49. Bundesgesetz: Verwaltungsverfahrensgesetz-Novelle 1948.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I.
§ 1. Die Strafsätze der Artikel VII und VIII
des Bundesgesetzes vom 21. Juli 1925, B. G. Bl.
Nr. 273, zur Einführung der Bundesgesetze über
das allgemeine Verwaltungsverfahren, über die
allgemeinen Bestimmungen des Verwaltungsstrafrechtes
und das Verwaltungsstrafverfahren sowie
über das Vollstreckungsverfahren in der Verwaltung
(EGVG.) werden wie folgt neu bestimmt
a) im Artikel VII 400 S,
b) im Artikel VIII 0 S.
§ 2. Das in den §§ 34, Abs. (2), und 35 des
Bundesgesetzes vom 21. Juli 1925, B.G.Bl.
Nr. 274, über das allgemeine Verwaltungsverfahren
(AVG.) vorgesehene Höchstausmaß für Ordnungsstrafen
und Mutwillensstrafen wird wie
folgt neu festgesetzt
a) im § 34, Abs. (2) 200 S,
b) im § 35 500 S.
§ 3. (1) (Verfassungsbestimmung.) Der im § 78,
Abs. (1), Abs. (2), Abs. (3), Abs. (4) und Abs. (5),
AVG. enthaltene Ausdruck "(Verfassungsbestimmung:)"
entfällt.
(2) Der im § 78, Abs. (2), AVG. vorgesehene
Höchstbetrag der Verwaltungsabgabenansätze
wird mit 1500 S neu festgesetzt.
§ 4. Die in den §§ 37, Abs. (1), und 37 a,
Abs. (1), des Bundesgesetzes vom 21. Juli 1925,
B. G. Bl. Nr. 275, über die allgemeinen Bestimmungen
des Verwaltungsstrafrechtes und das
Verwaltungsstrafverfahren (VStG.) in der Fassung
des Bundesgesetzes vom 18. August 1932,
B. G. Bl. Nr. 246, vorgesehenen Höchstgrenzen
der Sicherheitsleistung, beziehungsweise der vorläufigen
Sicherheit betragen
a) im § 37, Abs. (1) 5000 S,
b) dm § 37 a, Abs. (1) 100 S.
§ 5. Der im § 47 VStG. vorgesehene Höchstbetrag,
der mittels Strafverfügung als Geldstrafe
auferlegt, und die Werthöchstgrenze der Gegenstände,
deren Verfall in der Strafverfolgung ausgesprochen
werden kann, wird mit 500 S, beziehungsweise
100 S neu festgesetzt.
§ 6. Die Höchstgrenze für das Organstrafmandat
nach § 50 VStG, wird mit 20 S neu
bestimmt.
§ 7. Der. im § 64, Abs. (2), VStG, vorgesehene
Umrechnungsbetrag für einen Tag Arrest wird
mit 20 S neu festgesetzt.
§ 8. Das Höchstausmaß für Zwangsstrafen im
§ 5, Abs. (3), des Bundesgesetzes vom 21. Juli
1925, B. G.Bl. Nr. 276, über das Vollstreckungsverfahren
in der Verwaltung (VVG,) beträgt
3000 S.
Artikel II.
(1) Dieses Bundesgesetz tritt mit Ausnahme
des Artikels I, § 3, Abs. (1), der mit der Kundmachung
in Kraft tritt, am 15. Tage nach seiner
Kundmachung in Wirksamkeit.
(2) Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes
ist die Bundesregierung betraut.