32. Kundmachung: Aufhebung bestimmter Wortfolgen in § 236 Abs. 1 und 2 und in § 253 b Abs. 1 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes durch den Verfassungsgerichtshof
Gesetzestext (1 Artikel)
Gemäß Art. 140 Abs. 5 und 6 B-VG und gemäß
§ 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes
1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht
(1) Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis
vom 6. Dezember 1990, G 223/88-31,
G 235/88-26, G 33/90-23, G 63/90-21,
G 144/90-21, dem Bundeskanzler zugestellt am
19. Dezember 1990, die Wortfolge „bei männlichen,
vor Vollendung des 50. Lebensjahres bei weiblichen
Versicherten" in § 236 Abs. 1 Z 1 lit. a, die
Wortfolge „bei männlichen, nach Vollendung des
50. Lebensjahres bei weiblichen Versicherten" in
§ 236 Abs. 1 Z 1 lit. b, die Wortfolge „bei
männlichen Versicherten bzw. nach Vollendung des
50. Lebensjahres bei weiblichen Versicherten" in
§ 236 Abs. 2 Z 1 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes,
BGBl. Nr. 189/1955, in der Fassung
des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 484/1984, und die
Wortfolge „nach Vollendung des 60. Lebensjahres,
die Versicherte" in § 253 b Abs. 1 ASVG, in der
Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 609/1987
als verfassungswidrig aufgehoben.
(2) Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 30. November
1991 in Kraft.
(3) Frühere gesetzliche Bestimmungen treten
nicht wieder in Kraft.