286. Bundesgesetz: Verlängerung der Geltungsdauer des Bundesgesetzes, womit der Dritte Teil der Abgabenordnung abgeändert und das gerichtliche Steuerstrafverfahren geregelt wird.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I.
Die Geltungsdauer des Bundesgesetzes vom
17. Dezember 1956, BGBl. Nr. 248, womit der
Dritte Teil der Abgabenordnung abgeändert und
das gerichtliche Steuerstrafverfahren geregelt
wird, wird mit Ausnahme der Bestimmung des
Art. III § 1 Abs. 1 bis 30. Juni 1958 verlängert.
Artikel EL
Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Jänner 1958
in Kraft.
Artikel ID.
(Verfassungsbestimmung.)
Soweit die Art. I und II dieses Bundesgesetzes
den § 429 Abs. 1 der Abgabenordnung vom
22. Mai 1931, Deutsches RGBl. I S. 161 (eingeführt
in Österreich durch Verordnung vom
14. April 1938, Deutsches RGBl. I S. 389) in der
Fassung des gemäß Art. I in seiner Geltungsdauer
verlängerten Bundesgesetzes zum Gegenstand
haben, gelten sie als Verfassungsbestimmung.
Artikel IV.
Für die Vollziehung des Art. I gilt Art. III
§ 6 des im Art. I genannten Bundesgesetzes sinngemäß.
Im übrigen obliegt die Vollziehung dieses
Bundesgesetzes dem Bundesministerium für
Finanzen.
Schärf
Raab Pittermann Helmer Tschadek
Drimmel Proksch Kamitz Thoma
Bock Waldbrunner Graf Figl
287. Bundesgesetz vom 17. Dezember 1957,
betreffend eine Änderung des Bundesgesetzes
über das Tabakmonopol.
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I.
Das Bundesgesetz vom 13. Juli 1949, BGBl.
Nr. 186, über das Tabakmonopol wird abgeändert
wie folgt
An die Stelle der §§ 27 bis 33 treten unter der
Überschrift „Verfahren" folgende Bestimmungen
„§ 27. (1) Für die Verfolgung von Monopolvergehen
sind bis 30. Juni 1958 die Bestimmungen
des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1956,
BGBl. Nr. 248, womit der Dritte Teil der Abgabenordnung
abgeändert und das gerichtliche
Steuerstrafverfahren geregelt wird, mit Ausnahme
des Art. III § 1 Abs. 2 sinngemäß anzuwenden.
(2) (Verfassungsbestimmung.) Soweit Abs. 1
den § 429 Abs. 1 der Abgabenordnung vom
22. Mai 1931, Deutsches RGBl. I S. 161 (eingeführt
in Österreich durch Verordnung vom
14. April 1938, Deutsches RGBl. I S. 389) in der
Fassung des gemäß Abs. 1 sinngemäß anzuwendenden
Bundesgesetzes zum Gegenstand hat,
gilt er als Verfassungsbestimmung.
§ 28. Begründet eine Tat zugleich ein Monopolvergehen
und ein Steuervergehen, so ist das
Verfahren wegen beider Vergehen gemeinsam
von der für die Verfolgung des Steuervergehens
zuständigen Finanzstrafbehörde oder von dem
hiefür zuständigen Gericht durchzuführen."
Artikel IL
(1) Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Jänner
1958 in Kraft.
(2) (Verfassungsbestimmung.) Soweit Abs. 1
den § 429 Abs. 1 der Abgabenordnung vom
22. Mai 1931, Deutsches RGBl. I S. 161 (eingeführt
in Österreich durch Verordnung vom
14. April 1938, Deutsches RGBl. I S. 389) in der
Fassung des gemäß Art. I Abs. 1 sinngemäß anzuwendenden
Bundesgesetzes zum Gegenstand hat,
gilt er als Verfassungsbestimmung.
Artikel III.
Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist
das Bundesministerium für Finanzen betraut.