201. Kundmachung: Aufhebung einzelner Bestimmungen des Glücksspielgesetzes durch den Verfassungsgerichtshof.
Gesetzestext (1 Artikel)
Gemäß Art. 140 Abs. 3 des Bundes-Verfassungsgesetzes
in der Fassung von 1929 und den
§§ 64 und 65 des Verfassungsgerichtshofgesetzes
1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht
(1) Der Verfassungsgerichtshof hat mit dem
Erkenntnis vom 22. Juni 1957, G 3, 4, 5/57/8,
§ 2 des Glücksspielgesetzes, StGBl. Nr. 117/1945,
insoweit als verfassungswidrig aufgehoben, als
durch ihn die
a) Verordnung des Bundesministers für Finanzen
im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramte
vom 1. Dezember 1932, BGBl.
Nr. 342, über Ausspielungen (Ausspielungsverordnung),
b) Verordnung des Bundeskanzleramtes vom
2. Jänner 1933, BGBl. Nr. 6, über die verbotenen
Spiele (Glücksspielverordnung
1933),
c) Verordnung des Bundesministeriums für
Finanzen im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramt,
BGBl. Nr. 365/1935, womit
die Ausspielungsverordnung, BGBl.
Nr. 342/1932, abgeändert wird,
wieder in Kraft gesetzt worden sind.
(2) Diese Aufhebung wird mit dem Ablauf des
21. Juni 1958 wirksam.
(3) Etwaige frühere gesetzliche Bestimmungen
treten nicht wieder in Wirksamkeit.