352. Verordnung: Neufestsetzung der Gebühren der Legalisatoren in Tirol und Vorarlberg
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des Art. X § 10 des Gesetzes vom
17. März 1897, RGBl. Nr. 77, und des Art. IV
§ 10 des Gesetzes vom 1. März 1900, RGBl.
Nr. 44, wird verordnet
§ 1. (1) Die Gebühren der Legalisatoren für
die Beglaubigung einer Unterschrift werden festgesetzt
a) bei einem Wert bis 1000 S mit 4 S,
b) bei einem Wert über 1000 S bis
10.000 S mit 8 S,
c) bei einem Wert über 10.000 S bis
100.000 S mit 20 S,
d) bei einem Wert über 100.000 S bis
500.000 S mit 50 S,
e) bei einem Wert über 500.000 S mit . 70 S,
f) bei unbestimmtem Wert mit 10 S.
(2) Die Bemessungsgrundlage ist jene der Gerichtsgebühren
für gerichtliche Beglaubigungen
(TP. 13 lit. a Z. 1 und § 13 GJGebGes. 1962,
BGBl. Nr. 289, in der Fassung des Bundesgesetzes
BGBl. Nr. 119/1963).
(3) Sind auf einer Urkunde die Unterschriften
zweier oder mehrerer gleichzeitig erscheinender
Personen zu beglaubigen, so beträgt die Legalisatorgebühr
für die zweite und jede weitere
Unterschrift die Hälfte der gemäß Abs. 1 festgesetzten
Gebühren.
(4) In geringfügigen Grundbuchssachen (§ 34
des Allgemeinen Grundbuchsgesetzes 1955, BGBl.
Nr. 39) mit einem Wert bis 13333 S hat die Entrichtung
der Legalisatorgebühren zu entfallen.
§ 2. (1) Diese Verordnung tritt mit dem der
Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.
(2) Die Verordnung des Bundesministeriums
für Justiz vom 17. März 1961, BGBl. Nr. 90, mit
der die Gebühren der Legalisatoren in Tirol und
Vorarlberg neu festgesetzt werden, wird aufgehoben.