393. Geschäftsverteilung der Volksanwaltschaft
Gesetzestext (1 Artikel)
Die Volksanwaltschaft hat am 1. Juli 1983 auf
Grund des Art. 148 h Abs. 3 B-VG folgende
Geschäftsverteilung beschlossen
§ 1. Aufgaben der Volksanwaltschaft sind von
den einzelnen Mitgliedern der Volksanwaltschaft
selbständig wahrzunehmen, soweit nicht § 8 der
Geschäftsordnung der Volksanwaltschaft eine kollegiale
Beschlußfassung vorsieht.
§ 2. Dem Vorsitzenden obliegen
1. Ausübung der Diensthoheit gegenüber den
Bediensteten der Volksanwaltschaft gemäß
Art. 148 h Abs. 2 B-VG;
2. Personalangelegenheiten der Volksanwaltschaft
unter Bedachtnahme auf Art. 148 h
Abs. 1 B-VG;
3. Organisationsangelegenheiten der Volksanwaltschaft;
4. Entscheidungen über Befangenheitsanzeigen
gemäß § 5 des Volksanwaltschaftsgesetzes
1982;
5. Einberufung und Leitung der kollegialen Sitzungen
der Volksanwaltschaft;
6. Aufgaben der Volksanwaltschaft, soweit diese
nicht durch die §§ 3 bis 5 der Geschäftsverteilung
erfaßt sind.
§ 3. Dem Volksanwalt Franziska Fast obliegen
(1) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
ihrem sachlichen Inhalt nach in den Wirkungsbereich
nachstehender Bundesministerien fallen
1. Bundeskanzleramt;
2. Bundesministerium für Gesundheit und
Umweltschutz;
3. Bundesministerium für soziale Verwaltung;
4. Bundesministerium für Verkehr.
(2) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
nachstehende Angelegenheiten des Verwaltungsbereichs
jener Länder betreffen, welche die Volksanwaltschaft
gem. Art. 148 i B-VG bzw. § 9 des Bundesgesetzes
über die Volksanwaltschaft vom
24. Feber 1977, BGBl. Nr. 121, für zuständig
erklärt haben
1. Angelegenheiten, die der Landesamtsdirektion
zugeordnet sind, dienst- und besoldungsrechtliche
Angelegenheiten der Landes- und
Gemeindebediensteten;
2. Gesundheitswesen;
3. Sozialwesen;
4. Verkehrswesen mit Ausnahme der Straßenpolizei.
§ 4. Dem Volksanwalt Dr. Franz Bauer obliegen
(1) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
ihrem sachlichen Inhalt nach in den Wirkungsbereich
nachstehender Bundesministerien fallen
1. Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten;
2. Bundesministerium für Bauten und Technik;
3. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft;
4. Bundesministerium für Unterricht und Kunst;
5. Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.
(2) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
nachstehende Angelegenheiten des Verwaltungsbereichs
jener Länder betreffen, welche die Volksanwaltschaft
gem. Art. 148 i B-VG bzw. § 9 des Bundesgesetzes
über die Volksanwaltschaft vom
24. Feber 1977, BGBl. Nr. 121, für zuständig
erklärt haben
1. Gemeindeangelegenheiten mit Ausnahme der
dienst- und besoldungsrechtlichen Angelegenheiten
der Gemeindebediensteten sowie der
Gemeindeabgaben;
2. Raumordnung, Wohn- und Siedlungswesen,
Bau- und Straßenrecht, Verwaltung landeseigener
Gebäude und Liegenschaften sowie
von Landesfonds;
3. Angelegenheiten der Land- und Forstwirtschaft,
Wasser- und Energiewirtschaft;
4. Schul- und Erziehungswesen, Kultur- und
Sportwesen; dienst- und besoldungsrechtliche
Angelegenheiten der Landeslehrer.
§ 5. Dem Volksanwalt Dipl.-Vw. Helmuth Josseck
obliegen
(1) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
ihrem sachlichen Inhalt nach in den Wirkungsbereich
nachstehender Bundesministerien fallen
1.. Bundesministerium für Finanzen;
2. Bundesministerium für Handel, Gewerbe und
Industrie;
3. Bundesministerium für Inneres;
4. Bundesministerium für Justiz;
5. Bundesministerium für Landesverteidigung.
(2) Die Aufgaben der Volksanwaltschaft, die
nachstehende Angelegenheiten des Verwaltungsbereichs
jener Länder betreffen, welche die Volksanwaltschaft
gem. Art. 148 i B-VG bzw. § 9 des Bundesgesetzes
über die Volksanwaltschaft vom
24. Feber 1977, BGBl. Nr. 121, für zuständig
erklärt haben
1. Angelegenheiten der Landesfinanzen, Landes-
und Gemeindeabgaben;
2. Gemeindewesen;
3. Staatsbürgerschafts- und Personenstandsangelegenheiten,
Bevölkerungs- und Wählerevidenz;
Straßenpolizei.
§ 6. In begründeten Fällen kann eine Aufgabe
der Volksanwaltschaft auf Antrag des für die
Behandlung nach dieser Geschäftsverteilung
zuständigen Volksanwaltes einem anderen Volksanwalt
durch kollegiale Beschlußfassung zugewiesen
werden. Diese Beschlußfassung erfordert Einstimmigkeit
der Volksanwälte. Von der Änderung
der Zuständigkeit ist dem Beschwerdeführer
schriftlich Mitteilung zu machen.
§ 7. Die Geschäftsverteilung der Volksanwaltschaft
vom 1. Juli 1977, BGBl. Nr. 357, in der Fassung
BGBl. Nr. 457/1977, BGBl. Nr. 221/1978
und BGBl. Nr. 158/1980 tritt außer Kraft.