233. Verordnung: Abänderung der Kraftfahrverordnung 1955.
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 53 Abs. 3 des Kraftfahrgesetzes
1955, BGBl. Nr. 223, wird im Einvernehmen
mit dem Bundesministerium für
Finanzen verordnet
Artikel I.
Die Kraftfahrverordnung 1955, BGBl. Nr. 288,
wird wie folgt abgeändert
§ 24 hat zu lauten
„(1) Für die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
für Kraftfahrzeuge und Anhänger mit dauerndem
Standort im Inland, für Probefahrten
und für Überstellungsfahrten, werden im Sinne
des § 53 Abs. 3 des Kraftfahrgesetzes 1955 die
in Abs. 2 bis 5 angeführten Mindestversicherungssummen
festgesetzt
(2) Die Mindestversicherungssumme für Kraftfahrzeuge
mit und ohne Anhänger, für vom
Zugfahrzeug getrennte Anhänger und Sattelanhänger
mit Ausnahme der in Abs. 3 angeführten
und für Motorfahrräder (§ 79 Abs. 1 des Kraftfahrgesetzes
1955) beträgt
A. vom 1. Jänner 1957 bis einschließlich 31. Dezember
1957
1. hinsichtlich Personenschäden
a) für die einzelne Person 120.000 S
b) für das einzelne Ereignis 400.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden 40.000 S
B. ab 1. Jänner 1958
1. hinsichtlich Personenschäden
a) für die einzelne Person 200.000 S
b) für das einzelne Ereignis .... 600.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden ....... 60.000 S
(3) Die Mindestversicherungssumme für Omnibusse
mit und ohne nicht zur Personenbeförderung
bestimmten Anhänger beträgt bei Omnibussen
mit nicht mehr als 20 Plätzen (Sitz- und
Stehplätze einschließlich des Lenkersitzes)
A. vom 1. Jänner 1957 bis einschließlich 31. Dezember
1957
1. hinsichtlich Personenschäden
a) für die einzelne Person 120.000 S
b) für das einzelne Ereignis ... 800.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden 80.000 S
B. ab 1. Jänner 1958
1. hinsichtlich Personenschäden
a) für die einzelne Person 200.000 S
b) für das einzelne Ereignis ... 1,200.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden 120.000 S
Sind mehr als 20 Plätze (Sitz- und Stehplätze
einschließlich des Lenkersitzes) vorhanden oder
vorgesehen, so erhöht sich die Mindestversicherungssumme
für je angefangene fünf Plätze
A. vom 1. Jänner 1957 bis einschließlich
31. Dezember 1957 hinsichtlich der Personenschäden
für das Ereignis um 200.000 S und
hinsichtlich der Sachschäden um 20.000 S
B. ab 1. Jänner 1958
hinsichtlich der Personenschäden für das Ereignis
um 300.000 S und hinsichtlich der
Sachschäden um 30.000 S
(4) Die Mindestversicherungssumme für Omnibusanhänger
(§ 54 der Kraftfahrverordnung
1955) mit nicht mehr als zehn Plätzen beträgt
A. vom 1. Jänner 1957 bis einschließlich 31. Dezember
1957
1. hinsichtlich Personenschäden
a) für die einzelne Person 120.000 S
b) für das einzelne Ereignis ... 400.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden 40.000 S
B. ab 1. Jänner 1958
1. hinsichtlich der Personenschäden
a) für die einzelne Person 200.000 S
b) für das einzelne Ereignis ... 600.000 S
2. hinsichtlich Sachschäden 60.000 S
Sind mehr als zehn Plätze (Sitz- und Stehplätze)
vorhanden oder vorgesehen, so erhöht
sich die Mindestversicherungssumme für je angefangene
fünf Plätze
A. vom 1. Jänner 1957 bis einschließlich 31. Dezember
1957 hinsichtlich der Personenschäden
für das Ereignis um 200.000 S und hinsichtlich
der Sachschäden um 20.000 S,
B. ab 1. Jänner 1958
hinsichtlich der Personenschäden für das Ereignis
um 300.000 S und hinsichtlich der Sachschäden
um 30.000 S.
(5) Für Lastkraftwagen, die zur Beförderung
von mehr als neun Personen (einschließlich des
Lenkers) verwendet werden (§ 89 Abs. 1 des
Kraftfahrgesetzes 1955) gelten die Bestimmungen
des Abs. 3 sinngemäß."
Artikel II.
Die Verordnung tritt mit 1. Jänner 1957 in
Kraft.