235. Gesetz: Wiederherstellung österreichischer Rechtsvorschriften in strafrechtlichen und strafverfahrensrechtlichen Nebengesetzen.
Gesetzestext (1 Artikel)
Die Provisorische Staatsregierung hat beschlossen
§ 1. Nachstehende Rechtsvorschriften treten
wieder in Kraft
1. § 1 des Bundesgesetzes vom 4. Februar 1925,
B. G. Bl. Nr. 69, über den Schutz des gesetzlichen
Unterhaltsanspruches;
2. § 3, Z. 4, und § 4, Z. 2, der kaiserlichen Verordnung
vom 12. Oktober 1914, R. G. Bl. Nr. 275,
über den Wucher;
3. § 5, Abs. (3), des Gesetzes vom 24. Mai 1885,
R. G. Bl. Nr. 89, womit strafrechtliche Bestimmungen
in betreff der Zulässigkeit der Anhaltung
in Zwangsarbeits- oder Besserungsanstalten getroffen
werden;
4. § 8 des Gesetzes vom 23. Juli 1920, St. G. Bl.
Nr. 373, über die bedingte Verurteilung und die
§§ 12 bis 20 desselben Gesetzes, insoweit sie durch
§ 13 der Verordnung zur weiteren Anpassung des
österreichischen Straf rechtes an das Reichsrecht vom
13. August 1940, Deutsches R. G. Bl. I S. 1117,
außer Kraft gesetzt worden sind;
5. § 10, Abs. (1), des Bundesgesetzes vom
10. Juni 1932, B. G. Bl. Nr. 167, über die Unterbringung
von Rechtsbrechern in Arbeitshäusern.
§ 2. Mit der Vollziehung dieses Gesetzes ist das
Staatsamt für Justiz und das Staatsamt für Inneres
betraut.