38. Kundmachung: Wiederverlautbarung von Rechtsvorschriften auf dem Gebiet des Markenrechtes.
Gesetzestext (1 Artikel)
Artikel 1.
Auf Grund des § 1 des Wiederverlautbarungsgesetzes,
BGBl. Nr. 114/1947, werden nachstehende
Rechtsvorschriften auf dem Gebiet des
Markenrechtes neu verlautbart
1. Das Markenschutzgesetz, BGBl. Nr. 206/
1947, in der Anlage 1.
2. Das Bundesgesetz vom 9. Mai 1947, BGBl.
Nr. 125, über die Wiederherstellung des österreichischen
Markenrechtes (Markenschutz-Überleitungsgesetz
— Marken-ÜG.) in der Anlage 2.
Artikel 2.
(1) Bei der Wiederverlautbarung des Markenschutzgesetzes
wurden nachstehende Änderungen
und Ergänzungen berücksichtigt
1. § 1 der Markengebühren-Verordnung 1951,
BGBl. Nr. 183;
2. Artikel IV und VI der Gewerbl. Rechtsschutz-
Novelle 1951, BGBl. Nr. 210;
3. Artikel VII der II. Strafgesetznovelle 1952,
BGBl. Nr. 160.
(2) Die nur für beschränkte Zeit geltenden
Übergangsbestimmungen des § 4 Marken-UG.
sind bei der Wiederverlautbarung des Markenschutzgesetzes
nicht berücksichtigt. Auf diese
Übergangsbestimmungen ist im Text der betreffenden
Gesetzesstellen durch Anmerkung
verwiesen.
(3) Gemäß § 2 Z. 6 des Wiederverlautbarungsgesetzes
wurden nachstehende Vorschriften in
das Markenschutzgesetz eingebaut
1. § 1, § 2 Abs. 2 und 3, § 3, § 4, § 5 Abs. 1,
§ 6, § 8 und § 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom
4. April 1930, BGBl. Nr. 109, über den Schutz
von Verbandsmarken in der Fassung BGBl.
Nr. 125/1947 sowie § 13 des. PatentanwaltsGesetzes
1950, BGBl. Nr. 128;
2. soweit sie das Markenrecht betreffen,
a) die Artikel 5 bis 7 des Bundesgesetzes vom
26. April 1921, BGBl. Nr. 268, über eine
Erhöhung der Gebühren für gewerbliche
Schutzrechte,
b) die §§ 1 bis 7 und 13 des Bundesgesetzes
vom 20. Feber 1924, BGBl. Nr. 56, über
die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
auf dem Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes
in der Fassung BGBl. II Nr. 330/
1934, BGBl. Nr. 125/1947 und BGBl.
Nr. 210/1951,
c) die §§ 1 bis 4 und 6 des Bundesgesetzes
vom 27. Jänner 1925, BGBl. Nr. 67, über
den Prioritätsschutz für Erfindungen,
Muster und Marken auf Ausstellungen,
d) das Bundesgesetz vom 16. Juli 1925, BGBl.
Nr. 244, über die Vertretungsbefugnis der
Patentanwälte und über das Verbot der
Winkelschreiberei auf dem Gebiete des gewerblichen
Rechtsschutzes in der Fassung
BGBl. Nr. 50/1948 und BGBl. Nr. 210/
1951,
e) die §§ 1, 2 und 5 des Unionsbeitrittsgesetzes,
BGBl. Nr. 119 vom Jahre 1928,
in der Fassung BGBl. Nr. 210/1951.
(4) § 33 des Markenschutzgesetzes, BGBl.
Nr. 206/1947, erhält die Bezeichnung § 44. Die
im Abs. 3 angeführten Bestimmungen wurden
in das Markenschutzgesetz unter folgenden Bezeichnungen
eingebaut:.
1. die Bestimmungen der Artikel 5 und 6 des
Bundesgesetzes vom 26. April 1921, BGBl.
Nr. 268, als §§ 13 a und 43;
2. die Bestimmungen des § 1 Abs. 1 bis 4
und des § 2 des Unionsbeitrittsgesetzes, BGBl.
Nr. 119 vom Jahre 1928, als §§ 19 a und 19 b;
3. die Bestimmungen der §§ 1 bis 4 des Bundesgesetzes
vom 27. Jänner 1925, BGBl. Nr. 67,
als §§ 19 c bis 19 f;
4. die Bestimmungen der §§ 1 bis 7 des
Bundesgesetzes vom 20. Feber 1924, BGBl.
Nr. 56, als §§ 22 m bis 22 s;
5. die Bestimmungen der §§ 1 bis 6 und 8
des Bundesgesetzes vom 4. April 1930, BGBl.
Nr. 109, als §§ 33 bis 39;
6. die Bestimmungen der §§ 1 und 2 des
Bundesgesetzes vom 16. Juli 1925, BGBl.
Nr. 244, als §§ 40 und 42;
7. die Bestimmung des § 13 des PatentanwaltsGesetzes
1950, BGBl. Nr. 128, als § 41.
(5) §§ 33 bis 39 erhalten die Überschrift
„V. Abschnitt. Verbandsmarken.", §§ 40 bis 42
die Überschrift „VI. Abschnitt. Vertretungsbefugnis
der Patentanwälte.", § 43 die Überschrift
„VII. Abschnitt. Gebührenfestsetzung."
und § 44 an Stelle der bisherigen Überschrift
„V. Abschnitt. Schlußbestimmungen." die Überschrift
„VIII. Abschnitt. Vollziehung.".
Artikel 3.
(1) Bei der Wiederverlautbarung des Marken-
ÜG. wurde Artikel V der Gewerbl. Rechtsschutz-
Novelle 1951, BGBl. Nr. 210, berücksichtigt.
(2) Gemäß § 2 Z. 6 des Wiederverlautbarungsgesetzes
wurde § 1 der Warenzeichenrechts-
Novelle 1945, StGBl. Nr. 195, unter Bedachtnahme
auf § 2 dieses Gesetzes als § 1 a in das
Marken-ÜG. eingebaut.
(3) Gemäß § 2 Z. 4 des Wiederverlautbarungsgesetzes
wird § 21 Abs. 2 des Marken-ÜG. als
gegenstandslos festgestellt.
Artikel 4.
(1) Die gegenstandslos gewordenen Bestimmungen
des § 2 Abs. 1, des § 5 Abs. 2, des § 7
und des § 9 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes
vom 4. April 1930, BGBl. Nr. 109, und des § 21
Abs. 2 des Marken-ÜG., BGBl. Nr. 125/1947,
werden nicht wiederverlautbart.
(2) Die Bestimmungen der neuverlautbarten
Rechtsvorschriften, die als nicht mehr geltend
festgestellt werden, sind im Text der Neuverlautbarung
bezeichnet.
Artikel 5.
(1) Infolge Einbaues in das Markenschutzgesetz
sind das Bundesgesetz vom 4. April 1930, BGBl.
Nr. 109, und § 13 des Patentanwalts-Gesetzes
1950, BGBl. Nr. 128, gegenstandslos geworden.
(2) Infolge Einbaues in das Marken-ÜG. ist
die Warenzeichenrechts-Novelle 1945, StGBl.
Nr. 195, gegenstandslos geworden.
Artikel 6.
Die gemäß Artikel 1 neuverlautbarten Rechtsvorschriften
sind unter den Überschriften zu
zitieren, die ihnen nach den Anlagen 1 und 2
zu dieser Kundmachung zukommen.
Artikel 7.
Als Tag der Herausgabe der Wiederverlautbarung
wird der Tag der Kundmachung im
Bundesgesetzblatt festgestellt.