364. Verordnung: Änderung der Fremdengesetz-Durchführungsverordnung 1997
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund der §§ 7 Abs. 5, 28 Abs. 3 und 88 Abs. 4 des Fremdengesetzes 1997, BGBl. I Nr. 75, zuletzt
geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 134/2002, wird im Einvernehmen mit der Bundesministerin
für auswärtige Angelegenheiten verordnet
Die Verordnung des Bundesministers für Inneres zur Durchführung des Fremdengesetzes 1997,
BGBl. II Nr. 418/1997, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 175/2001, wird wie folgt
geändert
1.§ 2 Z 4 lautet
„4. Drittstaatsangehörigen, die sich als Schlüsselkräfte in Österreich niederlassen wollen (§ 18
Abs. 6 FrG) sowie deren Ehegatten und minderjährigen unverheirateten Kindern;“
2. § 2 werden nach Z 4 nachstehende Z 5 und Z 6 angefügt
„5. Drittstaatsangehörigen, die sich gemäß § 7 Abs. 4 Z 1 FrG als Studierende in Österreich niederlassen
wollen und denen gemäß § 60 Abs. 6 Universitätsgesetz 2002, BGBl. I Nr. 120/2002, der
Zulassungsbescheid direkt zugestellt wird sowie deren Ehegatten und unverheirateten minderjährigen
Kindern;
6. Drittstaatsangehörigen, die die Staatsangehörigkeit eines Nachbarstaates besitzen und denen eine
Aufenthaltserlaubnis gemäß § 4 Abs. 1 erteilt werden soll.“
3. § 3 Abs. 2 lautet
„(2) Befristete Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis und Niederlassungsbewilligung, § 7 Abs. 1 Z 1
und 2 FrG) werden in Form einer Vignette entsprechend der Gemeinsamen Maßnahme der Europäischen
Union zur einheitlichen Gestaltung der Aufenthaltstitel vom 16. Dezember 1996, Amtsblatt der Europäischen
Gemeinschaften Nr. L 007/1997 vom 10. Jänner 1997, oder der Verordnung (EWG) Nr. 1030/2002
vom 13. Juni 2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatsangehörige, Amtsblatt
der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 157/2002 vom 15. Juni 2002, erteilt. Unbefristete Aufenthaltstitel
(Niederlassungsnachweis, § 7 Abs. 1 Z 3 FrG) können als Karte entsprechend der Verordnung (EWG)
Nr. 1030/2002 vom 13. Juni 2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatsangehörige,
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 157/2002 vom 15. Juni 2002, erteilt werden.“
4. § 4 lautet samt Überschrift
„Aufenthaltszwecke für die Aufenthaltstitel
§ 4. (1) Eine Aufenthaltserlaubnis kann nur für folgende Aufenthaltszwecke erteilt werden
1. Ausbildung, § 7 Abs. 4 Z 1 FrG,
2. Familiengemeinschaft mit Ausbildung, § 7 Abs. 4 Z 3 FrG,
3. Rotationskraft, § 7 Abs. 4 Z 2 FrG,
4. Familiengemeinschaft mit Rotationskraft, § 7 Abs. 4 Z 3 FrG,
5. Volontär, § 12 Abs. 2 FrG,
6. Grenzgänger, § 1 Abs. 11 FrG,
7. Pendler, §§ 1 Abs. 12, 113 Abs. 3 FrG,
8. befristete Beschäftigung, § 12 Abs. 2 FrG,
9. Betriebsentsandter, § 12 Abs. 2 FrG,
10. Selbständig, § 7 Abs. 4 Z 4 FrG,
11. Aufenthalt aus humanitären Gründen, § 10 Abs. 4 FrG,
12. kurzfristig Kunstausübende selbständig, § 90 Abs. 4 FrG,
13. kurzfristig Kunstausübende unselbständig, § 12 Abs. 2 FrG,
14. vom AuslBG ausgenommen unselbständig Erwerbstätige, §§ 1 Abs. 2, 1 Abs. 4 AuslBG,
15. Praktikant, § 12 Abs. 2 FrG,
16. bewilligungsfrei nach AuslBG, § 18 Abs. 2 AuslBG,
17. Pendler-Abkommen, § 1 Abs. 5 AuslBG.
(2) Eine Niederlassungsbewilligung kann nur für folgende Aufenthaltszwecke erteilt werden
1. jeglicher Aufenthaltszweck, § 13 Abs. 2 FrG,
2. begünstigter Drittstaat – EWR, § 47 Abs. 3 FrG,
3. begünstigter Drittstaat – Ö, § 49 Abs. 1 FrG,
4. Selbständig, § 30 Abs. 2 FrG,
5. Familiengemeinschaft, § 20 Abs. 1 FrG,
6. Privat – quotenpflichtig, § 18 Abs. 4 FrG,
7. Medienbediensteter, § 19 Abs. 2 Z 1 FrG,
8. Künstler, § 19 Abs. 2 Z 2 FrG,
9. vom AuslBG ausgenommen unselbständig Erwerbstätige, § 19 Abs. 2 Z 3 FrG,
10. Begünstigter Drittstaat – CH, § 48a FrG,
11. Schlüsselkraft – selbständig, § 18 Abs. 1 Z 1 FrG,
12. Schlüsselkraft – unselbständig, § 18 Abs. 1 Z 1 FrG,
13. Familiengemeinschaft mit selbständiger Schlüsselkraft, § 18 Abs. 1 Z 1 FrG,
14. Familiengemeinschaft mit unselbständiger Schlüsselkraft, § 18 Abs. 1 Z 1 FrG,
15. Privat – quotenfrei, § 19 Abs. 5 FrG,
16. Schlüsselkraft – Abkommen, § 1 Abs. 5 AuslBG.
(3) Befristete Aufenthaltstitel sind als „Aufenthaltserlaubnis“ (§ 7 Abs. 1 Z 1 FrG) oder „Niederlassungsbewilligung“
(§ 7 Abs. 1 Z 2 FrG) zu bezeichnen; ihnen ist der jeweilige Aufenthaltszweck beizufügen.
(4) Unbefristete Aufenthaltstitel sind als „Niederlassungsnachweis“ (§§ 7 Abs. 1 Z 3 und 24 FrG) zu
bezeichnen.“
5. In § 9 lautet die Überschrift „Ermächtigung zur Erteilung von Visa bei bestimmten Grenzübergangsstellen“
und es entfallen Abs. 2 und die Absatzbezeichnung in Abs. 1.
6. § 11 wird nachstehender Abs. 3 angefügt
„(3) § 2 Z 4 bis 6, § 3 Abs. 2, § 4 und § 9 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 364/2002
treten am 1. Jänner 2003 in Kraft.