240. Verordnung: Firmenbuchdatenbankverordnung
Gesetzestext (2 Artikel)
Auf Grund des § 4 Abs. 1 letzter Satz und der Anmerkung 17 zur Tarifpost 10 des Gerichtsgebührengesetzes,
BGBl. Nr. 501/1984, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl I Nr. 140/1997, wird im
Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen verordnet
Einzelabfrage
§ 1. (1) Für die Firmenbuchabfrage nach § 34 Abs. 1 FBG (Einzelabfrage) sind von den mit dem
Zugang zur Firmenbuchdatenbank beauftragten Übermittlungs- und Verrechnungsstellen folgende
Gebühren an den Bund zu entrichten
1. Grundgebühr
Firmenbuchauszug.................................................................................................................. 30 S
ausgenommen Kurzinformation, EBR Standard-Auszug, Teilauszug eingeschränkt auf
Person oder Personenliste.......................................................................................................8 S
Ergebnisliste nach Suche........................................................................................................8 S
ausgenommen bundesweite Suche ohne weitere Einschränkung auf Handelsgericht oder
Rechtsform oder Sitz .............................................................................................................. 30 S
2. Zeilengebühr
je angefangene zehn Zeilen des Firmenbuchauszugs bzw. Tabellenzeilen des Suchergebnisses
................................................................................................................................. 0,7 S
ausgenommen Leerzeilen, Tabellenüberschriften und Kopf des Firmenbuchauszugs
(2) Bei Einsatz der 3270-Technologie durch Körperschaften öffentlichen Rechtes im Wege der
Bundesrechenzentrum GmbH sind (soweit nicht § 10 Gerichtsgebührengesetz für sie eine Befreiung von
den Gerichts- und Justizverwaltungsgebühren vorsieht) abweichend von Abs. 1 folgende Gebühren zu
entrichten
Firmenbuchauszug.................................................................................................................. 17 S
ausgenommen Kurzinformation, Teilauszug eingeschränkt auf Person oder Personenliste .. 5 S
Ergebnisliste nach Suche........................................................................................................5 S
ausgenommen bundesweite Suche ohne weitere Einschränkung auf Handelsgericht oder
Rechtsform oder Sitz .............................................................................................................. 17 S
(3) Bei Einsatz von Bildschirmtext (BTX-Dienst) der Telekom Austria AG, des Telehosts der
Datakom Austria AG und der Network Services der IBM Österreich Internationale Büromaschinen Ges.
m. b. H. gilt abweichend von Abs. 1 weiterhin § 1 der Verordnung des Bundesministers für Justiz über die
Gebühren der Firmenbuchabfrage, BGBl. Nr. 780/1993, in der Fassung der Verordnung BGBl. II
Nr. 175/1997.
Gebührenentrichtung
§ 2. Die Gerichtsgebühren werden dem Abfrager von der Übermittlungs- oder Verrechnungsstelle
gemeinsam mit deren Kosten in Rechnung gestellt und sind dem Bund monatlich auf das Konto mit der
Bezeichnung ,,Oberlandesgerichtspräsidium Wien“ und der Kontonummer 5.460.009 bei der
Österreichischen Postsparkasse gutzuschreiben.
Datenbankschutz
§ 3. (1) Die Firmenbuchdatenbank ist eine geschützte Datenbank im Sinn des § 76c des
Urheberrechtsgesetzes, BGBl. Nr. 111/1936, zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/1998. Inhaber des
Schutzrechts an dieser Datenbank im Sinn des § 76d des Urheberrechtsgesetzes ist der Bund.
(2) Die Befugnis zur Firmenbuchabfrage nach §§ 34 ff FBG berechtigt über die Abfrage hinaus nicht
zu Verwertungshandlungen, die dem Bund als Datenbankhersteller nach den Bestimmungen der §§ 76c ff
des Urheberrechtsgesetzes vorbehalten sind.
Inkrafttreten
§ 4. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. August 1999 in Kraft.
(2) Die Verordnung des Bundesministers für Justiz über die Gebühren der Firmenbuchabfrage,
BGBl. Nr. 780/1993, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 175/1997 bleibt unberührt.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten ihre
Beitrittsurkunden zur Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (BGBl.
Nr. 91/1958, letzte Kundmachung des Geltungsbereichs BGBl. Nr. 98/1996) hinterlegt
Staaten: Datum der Hinterlegung der Beitrittsurkunde
Aserbaidschan 16. August 1996
Bangladesch 5. Oktober 1998
Belize 10. März 1998
Burundi 6. Jänner 1997
Côte d’Ivoire 18. Dezember 1995
Kasachstan 26. August 1998
Kirgisistan 5. September 1997
Litauen 1. Februar 1996
Portugal 9. Februar 1999
Südafrika 10. Dezember 1998
Usbekistan 9. September 1999
Anläßlich der Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde haben folgende Staaten nachstehende Erklärungen
abgegeben
Bangladesch
Art. IX
Für die Unterbreitung eines Streitfalls zur Überprüfung durch den Internationalen Gerichtshof ist im
Sinne dieses Artikels in jedem einzelnen Fall das Einvernehmen aller am Streitfall beteiligten Parteien
erforderlich.
Portugal
Portugal legt Art. VII dahingehend aus, daß es die darin enthaltene Verpflichtung, wonach die
Auslieferung zu bewilligen ist, in solchen Fällen anerkennt, bei denen eine Auslieferung durch die Verfassung
und andere innerstaatliche Gesetze Portugals nicht verboten ist. Portugal hat am 16. September
1999 den Geltungsbereich der Konvention auf Macao ausgedehnt.
Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge findet auf Grund von Erklärungen des
Vereinigten Königreichs und der Volksrepublik China die Konvention auf die Sonderverwaltungsregion
Hongkong weiterhin Anwendung. Die Regierung der Volksrepublik China hat erklärt, daß der von ihr
abgegebene Vorbehalt Kundgemacht in BGBl. Nr. 475/1987 zu Art. IX der Konvention auch auf die Sonderverwaltungsregion Hongkong
Anwendung findet.
Nachstehende Staaten haben den anläßlich der Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde erklärten Vorbehalt
zur Konvention wie folgt zurückgezogen