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324. Verordnung: Änderung der Verordnung, mit welcher Lehrpläne für gewerbliche, für kaufmännische und für die hauswirtschaftlichen Berufsschulen erlassen werden

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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 324. Verordnung: Änderung der Verordnung, mit welcher Lehrpläne für gewerbliche, für kaufmännische und für die hauswirtschaftlichen Berufsschulen erlassen werden

Auf Grund des Schulorganisationsgesetzes,

BGBl. Nr. 242/1962, in der Fassung der Bundesgesetze

BGBl. Nr. 143/1965, 173/1966, 289/1969

und 234/1971, insbesondere auf Grund dessen

§§ 6 und 47, wird verordnet

Artikel I

Die Verordnung des Bundesministers für Unterricht

vom 4. Juni 1963, BGBl. Nr. 142, mit

welcher Lehrpläne für gewerbliche, für kaufmännische

und für die hauswirtschaftlichen Berufsschulen

erlassen werden, in der Fassung der Verordnungen

BGBl. Nr. 302/1967, 175/1969 und

270/1970 wird wie folgt geändert

I. Die Anlage A 21 (Rahmenlehrplan für

graphische Berufe) hat wie folgt zu lauten

Anlage A/21

RAHMENLEHRPLAN

FÜR GRAPHISCHE BERUFE

(Für Druckformenhersteller, Flachdrucker,

Hochdrucker, Kartolithographen, Kupferdrucker,

Lithographen (Phototonätzer), Notenstecher,

Reproduktionsphotographen, Schriftgießer und

Stereotypeure, Setzer, Siebdrucker, Stereotypeure

und Galvanoplastiker, Tiefdruckformenhersteller)

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage A.

III. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage A.

IV. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN

DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

LEHRSTOFF, DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE

Staatsbürgerkunde

Siehe Anlage A.

Betriebswirtschaftlicher Unterricht

Siehe Anlage A.

Fachunterricht

Fachkunde

Sprache

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zur Ausübung des Berufes

notwendigen Kenntnisse in der geschriebenen

und gesprochenen deutschen Sprache mit besonderer

Berücksichtigung der Fachsprache. Wecken

des Verständnisses für gute Literatur.

Lehrstoff

Verhältnis von Sprache und schriftlichen Korrekturvorschriften.

Die Kurrentschrift.

Mündlicher Ausdruck: Anleitung zum richtigen

Sprechen.

Der Bereich der Sprache. Sprachlehre: Wort-

und Satzlehre; das Wesentliche über Wortbildung

und Bedeutungswandel.

Rechtschreibung: Rechtschreibregeln und

gründliches Einüben der Zeichensetzung. Schreibung

häufig gebrauchter Fremdwörter. Übungen

im Gebrauch von Wörterbüchern.

Schriftlicher Ausdruck: gelegentliche Stilübungen,

Aufstellung von Dispositionen (Protokollführung).

Schrifttum: Anleitung zum Zugang zu bedeutenden

Werken der deutschsprachigen Literatur.

Hinweis auf Höhepunkte in der deutschsprachigen

Literatur, insbesondere der Dichtung der

jetzigen Zeit.

Didaktische Grundsätze

Der Unterricht in Sprache hat vor allem von

den Erfordernissen des Berufes auszugehen und

ist stets hinsichtlich des Ausmaßes und der besonderen

Bedürfnisse mit diesen abzustimmen.

Ebenso ist auf die in der Praxis sich ergebenden

Fehlerquellen hinzuweisen.

Schularbeiten: Zwei im Schuljahr zulässig.

Allgemeine Fachkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung eines Überblickes über die graphischen

Darstellungen und Techniken vom Altertum

bis zur Gegenwart und eines Einblickes in

die Arbeitsverfahren der graphischen Berufe.

Lehrstoff

Graphische Darstellungen als Verständigungsmittel

der Menschen. Vom Bildzeichen zum

Buchstaben. Entwicklung der abendländischen

Schrift. Beschreibstoffe und Schreibgeräte. Von

der Rolle zum Kodex. Vorgeschichte. Erfindung

Gutenbergs. Mechanisierung und Industrialisierung

der Buchherstellung (Buchbindekunst).

Illustrationen: das Original, die Reproduktionstechniken

für die verschiedenen Druckverfahren.

Einführung in die Arbeitsverfahren der graphischen

Lehrberufe (druckformenherstellende,

druckende, weiterverarbeitende). Arbeitsvorbereitung

und arbeitstechnischer Ablauf von

Druckerzeugnissen in den verschiedenen Druckverfahren.

Das typographische System.

Didaktische Grundsätze

Die Geschichte und die Technik der graphischen

Ausdrucksmittel und die diesbezüglichen

Schöpfungen der Kulturvölker sind nur in dem

Ausmaß zu vermitteln, als dies für die Erwerbung

des Verständnisses für das Zusammenwirken

und die Arbeitsweisen der graphischen Berufe

notwendig ist. Dies hat in kulturgeschichtlichen

und technischen Themenkreisen zu erfolgen.

Durch Lehrinstruktionen im Zusammenhang

mit Exkursionen ist diese Einführung in die

Arbeitsweisen und das Zusammenwirken zu veranschaulichen.

Spezielle Fachkunde

(Für Druckformenhersteller, Flachdrucker, Hochdrucker,

Kupferdrucker, Lithographen (Phototonätzer),

Notenstecher, Reproduktionsphotographen,

Schriftgießer und Stereotypeure, Siebdrucker,

Stereotypeure und Galvanoplastiker,

Tiefdruckformenhersteller)

Bildungs- und Lehraufgabe

Vertrautmachen mit den Werkstoffeigenschaften

und den Wirkungsweisen von Werkzeugen,

Maschinen und Apparaten sowie mit allen bei

der Ausübung des Berufes notwendigen Arbeitsverfahren

unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen

Momente.

Lehrstoff

a) für Druckformenhersteller

Unfallverhütung. Geräte und Einrichtungen in

der Reprophotographie: Optik, Filter, Raster,

Beleuchtung, Apparate, Andruckpressen. Positivretusche.

Raster im Tiefdruck. Chemie der photographischen

Bäder. Kopierverfahren. Strich-

und Rasterätzung. Klischeemontage. Eigenschaften

der Druckpapiersorten und Druckfarben.

Einstufenätzverfahren. Negative und Metallretusche,

Klischeevervielfältigungen. Andruckpressen.

Fräsen und Facettieren. Farbtemperatur

des Lichtes. Farbauszugsfilter und ihre Wirkung.

Unterschiedliche Filmtypen und deren Aufbau.

Herstellung von Farb- und Schwarzauszügen im

direkten und indirekten Verfahren. Aufrasterungen

mit dem Kontaktraster. Rasterwinkelungen

und das Moiré. Entwicklung der Mehrfarbenätzung.

Reihenfolge im An- und Auflagendruck.

Offsetkopie vom Positiv. Reproduktion eines

Plakates für das Offsetverfahren. Neue Kopierschichten

und vorbeschichtete Platten. Entwicklungsmaschinen

für Metallkopien. Auswaschverfahren.

Farbprüfverfahren. Elektronische Graviermaschinen.

Scanner. Phototonätzung. Photographische

Maskenverfahren. Repro-Fertigungsstrecken.

Arbeitsvorbereitung. Anwendung von

Rechenbeispielen bei geeigneten Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

b) für Flachdrucker

Unfallverhütung. Einführung in den Flachdruck

und in die Lithographie. Umgang mit

Chemikalien. Chemischer Vorgang auf Stein und

Metall. Herstellung von Druckplatten. Negativ-

und Positivkopie. Vermittlung von Grundkenntnissen

der Reprophotographie. Wartung von

Maschinen und Geräten.

Erstellung des Einteilungsbogens, fachliche Berechnungen

(Nutzen). Ausschießschemata. Montage.

Kopierverfahren. Anhaltekopie. Schiebemontage.

Kopiermaschine. Andruck. Anwendung

von Farbmeßgeräten. Eigenschaften der Druckfarben.

Einführung in Papierkunde und -herstellung,

Papiersorten, deren Eigenschaften und Verwendung;

andere Bedruckmaterialien.

Maschinenkunde: Hauptteile, Formate, Arten,

Hilfsmaschinen, Schemata von Maschinen. Errechnen

des absoluten Druckes.

Vom Einrichten bis zum Fortdruck. Behandlung

der Gummitücher. Rillen und Perforieren.

Bronzedruck. Klimatisierung. Rollenoffsetdruck.

Endfertigung des Bedruckmaterials.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen. Informationen über fachverwandte

Lehrberufe.

c) für Hochdrucker

Unfallverhütung. Anforderungen an den Beruf

des Hochdruckers.

Handwerkzeuge. Aufbau einer modernen

Druckerei. Die wichtigsten Druckverfahren.

Hochdruckformen und deren Behandlung. Wesen

der Zurichtung.

Maschinen des Hochdruckers: Entwicklung,

Arten, Elemente und Schemata; Handhabung

und Betreuung.

Einführung in Papierkunde und -herstellung,

Papiersorten, deren Eigenschaften und Verwendung;

andere Bedruckmaterialien. Eigenschaften

der Druckfarben, Farbzusätze und ihre Anwendungen.

Zurichten an der Zylinderschnellpresse.

Zurichten von Werksatz, Tabellen, Strichklischees,

Autotypien, Duplikaten und gemischten

Formen. Die Herstellung von Kraftzurichtungen

und deren Anbringung. Stand und Register.

Ausschießregeln. Ausschießen bis 32 Seiten.

Abwicklungsfehler und deren Behebung.

Numerieren, Perforieren, Stanzen, Prägen.

Außergewöhnliche Druckarbeiten. Der Naß-in-

Naß-Druck. Zusammenarbeit mit dem Buchbinder.

Herstellung von Druckplatten für den Ein-

und Mehrfarbendruck, Originale und Duplikate.

Einpassen mehrfarbiger Formen. Drei- und Vierfarbendruck.

Golddruck. Druckbestäubung. Passerdifferenzen.

Druckschwierigkeiten. Indirekter

Hochdruck und Offsetdruck für den Hochdrucker.

Flexodruck. Siebdruck.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

d) für Kupferdrucker

Unfallverhütung. Kupferstich, Heliogravur,

Radierung, Werkzeuge und Maschinen. Gebräuchliche

Materialien (Kupfer, Zink, Stahl).

Druckfarben und Bedruckstoffe. Chemikalien.

Die Druckarten. Beurteilung der Drucke in bezug

auf Klarheit der Formen in allen Teilen des Bildes,

Schärfe, Sauberkeit, Abstufung der Farben.

Mischen und Zubereiten der Druckfarben. Einführung

in Papierkunde und -herstellung;

Papiersorten, deren Eigenschaften und Verwendung;

andere Bedruckmaterialien. Feuchten und

Vorbehandeln der Papiersorten. Vorbehandeln

von Druckplatten. Individuelles Einfärben bzw.

Behandeln (Wischen) der Druckplatten. Andrucken

ein- und mehrfarbiger Arbeiten auf verschiedenen

Papiersorten. Einrichten der Druckplatte,

Einpassen, Drucken. Druckschwierigkeiten. Anwendung

von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

e) für Lithographen (Phototonätzer)

Unfallverhütung. Einführung in die Druckverfahren,

deren Verschiedenheit, Entwicklung und

Anwendung. Die einzelnen lithographischen

Techniken. Papiersorten, Papierformate, Papierprüfung.

Druckfarben, Farbpigmente und Bindemittel.

Entwicklung der Photographie. Optische

Grundbegriffe. Reproduktionsphotographie. Reprotechnik

für den Flachdruck. Entstehen eines

kopierfähigen Rasterpunktes. Glas- und Kontaktraster.

Arbeitsmethoden mit den verschiedenen

Rastern, Rasteraufnahmen. Farbfilter.

Farbauszüge. Photographische Ätzverfahren.

Negativ- und Positivretusche. Kopierverfahren,

Kopiermaschinen. Photosatz. Gigantographie und

Großprojektion. Druckplatten. Reprotechnische

Filme, Gradation, Strippingfilm, Opazitätsbegriffe.

Sensitometrische Maße und Meßgeräte.

Tonwert- und Farbkorrektur auf manuellem und

photographischem Wege. Maskenverfahren. Maskierte

Positive auf elektronischem Wege. Farbklischograph

im Offsetdruck. Farbnegativ- und

Farbumkehrfilme. Anwendung von Rechenbeispielen

bei geeigneten Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

f) für Notenstecher

Unfallverhütung. Notenschrift und Bezeichnungen

in der Musik. Werkzeuge. Schriftarten

und Schriftgrößen. Zurichten der Stichplatte.

Einteilen der Stichplatte gemäß den musikalischen

Regeln. Notenlinien und Einteilen der

Takte und Noten nach bestimmten Größenverhältnissen.

Schlagen der Notenzeichen und

Schriften mittels Stahlstempels. Planieren der

Plattenrückseite. Stechen mittels verschiedenartiger

Stichel. Nachbearbeiten der Platte. Korrekturen.

Zurichten der Werkzeuge.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

g) für Reproduktionsphotographen

Unfallverhütung. Geräte und Einrichtungen

in der Reprophotographie: Optik, Filter, Raster,

Beleuchtung, Apparate. Der Raster im Tiefdruck.

Chemie der photographischen Bäder. Kopierverfahren.

Strich- und Rasterätzung. Klischeemontage.

Eigenschaften und Verwendung der Papiersorten

und Druckfarben. Direkter Farbrasterauszug.

Halbtonfarbauszug. Verschiedene Methoden

der Maskierung. Erzeugung lichtempfindlicher

Materialien. Verhältnis zwischen Schwärzung,

Belichtung, Entwicklung und Beeinflussung auf

die Gradation. Einführung in die Elektronik.

Belichtung und Farbauszug, elektronisch gesteuert.

Repro-Rechenschieber. Farbprüfverfahren.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

h) für Schriftgießer und Stereotypeure, Stereotypeure

und Galvanoplastiker

Unfallverhütung. Formenbereitung. Stereotypie

Herstellung und Prägung der Matrize.

Gießen der Stereos, Fertigmachen, Korrekturen.

Rundstereotypie. Kunststoffstereotypie. Gummiklischee.

Gummistempel. Matrixverfahren. Galvanoplastik.

Bleiprägung. Bäder. Egalisieren und

Richten. Schriftgießerei. Schriftzeichen. Type.

Typographisches System. Die Metallurgie. Werkzeuge

des Schriftgießers. Entstehung der Schrift.

Justieren der Matrize. Zurichten. Gießen. Gießzettel,

Gießmaschinen, -instrumente und -geräte

und deren Handhabung. Die mechanische

Werkstätte in der Schriftgießerei. Anwendung

von Rechenbeispielen bei geeigneten Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

i) für Siebdrucker

Unfallverhütung. Grundkenntnisse der Lithographie

und der Reproduktionsphotographie.

Technischer Arbeitsablauf in einer Siebdruckerei.

Unfallgefahren. Grundbegriffe der Chemie und

der Physik. Einführung in die Papierkunde und

-herstellung, Papiersorten, deren Eigenschaften

und Verwendung; andere Bedruckmaterialien.

Druckfarben und Hilfsmaterialien.

Maschinenkunde: Arten, Hauptteile, Formate,

Hilfsmaschinen; Schemata von Maschinen für

den Flachdruck. Weiterverarbeitungsmethoden

(Schneiden, Stanzen, Lackieren). Berechnen und

Herstellen von Einteilungsbogen. Filmmontagen

für ein- und mehrfarbige Arbeiten. Bespannen

von Siebdruckschablonen (Textil- und Metallgewebe).

Schablonen mittels Schneidefilms. Direkte

und indirekte Siebdruckschablonen. Mischen und

Aufbereiten der Druckfarben. Einrichten der

Schablonen. Ein- und Mehrfarbendruck. Warten

und Pflegen der Maschinen und Arbeitsgeräte.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

j) für Tiefdruckformenhersteller

Unfallverhütung. Maschinen, Geräte und

Materialien der Reproduktionsphotographie und

der Tiefdruckformenherstellung. Photochemie.

Eigenschaften der Druckfarben. Farbfilterungsverfahren

und Maskiertechnik. Aufkupferung

von Tiefdruckzylindern. Halbtontonretusche

(negativ und positiv) von einfarbigen und mehrfarbigen

Arbeiten aller Schwierigkeitsgrade. Der

Densitometer. Korrekturen durch Abschwächer

auf Negativen und Positiven. Montage und

Kopie der Bild- und Textilfilme. Das Verfahren

des Übertragens der Kopien auf den Zylinder.

Entwicklung der Kopien. Zylinderätzen. Ätzbäder

und gebräuchliche Lösungen. Korrekturen

am Zylinder (plus und minus). Grundkenntnisse

von elektronisch gesteuerten Farbauszugsgeräten.

Anwendung von Rechenbeispielen bei geeigneten

Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

Didaktische Grundsätze

Der Unterricht hat im Zusammenhang mit der

Ausbildung im Betrieb und den fachlichen Erörterungen

im Unterrichtsgegenstand „Praktische

Arbeit" zu erfolgen. Die Kenntnis der verwendeten

Rohstoffe und Präparate, Werkzeuge, Behelfe

und Apparate ist in einem solchen Umfang

zu vermitteln, daß der Lehrling in der Lage ist,

den Anforderungen seines Berufes gerecht zu

werden. Bei der Vermittlung der einzelnen Sachgebiete

ist besonderer Wert auf anschauliche Darstellung

zu legen und auf die in der Praxis sich

ergebenden Fehlerquellen aufmerksam zu

machen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist

auf Arbeitshygiene und Unfallverhütung hinzuweisen.

Spezielle Fachkunde für Setzer

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung des zur Ausübung des Berufes

notwendigen Grundwissens über die Sachgebiete

Handsatz, Maschinensatz und Photosatz. Einführung

in ergänzende Arbeitsvorgänge bei der

Buchherstellung.

Lehrstoff

Gesetzliche Bestimmungen über Blei, Bleiverbindungen

und Bleilegierungen. Materialienkunde.

Typographisches System. Schriftgrade,

Korrekturvorschriften. Der glatte und der gemischte

Satz. Satz von Gedichten, Dramen und

Fremdsprachen. Reihensatz. Satz chemischer und

mathematischer Formeln. Satz von Tabellen. Gebrauchsdrucksorten,

Anzeigen, Urkunden, Diplome

und Wertpapiere.

Werksatz: Manuskriptberechnen. Manuskripteinrichten.

Satzspiegelbestimmen, Satzanweisungen,

Arbeitsvorbereitungen, Titelbogen. Textseiten.

Tabellen. Verzeichnisse.

Umbruch. Anordnen von Klischees. Einführung

in die Papierkunde und -herstellung;

Papiersorten, deren Eigenschaften und Verwendung;

andere Bedruckmaterialien, Falzen und die

Falzarten, Ausschießen. Binden und Bindearten.

Buchschutzumschlag. Satz von Tageszeitungen.

Satz und Umbruch für Offset- und Tiefdruck.

Setzmaschinenkunde. Photosatz. Anwendung von

Rechenbeispielen bei geeigneten Themen.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

Didaktische Grundsätze

Der Unterricht hat im Zusammenhang mit der

Ausbildung im Betrieb und dem Unterrichtsgegenstand

„Praktische Arbeit" zu erfolgen. Die

Kenntnis der verwendeten Materialien, Werkzeuge,

Behelfe und Apparate ist in einem solchen

Umfang zu vermitteln, daß der Lehrling in der

Lage ist, den Anforderungen seines Berufes gerecht

zu werden. Bei der Vermittlung der einzelnen

Sachgebiete ist besonderer Wert auf anschauliche

Darstellung zu legen.

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist auf

Arbeitshygiene und Unfallverhütung hinzuweisen.

Spezielle Fachkunde für Kartolithographen

Bildungs- und Lehraufgabe

Einführung und Vertrautmachen mit dem

theoretischen Stoff der Kartographie und der damit

verbundenen Reproduktionstechniken. Im

besonderen Weckung des Verständnisses für die

neuzeitliche Kartenherstellung und für die Wechselbeziehungen

zwischen astronomischen, geodätischen,

typographischen und kartographischen

Arbeiten.

Lehrstoff

Unfallverhütung. Übersicht über die Entwicklung

des Kartenwesens unter besonderer Berücksichtigung

der Leistungen österreichischer Kartographen.

Landesaufnahmen und die Herstellung

der österreichischen Kartenwerke (Originalkartographie).

Privatkartographie. Gestalt der Erde

und ihre Dimensionen. Projektions- und Kartenentwurfslehre.

Wesen einer Karte und die verschiedenen

Maßstäbe. Karteninhalt in Abhängigkeit

vom Maßstab. Verschiedene Zeichenträger.

Das Paßsystem. Mechanische und chemische Gravur.

Geländegegenstände und ihre kartographische

Darstellung. Die Farbe in der Karte. Die

Generalisierung. Technik der Schriftherstellung

(Photosatz). Schriftbild in der Karte. Strichstär-

kenwandler (Variomat). Das Relief und seine

Darstellung. Rasterung von Voll- und Halbtönen.

Gesamtstaatliche Netze (Triangulierungs-,

Nivelliment- und Schwerenetz). Erd- und Luftbildmessung

und ihre Voraussetzungen. Räumliches

Sehen und Auswertungsmöglichkeiten.

Kartenfortführung. Grenzkataster und seine Entstehung.

Ausländische Kartenwerke der Anrainerstaaten.

Informationen über fachverwandte Lehrberufe.

Didaktische Grundsätze

Die Kenntnis der verwendeten Rohstoffe und

Chemikalien, Werkzeuge, Behelfe und Apparate

ist in einem solchen Umfang zu vermitteln, daß

der Lehrling in der Lage ist, den Anforderungen

seines Berufes gerecht zu werden. Bei der Vermittlung

der einzelnen Sachgebiete ist besonderer

Wert auf anschauliche Darstellung zu legen.

Stets ist darauf Bedacht zu nehmen, daß sich der

Lehrling ein eigenes Werturteil bildet und zur

ökonomischen Arbeit angeregt wird. Bei jeder

sich bietenden Gelegenheit ist auf Arbeitshygiene

und Unfallverhütung hinzuweisen.

Fachzeichnen

(Fachzeichnen für Druckformenhersteller, Notenstecher,

Reproduktionsphotographen, Tiefdruckformenhersteller)

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten

und der Kenntnisse der Farbenlehre sowie der

technischen Erfordernisse in einem für den Beruf

notwendigen Ausmaß, sodaß der Lehrling zur

selbständigen erfolgreichen Ausführung der Arbeiten

in fachlich einwandfreier Art und dem

guten Geschmack entsprechend befähigt wird.

Lehrstoff

Schriftübungen. Genauigkeitsübungen (Punkt-

und Strichzeichnungen). Angewandte Farbenlehre,

Mischübungen, ausgeführt mit Deck- und

Lasurfarben und mit Farbmustern. Lichtfarben

(Spektralfarben). Körperfarben. Der Farbenkreis.

Bunte und unbunte Farbreihen. Farbumkehrung.

Kompensative Farbmischung. Naturstudien (Auflösen

in Linien, Punkte und Farbflächen). Grauklare

Reihe (Graukeil). Farbbeschränkung. Abstraktion

und Reduktion von Form und Farbe.

Schriftkomposition. Strich- und Farbkontraste.

Farbmischübungen.

Didaktische Grundsätze

Aufbauend auf die im Beruf gebräuchlichen

Arbeitsweisen ist der Lehrstoff so zu vermitteln,

daß der Lehrling die Grundlage zur Weiterbildung

erhält.

Bei allen Arbeiten ist stets auf die Ausführbarkeit

und Weiterverarbeitung sinngemäß Bedacht

zu nehmen. Die Erziehung zum selbständigen

kritischen Urteil ist zu pflegen.

Fachzeichnen für Flachdrucker, Hochdrucker,

Kupferdrucker und Siebdrucker

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten

und der Kenntnisse der Farbenlehre sowie der

technischen Erfordernisse in einem für den Beruf

notwendigen Ausmaß, sodaß der Lehrling zur

selbständigen erfolgreichen Ausführung der Arbeiten

in fachlich einwandfreier Art und dem

guten Geschmack entsprechend befähigt wird.

Lehrstoff

a) für Flachdrucker, Kupferdrucker und Siebdrucker

Einführung in die angewandte Farbenlehre.

Primär-, Sekundär- und Komplementärfarben.

Vergrauen und Brechen der Farben. Additive

und subtraktive Farbwirkung. Konstruieren und

Anwenden geometrischer Formen. Der Farbenkreis.

Harmonien und Kontraste. Ausdeckübungen.

Farbtreffübungen. Erstellung eines Einteilungsbogens.

Anfertigen technischer Zeichnungen.

Schriftübungen.

b) für Hochdrucker

Einführung in die angewandte Farbenlehre.

Primär-, Sekundär- und Komplementärfarben.

Vergrauen und Brechen der Farben. Additive und

subtraktive Farbwirkung. Konstruieren und Anwenden

geometrischer Formen. Der Farbenkreis.

Harmonien und Kontraste. Ausdeckübungen.

Farbtreffübungen. Anfertigen technischer Zeichnungen.

Schriftübungen.

Didaktische Grundsätze

Der Lehrstoff ist so praxisbezogen zu vermitteln,

daß der Lehrling befähigt wird, die

drucktechnischen Erzeugnisse hinsichtlich ihrer

Exaktheit, ihrer formalen und farbigen Qualität

zu beurteilen. Hinführen zum Verständnis der

technischen Funktionen von Druckmaschinen.

Fachzeichnen für Lithographen (Phototonätzer)

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten

und der Kenntnisse der Farbenlehre sowie der

technischen Erfordernisse in einem für den Beruf

notwendigen Ausmaß, sodaß der Lehrling zur

selbständigen erfolgreichen Ausführung der Arbeiten

in fachlich einwandfreier Art und dem

guten Geschmack entsprechend befähigt wird.

Erziehung zur kritisch-selbständigen Betrachtung

von Druck-, Kunst- und Werbegraphik.

Lehrstoff

Schriftschreiben, Schriftzeichnen, Schriftgestalten.

Naturstudien nach Modellen (Gegenstände,

Pflanzen, Tiere, der Mensch) mit verschiedenen

graphischen Materialien. Lineares Zeichnen.

Strichbildung. Flächenteilungen, ein- und mehrfarbige

Ausdeckübungen. Freies Arbeiten mit

Pinsel und Farbe. Auflösen von Halbtonvorlagen

(Photo) in Linien, Punkte und Farbflächen. Buchstabenverbindungen

(flächig und räumlich dargestellt).

Grauklare Reihe (Graukeil). Der 24teilige

Farbenkreis. Bunte und unbunte Farbreihen. Die

Farbbeschränkung. Entwurfsarbeiten (Skizze,

Reinzeichnung, druckreife Ausführung).

Didaktische Grundsätze

Aufbauend auf die im Beruf gebräuchlichen

graphischen Arbeitsweisen, ist der Lehrstoff so zu

vermitteln, daß der Lehrling die Grundlagen zur

Weiterbildung erhält. Bei allen Arbeiten ist stets

auf die Ausführbarkeit der Entwürfe Bedacht

zu nehmen.

Fachzeichnen für Kartolithographen

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten

und der Kenntnisse der Farbenlehre sowie der

technischen Erfordernisse in einem für den Beruf

notwendigen Ausmaß, sodaß der Lehrling zur

selbständigen erfolgreichen Ausführung der Arbeiten

in fachlich einwandfreier Art und dem

guten Geschmack entsprechend befähigt wird.

Lehrstoff

Schriftschreiben. Schriftzeichnen. Schriftgestalten.

Naturstudien mit verschiedenen graphischen

Materialien. Lineares Zeichnen. Strichbildung,

Flächenteilungen, ein- und mehrfarbige Ausdeckübungen.

Freies Arbeiten mit Pinsel und Farbe.

Zeichnen von Kartenmaßstäben. Übertragen

von größeren Maßstäben in kleinere. Generalisierungen

topographischer und geographischer Karten.

Anlegen von Profilen. Übungen im Schummern

und Lavieren von Geländeformen.

Didaktische Grundsätze

Das Fachzeichnen soll die praktische Arbeit

durch graphische Übungen unterstützen und helfen,

das theoretische Wissen und seine Grundsätze

in die Praxis umzusetzen. Bei jeder sich bietenden

Gelegenheit ist auf die notwendige Genauigkeit

und Klarheit des Kartenbildes hinzuweisen,

das entstehen soll.

Fachzeichnen für Setzer, Schriftgießer und Stereotypeure,

Stereotypeure und Galvanoplastiker

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten

(berufsbezogene Entwurfstechnik) und der Kenntnisse

der Farbenlehre in jenem Ausmaß, daß der

Lehrling zur selbständigen erfolgreichen Ausführung

der Arbeiten in fachlich einwandfreier Art

und dem guten Geschmack entsprechend befähigt

wird.

Lehrstoff

Kenntnis und Anwendungsmöglichkeiten der

verschiedenen Schriften. Skizzieren der Schriftschnitte.

Schriftmischen. Gliederung von Zeilen

und Textgruppen nach typographischen Grundsätzen.

Grau- und Schwarzwirkung mittels

Schrift. Angewandte Farbenlehre (Farb- und Kontrastmöglichkeiten

als typographische Auszeichnung).

Entwurfstechnik: Bleistiftskizzen, Layouts als

Farbarbeiten, Klebeumbrüche mit Blindtexten,

Abreibbuchstaben und Rasterunterlegungen.

Schneidetechnik. Entwurfsarbeiten für Blei- und

Photosatz (Drucksortengestaltung). Programm,

Anzeige, Schriftplakat, Buchtitel.

Didaktische Grundsätze

Die Typoskizzier- und Entwurfstechnik ist in

der Form und insoweit zu vermitteln, daß sowohl

die Kenntnisse der Schriftcharaktere und -schnitte

erworben und vertieft werden als auch die Entwurfsarbeiten

für die Praxis als Arbeitsvorbereitungen

verwendet werden können.

Praktische Arbeit

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung aller wesentlichen handwerklichen

Fertigkeiten des Berufes im Zusammenwirken

mit der Ausbildung im Lehrbetrieb. Bildung des

Geschmacks und Vertiefung der Sach- und Fachkenntnisse,

um dem Lehrling eine verständnisvolle

und erfolgreiche Arbeit im Beruf zu ermöglichen.

Weckung des Bewußtseins der aus den Berufspflichten

entstehenden Verantwortung.

Lehrstoff

a) für Druckformenhersteller

Unfallverhütung. Übungen mit Schaber und

mit Pinsel auf Metall und auf photographischen

Schichten. Ausdeckübungen auf dem Blankfilm

(mehrfarbige Stricharbeiten), Kopieren, Ätzen,

Herrichten und Drucken von Grobrasterklischees.

Negativretusche. Kopieren von Strich- und Rasternegativen

auf Metall, Metallretusche. Einstufenätzen

von Strich-, Raster- und kombinier-

ten Klischees. Tonwertkorrekturen auf dem Rasterklischee

(Punktabbau). Fräsen. Nachschneiden

und Ätzen. Auswaschmethoden. Facettieren und

Andrucken. Filmmontagen. Tonwertkorrekturen

auf photographischen Schichten (Halbton- und

Rasterfilme). Kopieren von Mehrfarben-Rasternegativen.

Gravieren von Vierfarbensätzen. Tonwertkorrekturen

und Zusammendrucken von

mehrfarbigen Arbeiten auf Metall. Phototonätzen.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

b) für Flachdrucker

Unfallverhütung. Bearbeiten des Lithographiesteines

und der Druckplatte. Schleifen und Körnen.

Einteilen, Montieren und Kopieren einfacher

Arbeiten im Negativ- und Positivverfahren.

Warten von Maschinen und Geräten. Herstellen

eines Einteilungsbogens. Ein- und Mehrfarbenmontage.

Kopierarten. Farbmischen. Anfertigen

von Probedrucken. Einstellen und Inbetriebnahme

der Offsetmaschinen (Ein- und Zweifarbenmaschinen).

Drucken von ein- und mehrfarbigen

Arbeiten. Naß-in-Naß-Druck.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

c) für Hochdrucker

Unfallverhütung. Handwerkzeug des Hochdruckers.

Bedienen der Maschinen für den Hochdruck.

Stand- und Formatmachen. Formenschließen.

Justieren von Druckstöcken. Aufzug und

Anlage. Zurichten und Druck von Satz-, Tabellen-,

Plattenformen sowie Tonplattenschnitten,

Strichätzungen und Autotypien. Numerieren,

Perforieren, Stanzen, Prägen.

Schließen und Einpassen der Klischees auf

Drehpunkt. Nylospeedverfahren. Gemischte Formen.

Drei- und Vierfarbendruck. Golddruck.

Arbeiten an Bogenrotationspressen und im indirekten

Hochdruck.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

d) für Kartolithographen

Unfallverhütung. Gebrauch und Zurichten der

Geräte und Materialien. Anfertigen von Hochzeichnungen,

Netzübertragung generalisierter

Verkleinerungen, Farb- und Montagevorlagen.

Alle einschlägigen lithographischen Techniken

(Federzeichnen, Gebrauch von Reißfeder, Zirkel

und Kurvenlineal, Terraindarstellung durch

Punktieren, Lavieren, Schummern, Wischen und

Spritzen). Feder- und Pinselarbeiten auf Folien,

Ausdeckübungen, Schriftübungen, Übungen im

Zerlegen von Mischfarben in Voll- und Rastertöne.

Abdeckarbeiten auf Strichnegativen. Lasieren

von Tönen und Verläufen auf Halbtonnegativen.

Negativ- und Positivretusche mit verschiedenen

Techniken. Ätzübungen auf Rasterpositiven.

Wiedergabe einfacher Mehrfarbenarbeiten

auf fotomechanischem Wege. Anwendung von

Paßsystemen. Mechanische und chemische Schichtgravur

(Folie und Glas). Montagearbeiten von

Schrift- und Situationsfolien (Lichtsatz). Anwendung

der Ergebnisse von Strichstärkenwandlung

mittels Variomat.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

e) für Kupferdrucker

Unfallverhütung. Vorbehandeln von Druckplatten.

Mischen und Zubereiten der Druckfarben.

Feuchten und Vorbehandeln der Papiersorten.

Individuelles Einfärben bzw. Behandeln

(Wischen) der Druckplatten. Andrucken ein- und

mehrfarbiger Arbeiten auf verschiedenen Papiersorten.

Einrichten der Druckplatten. Drucken.

Warten und Pflegen der Maschinen und Arbeitsgeräte.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

f) für Lithographen (Phototonätzer)

Unfallverhütung. Gebrauch und Zurichten der

Werkzeuge und Materialien. Anfertigen von

Pausen und Konturzeichnungen. Alle einschlägigen

lithographischen Techniken (Federzeichnung,

Kreide-, Punktier- und Spritztechnik), Feder-

und Kreidearbeiten auf Folien. Ausdeckübungen.

Schriftübungen.

Üben im Zerlegen von Mischfarben in die Einzelfarben.

Abdeckarbeiten auf Strichnegativen,

Lasieren von Tönen und Verläufen auf Halbtonnegativen.

Negativretusche mit verschiedenen

anderen Techniken. Stufenätzung auf Arbeitsrastern.

Ätzübungen auf Rasterpositiven. Wiedergabe

von Mehrfarbenarbeiten auf photomechanischem

Wege. Duplex-Aufnahmeretuschen.

Herstellen von tonwertrichtigen Lithographien

in verschiedenen Techniken, vor allem

Offsetätzungen nach farbigen Aufsichts- und

Durchsichtsoriginalen. Filmmontage für Offset-

Photosatz.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

g) für Notenstecher

Unfallverhütung. Zurichten der Stichplatten

(Zuschneiden auf bestimmte Größen, Abschaben

mit der Ziehklinge). Übungen im Einteilen der

Stichplatten gemäß den musikalischen Regeln,

im Einziehen der Notenlinien und Einteilen der

Takte und Noten nach bestimmten Größenverhältnissen.

Ausführung der Notenzeichen und

Schriften mittels Stahlstempels. Planieren der

Plattenrückseite, Stechübungen mittels verschiedenartiger

Stichel (Messer- oder Flachstichel).

Nachbearbeiten der Platte (Nachziehen der

Notenlinien. Polieren und Ausbürsten der

Platte). Durchführen der Korrekturen. Zurichten

der Werkzeuge. Warten und Pflegen der Arbeitsgeräte

und Werkzeuge.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

h) für Reproduktionsphotographen

Unfallverhütung. Strich- und Rasteraufnahmen

in verschiedenen Verfahren für den Hoch-

und Flachdruck. Halbtonnegative und Halbtonpositive.

Verwendung verschiedener Geräte und

Raster. Duplex-Rasterung. Kombinierte Aufnahme

und Hochlichtaufnahme. Halbtonfarbenauszug

und seine Aufrasterung. Herstellen von

Masken nach verschiedenen Methoden. Direkt

aufgerasterter Farbsatz. Elektronisch gesteuerte

Belichtung. Farbprüfverfahren. Einführung in

die Lithographie-Montage.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

i) für Schriftgießer und Stereotypeure, Stereotypeure

und Galvanoplastiker

Unfallverhütung. Werkzeuge des Gießers. Die

Elemente der Gießmaschine. Gießen von Ausschluß

und Typen. Formatwechsel. Kegelwechsel.

Umschmelzen und Legieren von Schriftmetall.

Anfertigen von Stereos und Kunststoffklischees.

Anfertigen von Galvanos.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

j) für Setzer

Handsatz

Unfallverhütung. Kompresser und gemischter

Satz. Ablegen. Satz von Gedichten und Dramen.

Reihensatz. Tabellensatz. Fremdsprachensatz.

Formelsatz. Satz von Anzeigen, Geschäfts-,

Privat-, Werbedrucksorten und Buchausstattungen.

Umbruch. Tonplattenschnitt.

Maschinensatz

Unfallverhütung. Einführende Information

über die Weiterentwicklung der Satzherstellung.

Arbeiten an der Zeilen-Setz- und Gießmaschine

und an der Einzelbuchstaben-Setz- und Gießmaschine.

Photosatz

Unfallverhütung. Arbeiten an Akzidenz- und

Titelsetzgeräten. Montage.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

k) für Siebdrucker

Unfallverhütung. Formenherstellung: Bespannen

von Siebdruckschablonen (Textil- und Metallgewebe).

Schablonen mittels Schneidefilms.

Direkte und indirekte Siebdruckschablonen.

Mischen und Aufbereiten der Druckfarben. Einrichten

der Schablonen. Ein- und Mehrfarbendruck.

Warten und Pflegen der Maschinen und

Arbeitsgeräte.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

l) für Tiefdruckformenhersteller

Unfallverhütung. Halbtonretusche (negativ

und positiv) von ein- und mehrfarbigen Arbeiten.

Arbeiten mit dem Densitometer. Korrekturarbeiten

mit Abschwächer auf Negativen und

Positiven. Montieren und Kopieren der Bild-

und Textfilme. Übertragen der Kopien auf den

Zylinder. Entwickeln der Kopien, Zylinderätzen.

Ansetzen und Anwenden der verschiedenen

Ätzbäder und Lösungen. Durchführen der

Korrekturen am Zylinder (plus und minus).

Grundkenntnisse in der Bedienung von elektronisch

gesteuerten Farbauszugsgeräten. Warten

und Pflegen der Maschinen und Arbeitsgeräte.

Einführung in Arbeitsverfahren fachverwandter

Lehrberufe.

Didaktische Grundsätze

Die praktische Arbeit soll dem Lehrling vor

allem zur Erlernung jener Fertigkeiten und Techniken

Gelegenheit geben, die der besonderen

unterrichtlichen Unterstützung durch die Berufsschule

bedürfen und deren Aneignung ihm die

Ausbildung im Lehrbetrieb nur selten ermöglicht.

Sie ist nach Tunlichkeit den individuellen

Erfordernissen der Lehrlinge bzw. Berufsgruppen

anzupassen. Dem Lehrling sind bei jeder Gelegenheit

die Zusammenhänge zwischen theoretischer

Erkenntnis, werkstättenmäßiger Anwendung

und praktischem Erfolg zu zeigen. Der

Unterricht hat stets auf neuzeitliche Arbeitsmethoden,

Behelfe und Maschinen Bedacht zu

nehmen. In praktischen Übungen sind dem Lehrling

Informationen und Erkenntnisse über fachspezifische

Eigenheiten verwandter graphischer

Berufe zu vermitteln, um die fachlich notwendige

Zusammenarbeit mit ihnen zu fördern. Unter

ständiger Beachtung des Arbeiterschutzes (Arbeitshygiene,

Unfallverhütung) sind handwerksmäßige

Sicherheit, Genauigkeit und Sauberkeit

der Arbeit sowie wirtschaftliche Arbeitsweise anzustreben.

II. Der Anlage A/21 ist folgende Anlage A/21/1

anzufügen

Anlage A/21/1

RAHMENLEHRPLAN FÜR PHOTOGRAPHEN

I. STUNDENTAFEL

Gesamtstundenzahl: 3 Schulstufen zu je 360 Unterrichtsstunden

(ohne Religionsunterricht)

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage A.

III. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage A.

IV. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN

DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

LEHRSTOFF, DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE

Staatsbürgerkunde

Siehe Anlage A.

Betriebswirtschaftlicher Unterricht

Siehe Anlage A.

Fachunterricht

Fachkunde

Bildungs- und Lehraufgabe

Vertrautheit mit den Werkstoffeigenschaften

und der Wirkungsweise von Werkzeugen, Maschinen

und Apparaten sowie mit allen bei der

Ausübung des Berufes notwendigen und üblichen

Arbeitsverfahren unter Berücksichtigung der

wirtschaftlichen Momente.

Lehrstoff

Physik und Chemie

Im Rahmen des Photographenwesens.

Spezielle Fachkunde

Die Ausrüstung des Photographen, Ateliereinrichtung,

Tageslicht und Kunstlicht. Photographische

Apparate (Gehäuse, Objektive). Dunkelkammereinrichtung.

Materialien. Laborarbeiten.

Photographische Prozesse. Retuschen. Fehlerscheinungen

und deren Ursachen. Kleinbildphotographie

(aktuelle Reportage). Mikro- und

Makroaufnahme. Kopierverfahren. Laufende Behandlung

der Neuerungen auf dem Gebiet der

Photographie.

Didaktische Grundsätze

Der fachkundliche Unterricht hat im Zusammenhang

mit der Ausbildung im Betrieb und den

fachlichen Erörterungen im Unterrichtsgegenstand

„Praktische Arbeit" zu erfolgen. .

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist auf

Arbeitshygiene und Unfallverhütung hinzuweisen.

Schularbeiten: Zwei im fachlichen Rechnen im

Schuljahr zulässig.

Fachzeichnen

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung der zeichnerischen Fertigkeiten,

die der Beruf verlangt, in einem Ausmaß, daß

der Lehrling zur selbständigen, erfolgreichen

Ausführung der Arbeit in fachlich einwandfreier

Art und dem guten Geschmack entsprechend befähigt

wird.

Lehrstoff

Üben in ornamentaler Schrift. Perspektivisches

Zeichnen. Darstellung einfacher geometrischer

Formen einschließlich Schattenlehre. Zeichnen

nach der Natur (Gefäße und Vasen, Blätter und

Pflanzen), Ausführung in Schraffur und Fläche.

Retusche. Kopfzeichnen nach Modellen.

Didaktische Grundsätze

Der Lehrling ist mit den im Berufe üblichen

zeichnerischen Darstellungsweisen vertraut zu

machen. Der Lehrstoff ist so aufzubauen, daß der

Lehrling die Grundbegriffe des Fachzeichnens so

weit erlernt, daß ihm die Möglichkeit zur selbständigen

zeichnerischen Weiterbildung auf fachlichem

Gebiet gegeben wird.

Bei allen Zeichnungen ist stets auf die Ausführbarkeit

der Entwürfe Bedacht zu nehmen.

Die Erziehung zum selbständigen ästhetischen

Urteil ist besonders zu pflegen.

Praktische Arbeit

Bildungs- und Lehraufgabe

Vermittlung aller wesentlichen handwerklichen

Fertigkeiten des Berufes im Zusammenwirken

mit der Ausbildung im Lehrbetrieb. Bildung

des Geschmacks und Vertiefung der Sach-

und Fachkenntnisse, um dem Lehrling die verständnisvolle

und erfolgreiche Arbeit als Geselle

beziehungsweise Facharbeiter zu ermöglichen.

Weckung des Bewußtseins der aus den Berufspflichten

entstehenden Verantwortung.

Lehrstoff

Übungen im Gebrauch von Kameras und Objektiven

für die Bildererzeugung. Anwendung

des verschiedenen Negativmaterials zu Aufnahmen

verschiedener Art. Gegenstandsaufnahmen.

Werbephotographie. Chemische und manuelle

Retusche. Herstellung von Kopien und Vergrößerungen

auf Entwicklungspapieren.

Porträtphotographie. Landschaftsaufnahmen.

Architektur- und Innenraumaufnahmen. Kunstlichtaufnahmen.

Blitzlichttechnik. Kleinbildphotographie.

Übungen aus dem Gebiet der

Kinematographie und Schmalfilmtechnik. Farbphotographie.

Didaktische Grundsätze

Die praktische Arbeit soll dem Lehrling vor

allem zu Übung jener Fertigkeiten und Techniken

Gelegenheit geben, deren Aneignung ihm

die Ausbildung im Lehrbetrieb nur selten ermöglicht.

Sie ist nach Tunlichkeit den individuellen

Erfordernissen der Lehrlinge beziehungsweise Berufsgruppen

anzupassen. Dem Lehrling sind bei

jeder Gelegenheit die Zusammenhänge zwischen

theoretischer Erkenntnis, werkstattmäßiger Anwendung

und praktischem Erfolg aufzuzeigen.

Der Unterricht hat stets auf neuzeitliche Arbeitsmethoden,

Behelfe und Maschinen Bedacht zu

nehmen.

Ferner sind unter ständiger Beachtung des Arbeiterschutzes

(Arbeitshygiene, Unfallverhütung)

handwerkmäßige Sicherheit, Genauigkeit und

Sauberkeit der Arbeit sowie wirtschaftliche

Arbeitsweise anzustreben.

Artikel II

1. Diese Verordnung tritt hinsichtlich der Anlage

A/21 für die 1. Schulstufe mit dem auf

ihre Kundmachung folgenden Tag, für die

2. Schulstufe mit 1. September 1974, für die

3. Schulstufe mit 1. September 1975, hinsichtlich

der Anlage A/21/1 für alle Schulstufen

mit dem auf ihre Kundmachung folgenden

Tag in Kraft.

2. Die bisherige Anlage A/21 tritt für Buchdrucker,

Chemigraphen, Reproduktionsphotographen,

Retuscheure, Tiefdruckätzer,

Kupferdrucker, Schriftsetzer, Schriftgießer,

Stereotypeure und Galvanoplastiker, Lithographen,

Flachdrucker (Stein- und Offsetdrucker),

Kartolithographen und Lichtdrucker

hinsichtlich der 1. Schulstufe mit

Ablauf des Tages ihrer Kundmachung, hinsichtlich

der 2. Schulstufe mit Ablauf des

31. August 1974, hinsichtlich der 3. Schulstufe

mit Ablauf des 31. August 1975 und

hinsichtlich der 4. Schulstufe mit Ablauf des

31. August 1976 außer Kraft. Für Photographen

tritt sie hinsichtlich aller Schulstufen

mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung

außer Kraft.

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