48. Verordnung: Änderung der Verordnung über Lehrpläne für Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 3 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern, BGBl. Nr. 14/1974, wird verordnet
Die Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über Lehrpläne für Schulen zur
Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern, BGBl. Nr. 529/1992, wird wie folgt geändert
1. Im § 1 lautet die Z 8
„8. Lehrgang zur Ausbildung von Skilehrern und Skiführern (Anlage A.8)"
2. Im § 2 wird folgender Abs. 3 angefügt
„(3) § 1 Z 8 sowie die Anlagen A.8 und B.8 dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 48/1993 treten mit 1. Dezember 1992 in Kraft."
3. Die Anlage A.8 lautet
„Anlage A.8
SKILEHRER- UND SKIFÜHRERAUSBILDUNG
I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Der Lehrgang zur Ausbildung von Skilehrern und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den erzieherischen und fachlichen Aufgaben eines Skilehrers vertraut zu machen. Die Ausgebildeten müssen in der Lage sein, nach dem österreichischen Skilehrplan zu unterrichten. Skilehrer und Skiführer im Sinne dieser Verordnung sind nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte Fachlehrer für den erwerbsmäßigen Skiunterricht, die befähigt sind, einen dem österreichischen Skilehrplan entsprechenden Unterricht in allen Altersstufen zu erteilen.
II. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand zuerst das Wochenstundenausmaß bei einem Unterricht während des gesamten Semesters, daneben in Klammer das gesamte Stundenausmaß im Falle des Einbeziehens von Formen des Fernunterrichtes angegeben.)
A. Pflichtgegenstände
I. Theorie
II. Praxis
III. Unterrichtspraxis
Zwischen dem 1. und 2. Semester ist an Skischulen im Sinne der landesgesetzlichen Regelungen eine 6monatige Unterrichtspraxis zu absolvieren. Davon können bis zu 4 Monate durch eine entsprechend lange Praxis vor dem Eintritt in den Ausbildungslehrgang ersetzt werden.
B. Freigegenstände
21. Exkursionen in beiden Semestern nach Vereinbarung
C. Freifächer
22. Skiführerausbildung I: wird in einem 9tägigen Lehrgang vor der Skiführer II-Ausbildung
durchgeführt. Der positive Abschluß ist Voraussetzung für den Skiführer IlLehrgang
23. Skiführerausbildung II: wird in einem 14tägigen Ausbildungs- und Prüfungslehrgang durchgeführt.
III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehen des Fernunterrichtes erreicht werden.
In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen.
Im Unterricht ist in allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, auf die spätere Berufsausübung des Skilehrers bzw. Skiführers Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial wie Filme, Videos, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen in den einzelnen Unterrichtsgegenständen ist hinzuweisen.
Im Teil II, Praxis, sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zu Selbständigkeit anzuregen.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)
a) Katholischer Religionsunterricht
Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrplan zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.
b) Evangelischer Religionsunterricht
Bildungs- und Lehraufgabe
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)
Lehrstoff
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1) Der in Anhang A. 1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu raffen.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE, AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
1. Religion Siehe Abschnitt IV.
2. Deutsch
Bildungs- und Lehraufgabe
Möglichst große Sicherheit im Gebrauch der deutschen Sprache in Wort und Schrift, besonders im Hinblick auf die Bedürfnisse des späteren Berufslebens.
Lehrstoff
2. Semester (0,5 Wochenstunden)
Festigen des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes; Schreibung der wichtigsten Fremdwörter, die im Sport häufig Verwendung finden.
Berichte über vorgeschriebene Themen, Eingaben an Behörden.
3. Englisch
Bildungs- und Lehraufgabe
Erwerb der englischen Sprache, die es dem Schüler ermöglicht, sich in der Fremdsprache zu verständigen. Von der Formen- und Satzlehre ist so viel zu bringen, daß der Teilnehmer für seinen Beruf ausreichende Sprachkenntnisse erwirbt.
Lehrstoff
1. Semester (3 Wochenstunden)
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wortschatzes einschließlich Redewendungen und Phrasenschatzes, einfache sachbezogene Texte. Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die mit dem Skisport in Zusammenhang stehen (meals, clothing, shopping usw.), Fachausdrücke des Unterrichtes.
2. Semester (2 Wochenstunden)
Vertiefung der im ersten Semester behandelten Stoffgebiete durch Konversationsübungen und Erweiterung des Wortschatzes; intensive Beschäftigung mit sportspezifischen Themen.
4. Zweite lebende Fremdsprache Bildungs- und Lehraufgabe
Erwerb einer zweiten lebenden Fremdsprache. Von der Formen- und Satzlehre ist so viel zu bringen, daß der Teilnehmer für seinen Beruf ausreichende Sprachkenntnisse erwirbt.
Lehrstoff
1. Semester (4 Wochenstunden)
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wortschatzes einschließlich Redewendungen und Phrasenschatzes. Einfache sachbezogene Texte. Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die mit dem Skisport in Zusammenhang stehen. Fachausdrücke des Unterrichtes.
2. Semester (3 Wochenstunden)
Vertiefung der im ersten Semester behandelten Stoffgebiete durch Konversationsübungen und Erweiterung des Wortschatzes; intensive Beschäftigung mit sportspezifischen Themen.
5. Politische Bildung und Organisationslehre
Bildungs- und Lehraufgabe
Verständnis für das politische und soziale Leben in der Gegenwart in bezug auf das österreichische Volk und die Republik. Wecken des Willens zu politischer Mitverantwortung, besonders im Hinblick auf den späteren Beruf. Wissen um den Aufbau des österreichischen Sportes.
Lehrstoff
2. Semester (0,5 Wochenstunden)
Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Vereinswesen und Aufbau der einzelnen Sportinstitutionen, Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
6. Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes. Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben. Erziehen zu wirtschaftlichem Denken. Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften, insbesondere der Rechte und Pflichten der Skilehrer. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen, die zum Lösen von Aufgaben im wirtschaftlichen Bereich im Rahmen eines Skischulbetriebes erforderlich sind.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Grundsätze des Arbeits- und Sozialrechtes; straf- und zivilrechtliche Folgen; Vertragswesen, Verantwortlichkeit des Skilehrers.
2. Semester (0,5 Wochenstunden)
Grundbegriffe der Steuerlehre und des Rechnungswesens. Einführung in das Skischulmanagement und die Verhaltenstechniken zur Berufsausübung.
7. Geschichte der Leibesübungen (des Sports)
Bildungs- und Lehraufgabe
Verstehen der historischen Grundlagen des Skisports mit besonderen Hinweisen auf Österreich soll zu einem verstärkten Kritikbewußtsein führen.
Lehrstoff
2. Semester (1 Wochenstunde)
Überblick über die Entwicklung des Skisports. Darlegung der einzelnen Schwerpunkte und Perioden sowie Aufzeigen der hiefür verantwortlichen Hintergründe.
8. Gerätekunde und Sportstättenbau Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um den modernen Sportstättenbau und die Gerätekunde zur Anwendung im späteren Beruf.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Grundsätze für die Präparierung von Rennpisten und Durchführung von Skiwettkämpfen. Kenntnisse und zweckmäßige Verwendung der Skiausrüstung; Pflege und Wartung derselben zur Erhaltung ihrer Funktionstüchtigkeit.
9. Erste Hilfe Bildungs- und Lehraufgabe
Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Erkennen von Verletzungen und lebensbedrohlichen Zuständen (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag usw.) sowie die richtige Versorgung mit besonderer Berücksichtigung der Herzmassage, Atemspende und Lagerung des Verletzten.
2. Semester (1 Wochenstunde)
Wiederholung wichtiger Teilgebiete. Hinweise auf spezifische Skilaufverletzungen, deren Vermeidung bzw. entsprechende Versorgung.
10. Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)
Bildungs- und Lehraufgabe
Genaue Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Funktionen, um sportliche Aufgaben anatomisch richtig stellen zu können. Spezielle Hinweise auf die Erfordernisse in der Sparte. Wissen um die Eigengesetzlichkeit des organischen Lebens, Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit; Wissen um eine sinnvolle Lebensgestaltung; Körperpflege, Gesunderhaltung.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Aufbau und Funktion der Zelle, Gewebelehre. Gelenke und Knochenverbindungen. Muskel und Muskelstoffwechsel. Herzanatomie; Kreislauf; Atmung; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; Harnwege.
2. Semester (1 Wochenstunde)
Grundlagen der Sport- und Leistungsphysiologie, der Sporthygiene und ihre Anwendung in der Praxis, persönliche Lebensführung und Lebensgestaltung.
11. Pädagogik, Didaktik und Methodik
Bildungs- und Lehraufgabe
Verstehen der grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik sowie der Grundsätze der Didaktik und Methodik des Sports und Wissen um die Erkenntnisse zur kritischen Wertbestimmung des Sportes. Wecken des Verständnisses für die Dynamik einer Gruppe sowie Entwickeln von Fähigkeiten, mit Einzelpersonen und mit einer Gruppe zu arbeiten.
Lehrstoff
1. Semester (2 Wochenstunden)
Grundlage der allgemeinen Methodik, Persönlichkeitseigenschaften des Skilehrers, Gruppenführung, Gruppendynamik, Konfliktbewältigung; methodische Hilfsmittel zur Informationsübermittlung und zur Erleichterung des motorischen Lernvorganges; methodische Maßnahmen in den einzelnen Lernstufen.
2. Semester (3 Wochenstunden)
Wiederholung wichtiger Teilgebiete. Fortsetzen der Unterrichtsanalyse (Lehrmethoden, Unterrichtsplanung, Planung und Verwendung methodischer Hilfen). Vorbereitung und Planung des Unterrichts, Unterrichtszielkontrolle, Intensivierung des Unterrichts. Unterrichtliche Maßnahmen zur Förderung des Sicherheitsdenkens.
12. Bewegungslehre und Biomechanik Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die Bewegungsabläufe und ihre Beeinflussung. Verstehen der Grundprinzipien der Biomechanik und des motorischen Lernens.
Lehrstoff
1. Semester (2 Wochenstunden)
Allgemeine Gesetze und Prinzipien der Sportmotorik; sportmotorische Eigenschaften sowie Beurteilung aus der Sicht der Bewegungslehre. Bewegungseigenschaften und ihre Verbesserung.
2. Semester (3 Wochenstunden)
Grundlegende Erkenntnisse der Bewegungslehre des Skilaufs. Spezielle Fragen und Probleme der Biomechanik, Testverfahren und Probleme der Technikschulung.
13. Trainingslehre Bildungs- und Lehraufgabe
Erreichen der Fähigkeit, selbständig ein wirksames und sachgemäßes Training vorzubereiten und durchzuführen.
Lehrstoff
1. Semester (l Wochenstunde)
Begriffsbestimmungen, Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit, Setzen von Trainingsreizen, Trainingsgrundsätze, Training grundlegender Eigenschaften, allgemeine Trainingsplanung.
2. Semester (l Wochenstunde)
Maßnahmen für den sportspezifischen Unterricht bzw. für das Training. Auf der Basis der allgemeinen Grundlagen der Trainingslehre ist auf spezielle Fragen und Probleme der Sparte Skilauf einzugehen.
14. Topographie der Skigebiete Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen über die verschiedene Beschaffenheit der Skigebiete.
Lehrstoff
1. Semester (0,5 Wochenstunden)
Betrachtung der österreichischen Skigebiete und Vergleich mit Gebieten in anderen Ländern.
15. Skiseminar Bildungs- und Lehraufgabe
Erziehung zu einer eigenen Meinungsbildung. Analysieren und Werten von spanenspezifischen Themen als Vorbereitung auf die Berufsausbildung. Wissen über die Skischul-Betriebsordnung.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Referate und Diskussionen über aktuelle Sachfragen (zB: Skilehrwesen, Hotellerie, Seilbahnwirtschaft, Wintersportindustrie).
2. Semester (l Wochenstunde)
Spezielle Berufsfragen (Weiterbildung, Berufsmöglichkeiten, Leistungserhebungen, Massenmedien usw.).; Grundsätze für den Umgang mit Schülern aller Altersstufen sowie mit Gleichgestellten und Vorgesetzten. Internationale Entwicklungen und Einflüsse auf Österreich im Bereich des Skilaufs.
16. Skilauf und Umwelt Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die allgemeinen und speziellen Umweltprobleme und deren Lösungsversuche.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Naturräumliche Grundlagen österreichischer Skigebiete. Einfluß der verschiedenen Wirtschaftszweige auf die Umwelt der Skigebiete. Internationale Entwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere Umwelt in Wintersportgebieten.
2. Semester (1 Wochenstunde)
Behandlung der Probleme, die sich durch die Faktoren Aufstiegshilfen, Pistenbau, Pistenpräparierung, Beschneiung, Gletscherskilauf, Tourenskilauf, Abfall und Verkehr ergeben, Maßnahmen, welche
die Belastungen der Natur verringern bzw. vermeiden helfen, ohne die positiven Werte des Skisports zu schmälern.
17. Touristikseminar Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um Faktoren, Zusammenhänge und Entwicklungen im Tourismus bezogen auf den Skilauf.
Lehrstoff
1. Semester (1 Wochenstunde)
Historische Entwicklung des Tourismus, seine Träger und Bedeutung im Bereich der Gesamtwirtschaft und der Regionen. Tourismus als Dienstleistungsgewerbe.
2. Semester (1,5 Wochenstunden)
Besprechung von aktuellen Entwicklungen in der Gästestruktur; Touristikströme, Stellung der Skischule im Tourismus; spezielle Fachfragen des Wintertourismus (zB Werbung, Gästebetreuung).
18. Allgemeine praktisch-methodische Übungen
Bildungs- und Lehraufgabe
Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit; Wissen um die diversen Formen der allgemeinen und speziellen Konditionsschulung und Technikschulung unter besonderer Berücksichtigung des skilaufrelevanten Aufwärmens und spezieller regenerativer und ausgleichender Übungen sowie Dehnungsübungen und Nachbelastungstraining.
Lehrstoff
1. Semester (2 Wochenstunden)
Ausgewählte Unterrichtsverfahren in den sportlichen Grundtätigkeiten; Betriebs- und Organisationsformen im konditioneilen sportlichen Training; allgemeine Konditionsschulung und Technikschulung. Allgemeine und spezielle Aufwärmübungen; verschiedene Formen der Kreislaufaktivierung und Erwärmung bestimmter Muskelgruppen und Gelenksbereiche; allgemeine und spezielle Dehnungsund Ausgleichsübungen.
2. Semester (2 Wochenstunden)
Konditionsschulung im Bereich der leistungsbestimmenden Belastungskomponenten für den Skisport; Hinweise auf Schädigungsmöglichkeiten im sportlichen Training; Möglichkeiten zur Kontrolle des Trainingszustandes.
9. Skilauf (Unterrichtspraxis und Eigenkönnen im alpinen Skilauf)
Bildungs- und Lehraufgabe
Die in den Lehrbereichen angesprochenen Lehrinhalte, in der Folge „Österreichischer Skilehrplan" genannt, sind als jenes praktische Eigenkönnen (spezielles Fertigkeitsniveau) sicherzustellen,
das zur personen- und sachgerechten Demonstration spezieller Bewegungsabläufe zum Zweck des visuellen Lernens erforderlich ist (zB Demonstration von wichtigen Bewegungselementen, von fehlerhaften Bewegungsabläufen, . . .). In gleicher Weise ist die unterrichtspraktische Erfahrung einschließlich sprachlicher, organisatorischer und pädagogischer Fähigkeiten zu vermitteln.
Lehrstoff
1. und 2. Semester (je 24 Wochenstunden)
Lehrbereich: Gewöhnen an das Gerät
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen treffen können, daß Schüler
— Geräte kennen und gebrauchen können; Ski anschnallen, Stöcke richtig fassen, . . .
— Geräte kontrollieren können;
— Einschränkungen und Erweiterungen der gewohnten Fortbewegung durch die Skiausrüstung erfahren.
zB Skiheben links, rechts. Seitsteigen links, rechts. Umtreten (Drehpunkt Skiende, Skischaufel, . . .). Niedersetzen — Aufstehen.
— Im Stehen. Vorlage — Rücklage.
— Im Gehen und Laufen. zB Gleitschritte mit und ohne Stockhilfe. Doppelstockschub.
— Im Aufsteigen. Treppenschritte. Grätenschritte. Gelände: eben, leicht wellig; auch ohne Stöcke üben; aus den angebotenen Übungen nach Bedarf und Fähigkeit der Schüler auswählen und ähnliche Übungen selber finden. Die Übungen können auch in spielerischer Form (Staffel, Fangspiele, . . .) und an (zB Karussell) oder mit geeigneten Geräten (zB Stangen, Bälle, Reife, Schnüre) durchgeführt werden. Nach Möglichkeit Torstangen (Richtungsänderungen, Wendepunkte, Abgrenzungen, . . .) verwenden.
Lehrbereich: Schußfahren/Gleiten Vorerst nur Grundstandsicherheit: Schußfahren nicht perfektionieren; es wird später ständig mitgeübt. Auch schräg über den Hang (Schrägfahren).
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen treffen können, durch welche die Schüler unter Erhaltung des Gleichgewichtes erfahren: zB Fahren in mittlerer, aufrechter und tiefer Körperstellung.
Mit Stockschieben.
— Beschleunigung (Versteilung);
— Bremsen (Verflachung); Mit wechselweisem Skiheben (Skiende; Skispitze; links; rechts). Aus der Spur steigen.
— Reibung; Mit Umtreten (Bogentreten) im Auslauf.
— Führungskräfte;
— Angstabbau; Spielerisches Üben mit geeigneten Geräten (Torstange, Ball, . . .).
— Geschwindigkeit. Weniger begabte Schüler brauchen vermehrt Übungen auf dem Anfängerhang: Sanft geneigter Hang, womöglich mit ebenem Startplatz und sanftem Übergang in den Auslauf. Schußfahren (auch Schrägfahren) in abwechslungsreichem Gelände üben. Auch Losfahren im Hang; dabei besonders auf gesicherten Auslauf achten!
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen treffen können, daß Schüler mit liftähnlichen Einrichtungen und geeigneten Liften fahren. Bewegungsbereites Verhalten: Sprung-, Knie- und Hüftgelenke leicht gebeugt; Ski offen (hüftbreit) führen; gleichmäßige Belastung der Fußsohlen („satter Sohlenstand"). Beim Stürzen nicht auf die Skienden setzen.
Lehrbereich: Pflug
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, welche Schüler befähigen,
— die Skier (auf den Innenkanten) ins Rutschen zu bringen; zB im Stehen Pflugstellung einnehmen. Schuß —> Pflug im Auslauf.
— durch Vergrößerung des Kantwinkels und/oder des Pflugwinkels zu bremsen; Schuß —> Pflug im Hang. Pflug im Wechsel: schmal —> breit (langsam und rasch).
— im Pflug beweglich zu bleiben. Pflug —> Bogentreten im Auslauf. Bremspflug. Mit Begabten nicht alle Übungen durchmachen. Ziel der Übungen ist nur die Vorbereitung des Pflugbogens. Hüftbreite Skistellung beim Schußfahren erleichtert das Öffnen zum Pflug. Durch Streckdrehen der Beine Skienden hinausdrehen.
Lehrbereich: Pflugbogen
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß die Schüler
— zum ersten Mal in Pflugstellung Kurven fahren, indem sie ungleiche Führungskräfte erzeugen (durch stärkeres Aufkanten und Belasten des Außenskis; durch stärkeres Belasten des Innenskiendes); zB Pflugbogen im Auslauf. Stärkeres Belasten des Außenskis (zB Gewichtsverlagerung, Außenbein strecken, Innenskispitze heben, Skiwechsel) und/oder stärkeres Kanten des Außenskis (zB Außenknie nach innen drücken, Becken nach innen verlagern). Pflugbögen im Hang aneinanderreihen. Pflugwinkel verringern, Außenski dosiert kanten — besseres Steuern. Pflugbögen auch deutlich über die Fallinie fahren. Pflugbögen mit unterschiedlichen Radien fahren; allmählich rasch wechseln. Kurze Pflugbögen auch mit höherem Tempo fahren. Rhythmisch aneinanderreihen.
— später Pflugbögen so rhythmisch aneinanderreihen, daß sie von einer Kurvenlage in die andere gekippt werden (durch zusätzlichen Druckaufbau). Belasten des Außenskis durch Tiefgehen, um den folgenden Pflugbogen auszulösen. Fahnrichtung vorgeben (zB durch Torstangen, Skistöcke, Spur, Zuruf, Markierung, . . .); Liftfahren erlernen. Geländefahren mit Pflugbögen.
Lehrbereich: Vom Pflugbogen zum Schwingen Sorgfältige Wahl des Übungsgeländes: flache bis mittelsteile Hänge, ungegliedert. Bei eisiger Piste und Kunstschnee sind grundsätzlich flachere Hänge zu wählen.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, jene Schüler, die noch Pflugbogen als Einzelbögen aneinanderreihen, über Schwünge mit Bergstemme zum Schwingen mit Talstemme zu bringen. zB Aus dem Schrägfahren Skienden talwärts drehen: (Schwung zum Hang) —> Schwung bergwärts —> Bremsen lernen. Abschwingen aus dem Pflug (Pflugschwung). Auch mit Stockeinsatz. Schwünge mit Bergstemme: mit zunehmendem Tempo; mit kleinerer Winkelstellung; mit früherem Beidrehen; mit kürzeren Radien; über leichte Buckel.
Torstangen: gleiche, später ungleiche Abstände. Schwingen mit beidseitigem Stemmen (Einpflügen) und Beidrehen. Schwung bergwärts (Schwung zum Hang) —> Talstemme —> Schwung talwärts. Schwingen mit Talstemme (Radien verkürzen). Auch mit Stockeinsatz. X-beiniges Ausstemmen (zB beim Schwingen aus der Bergstemme). Tiefwippen und damit deutliches Belasten (zB beim Schwingen aus der Talstemme).
— Verhindern des Wegrutschens des Talskis beim Abstoß. X-beiniger Abstoß. Tiefwippen und Aufkanten (Druckfassen; zB beim Schwingen aus einem Schlittschuhschritt).
— Verhindern des zögernden und unsicheren Schwungwechsels. zB Verkürzen des Radius gegen Schwungende mit Tiefwippen zum Wechsel der Kurvenlage. Anschließendes Erheben als Vorbereitung für das nächste Tiefwippen. Dem weniger Geschickten erleichtert dieses Erheben das Drehen der Skier.
— Verhindern des Abrutschens der Skienden in der Steuerphase. zB Dosiertes Abfangen der Tiefbewegung und zunehmender Druckaufbau über die gesamte Steuerphase. Verstärkter Druck auf die Skienden. Verstärkte Vor-(Dreh-)Seit-Beuge: „Hüftknick". Die Belastungsveränderungen seitlich und tief/hoch dominieren; Belastungsveränderungen vorwärts/ rückwärts sind immer mit den beiden kombiniert. Passive Belastungsveränderungen treten beim Schwingen ähnlich wie beim Buckelpistenfahren auf.
Beim Drehen
— Abbau des Rotierens beim Schwungauslösen. zB Halten auf Zuruf (Hockey- Stopp). Rasche Folge zweier wechselseitiger Hockey-Stopps. Fixieren des Rumpfes (zB Stangen, Schultersperre, Beckensperre).
Beim Steuern
— Verhindern des unkontrollierten Rutschens nach dem Beidrehen (infolge falscher Beckenstellung); Stärkeres Kanten des Außenskis und Beidrehen des Innenskis durch ausschließliches Drehen des Innenbeines. Innenski dosiert mitbelasten.
— Abbau einer ständigen Rücklage. Kurze Schwünge und bei jedem Schwungwechsel springen. Weiter aus der Fallinie fahren.
Beim Umkanten
— Fördern der gleichzeitigen Umkantbewegung. Bewußt Radien am Schwungende verkürzen, Druckaufbau zum Wechseln der Kurvenlage. Talbein rasch beugen und Skischaufel in die kommende Schwungrichtung drehen.
Beim Stockeinsatz
— Wählen des richtigen Zeitpunktes; Beim Schwingen ohne Öffnen der Skier unterstützt der Stockeinsatz das Umkanten und Drehen. Beim Schwingen mit Öffnen der Skier unterstützt der Stockeinsatz das Beidrehen.
— Verhindern zu langen Stutzens auf den Stock. Fahren ohne Stöcke. Fahren um Torstangen.
Lehrbereich: Stangenfahren
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schüler das Fahren auf die Stangenabstände abstimmen lernen. Im Hinblick auf die Zielrichtung Torlauf/Riesentorlauf und aus Sicherheitsgründen Torstangen verwenden. Die erlernten Arten des Schwingens sollen um Stangen und durch Tore gefahren werden.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, jene Schüler, die schon Pflugbögen so aneinanderreihen können, daß ein Pflugbogen den nächsten ergibt, durch wechselweises Beugen und Strecken der Beine zum Schwingen mit möglichst gleichzeitiger Umkantbewegung zu bringen. Winkelstellung der Skier verringern. Für geschickte Schüler: Schaufel des werdenden Innenskis vorschieben, in die kommende Schwungrichtung drehen. Mit Stockeinsatz fahren. Um Torstangen fahren. Horizontale und vertikale Abstände verändern. Fahrgeschwindigkeit erhöhen. Wedeln in offener Skiführung.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, Schüler über das Schwingen mit Talstemme zum Schwingen mit bewußtem Druckaufbau und mit möglichst gleichzeitiger Umkantbewegung zu bringen. Druckaufbau fördern durch : Schwung bergwärts —> Stoppen mit Hilfe der Talstemme. Schwung bergwärts —> Talstemme —> Hochspringen. Schwingen mit Talstemme; bewußter Druckaufbau durch Abstoppen des Tiefgehens; Stockeinsatz (Innenfaust in Fahrtrichtung) zum Beidrehen des Innenskis. Schwingen: Skier beidbeinig drehen —> aufkanten und durch Tiefgehen belasten (Stockeinsatz). Schwungradien variieren. Auch Kurzschwingen.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schüler erfahren, wie die erlernten Bewegungen angewendet werden können: In wechselndem Gelände fahren. Auch auf steileren Hängen und Buckelpisten fahren.
— den Situationen angepaßt; Unterschiedliche Betriebsformen wählen (zB hintereinander fahren, im Rudel fahren, in Kleingruppen, eigene Spur suchen). Unterschiedliche Schneearten (zB Übungstiefschnee).
— dem Sicherheitsbedürfnis angepaßt. Fahrgeschwindigkeit, Schwungradien und Schwungarten bewußt wechseln. (zB Schrägrutschen, Girlanden, . . .).
Lehrbereich: Schwingen (und Kurzschwingen)
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schülern die Bewegungselemente bewußter werden
— Einnehmen von unterschiedlichen Skistellungen; Die Bewegungselemente finden sich beim Schwingen (Schwungwechsel) aus der Stemm-, Parallel- und Scherstellung der Skier. Möglichkeiten: oben öffnen, unten öffnen.
— Druckaufbau. Der Läufer wird beim Schwingen gegen den/die Ski gedrückt; es entsteht Druck. Verstärkt er zusätzlich diesen Druck, spricht man von (bewußtem) Druckaufbau. zB durch Stärkeres Aufkanten des Skis/der Skier und/oder Radius gegen Schwungende verkürzen. Hochbelasten: Innenski anheben und/oder Strecken des Außenbeines; Strecken beider Beine. Tiefbelasten: Betontes, schnelles Beugen, vor allem der Knie- und Hüftgelenke (Tiefwippen). Auch kombiniert mit folgendem Hochbelasten.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß bei den Schülern unrichtige Ausführungen verhindert bzw. abgebaut werden
Bei Belastungsänderungen
— Kantengriff des Außenskis verbessern; zB Außenski bewußt belasten und aufkanten. Einwärtsdrücken des Außenknies.
— nur auf einem Ski schwingen können; Kurzschwingen auf einem Ski; auch anderen Ski abschnallen, . . .
— Bögen und Schwünge rückwärts fahren können; Flachen Hang wählen, Übungen vorsichtig aufbauen, zB Rückwärtsfahren im Pflug. Pflugbogen rückwärts. Schwingen rückwärts aus bergseitiger Stemme. Parallelschwingen rückwärts mit betontem Hochentlasten.
— die Skier um 360° drehen können. zB Skiwalzer. Auch mit Partner.
Lehrbereich: Skilauf (und Bergwelt) erfahren und erleben
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schüler
— Befriedigung und Freude über zunehmend gelungene und sichere Bewegungsabläufe erfahren, den aktuellen Könnensstand genießen können; Vergleich von Videoaufnahmen. Fahren im unterschiedlichen Gelände; Fahren in verschiedenen Schneearten; Fahren mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
— Geschwindigkeit steigern und beherrschen können; Kurze bekannte Strecken mit hohem Tempo durchfahren. Verschiedene Fahrlinien wählen. Verwenden von Torstangen: der Spur des Skilehrers folgen. Herausforderung durch schwierige Situationen (Steilheit, Enge, Buckelpiste, Schlechtschnee, Eis usw.) mit Hilfe des Lehrers annehmen lernen.
— Geschwindigkeit und Schwungform dem gewählten Gelände anpassen können; Für das betreffende Gelände weniger geeignete Schwünge langsam fahren. Einer Spur folgen und Schwünge gezeigt bekommen. Gelände mit adäquater Technik bewältigen: zB auf weiten Hängen eher längere Schwünge, an engeren Stellen eher kurzschwingen.
— Leistungsfähigkeit (-grenzen) erleben und sich danach verhalten können; Situationen einschätzen und Ausgang von Handlungen bewerten lernen. Eigenverantwortung und Verantwortung für andere mit Hilfe der Lehrer entwickeln; zB durch geeignetes Tempo auf überfüllter Piste wählen; Buckel am Tempolimit und mit Temporeserve fahren. Aufteilen in Kleingruppen — die/der erste führt — , mit Aufgabenstellungen. Im Rudel fahren; einzeln unter Beobachtung der anderen Gruppenmitglieder abfahren; Hinweis auf Fehlverhalten; Nachbereitung.
— Wohlbefinden beim Sporttreiben (mit anderen) erfahren können; Ausgleich von Spannungen. Sensibilität für die Stimmung und Konstellation der Gruppe entwickeln.
— Bergwelt erleben können; Hinweisen auf wechselnde Stimmungen und Wetterlagen; Hinweisen auf die Veränderungen des Schnees; Vergleich der Wetterlage mit dem Wetterbericht.
Hinweisen auf Ausblick, Berggipfel; Schönheit auch im Detail: zB Lichtreflexion im Schnee, . . . Aufzeigen von Einflüssen des (Massen-)Skilaufs auf die Landschaft. Zum richtigen Verhalten beim Skilauf abseits der Piste führen.
— Gefahren erkennen und sich gefahrenbewußt verhalten können. Hinweisen auf rücksichtsloses, gefährdendes Verhalten anderer. Kritisches Beobachten und Beurteilen des Verhaltens von Skiläufern auf einem Hangabschnitt, auch im Zusammenhang mit Pistenleitsystemen, Markierungen und Hinweisschildern. Auf versteckte, nicht offensichtliche Gefahren hinweisen; Folgen aufzeigen; Fehlverhalten erkennen.
— um Einzelstangen; Mit regelmäßigen, aber geringen seitlichen Abständen; mit regelmäßigen seitlichen Abständen; mit unregelmäßigen seitlichen Abständen. Auf Zeit fahren. Gegen Partner fahren. Später auch im gegliederten Gelände fahren.
— durch Tore. Zuerst durch offene, regelmäßig gesteckte Tore fahren, später durch Tore mit versetzten Außenstangen fahren. Fahren durch eine Folge von offenen und blinden Toren, in zuerst regelmäßigen, später variierten Abständen. Fahren durch Schrägtore. Auf Zeit fahren. Gegen Partner fahren (einfacher Parallelslalom). Auch zB durch breitere Tore mit größeren Abständen (Riesentorlauf): Mit regelmäßigen, dann unregelmäßigen Abständen. In zuerst ungegliederten, dann gegliederten Hängen. Auf längeren Strecken. Ist ein Faktor schwierig (Strecke, Schnee oder steiler Hang), ist ein geringerer Schwierigkeitsgrad der anderen Faktoren zu wählen.
Lehrbereich: Springen
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schüler an Unebenheiten (Kanten, Wellen und Schanzen) springen lernen durch: Sicherheitsorientierter Übungsaufbau und unter Absicherung des Übungsgeländes (Auslauf) sind Voraussetzung. Im Schuß.
— Überfahren; Mit Anheben eines Beines. Mit Anhocken der Beine.
— Abspringen; Beidbeinig abspringen. In der Luft Beine anhocken; grätschen; spreizen. In der Hocke springen. Springen während der Schrägfahrt. Zum Sprung mit einem Schwung anfahren. Schwung rechtzeitig beenden.
— Überspringen. Über mehrere Schanzen hintereinander springen. Über Buckel, Wellen, Hindernisse. Vorspringen.
Lehrbereich: Spielerische Formen
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen können, daß Schüler je nach Geschicklichkeit und jeweiligem Könnensstand auch Das Übungsgut soll immer im Anschluß an das Erlernen der entsprechenden Bewegungselemente angeboten werden.
— andere Geräte zur. Fortbewegung auf Schnee benützen können; zB Langlaufski (im alpinen Gelände), Monoski, Snowboard, Swingbo, Skibob, Firngleiter, . . .
— auf den Innenski schwingen können. zB durch: Schrägfahren auf dem Bergski — Talski heben (Spitze auf dem Schnee); dann: Schrägfahren auf dem Bergski — Talbein seitlich wegspreizen; dann: Schrägfahren auf dem Bergski — Standwaage; dann: Schrägfahren auf dem Bergski — Talski vor- und zurückschwingen; dann: Innenskischwung — Reuelschwung. Klammerschwung. Radien variieren. Kurzschwingen auf dem Innenski (Charleston).
20. Alpinausbildung Bildungs- und Lehraufgabe
Verbesserung des Eigenkönnens im Hinblick auf die speziellen Berufsanforderungen (alpine Verhältnisse).
Lehrstoff
1. Semester (11 Wochenstunden)
Planung und Durchführung von verschiedenen Tourenprogrammen, Geländewahl in Aufstieg und Abfahrt, Schulung der den Gelände-, Schnee- und Wetterverhältnissen angepaßten Abfahrtstechnik. Kenntnisse und zweckmäßige Verwendung der Alpinausrüstung im Gelände. Praktische Schnee- und Lawinenkunde, Kartenkunde und Orientierung, Wetterkunde.
21. Exkursionen Bildungs- und Lehraufgabe
Erweiterung des Fachwissens.
Lehrstoff
1. und 2. Semester (nach Vereinbarung)
Lehrausgänge zur Anwendung und Festigung des theoretischen Lehrstoffes, Besuch von einschlägigen Industriebetrieben.
22. Skiführerausbildung I Bildungs- und Lehraufgabe
Die angehenden Skiführer sollen bei hochwinterlichen Verhältnissen mit den Problemen der Schneekunde und Lawinengefahr besonders praxisbezogen vertraut gemacht werden. Erwerb von Grundkenntnissen in Fels- und Eisgehen sowie Bergrettungstechnik.
Von Kandidaten, welche die Skiführerausbildung anstreben, sind Grundkenntnisse im Skitourengehen
aufzuweisen, die erwarten lassen, daß das Ausbildungsziel erreicht wird.
Lehrstoff
A. Theoretische Lehrfächer
Wetterkunde, Geologie und Aufbau der Alpen, Tourenführung und Lehrtätigkeit der Skiführer, Fauna und Flora der Gebirgswelt, Natur- und Umweltschutz, alpine Geographie, alpine Geschichte und Literatur. Materialkunde der Alpinausrüstung für hochalpine Zwecke.
B. Praktische Lehrfächer
Hochalpiner Skilauf, Tourenführung, Praxis der Schnee- und Lawinenkunde. Grundausbildung in Fels und Eis.
a) Schneekunde
1. Fester Niederschlag, Entstehung und Formen, Messungen
2. Schneedecke, Aufbau, Schneearten, Eigenschaften, Umwandlungen, Abbau, Messungen an der Schneedecke, Oberflächenformen
3. Lawinenbildende Faktoren
4. Untersuchung der Schneedecke.
b) Lawinenkunde
Lawinenarten und Charakteristiken, künstliche Auslösung von Lawinen, Beispiele von Lawinenunfällen und Rettungseinsätzen, Meteorologie bezüglich Lawinen, permanenter und temporärer Lawinenschutz.
c) Lawinengemäßes Verhalten.
d) Rettungsmaßnahmen bei Lawinenunfällen
1. Grundsätzliches
2. Hilfsmaßnahmen
3. Rettungseinsatz.
e) Lawinenwarndienst in den Alpenländern und Maßnahmen zum Schutz vor Lawinengefahren im erschlossenen Skigebiet
1. im organisierten Skigebiet
2. abseits gesicherter Pisten.
f) Bergrettungsübungen
Grundkenntnisse über die modernen Bergrettungsmethoden.
g) Vermittlung von Grundkenntnissen von Einführungs- und Sicherungsmethoden in Fels und Eis.
23. Skiführerausbildung II Bildungs- und Lehraufgabe
Einweisung in das Wissen um den Skilauf im Hochgebirge bei spätwinterlichen Verhältnissen. Schulung des Skibergsteigens.
Lehrstoff
A. Theoretische Lehrfächer
Alpine Gefahren, spezielle Schnee- und Lawinenkunde des Spätwinters, Orientierung in den hochalpinen Regionen, Erste Hilfe unter hochalpinen Verhältnissen, Tourenplanung und Tourenführung, Ausrüstung, Biwak (Biwaktour). Bergsteigen im kombinierten Gelände.
B. Praktische Lehrfächer
1. Hochalpiner Skilauf
a) Anlegen von Aufstiegsspuren, Gehen mit und ohne Felle.
b) Skitechnik nach dem Österreichischen Skilehrplan, jedoch mit besonderer Berücksichtigung des „hochalpinen Skilaufes".
2. Anlegen einer Abfahrtsspur für schwächere Fahrer oder eine Gruppe in gutem und schlechtem Schnee.
3. Tourenführung, Skitouren mit Gipfelbesteigungen, Befahren von Steilflanken.
4. Winterbergsteigen: Begehen von winterlichen Graten (Fels- und Schneegrat).
5. Bergrettung: Spaltensturz mit und ohne Skier, Bergung aus der Spalte, Seilrolle, Flaschenzug, Kameradenhilfe, Steigbügel, Prusiken. Abtransport mit Skischlitten und Akja.
6. Flugrettung.
7. Seilfahren in der Seilschaft und am fixen Geländeseil, jedoch wirklichkeitsnahe Anwendung in spaltenreichem Gelände.
8. Orientierungsmärsche: praktische Anwendung von Karte und Bussole, Höhenmesser, Marschskizzen.
9. Praktische Übungen in Schnee- und Lawinenkunde: Lehrtouren verbunden mit Anschauungsunterricht, richtiges Verhalten, Lawinenverschütteten-Suchgeräte, Untersuchungen der Schneedecke.
10. Lehrauftritt: Der Kandidat bekommt ein Thema aus dem praktischen oder theoretischen Lehrstoff zugewiesen und muß darüber ein freies, maximal fünf Minuten dauerndes Referat halten.
11. Biwaktour."
4. Die Anlage B.8 lautet
„Anlage B.8
TRAINERAUSBILDUNG FÜR ALLGEMEINE KÖRPERAUSBILDUNG
I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Der Lehrgang zur Ausbildung von Trainern für Allgemeine Körperausbildung hat in einem dreisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den erzieherischen und fachlichen Aufgaben eines Trainers für Allgemeine Körperausbildung vertraut zu machen. Trainer im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte Person, die befähigt ist, im Grundlagen- und Aufbautraining der Allgemeinen Körperausbildung zu unterweisen.
II. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand zuerst das Wochenstundenausmaß für einen Unterricht während des gesamten Semesters, daneben in Klammer das gesamte Stundenausmaß im Falle des Einbeziehens von Formen des Fernunterrichtes angegeben).
A. Pflichtgegenstände
I. Theorie
III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Bei Fernunterricht ist der Schüler verpflichtet, zu Beginn eines jeden Semesters am Einführungsunterricht (Bekanntgabe und Erklären der Lernhilfen) teilzunehmen. Die Unterlagen für den Fernunterricht haben in Umfang und Inhalt dem Lehrstoff eines normalen Unterrichtssemesters zu entsprechen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehen von Fernunterricht erreicht werden.
In den einzelnen Gegenständen und in den Unterrichtsstunden ist in ganz besonderer Weise die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen.
In allen Gegenständen, besonders jedoch in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial wie Filme,
Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen in den einzelnen Unterrichtsgegenständen ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zur Selbständigkeit anzuregen.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)
a) Katholischer Religionsunterricht
Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrplan zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.
b) Evangelischer Religionsunterricht Bildungs- und Lehraufgabe
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.l)
Lehrstoff
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.l)
Der in Anlage A.l angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu raffen.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE, AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
1. Religion Siehe Abschnitt IV.
2. Deutsch
Bildungs- und Lehraufgabe
Gewandtheit in der Ausdrucksweise im Hinblick auf die Anforderung an eine Fachkraft für Körperausbildung bei der Schulung von Ausbildern; Einführung in die Sportterminologie.
Lehrstoff
1. Semester (l Wochenstunde)
Sprecherziehung; Bewegungsbeschreibung; Schreibung der wichtigsten Fremdwörter, die im
Sport häufig Verwendung finden; Vortragstechnik, Referate und Diskussion.
3. Lebende Fremdsprache Bildungs- und Lehraufgabe
Einführung in die Sportsprache.
Lehrstoff
2. Semester (1 Wochenstunde)
Alltagssprache mit Bezug zum Sport; Erweiterung des sprachspezifischen Wortschatzes.
4. Politische Bildung und Organisationslehre
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um den Aufbau des österreichischen Sports und wichtiger Organisationen.
Lehrstoff
1. Semester (l Wochenstunde)
Stellung des Staates zum Sport; Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Vereinswesen und Aufbau des Sports und der einzelnen Sportinstitutionen.
5. Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die Organisation und Verwaltung eines Vereines, Betriebes, einer Sportstätte. Wirtschaftliches Denken. Vermitteln mathematischer Kenntnisse, die zur Lösung von Aufgaben im wirtschaftlichen und im sportlichen Bereich erforderlich sind.
Lehrstoff
2. Semester (l Wochenstunde)
Wirtschaftliche Vereinsführung; Geräte- und Sportstättenverwaltung; Grundsätze des Vertragswesens; Versicherungsfragen; Sportmanagement und Sportmarketing; Haftung bei Sportverletzungen und anderen Schäden.
6. Geschichte der Leibesübungen (des Sports)
Bildungs- und Lehraufgabe
Aufzeigen der wichtigsten historischen Tatsachen des Sports.
Lehrstoff
1. Semester (0,5 Wochenstunden)
Kurzer Überblick über die Entwicklung des Sports vom Ursprung bis in die heutige Zeit; einzelne Schwerpunkte und die hiefür verantwortlichen Hintergründe; die Olympischen Spiele in der Antike und in der Neuzeit.
7. Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)
Bildungs- und Lehraufgabe
Genaue Kenntnis des menschlichen Körpers und seiner Funktionen, um das Training den biologischen Grundsätzen nach richtig gestalten zu können. Wissen um die Eigengesetzlichkeit des organischen Lebens. Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit, damit bei der beruflichen Tätigkeit darauf Rücksicht genommen werden kann; Wissen um grundsätzliche Fragen der Hygiene; Verstehen der Problematik des Dopings.
Lehrstoff
1. Semester (3 Wochenstunden)
Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Gelenke und Knochenverbindungen; Entstehung einer Bewegung; Muskel und Muskelstoffwechsel; Herzanatomie; Kreislauf; Atmung; Ernährung und Verdauung; Nervensysteme; Niere, Harnwege (Anatomie, Physiologie); Hormonsystem; Doping (Bestimmungen, Arten, Auswirkungen).
2. Semester (2 Wochenstunden)
Leistungsdiagnostik; Wirkung verschiedener Trainingsbelastungen (übergreifend);Testverfahren und Interpretation; Spezialthemen (Wiederherstellung, Massage, Sauna); Grundlagen der Sporthygiene und ihre Anwendung in der Praxis.
3. Semester (1,5 Wochenstunden)
Spezifische Probleme bei der Körperausbildung und im Training.
8. Erste Hilfe Bildungs- und Lehraufgabe
Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.
Lehrstoff
3. Semester (2 Wochenstunden)
Allgemeine Richtlinien; lebensbedrohliche Situationen; Wiederbelebung; praktische Maßnahmen in der Ersten Hilfe bei Sportverletzungen.
9. Sportpsychologie und Lebenskunde
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die Voraussetzung für eine entsprechende Ausbildungs-, Trainings- und Wettkampfbetreuung sowie eine sinnvolle Lebensgestaltung.
Lehrstoff
2. Semester (l Wochenstunde)
Kommunikation; Verhalten; Einstellung; Motivation; Diagnose; physiologische Voraussetzungen; psychoregulative Steuerung (Angst, Streß, Aggression usw.); Demonstration von psychoregulativen Maßnahmen.
3. Semester (2 Wochenstunden)
Wettkampfbetreuung; Konfliktlösung; Gruppendynamik und Videofeedback; persönliche Lebensführung und Lebensgestaltung.
10. Pädagogik, Didaktik und Methodik
Bildungs- und Lehraufgabe
Verständnis für die grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik, Didaktik und Methodik der Körperausbildung sowie Wissen um die Erkenntnisse zur kritischen Wertbestimmung und einer sinnvollen und zielführenden Ausbildungsgestaltung.
Lehrstoff
1. Semester (2 Wochenstunden)
Grundbegriffe der Pädagogik, Didaktik und Methodik; Ziele der Erziehung; die Fachkräfte für Körperausbildung als Erzieher; Grundsätze der Methoden; methodische Hilfsmittel; Gliederung einer Trainingseinheit.
2. Semester (l Wochenstunde)
Methodische Verfahren; Organisation der Ausbildung; Führungsstile; Schulungsmethoden für verschiedene leistungsbestimmende Faktoren.
11. Bewegungslehre und Biomechanik Bildungs- und Lehraufgabe
Verständnis für Bewegungsabläufe und ihre Beeinflussung sowie ihre kritische Beurteilung für ein erfolgreiches Wirken als Fachkraft in der Körperausbildung.
Lehrstoff
2. Semester (2 Wochenstunden)
Allgemeine Gesetze und Prinzipien der Sportmotorik sowie deren Beurteilung aus der Sicht der
Bewegungslehre; Bewegungseigenschaften; Videoanalyse.
3. Semester (2 Wochenstunden)
Einführung in die Biomechanik sportlicher Bewegungen; Bewegungsanalysen; Erstellung und Wertung von Bewegungsdiagrammen insbesondere von sportlichen Bewegungen, die in dieser Ausbildung zur Anwendung kommen.
12. Trainingslehre Bildungs- und Lehraufgabe
Erreichen der Fähigkeit, selbständig eine wirksame und sachgemäße Ausbildung und das hiefür notwendige Training vorzubereiten und durchzuführen. Verstehen der speziellen trainingstheoretischen Kenntnisse und Ausbildung von methodischen Fähigkeiten zur Trainingsplanung und -gestaltung.
Lehrstoff
1. Semester (1,5 Wochenstunden)
Training, Trainingslehre; leistungsbestimmende Faktoren; Gesetz der funktionellen Anpassung; Belastungskomponenten. Trainingsziele — Trainingsinhalte; Trainingsmittel; Trainingsmethoden; Training der motorischen Eigenschaften.
2. Semester (5 Wochenstunden)
Inhalte (Übungsformen) zur Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit; umfassende Behandlung der einzelnen Trainingsmethoden und Durchleuchtung ihrer physiologischen Hintergründe; eingehende Behandlung des Trainings der konditionellen Komponenten; Wechselbeziehung der motorischen Eigenschaften zueinander; Trainingsplanung; Trainingssteuerung; Regeneration; Leistungstests; Umsetzung in das praktisch-methodische Arbeiten.
3. Semester (3,5 Wochenstunden)
Spezielle Fragen und Themen auf der Basis der allgemeinen diesbezüglichen Vorschriften; konkrete Maßnahmen für die Ausbildung und das spartenspezifische Training; Ausbildungs- und Trainingsgestaltung mit Berücksichtigung der Konditions-, Technik- und Taktikschulung; Training und dessen Schwerpunkt; taktische Grundsätze unter verschiedenen Bedingungen; Erkennen von Fehlern — Maßnahmen zur Korrektur.
13. Seminar für Fachfragen Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen und Verstehen spezieller Probleme in dieser Ausbildung und im Training. Einführung in die Organisation und in das Sportmanagement.
Lehrstoff
3. Semester (2 Wochenstunden)
Spezifische medizinische Fragen und Fragen der Ausbildungs- und Trainingssteuerung; spartenspezifische Themen, vor allem im Hinblick auf die Persönlichkeitsbildung; Grundlagen des Managements und Marketings.
14. Wettkampfbestimmungen und Regelkunde
Bildungs- und Lehraufgabe
Sicherheit in der Anwendung des Regelwissens.
Lehrstoff
3. Semester (l Wochenstunde)
Wettkampfbestimmungen im Detail und ihre Anwendung im Wettkampf; Organisationsfragen für die Durchführung verschiedener Wettkämpfe; praktische Teilnahme an Wettkämpfen.
15. Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um einen sinnvollen Gebrauch audiovisueller Hilfsmittel und der einschlägigen Literatur.
Lehrstoff
1. Semester (l Wochenstunde)
Verwendung audiovisueller Hilfsmittel und der Fachliteratur; Anlegen einer Literaturliste.
16. Gerätekunde und Sportstättenbau Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die Gestaltung von Sportstätten sowie Verwendung und Pflege der Geräte.
Lehrstoff
3. Semester (l Wochenstunde)
Aufbau und Errichtung der entsprechenden Sportstätten; Aufbau der spartenspezifischen Sportgeräte mit besonderer Berücksichtigung der Materialien.
17. Praktisch-methodische Übungen Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um die psycho-physischen Voraussetzungen im Schwimmen, in der Leichtathletik und in Ballspielen sowie in anderen Sportarten.
Lehrstoff
1. Semester (4 Wochenstunden)
Entwicklung der motorischen Grundeigenschaften; Spiele in der Halle und im Freien.
2. Semester (2 Wochenstunden)
Schulung von technischen Elementen; Entwicklung des Bewegungssehens für das Analysieren von Bewegungsabläufen.
3. Semester (2 Wochenstunden)
Schulung von Konditionselementen sowie Schaffung wichtiger psycho-physischer Voraussetzungen.
18. Spezielle praktisch-methodische Übungen
Bildungs- und Lehraufgabe
Wissen um eine methodisch einwandfreie und auf den letzten Erkenntnissen beruhende moderne Ausbildung; Umsetzung in die Praxis.
Lehrstoff
2. Semester (2 Wochenstunden)
Formen von Bewegungsmustern bei den betriebenen Sportarten.
3. Semester (6 Wochenstunden)
Eignungsprüfungen; Ausbildungsgestaltung und Organisation; Fehlerkorrekturen; Ausbildungskontrollen; Lehrproben.
19. Massage
Bildungs- und Lehraufgabe
Vermittlung von theoretischen und praktischen Kenntnissen in der Massage.
Lehrstoff
1. Semester (2 Wochenstunden)
Theoretische Einführung in die Grundbegriffe (Wirkungsmechanismus, Verbote, Mittel); Vertrautmachen mit den einzelnen Massagegriffen; Erlernen der Ganzmassage durch Aneinanderreihen der Griffe; Kurzmassage, Teilmassage, Selbstmassage; regenerative Maßnahmen."