390. Verordnung: Sitz der Eichämter und Umfang ihrer fachlichen Befugnisse
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 32 Abs. 4 des Maß- und Eichgesetzes (MEG), BGBl. Nr. 152/1950, in der Fassung
des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 657/1996 wird verordnet
§ 1. Der Sitz der Eichämter wird wie folgt bestimmt
Bregenz, Eisenstadt, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Krems an der Donau, Linz, Salzburg, Wien
§ 2. (1) Die fachlichen Befugnisse der Eichämter umfassen
1. die eichamtliche Behandlung der in §§ 8, 9, 11, 12 und 13 MEG angeführten Meßgeräte mit
Ausnahme der in § 8 Abs. 1 Z 11 und 12, § 11 Z 3 und 5 sowie § 13 Abs. 1 Z 3 und 4 und Abs. 2
Z 6 und 7 MEG genannten Dosimeter und Aktivitätsmeßgeräte oder der nach § 35 MEG
vorbehaltenen Meßgeräte,
2. die Überwachung und Kontrolle der Beglaubigungsstellen (§ 10 Abs. 5 Z 3 MEG),
3. die meßtechnische Kontrolle graduierter medizinischer Spritzen (§ 12a MEG),
4. die Überwachung von Fertigpackungen einschließlich von Maßbehältnis-Flaschen und Schankgefäßen
(§ 19 MEG),
5. die Zulassung von Abfertigungsstellen (§ 34 Z 3 MEG),
6. die eichpolizeiliche Revision (§§ 49 bis 55 MEG),
7. die Zulassung von öffentlichen Wägeanstalten (§ 62a Abs. 1 MEG) und
8. die Prüfung und Vereidigung der Wäger öffentlicher Wägeanstalten (§ 62a Abs. 5 MEG).
(2) In ambulanten Amtsstellen (§ 34 Z 2 MEG) kann die Eichung aus Gründen der Sparsamkeit,
Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit auf bestimmte Meßgerätearten eingeschränkt werden.
§ 3. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1998 in Kraft.
(2) Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung des Bundesministers für
wirtschaftliche Angelegenheiten über den Sitz der Eichämter und den Umfang ihrer fachlichen
Befugnisse, BGBl. Nr. 320/1990, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. Nr. 423/1995, außer
Kraft.