25. Kundmachung: Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes, daß § 67 Abs. 5 ASVG verfassungswidrig war
Gesetzestext (3 Artikel)
Gemäß Art. 140 Abs. 4 und 5 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes
1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht
Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 30. November 1996, G 1381/95 und G 1382/95,
dem Bundeskanzler zugestellt am 13. Februar 1997, ausgesprochen, daß § 67 Abs. 5 ASVG, BGBl.
Nr. 189/1955, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 111/1986 verfassungswidrig war.
Auf Grund des § 7 des Apothekengesetzes, RGBl. Nr. 5/1907, zuletzt geändert durch die
Bundesgesetze BGBl. Nr. 96/1993, BGBl. Nr. 1105/1994 und BGBl. Nr. 379/1996, wird verordnet
Die Österreichische Arzneitaxe 1962, BGBl. Nr. 128/1962, zuletzt geändert durch Verordnung
BGBl. Nr. 774/1996, wird wie folgt geändert
1. § 3 Abs. 2 Z 1 und 2 lauten
„1. für Apotheker bei einem Jahresumsatz der rechnungslegenden Apotheke mit allen begünstigten
Beziehern
a) bis 3000000 S ................................................................ 5,71 vH,
b) von 3000001 S bis 4000000 S..................................... 7,62 vH,
c) von 4000001 S bis 8000000 S..................................... 10,67 vH,
d) von 8000001 S bis 12000000 S................................... 11,72 vH,
e) über 12000000 S............................................................ 12,10 vH.
2. für hausapothekenführende Ärzte bei einem Jahresumsatz des rechnungslegenden hausapothekenführenden
Arztes mit allen begünstigten Beziehern
a) bis 600000 S ................................................................... 5,50 vH,
b) von 600000,01 S bis 900000 S...................................... 6,50 vH,
c) über 900000 S................................................................. 11,20 vH.
Arzneispezialitäten der Anlage A I Z 2b mit einem Apothekeneinstandspreis von mehr als
2800,00 S sind von der Nachlaßgewährung ausgenommen.“
2. Nach § 11 Abs. 10 wird folgender Abs. 11 angefügt
„(11) § 3 Abs. 2 Z 1 und 2 sowie die Z 2a und die Z 7 der Anlage A, I. Abschnitt (Allgemeine
Bestimmungen) in der Fassung der Verordnung BGBl. I Nr. 25/1997 treten mit 1. Februar 1997 in
Kraft.“
3. In Anlage A, I. Abschnitt (Allgemeine Bestimmungen) lautet die Z 2a
„2a. Werden Arzneimittel in einer zur Abgabe an die Verbraucher bestimmten fertigen Packung
durch eine öffentliche Apotheke aus dem Handel bezogen und in dieser Packung abgegeben, so
ist dem Apothekeneinstandspreis
bis zu 2101,00 S ein Zuschlag von 55%,5 (= 35,5% Rohverdienst),
von 105,07 S bis 216,00 S ein Zuschlag von 49%,5 (= 32,9% Rohverdienst),
von 223,51 S bis 361,97 S ein Zuschlag von 44%,5 (= 30,6% Rohverdienst),
von 375,00 S bis 868,50 S ein Zuschlag von 39%,5 (= 28,1% Rohverdienst),
von 900,92 S bis 1249,43 S ein Zuschlag von 34%,5 (= 25,4% Rohverdienst),
von 1297,86 S bis 1500,00 S ein Zuschlag von 29%,5 (= 22,5% Rohverdienst),
von 1560,49 S bis 1800,00 S ein Zuschlag von 24%,5 (= 19,4% Rohverdienst),
von 1867,79 S bis 2800,00 S ein Zuschlag von 19,5% (= 16,3% Rohverdienst),
von 2909,57 S bis 5000,00 S ein Zuschlag von 15%,5 (= 13,0% Rohverdienst),
ab 5111,12 S ein Zuschlag von 12,5% (= 11,1% Rohverdienst)
hinzuzurechnen.
Beträgt der Apothekeneinstandspreis der Arzneispezialitäten
1101,01 S bis 105,06 S, so beträgt der Verkaufspreis 156,50 S
1216,01 S bis 223,50 S, so beträgt der Verkaufspreis 322,00 S
1361,98 S bis 374,99 S, so beträgt der Verkaufspreis 521,00 S
1868,51 S bis 900,91 S, so beträgt der Verkaufspreis 1207,00 S
1249,44 S bis 1297,85 S, so beträgt der Verkaufspreis 1674,00 S
1500,01 S bis 1560,48 S, so beträgt der Verkaufspreis 1935,00 S
1800,01 S bis 1867,78 S, so beträgt der Verkaufspreis 2232,00 S
2800,01 S bis 2909,56 S, so beträgt der Verkaufspreis 3346,00 S
5000,01 S bis 5111,11 S, so beträgt der Verkaufspreis 5750,00 S.“
4. In Anlage A, I. Abschnitt (Allgemeine Bestimmungen) lautet der erste Satz der Z 7
„bei Inanspruchnahme der Apotheke außerhalb der festgesetzten Betriebszeiten beziehungsweise außerhalb
einer Zeit, in der die Apotheke wegen des Bereitschaftsdienstes offengehalten wird, ist der
Apotheker berechtigt, in der Zeit von 20 Uhr bis 8 Uhr eine Zusatzgebühr von 40,00 S, an Sonn- und
Feiertagen in der Zeit von 8 Uhr bis 20 Uhr eine Zusatzgebühr von 15,00 S zu berechnen.“
5. In Anlage A, I. Abschnitt (Allgemeine Bestimmungen) entfallen in der Z 7 der zweite und der dritte
Satz.
Nach Mitteilungen des Generaldirektors der Weltorganisation für geistiges Eigentum haben
folgende weitere Staaten ihre Beitrittsurkunden zum Übereinkommen zur Errichtung der
Weltorganisation für geistiges Eigentum (BGBl. Nr. 397/1973, idF BGBl. Nr. 161/1986, letzte
Kundmachung des Geltungsbereichs BGBl. Nr. 332/1994) hinterlegt
Staaten: Datum der Hinterlegung der
Beitrittsurkunde
Andorra 28. Juli 1994
Aserbaidschan 25. September 1995
Bahrain 22. März 1995
Eritrea 20. November 1996
Guyana 25. Juli 1994
Kambodscha 25. April 1995
DVR Laos 17. Oktober 1994
Mosambik 23. September 1996
Nepal 4. November 1996
Nigeria 9. Jänner 1995
Oman 19. November 1996
St. Kitts und Nevis 16. August 1995
St. Vincent und die Grenadinen 29. Mai 1995
Nachstehende Staaten haben erklärt, sich auch weiterhin an das Übereinkommen gebunden zu
erachten
Kirgisistan am 14. Februar 1994
Tadschikistan am 14. Februar 1994
Turkmenistan am 1. März 1995