte Werkstätten.

Vergleichende sonderpädagogische Aspekte

Exemplarische Vergleiche mit ausländischen

sonderpädagogischen Einrichtungen und deren

Förderungsmaßnahmen.

Medizinische Aspekte der Erziehung Lernbehinderter

Psychopathologie des Kindes und Jugendalters.

Jugendpsychiatrie.

Physiologie der Sinnesorgane und des zentralen

Nervensystems.

SPEZIELLE SONDERPÄDAGOGIK II

Erziehungsschwierigenpädagogik

Schwerstbehindertenpädagogik

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Psychologische, soziologische und tiefenpsychologische

Aspekte der Verhaltensschwierigkeiten.

Konfliktfelder und ihre pädagogische

Aufarbeitung. Erziehungshilfen bei Verhaltensauffälligkeiten.

Schulpädagogische Konsequenzen gegenüber

verhaltensschwieriger Schüler bzw. Schülergruppen.

Psychologische und soziologische Aspekte der

Schwerstbehinderung. Der Erziehungs- und Bildungsanspruch

des Schwerstbehinderten.

Schulpädagogische Grundsätze und Möglichkeiten

zur Förderung der Schwerstbehinderten.

B. Freigegenstände

KURZSCHRIFT

Bildungs- und Lehraufgabe

Fähigkeit, ein Diktat fehlerfrei und sauber

aufzunehmen, sicher zu lesen und wortgetreu

in Langschrift wiederzugeben. Erziehung zur

Wendigkeit im Erfassen des gesprochenen Wortes

und zur Genauigkeit.

Die Anmeldung zum Kurs für Fortgeschrittene

setzt voraus, daß der Studierende bereits einen

Kurzschriftunterricht in der Verkehrsschrift mit

Erfolg besucht hat. Im Kurs für Fortgeschrittene

soll bei entsprechenden Vorkenntnissen eine

Schnelligkeit von etwa 100 bis 120 Silben in der

Minute erreicht werden.

Lehrstoff

Kurs für Anfänger

Die Verkehrsschrift.

Kurs für Fortgeschrittene

Festigung der Verkehrsschrift, Einführung in

die Eilschrift. Auf grafische und systemale

Korrektheit im Schreiben und auf sicheres Lesen

nicht nur der eigenen, sondern auch fremder

Niederschriften ist zu achten.

Die Beherrschung der Kürzel ist besonders

einzuüben.

MASCHINSCHREIBEN

Bildungs- und Lehraufgabe

Einige Gewandtheit im Zehn-Finger-Blindschreiben

und im selbständigen Abfassen verschiedenartiger

Schriftstücke für den Gebrauch

im Lehrberuf und im täglichen Leben. Fähigkeit,

die Schreibmaschine ordnungsgemäß zu

pflegen und kleine Schäden selbständig zu beheben.

Lehrstoff

Richtige Körper- und Handhaltung ; Erarbeiten

des Griffeides im Zehn-Finger-Blindschreiben

(Grundstellung asdf jklö); möglichst fehlerfreies

und sauberes Abschreiben und Schreiben nach

Diktat ohne Anforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit;

richtige Anwendung der Hervorhebungsarten

(Unterstreichen, Sperrschrift, Mittestellen,

Großschreiben) wie auch der Zahlen und

Zeichen. Allenfalls Schreiben auf Wachs- und

Spirit-Carbon-Matrizen. Hinsichtlich der Anordnungsregeln

im Maschinschreibunterricht ist

auf die vom Bundesministerium für Unterricht

und Kunst allgemein erlassenen Richtlinien Bedacht

zu nehmen.

CHORGESANG

Bildungs- und Lehraufgabe

Pflege des vokal-instrumentalen Musizierens

zur Förderung technischer Fertigkeiten mit dem

Ziel einer möglichst umfassenden Kenntnis des

Lied- und Spielgutes der Pflichtschule.

Lehrstoff

Erarbeiten eines umfangreichen Liedschatzes

im Hinblick auf die musikerziehliche Tätigkeit

des künftigen Lehrers auf schulischem und außerschulischem

Gebiet. Bei der Auswahl mehrstimmiger

Chorsätze ist in erster Linie jene

Literatur zu berücksichtigen, deren Kenntnis für

die Leitung von Chorgruppen im Altersbereich

der Pflichtschule nutzbringend sein kann; Pflege

des vokal-instrumentalen Musizierens gegebenenfalls

im Zusammenwirken mit der Spielmusik.

Allenfalls Übungen im Einstudieren von Chorsätzen.

Mitwirkung bei der Fest- und Feiergestaltung

der Pädagogischen Akademie.

SPIELMUSIK

Bildungs- und Lehraufgabe

Pflege des vokal-instrumentalen Musizierens

zur Förderung technischer Fertigkeiten mit dem

Ziel einer möglichst umfassenden Kenntnis des

Lied- und Spielgutes der Pflichtschule.

Lehrstoff

Im Rahmen der gegebenen Besetzungsmöglichkeiten

ist vor allem jene Spielliteratur zu berücksichtigen,

deren Kenntnis für die Leitung von

Spielmusikgruppen im Altersbereich der Pflichtschule

nutzbringend sein kann. Pflege des vokalinstrumentalen

Musizierens, auch im Zusammenwirken

mit dem Chor. Allenfalls Übungen im

Einstudieren von Instrumentalsätzen. Mitwirkung

bei der Fest- und Feiergestaltung der Pädagogischen

Akademie.

LEIBESÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe sowie Lehrstoff

wie für den Pflichtgegenstand Leibeserziehung.

AKTUELLE FACHBEREICHE

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung grundlegender oder ergänzender

Kenntnisse beziehungsweise praktischer Fertigkeiten

in bestimmten, im Hinblick auf die Berufsausbildung

aktueller Fachbereiche.

Lehrstoff

Der Lehrstoff ist dementsprechend aus aktuellen

Forschungs- und Arbeitsgebieten zu wählen und

auf die besonderen Bedürfnisse der Pädagogischen

Akademie abzustimmen.

C. Zusätzliche Fachgegenstände

GEOMETRISCHES ZEICHNEN

Bildungs- und Lehraufgabe

Beherrschung der Grundaufgaben des Geometrischen

Zeichnens.

Der Studierende muß in der Lage sein, einfache

technische Objekte im Schrägriß, im Normalrißverfahren

und in der Perspektive darzustellen

und zusammengesetzte geometrische Probleme

auf einfache Grundaufgaben zurückzuführen.

Die entsprechenden Aufgaben, welche exemplarisch

die Bewältigung des Werkzeichnens gemäß

dem Hauptschullehrplan vorbereiten sollen,

sind vom Studierenden in einwandfreier Fachsprache

klar darzustellen.

Lehrstoff

Einführung

Grundlegende Techniken und Normen.

Begriff und Eigenschaften von Projektionen,

insbesondere der Parallelprojektion, als Grundlage

der darstellend-geometrischen Abbildungsverfahren.

Zugeordnete Normalrisse

Grund- und Aufrißverfahren (Zweibilderprinzip;

Darstellung von Punkten, Geraden und

Ebenen; Rekonstruktion der Raumlage), Seitenrisse

— insbesondere auch Kreuzriß, Darstellung

einfacher technischer Objekte.

Grundaufgaben

Herstellung projizierender Lage von Ebenen

und Geraden; Lagenaufgaben (Schnittpunkt einer

Geraden mit einer Ebene, Schnittgerade zweier

Ebenen, Schnittpunkt dreier Ebenen, parallele

Lage) ,Maßaufgaben (wahre Länge einer Strecke,

wahre Gestalt einer ebenen Figur, normale Lage

von Gerade und Ebene, Umkehraufgaben, Darstellung

einfacher Polyeder.

Schrägrisse

Darstellung einfacher und komplexer Objekte

in besonderer und allgemeiner Lage; Schnitte

mit projizierenden Ebenen, Darstellung der Restkörper.

Aufbau- und Einschneideverfahren. Darstellung

der in zugeordneten Normalrissen behandelten

Kurven, Flächen und Körper.

Kreisdarstellung

Ellipse als Normalriß des Kreises; Ellipsenkonstruktionen.

Darstellung von. Drehzylinder und Drehkegel.

Kugel

Darstellung (Umriß), ebener Schnitt, Schnitt

mit einer Geraden.

Geometrie auf der Erdkugel (Meridian- und

Breitenkreis, geographische Koordination, geodätische

Linien).

Kegelschnitte

Ellipse als ebener Schnitt eines Drehzylinders,

Brennpunkteigenschaften, Affinität.

Ebene Schnitte des Drehkegels (Hyperbel- und

Parabelkonstruktionen), Kollineation.

Verebnungen von Drehzylinder und -kegel;

technische Anwendung bei Rohrkrümmern und

Rohrverzweigungen.

Axonometrie

Allgemein axonometrisches Prinzip, normale

Axonometrie (Aufbau- Einschneideverfahren.;

Darstellung der in zugeordneten Normalrissen

behandelten Kurven und Flächen, Drehflächen).

Durchdringen von eckigen Körpern, Zylindern

und Kegeln.

Begriff und Eigenschaften der Zentralprojektion,

Kollineation.

Durchschnittsmethode. Freie Perspektive.

Kreis und Kugeldarstellung.

Kotierung

Lesen und Zeichnen von Plänen.

Vergrößern und Verkleinern.

Kotierte Projektion

Prinzip. Darstellung von Geraden und Ebenen.

Grundaufgaben.

Geländefläche (Schichtenplan, Profile, Anwendung

im Straßenbau).

FACHDIDAKTIK GEOMETRISCHES

ZEICHNEN

Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff

Die Fachdidaktik für „Geometrisches Zeichnen"

vermittelt jene unterrichtswissenschaftlichen und

unterrichtspraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten,

welche zu einem effektiven Unterricht

erforderlich sind.

Die Fachdidaktik muß mit. den Teilaufgaben

des Unterrichts an der Hauptschule vertraut

machen. Dazu gehören

Förderung des räumlichen Vorstellungsvermögens;

Verarbeitung grundlegender Kenntnisse

der ebenen und räumlichen Geometrie; einfache

Konstruktionen aus dem Gebiete der Planimetrie

und Darstellung einfacher Körper; Sicherheit

im Gebrauch der Zeichenbehelfe und sauberes

und genaues Zeichnen und Schreiben (Normschrift).

Interpretation, des geltenden Lehrplanes und

Umsetzung der Lehrplanbestimmungen in Lehrstoffverteilungen.

Differenzierung nach stofflichen, methodischen

und didaktischen Gesichtspunkten bezüglich

des I. und II. Klassenzuges. Kriterien der Unterrichtsvorbereitung

im Hinblick auf Ausgangslage

der Schüler, Stoffverteilung, Lernzieldefinition,

sachlogischen und methodischen Aufbau, Veranschaulichung,

Lehrmittel und Sicherung des

Unterrichtsertrages.

Unterrichtsformen und Lernschritte, besonders

darbietende und erarbeitende Methoden. Möglichkeiten

der Selbsttätigkeit und Schülermitarbeit.

Kritische Auseinandersetzung mit Arbeitsmitteln

und Medien; Anschauungsmodelle aus

diversen Materialien, Wandbilder, Overheadfolien,

Lehr- und Arbeitsbücher. Erstellung von

Arbeitsmitteln (Overheadfolien, Arbeitsblätter).

Erstellen eines Kataloges für ständig greifbare

Hilfs- und Veranschauungsmittel.

Zeichentechnik an Tafel und Overheadprojektor

für den Lehrer. Kenntnis von Zeichen-

und Schreibtechniken und entsprechenden Geräten.

Leistungsfeststellung im Unterricht.

KURZSCHRIFT

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten

aus Kurzschrift, die zur Erteilung des

Unterrichtes an der Hauptschule und am Polytechnischen

Lehrgang befähigen.

Lehrstoff

Systemkunde der Kurzschrift

Genaue Kenntnis des amtlich vorgeschriebenen

Kurzschriftsystems („Wiener Urkunde" 1968).

Praxis der Kurzschrift

Diktate in der Dauer von mindestens drei Minuten

in einer Geschwindigkeit von 140 Silben

je Minute. Tafelschrift. Übertragung in Langschrift

oder Maschinschrift.

FACHDIDAKTIK KURZSCHRIFT

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Fachdidaktik soll den Lehrer befähigen,

an der Hauptschule und am Polytechnischen

Lehrgang Kurzschrift so zu unterrichten, daß

die Schüler auf die Bewältigung lebenspraktischer

Situationen in diesem Bereiche vorbereitet werden.

Die Fachdidaktik hat daher einen Einblick in

die Theorien der Umsetzung der Lehrinhalte

des Kurzschriftunterrichtes zu geben und die

Beherrschung des Aufgabengefüges der Vermittlung

sicherzustellen.

Lehrstoff

Methodik des Kurzschriftunterrichts. Bildungswert

der Kurzschrift. Voraussetzungen für das

Erlernen der Kurzschrift. Einblick in die Psychologie

des Stenografierens. Der Übertragungsvorgang

und der Vorgang des Kürzens als

Abstraktion. Hilfen bei Schwierigkeiten des

Erlernens der Kurzschrift. Methodik des Diktierens.

KROATISCH

Bildungs- und Lehraufgabe

Im sprachwissenschaftlichen Bereich

Sichere Beherrschung der Sprache, sowohl der

Hochsprache als auch des burgenländisch-kroatischen

Dialekts. Flüssigkeit des Ausdrucks,

Korrektheit in idiomatischer, phonetischer und

grammatischer Hinsicht, Kenntnis der Laut-,

Wort-, Formen- und Satzlehre.

Im literaturwissenschaftlichen Bereich

Kenntnis der Kultur des kroatischen Volkes

unter besonderer Berücksichtigung der kroatischen

Volksgruppe im Burgenland.

Erkennung der geographisch-wirtschaftlichen

Gegebenheiten, der Gesellschaftsstruktur im

kroatischen Sprachraum. Fähigkeit, sich selbständig

mit Literatur und ihren Normen, Ideen,

Strömungen und Werten auseinanderzusetzen.

Vermittlung von Kriterien zur Beurteilung,

Interpretation und Auslegung literarischer

Schöpfungen.

Landeskunde, Geschichte, Literatur, Sprachentwicklung,

Kulturgeschichte und Kulturleben,

soziale und wirtschaftliche Aspekte.

Im methodisch-didaktischen Bereich

Methodisch-didaktische Kenntnisse und Probleme

des zweisprachigen Unterrichtes aus der

Altersstufe der Zehn- bis Fünfzehnjährigen.

Lehrübungen in kroatischer Unterrichtssprache

an Minderheiten-Pflichtschulen oder Hauptschulen,

die Kroatisch zusätzlich führen.

Lehrstoff

Mündliche Sprachgestaltung

Laut- und Ausspracheschwierigkeiten. Mundartliche

und gemeinschaftliche (schriftsprachliche)

Formen. Gepflegte Umgangssprache als

Grundlage für die Hochsprache. Vergleichung

der burgenländischen kroatischen Dialekte mit

der Schriftsprache. Betonung und Satzmelodie.

Übungen; Berichte über Erlebtes und Gelesenes,

Eindrücke aus den Massenmedien.

Schriftliche Sprachgestaltung

Erlebnisbericht, Nacherzählung, Phantasieaufsatz.

Bereicherung des Wortschatzes. Künstlerische

Sprachgestaltung. Orthographie und

Interpunktion. Sinnverwandte Ausdrücke.

Schwierige Texte richtig schreiben und lesen.

Gegenwartssprache

Kurze Entwicklungsgeschichte der kroatischen

Schriftsprache. Die Unterschiede zwischen serbischen,

kroatischen und burgenländisch-kroatischen

Ausdrucksmöglichkeiten. Hervorhebungen

und Zusammenfassungen aus der Grammatik.

Formulierungen und Strukturen der Gegenwartssprache.

Grammatikalische Interpretation. Satz-

und Wortanalysen. Stilistische Betrachtungen an

Hand der Lektüre. Übersetzungsübungen.

Literaturgeschichte

Grundzüge der literarischen Epochen. Volksdichtung,

Märchen, Epen. Die ersten literarischen

Denkmäler. Die Literatur Dubrovniks. Die

kajkavische Literatur. Romantik und der Realismus.

Die kroatische Moderne und die Gegenwartsliteratur.

Kinder- und Jugendliteratur

Jugendbücher, Autoren, erzieherische, pädagogische

und unterhaltende Werte der Jugendbücher.

Rezitationskunde

Rezitation als Kunstausdruck. Aufgaben und

Ausdrucksmöglichkeiten. Die Technik der Rezitation.

Die Sprache, Betonung, Intonation und

das Tempo. Schulische und außerschulische Festlichkeiten.

Kulturgeschichte

Die wichtigsten Epochen der kroatischen

Kultur, insbesondere die eigenständige Periode

im Mittelalter und die Entwicklung seit dem

19. Jahrhundert. Der Kampf um die slawische

Liturgie. Die Türken und ihre Abwehr. Die

Herrschaft der Habsburger, Illyrismus. Zusammenfassungen

über Kunst-, Musikgeschichte,

geographische Gegebenheiten, wirtschaftliche

und politische Zustände der Gegenwart. Die

Bedeutung der slavischen Literaturen für Österreich.

Die burgenländischen Kroaten

Umsiedlung der Kroaten ins heutige Burgenland

und ihre wirtschaftliche und politische

Bedeutung. Das kirchliche und weltliche Schrifttum.

Das Schulwesen, die kulturellen Einrichtungen

und der Minderheitenschutz in Österreich.

FACHDIDAKTIK KROATISCH

Die Fachdidaktik muß mit den einzelnen Teilaufgaben

des Kroatischunterrichtes an der Hauptschule

vertraut machen.

Solche Teilaufgaben sind

Weckung des Verständnisses, der Aufmerksamkeit

und des Interesses für die Sprache, ihre

sozialen Aufgaben und Funktionen.

Erziehung zur Zweisprachigkeit, Stärkung der

mitmenschlichen Beziehungen.

Ausbildung der Fähigkeiten des individuellen

und kommunikativen Sprechens und Schreibens.

Schulung des methodischen und kritischen Verstehens

mündlicher und schriftlicher Äußerungen.

Vermittlung von Einsichten in Bau und Leistungen

der Sprache.

Vermittlung von Grundkenntnissen, die die

Urteilsfähigkeit für Intention und Wert sprachlicher

Erscheinungen fördern.

Sicherstellung der Normen für die kritisch-

unterscheidende Auseinandersetzung mit dem

gesprochenen und geschriebenen Sprachgut der

Kroaten unter Berücksichtigung regionaler

sprachlicher Eigenheiten.

Probleme von Stoffverteilungen. Kriterien der

Unterrichtsvorbereitung

Das Sprechen in der gepflegten Umgangssprache

als Grundlage für die Schriftsprache.

Der Weg von den sprachlichen Ausdrucksformen

(Erzählen, Berichten, Fragen und Antworten,

Dramatisieren) zu richtiger Lautbildung, natürlichem

Sprechen, diphtongfreier Aussprache und

Erwerb eines großen Wortschatzes.

Auswahlkriterien für die lehrplanmäßigen Ziele

und Inhalte des Lehrstoffes. Kontrollkriterien

Brauchwert im privaten und kulturellen Leben,

Leistungen für das Verstehen unserer Nachbarstaaten

und der slawischen Kulturen, Bedeutung

für das Wirtschaftsleben.

Jahresstoffverteilung. Unterrichtsvorbereitung.

Unterrichtsmethoden des Kroatischunterrichts

Methodenfreiheit und Methodengerechtheit. Konzentration

der Bildung. Methodik der Unterrichtsbeobachtung

und der Selbstkontrolle des Lehrers

als Voraussetzung des Lernens am Erfolg.

Arbeitsmittel und Medien des Kroatischunterrichts

Heft, Mappe, Arbeitspapier, Lern- und Lesebuch,

Lesetexte, Dia, Overhead-Folie, Schallplatten.

Kenntnis der die Arbeitsmittel und Medien

betreffenden amtlichen Vorschriften.

Aufbau und Instandhaltung von Lehr- und

Arbeitsmittelsammlung. Lehrerbibliothek. Bücher

und Schallplattenverzeichnisse. Orientierung auf

dem Arbeitsmittelmarkt.

Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher

Schülerleistungen im Kroatischunterricht

Tests im Kroatischunterricht. Die Komponenten

der Aufsatznote. Rechtschreibfehler. Mündliche

Prüfungen. Selbsttätigkeit und Mitarbeit des

Schülers.

Lehrausgänge und andere Unterrichtsorganisationen

Besuch von Gedenkstätten (z. B. Miloradić-

Park in Frankenau), Besuch größerer kroatischer

Siedlungsgebiete im Burgenland. Briefaustausch,

Veranstaltungen zu besonderen Anlässen (Weihnachten,

Muttertag, Nationalfeiertag).

Arbeit mit Laienspiel- und Schülergruppen.

Besuch von Darbietungen solcher Gruppen.

Ausstellungen.

SLOWENISCH

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Ausbildung des Slowenischlehrers für

Hauptschulen hat zu sichern

Im sprachwissenschaftlichen Bereich

Sichere Beherrschung der Sprache in Wort und

Schrift; Flüssigkeit des Ausdrucks, Korrektheit

in ideomatischer, phonetischer und grammatischer

Hinsicht, Kenntnis der Laut-, Wort-, Formen- und

Satzlehre.

Überblick über die Eigenarten und die Entwicklung

der slowenischen Sprache.

Einsicht in die soziale Funktion der gesprochenen

und geschriebenen Sprache.

Im literaturwissenschaftlichen Bereich

Kenntnis des Schrifttums des slowenischen

Volkes unter Beachtung des literarischen Schaffens

der slowenischen Volksgruppe in Kärnten.

Landeskunde und Geschichte der Slowenen mit

Einblick in die geographisch-wirtschaftlichen

Gegebenheiten, in die Gesellschaftsstruktur und

das Kulturleben im slowenischen Sprachraum.

Im didaktisch-methodischen Bereich

Die Entwicklung des Minderheiten-Schulwesens

in Kärnten und Einführung in die geltenden

schulgesetzlichen Bestimmungen auf diesem

Gebiet.

Beherrschung der didaktischen und methodischen

Kenntnisse zur Gestaltung eines lehrplangerechten

und ertragsreichen Slowenischunterrichts

auf der Altersstufe der Hauptschüler.

Lehrübungen in slowenischer Unterrichtssprache

sind an Minderheitenschulen anzusetzen.

Lehrstoff

Aus dem sprachwissenschaftlichen Bereich

Mündliche Sprachgestaltung : Mundartliche und

gemeinsprachliche (schriftsprachliche) Formen.

Gemeinslowenische Aspekte der Sprachentwicklung,

die slowenischen Dialekte, das Slowenisch

des Mittelalters, die gepflegte Umgangssprache

und die Hochsprache. Betonung und Satzmelodie.

Festigen, Erweitern und Anwenden des Wortschatzes.

Korrekte Aussprache, Technik des

Sprechens, rhetorische Praktiken, Redeübungen,

Referate und Diskussionen.

Schriftliche Sprachgestaltung: Subjektive, objektive

und appelative Darstellungsformen. Orthographie

und Interpunktion. Künstlerische Sprachgestaltung.

Formen der Sprachgestaltung. Kennenlernen

und Lesen alter Texte (Sprachdenkmäler).

Einführung in die Technik fachwissenschaftlichen

Arbeitens.

Gegenwartssprache: Die Entwicklung der slowenischen

Schriftsprache. Erweiterung und Vertiefung

des Wortschatzes durch Lektüre. Statistische

Betrachtungen und Erkenntnisse an Hand

der Lektüre und der Analyse von Texten. Inhalte,

Formen und Strukturen im Bereich der

Laut-, Wort- und Satzlehre. Wortbildungslehre.

Wortschatz, Grammatik und sprachlicher Formulierungsprozeß.

Die Sprache als komplexe

Einheit und Mittel der Kommunikation. Übersetzungsübungen

verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Die befruchtende Funktion der Auseinandersetzung

mit der Sprache der Nachbarn. Vom

Gefühlswert der Sprache; Probleme der Soziolinguistik

Einblick in das Wesen sprachlicher

Veränderung, Mundart, Namenskunde.

Aus dem literaturwissenschaftlichen und kulturellen

Bereich

Volksdichtung, Märchen, Epen. Die Freisinger

Sprachdenkmäler. Die protestantische

Literatur. Im Überblick die wesentlichen Grundzüge

der literarischen Epochen mit besonderer

Bedachtnahme auf die slowenische Moderne und

die Gegenwartsliteratur. Das literarische Schaffen

der Kärntner Slowenen. Die slowenische Kinder-

und Jugendliteratur.

Gemeinsame Motive in der slowenischen und

deutsch-österreichischen Literatur; motivgeschichtliche

Querschnitte; vergleichende Literaturbetrachtung.

Fähigkeit, sich selbständig mit Literatur und

ihren Formen, Ideen, Strömungen und Werten

auseinanderzusetzen.

Vermittlung von Kriterien zur Beurteilung,

Interpretation und Auslegung von Texten und

Angeboten visueller Kommunikation.

Die wichtigsten Fakten aus dem Kulturleben

der Slowenen mit Berücksichtigung der slowenischen

Volksgruppe in Kärnten: Einwanderung

der Slowenen in die neue Heimat, die gesellschaftliche,

materielle und geistige Kultur vor

und nach der Christianisierung, die Entwicklung

der rechtlich-kulturellen Verhältnisse zwischen

beiden Volksteilen in Kärnten, die Namenskunde

und der Prozeß der Assimilation der Alpenslawen

sowie das deutsch-slowenische Zusammenleben

unter Darlegung der frühen Verflechtungen mit

Österreich. Einblick in das historische Geschehen

an exemplarischen Beispielen.

Sprachvielfalt als Bereicherung; Hervorheben

von Gemeinsamkeiten.

Die Vermittlung der Landeskunde soll sowohl

geographisch erfolgen als auch wirtschaftlichsoziale

Aspekte beinhalten und, von Kärnten ausgehend,

den Siedlungsraum der Slowenen in

Jugoslawien und Italien erfassen.

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