Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
241_1997 AT

241. Verordnung: Änderung der Standard-Verordnung

1 Artikel / Bestimmungen · Österreich
Originalquelle öffnen Maschinenlesbares Markdown (.md)

Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 241. Verordnung: Änderung der Standard-Verordnung

Auf Grund des § 8 Abs. 3 des Datenschutzgesetzes, BGBl. Nr. 565/1978, zuletzt geändert durch das

Bundesgesetz BGBl. Nr. 632/1994, wird verordnet

Die Standard-Verordnung, BGBl. Nr. 261/1987, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl.

Nr. 400/1996, wird wie folgt geändert

1. In der Anlage 2 lautet die Standardverarbeitung „9214 Personalverwaltung des Bundes“

„9214 Personalverwaltung des Bundes

Zweck der Verarbeitung

Verarbeitung und Evidenthaltung dienstrechtlicher, besoldungsrechtlicher, ausbildungsbezogener

und sonstiger mit dem Beschäftigungsverhältnis in unmittelbarem Zusammenhang stehender

personenbezogener Daten von öffentlich Bediensteten und sonstigen vom Bund besoldeten Personen (wie

zB von Beamten, Vertragsbediensteten, Personen in Ausbildung, Aushilfskräften, aber auch von

Abgeordneten und sonstigen Funktionären) durch die Dienststellen des Bundes zum Zweck von

Einzelpersonalmaßnahmen und von statistischen Auswertungen.

Rechtsgrundlagen der Verarbeitung sind insbesondere die folgenden Gesetze und Verordnungen

(in der geltenden Fassung)

Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 (BDG 1979), BGBl. Nr. 333, Vertragsbedienstetengesetz 1948,

BGBl. Nr. 86, Richterdienstgesetz (RDG), BGBl. Nr. 305/1961;

Gehaltsgesetz 1956, BGBl. Nr. 54, Nebengebührenzulagengesetz, BGBl. Nr. 485/1971, Reisegebührenvorschrift

1955, BGBl. Nr. 133, Heeresgebührengesetz 1992 (HGG 1992), BGBl. Nr. 422,

Bezügegesetz, BGBl. Nr. 273/1972, Bundesbezügegesetz (BBG), BGBl. I Nr. 64/1997, Allgemeines

Sozialversicherungsgesetz (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955, Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz

(B-KUVG), BGBl. Nr. 200/1967, Einkommensteuergesetz 1972 (EStG 1972), BGBl. Nr. 440,

Einkommensteuergesetz 1988 (EStG 1988), BGBl. Nr. 400, Mutterschutzgesetz 1979 (MschG), BGBl.

Nr. 221, Bundesgesetz über die Abgeltung von Lehr- und Prüfungstätigkeiten an Hochschulen, BGBl.

Nr. 463/1974, Pensionskassenvorsorgegesetz (PKVG), BGBl. I Nr. 64/1997;

Bundes-Personalvertretungsgesetz (PVG), BGBl. Nr. 133/1967, Bundes-Personalvertretungs-Wahlordnung

(PVWO), BGBl. Nr. 215/1967, Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970,

Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG), BGBl. Nr. 22/1974, Betriebsrats-Wahlordnung 1974 (BRWO 1974),

BGBl. Nr. 319, Bundesrechenamtsgesetz, BGBl. Nr. 123/1978.

A. Personalverwaltung des Bundes

A.1 Verarbeitete Daten

A.2 Empfängerkreise im Inland

1 Banken, die mit der Auszahlung von Bezügen bzw. mit der Zuleitung von Bezugszetteln an den

Betroffenen (auf freiwilliger Basis) betraut sind;

2 Dienststellen zum Zweck der Barauszahlung, Zuleitung der Bezugszettel und der „Nachweisung

der anspruchsbegründenden Nebengebühren“ an den Betroffenen;

3 Gläubiger des Bezugsempfängers sowie sonstige an der allenfalls damit verbundenen Rechtsverfolgung

Beteiligte, auch bei freiwilligen Bezugsabtretungen;

4 Sozialversicherungsträger;

5 Finanzämter;

6 Übergeordnete Dienstbehörde (falls vorhanden);

7 Dienstbehörden und Dienststellen bei Versetzungen, Dienstzuteilungen usw., Pensionsbehörde

beim Eintritt in den Ruhestand;

8 Alle Beamten und Personalvertreter (gemäß § 9 Abs. 3 lit. i PVG) der Dienststelle im Umfang

des Personalverzeichnisses nach § 9 Abs. 3 BDG 1979;

9 Organe der Personalvertretung, soweit die Zustimmung des Betroffenen und/oder die sonstigen

Voraussetzungen des Personalvertretungsrechts, insb. §§ 9, 10 und 10a PVG, vorliegen, sowie

Betriebsräte, soweit die Zustimmung des Betroffenen und/oder die sonstigen Voraussetzungen

des Arbeitsverfassungsgesetzes, insbesondere §§ 89 und 98 ff., vorliegen;

10 Mitversicherte;

11 Pensionskassen für alle Anwartschaftsberechtigten gemäß § 3 Abs. 2 des Pensionskassenvorsorgegesetzes,

BGBl. I Nr. 64/1997;

12 Bundesministerium für Finanzen in Ausübung der gesetzlichen Mitwirkungskompetenzen in

Personalangelegenheiten gemäß § 274a BDG 1979, § 157a des Gehaltsgesetzes 1956 und § 75a

des Vertragsbedienstetengesetzes 1948;

13 Gemeinden (bei Kommunalsteuerpflicht);

14 Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen und Dienststellen des Arbeitsmarktservice gemäß

§ 16 Abs. 2 und 3 BEinstG sowie die dort eingerichteten Behindertenausschüsse gemäß §§ 8 und

8a BEinstG (im Wege über das BKA);

15 Wahlausschüsse gemäß § 6 Abs. 1 der Bundes-Personalvertretungs-Wahlordnung, BGBl.

Nr. 215/1967, sowie Wahlvorstand gemäß § 14 der Betriebsrats-Wahlordnung 1974;

16 Personen, die gemäß § 7 Abs. 8 des Bundesministeriengesetzes 1986, BGBl. Nr. 76, in die

Geschäftseinteilung Einsicht nehmen;

17 Öffentliche Stellen, die an Ernennungs- und Auszeichnungsakten beteiligt sind;

18 Arbeitsinspektorat oder sonst zuständige Behörde gemäß § 3 Abs. 6 MSchG;

19 Universitäten und Hochschulen, bei denen sich der Betroffene um eine Stelle als Lehrbeauftragter,

Lektor oder Instruktor beworben hat gemäß §§ 1 und 2 des Bundesgesetzes über

die Abgeltung von Lehr- und Prüfungstätigkeiten an Hochschulen, BGBl. Nr. 463/1974;

20 Gesetzliche Interessenvertretungen im gesetzlich vorgesehenen Umfang (zB die Ärztekammer

gemäß §§ 61 Abs. 8 und 75 Abs. 7 des Ärztegesetzes 1984, BGBl. Nr. 373, die Kammer für

Arbeiter und Angestellte gemäß § 22 Abs. 7 der Arbeiterkammer-Wahlordnung, BGBl.

Nr. 383/1993);

21 Organisationseinheiten, die in dienst- und/oder besoldungsrechtlichen Verfahren kraft gesetzlicher

Anordnung mitzuwirken haben (zB Begutachtungskommission gemäß § 9 Abs. 2 des

Ausschreibungsgesetzes 1989 (AusG), BGBl. Nr. 85, Aufnahmekommission gemäß § 79 Abs. 3

AusG, Leistungsfeststellungskommission gemäß §§ 87 Abs. 3 und 88 BDG 1979 und

Disziplinarbehörden gemäß §§ 96 ff. BDG 1979).“

2. In der Anlage 2 wird nach der Standardverarbeitung „9214 Personalverwaltung des Bundes“ die

folgende Standardverarbeitung angefügt

„9215 Inventarverwaltung

Zweck der Verarbeitung

– Inventarverwaltung (Führung von Inventaraufzeichnungen)

– Unterstützung des Sachgüteraustausches und der Betriebsabrechnung (KORE)

– Mit der Inventarverwaltung in Zusammenhang stehende Neben- und Hilfsaufzeichnungen über

Lieferanten, Anschaffungskosten usw.

durch die Wirtschaftsstellen von Auftraggebern des öffentlichen Bereiches des Datenschutzgesetzes.

Rechtsgrundlagen der Verarbeitung sind insbesondere die folgenden Gesetze und Verordnungen

(in der geltenden Fassung)

Bundeshaushaltsgesetz, BGBl. Nr. 213/1986 (BHG),

Bundeshaushaltsverordnung 1989, BGBl. Nr. 570 (BHV 1989),

Verordnungen und Richtlinien zum Bundeshaushaltsgesetz,

Richtlinien für die Verwaltung der beweglichen Sachen bei Bundesdienststellen (Inventar- und

Materialrichtlinien – RIM) entsprechend § 58 Abs. 5 BHG (Erlaß des BMF mit Rundschreiben vom

24. August 1954, Zl. 66.000-20/54),

sonstige haushalts- und finanzrechtliche Regelungen des Bundes,

haushalts- und finanzrechtliche Regelungen der Länder und Selbstverwaltungskörper.

A. Inventarverwaltung

A.1 Verarbeitete Daten

A.2 Empfängerkreise im Inland

1 Prüfungsstelle der zuständigen Buchhaltung zur Inventarüberprüfung gemäß § 7 Abs. 3 in

Verbindung mit § 119 Abs. 8 Z 3 BHV bzw. entsprechende Prüfinstanzen der Länder und

Gemeinden für die Inventarverwaltung der Landes- und Gemeindedienststellen.

2 Alle Dienststellen des Bundes im Wege über das Bundesministerium für Finanzen im Falle des

Sachgüteraustausches des Bundes, gemäß § 58 Abs. 4 BHG, bzw. Dienststellen der Länder und

Selbstverwaltungskörper für deren Sachgüteraustausch.“

Fragen Sie sich, wie diese Gesetzesbestimmung auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Erlass zusammen mit Rechtsprechung, Kommentaren und verwandten Gesetzesbestimmungen in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →