287. Verordnung: Bezirksgerichte-Verordnung Salzburg
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 8 Abs. 5 lit. d des Übergangsgesetzes vom 1. Oktober 1920, BGBl. Nr. 368/1925,
in der Fassung des Bundesverfassungsgesetzes BGBl. I Nr. 64/1997 und der Kundmachung BGBl. I
Nr. 194/1999, wird mit Zustimmung der Salzburger Landesregierung verordnet
Zusammenlegung von Bezirksgerichten
§ 1. Folgende im Bundesland Salzburg gelegene Bezirksgerichte werden zusammengelegt
Aufnehmende Bezirksgerichte
Abtenau Hallein
Gastein Sankt Johann im Pongau
Mittersill Zell am See
Radstadt Sankt Johann im Pongau
Sankt Gilgen Thalgau
Taxenbach teils Zell am See, teils Saalfelden
Werfen Sankt Johann im Pongau
Neuzuordnung von Gemeinden
§ 2. Folgende von der Zusammenlegung nach § 1 nicht betroffene Gemeinden werden einem anderen
Bezirksgericht (BG) zugeordnet
Gemeinden bisher beim BG neu beim BG
1. Mattsee, Obertrum am See, Schleedorf, Seeham Salzburg Neumarkt bei Salzburg
2. Berndorf bei Salzburg, Bergheim Salzburg Oberndorf
3. Ebenau, Eugendorf, Koppl, Plainfeld Salzburg Thalgau
4. Maishofen, Saalbach-Hinterglemm, Viehhofen Zell am See Saalfelden
Sprengel der Bezirksgerichte
§ 3. Im Bundesland Salzburg bestehen folgende Bezirksgerichte, deren Sprengel nachgenannte Gemeinden
umfassen
Bezirksgericht Gemeinden
1. Hallein Abtenau, Adnet, Annaberg-Lungötz, Golling an der Salzach,
Hallein, Krispl, Kuchl, Oberalm, Puch bei Hallein, Rußbach
am Paß Gschütt, Sankt Koloman, Scheffau am Tennengebirge,
Vigaun.
2. Neumarkt bei Salzburg Henndorf am Wallersee, Köstendorf, Mattsee, Neumarkt am
Wallersee, Obertrum am See, Schleedorf, Seeham, Seekirchen
am Wallersee, Straßwalchen.
Bezirksgericht Gemeinden
3. Oberndorf Anthering, Berndorf bei Salzburg, Bergheim, Bürmoos, Dorfbeuern,
Göming, Lamprechtshausen, Nußdorf am Haunsberg,
Oberndorf bei Salzburg, Sankt Georgen bei Salzburg.
4. Saalfelden Dienten am Hochkönig, Leogang, Lofer, Maishofen, Maria
Alm am Steinernen Meer, Saalbach-Hinterglemm, Saalfelden
am Steinernen Meer, Sankt Martin bei Lofer, Unken, Viehhofen,
Weißbach bei Lofer.
5. Salzburg Anif, Elixhausen, Elsbethen, Grödig, Großgmain, Hallwang,
Salzburg, Wals-Siezenheim.
6. Sankt Johann im Pongau Altenmarkt im Pongau, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Bischofshofen,
Dorfgastein, Eben im Pongau, Filzmoos, Flachau,
Forstau, Goldegg, Großarl, Hüttau, Hüttschlag, Kleinarl,
Mühlbach am Hochkönig, Pfarrwerfen, Radstadt, Sankt Johann
im Pongau, Sankt Martin am Tennengebirge, Sankt Veit im
Pongau, Schwarzach im Pongau, Untertauern, Wagrain, Werfen,
Werfenweng.
7. Tamsweg Göriach, Lessach, Mariapfarr, Mauterndorf, Muhr, Ramingstein,
Sankt Andrä im Lungau, Sankt Margarethen im Lungau,
Sankt Michael im Lungau, Tamsweg, Thomatal, Tweng, Unternberg,
Weißpriach, Zederhaus.
8. Thalgau Ebenau, Eugendorf, Faistenau, Fuschl am See, Hintersee, Hof
bei Salzburg, Koppl, Plainfeld, Sankt Gilgen, Strobl, Thalgau.
9. Zell am See Bramberg am Wildkogl, Bruck an der Großglocknerstraße,
Fusch an der Großglocknerstraße, Hollersbach im Pinzgau,
Kaprun, Krimml, Lend, Mittersill, Neukirchen am Großvenediger,
Niedernsill, Piesendorf, Rauris, Stuhlfelden, Taxenbach,
Uttendorf, Wald im Pinzgau, Zell am See.
In-Kraft-Treten
§ 4. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 2003 mit der Maßgabe in Kraft, dass die im § 1 verfügten
Zusammenlegungen des Bezirksgerichtes Radstadt mit dem Bezirksgericht Sankt Johann im Pongau
sowie des Bezirksgerichtes Mittersill mit dem Bezirksgericht Zell am See erst mit 1. Jänner 2005 zu erfolgen
haben. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben – abweichend vom § 3 Z 6 – der Sprengel des Bezirksgerichtes
Radstadt mit den Gemeinden Altenmarkt im Pongau, Eben im Pongau, Filzmoos, Flachau,
Forstau, Hüttau, Radstadt, Sankt Martin im Tennengebirge und Untertauern sowie – abweichend vom § 3
Z 9 – der Sprengel des Bezirksgerichtes Mittersill mit den Gemeinden Bramberg am Wildkogel, Hollersbach
im Pinzgau, Krimml, Mittersill, Neukirchen am Großvendiger, Niedernsill, Stuhlfelden, Uttendorf
und Wald im Pinzgau unverändert.
(2) Die Verordnung der Bundesregierung über die Sprengel der im Land Salzburg gelegenen Bezirksgerichte,
BGBl. Nr. 21/1971, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. Nr. 126/1974, tritt mit
Ablauf des 31. Dezember 2002 außer Kraft.