Mutterschutzverordnung (mutterschutzverordnung)
Inhaltsübersicht (8)
Gesetzestext (8 Artikel)
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Kurztitel
Mutterschutzverordnung
Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 310/2017
Typ
V
§/Artikel/Anlage
§ 0
Inkrafttretensdatum
01.01.2018
Abkürzung
MSchV
Index
60/02 Arbeitnehmerschutz
Langtitel
Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz über die vorzeitige Freistellung werdender Mütter (Mutterschutzverordnung – MSchV)
StF: BGBl. II Nr. 310/2017 idF BGBl. II Nr. 83/2019 (VFB)
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund des § 3 Abs. 3 des Mutterschutzgesetzes 1979 (MSchG), BGBl. Nr. 221/1979, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 126/2017, wird verordnet
Zuletzt aktualisiert am
03.04.2019
Gesetzesnummer
20010035
Dokumentnummer
NOR40198887
Formular 1
Vor- und Familienname der Dienstnehmerin
Geburtsdatum der Dienstnehmerin
Sozialversicherungsnummer der Dienstnehmerin
Voraussichtlicher Geburtstermin des Kindes
Wohnanschrift der Dienstnehmerin
Name und Anschrift des/der Dienstgebers/Dienstgeberin
Name und Anschrift des/der Facharztes/Fachärztin für
Folgende medizinische/n Indikation/en gemäß § 2 der Mutterschutzverordnung (MSchV), BGBl. II Nr. 310/2017, wurde/n festgestellt
(Falls zutreffend)
Aus folgendem/folgenden Grund/Gründen ist eine Freistellung bereits vor Ablauf der 15. Schwangerschaftswoche erforderlich
Gemäß § 3 Abs. 3 des Mutterschutzgesetzes 1979 (MSchG) wird bescheinigt, dass Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet wäre. Daher ist jede weitere Beschäftigung der Dienstnehmerin in dem angeführten Zeitraum unzulässig.
O* Dieses Zeugnis gilt bis zum Ablauf von …….. Wochen ab Ausstellung.
O* Dieses Zeugnis gilt bis zum Beginn der Schutzfrist gemäß § 3 Abs. 1 MSchG.
* Zutreffendes bitte ankreuzen
Ort, DatumUnterschrift Facharzt/Fachärztin
Formular 2
Vor- und Familienname der Dienstnehmerin
Geburtsdatum der Dienstnehmerin
Wohnanschrift der Dienstnehmerin
Gemäß § 3 Abs. 3 des Mutterschutzgesetzes 1979 (MSchG) wird bescheinigt, dass Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet wäre. Daher ist ab der Vorlage dieses Zeugnisses jede weitere Beschäftigung der Dienstnehmerin in dem angeführten Zeitraum unzulässig.
O* Dieses Zeugnis gilt bis zum Ablauf von …….. Wochen ab Ausstellung.
O* Dieses Zeugnis gilt bis zum Beginn der Schutzfrist gemäß § 3 Abs. 1 MSchG.
* Zutreffendes bitte ankreuzen
Ort, DatumUnterschrift Facharzt/Fachärztin
§ 1. (1) Diese Verordnung regelt die Ausstellung von Freistellungszeugnissen durch Fachärzte/Fachärztinnen gemäß § 3 Abs. 3 MSchG. Sie ist nicht auf Freistellungen auf Grund eines Zeugnisses eines/einer Arbeitsinspektionsarztes/Arbeitsinspektionsärztin oder eines/einer Amtsarztes/Amtsärztin anwendbar.
(2) Fachärztliche Zeugnisse (Freistellungszeugnisse) gemäß § 3 Abs. 3 MSchG dürfen nur auf Grund von in dieser Verordnung geregelten medizinischen Indikationen ausgestellt werden.
§ 2. (1) Medizinische Indikationen gemäß § 3 Abs. 3 Z 1 MSchG sind
(2) Auch bei Vorliegen von in Abs. 1 genannten medizinischen Indikationen ist die Ausstellung eines Freistellungszeugnisses vor Ablauf der 15. Schwangerschaftswoche nur zulässig, wenn besondere Umstände vorliegen, die eine frühere Freistellung zwingend erforderlich machen. Dies ist von dem/der das Freistellungszeugnis ausstellenden Facharzt/Fachärztin im Freistellungszeugnis zu begründen.
§ 3. Nur Fachärzte/Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Fachärzte/Fachärztinnen für Innere Medizin dürfen fachärztliche Freistellungszeugnisse ausstellen.
§ 4. (1) Der/Die das Freistellungszeugnis ausstellende Facharzt/Fachärztin hat die werdende Mutter, für die das Zeugnis ausgestellt werden soll, persönlich ärztlich zu untersuchen.
(2) Für das Freistellungszeugnis sind die in der Anlage enthaltenen Formulare 1 (zur Vorlage beim Sozialversicherungsträger) und 2 (zur Vorlage bei dem/der Dienstgeber/in) zu verwenden.
(3) Aus der zur Vorlage beim Sozialversicherungsträger bestimmten Fassung des Freistellungszeugnisses (Formular 1) hat sich eindeutig und nachvollziehbar das Vorliegen einer oder mehrerer der in dieser Verordnung genannten medizinischen Indikationen zu ergeben, im Fall einer Ausstellung vor Ablauf der 15. Schwangerschaftswoche auch die Begründung der besonderen Umstände gemäß § 2 Abs. 2.
§ 5. Diese Verordnung berührt nicht die Gültigkeit von vor dem 1. Jänner 2018 auf Grund des § 3 Abs. 3 MSchG in der vor Inkrafttreten des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 126/2017 geltenden Fassung ausgestellten Zeugnissen.
§ 6. Diese Verordnung tritt am 1. Jänner 2018 in Kraft.