431. Verordnung: Kumulativer Ursprungserwerb nach dem Präferenzzollgesetz durch die Mitgliedsländer der ASEAN
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 4 Abs. 2 des Präferenzzollgesetzes,
BGBL. Nr. 487/1981, wird im Einvernehmen
mit dem Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten,
dem Bundesminister für Handel, Gewerbe
und Industrie und dem Bundesminister für Land-
und Forstwirtschaft verordnet
§ 1. Die Mitgliedsländer der Vereinigung südostasiatischer
Nationen („Association of South East
Asian Nations", „ASEAN"; Association des
nations de l'Asie de Sud-Est", „ANASE"), nämlich
die Republik Indonesien, Malaysia, die Republik
der Philippinen, die Republik Singapur und das
Königreich Thailand (nachstehend ASEAN-Länder
genannt), sind für Zwecke des Warenursprunges im
Sinne des § 4 Abs. 1 des Präferenzzollgesetzes
gemeinsam zu behandeln.
§ 2. Werden demzufolge in einem der ASEAN-
Länder bei der Herstellung von Ursprungserzeugnissen
gemäß Regel 1 der Anlage D zum Präferenzzollgesetz
Erzeugnisse verwendet, die Ursprungserzeugnisse
eines anderen ASEAN-Landes sind, so
gelten diese Erzeugnisse hinsichtlich der Anwendung
der Ursprungsregeln als Ursprungserzeugnisse
des Landes, in dem die Herstellung erfolgt.
§ 3. Ursprungszeugnisse nach Formblatt A, die
Waren betreffen, die gemäß dieser Verordnung als
Ursprungserzeugnisse anzusehen sind, müssen in
der Spalte 4 mit einem der folgenden Vermerke
versehen sein: „CUMULATION ASEAN" oder
„CUMUL ANASE".
§ 4. Diese Verordnung tritt mit 1. Oktober 1982
in Kraft.