311. Bundesgesetz: Kunst- und Kulturgutbereinigungsgesetz-Novelle 1971
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I
Das Bundesgesetz vom 27. Juni 1969 über die
Bereinigung der Eigentumsverhältnisse des im
Gewahrsam des Bundesdenkmalamtes befindlichen
Kunst- und Kulturgutes (Kunst- und Kulturgutbereinigungsgesetz
1969), BGBl. Nr. 294/
1969, wird wie folgt geändert
§ 2 Abs. 1 letzter Satz erhält folgende Fassung
„Die Anmeldung muß bei sofortiger Verwirkung
spätestens am 31. Dezember 1972 bei
der Anmeldestelle eingelangt sein."
Artikel U
1. Die Bestimmungen über die Verwirkung des
Anspruches gemäß § 2 Abs. 1 letzter Satz des
Kunst- und Kulturgutbereinigungsgesetzes 1969,
BGBl. Nr. 294/1969, werden mit Wirkung vom
1. Jänner 1971 aufgehoben.
2. Ablehnende Mitteilungen der Anmeldestelle
oder rechtskräftige Entscheidungen der Gerichte,
die vor Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes unter
Hinweis auf § 2 Abs. 1 letzter Satz des Kunst-
und Kulturgutbereinigungsgesetzes 1969, BGBl.
Nr. 294/1969, ergangen sind, stehen einer neuerlichen
Behandlung von Anmeldungen nicht entgegen.
3. Kunst- und Kulturgut, das nach Maßgabe
der Bestimmungen dieses Bundesgesetzes als fristgerecht
angemeldet anzusehen ist, gilt als noch
nicht gemäß § 7 des Bundesgesetzes vom 27. Juni
1969, BGBl. Nr. 294/1969, in das Eigentum des
Bundes übergegangen.
Artikel III
Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist
der Bundesminister für Finanzen im Einvernehmen
mit dem Bundesminister für Wissenschaft
und Forschung und — soweit die Bestimmungen
dieses Bundesgesetzes von den Gerichten anzuwenden
sind — dem Bundesminister für Justiz
betraut.