Einkommensgrenzenverordnung 2023
Inhaltsübersicht (12)
Gesetzestext (12 Artikel)
Steiermark
05.10.2023
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Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Behandlung von metallischen Oberflächen
Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 44/2002
Typ
V
§/Artikel/Anlage
§ 0
Inkrafttretensdatum
31.01.2003
Abkürzung
AEV Oberflächenbehandlung
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Langtitel
Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Behandlung von metallischen Oberflächen (AEV Oberflächenbehandlung)
StF: BGBl. II Nr. 44/2002 [CELEX-Nr.: 376L0464, 383L0514, 384L0156, 386L0280, 390L0415, 396L0061]
Änderung
BGBl. II Nr. 128/2019
BGBl. II Nr. 68/2026 [CELEX-Nr.: 32010L0075]
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund der §§ 33b Abs. 3, 4, 5 und 7 sowie 33c Abs. 1 WRG 1959, BGBl. Nr. 215, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 109/2001, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit verordnet
Schlagworte
e-rk3
BGBl. Nr. 215/1959, Methodenanpassungsverordnung Wasser (BGBl. II Nr. 128/2019)
Zuletzt aktualisiert am
30.03.2026
Gesetzesnummer
20001767
Dokumentnummer
NOR30001920
I)
Anforderungen an
Einleitungen in
ein Fließgewässer
II)
Anforderungen an
Einleitungen in
eine öffentliche
Kanalisation
Allgemeine Parameter
Temperatur
30 °C
35 °C
Toxizität
Bakterientoxizität GL
8
a)
Fischeitoxizität GF,Ei b)
4
a)
Abfiltrierbare Stoffe c)
30 mg/L
150 mg/L d)
pH-Wert
6,5 – 9,0
6,5 – 10,0
Anorganische Parameter
Aluminium
ber. als Al
3,0 mg/L
durch Abfiltrierbare Stoffe begrenzt
Arsen
ber. als As
0,1 mg/L
0,1 mg/L
Barium
ber. als Ba
5,0 mg/L
5,0 mg/L
Blei
ber. als Pb
0,5 mg/L
0,5 mg/L
Cadmium
ber. als Cd
0,1 mg/L
e)
0,1 mg/L
e)
Chrom-Gesamt
ber. als Cr
0,5 mg/L
f)
0,5 mg/L
f)
Chrom(VI)
ber. als Cr
0,1 mg/L
g)
0,1 mg/L
g)
Cobalt
ber. als Co
1,0 mg/L
1,0 mg/L
Eisen
ber. als Fe
2,0 mg/L
durch Abfiltrierbare Stoffe begrenzt
Kupfer
ber. als Cu
0,5 mg/L
0,5 mg/L
Nickel
ber. als Ni
0,5 mg/L
h)
0,5 mg/L
h)
Quecksilber
ber. als Hg
0,01 mg/L
i)
0,01 mg/L
i)
Selen
ber. als Se
0,5 mg/L
0,5 mg/L
Silber
ber. als Ag
0,1 mg/L
0,1 mg/L
Zink
ber. als Zn
1,0 mg/L
j), k)
1,0 mg/L
j), k)
Zinn
ber. als Sn
1,0 mg/L
1,0 mg/L
Chlor – Freies Chlor
ber. als Cl2 l)
0,2 mg/L
0,2 mg/L
Ammonium
ber. als N
20 mg/L
m)
200 mg/L
n)
Ammoniak
ber. als N
0,5 mg/L
20 mg/L
n)
Cyanid – leicht freisetzbar
ber. als CN
0,1 mg/L
0,1 mg/L
Cyanid – Gesamt
ber. als CN
2,0 mg/L
2,0 mg/L
Fluorid
ber. als F
20 mg/L
20 mg/L
Nitrit
ber. als N
1,5 mg/L
o)
10 mg/L
Phosphor – Gesamt
ber. als P
2,0 mg/L
–
Sulfat
ber. als SO4
–
p)
Sulfid
ber. als S
0,1 mg/L
1,0 mg/L
Organische Parameter
Gesamter organisch gebundener Kohlenstoff (TOC)
ber. als C q)
r)
-
Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)
ber. als O2 q)
s)
–
Adsorbierbare organisch gebundene Halogene (AOX)
ber. als Cl
1,0 mg/L
t), u)
1,0 mg/L
t), u)
Schwerflüchtige lipophile Stoffe
20 mg/L
100 mg/L v)
Kohlenwasserstoff-Index
5,0 mg/L
15 mg/L
Ausblasbare organisch gebundene Halogene (POX)
ber. als Cl
0,1 mg/L
w)
0,1 mg/L
w)
Die in § 2 Z 12 Steiermärkisches Wohnbauförderungsgesetz 1993 festgesetzten Beträge werden wie folgt angepasst
30.000 Euro
49.600 Euro
34.000 Euro
56.300 Euro
4.000 Euro
6.570 Euro
800 Euro
1.310 Euro
§ 1. (1) Die in der Anlage A festgelegten Emissionsbegrenzungen sind bei der wasserrechtlichen Bewilligung einer Einleitung von Abwasser in ein Fließgewässer oder in eine öffentliche Kanalisation vorzuschreiben, wenn der einleitende Betrieb oder die einleitende Anlage einer oder mehreren der folgenden Tätigkeiten der Behandlung metallischer Oberflächen einschließlich der zugehörigen Vor-, Zwischen- und Nachbehandlungen dient
(2) Abwasser aus Entfettungsbädern, Entmetallisierungsbädern und Nickelbädern, welches Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), ihre Homologen und deren Salze enthält, darf nicht in ein Fließgewässer oder eine öffentliche Kanalisation eingeleitet werden.
(3) Abs. 1 gilt nicht für die Einleitung von
(4) Soweit diese Verordnung keine von der AAEV abweichende Regelung enthält, gilt die AAEV ausgenommen § 4 Abs. 7 AAEV für Abwasser aus der Reinigung von Abluft und wässrigen Kondensaten, die in Tätigkeiten des Abs. 1 anfallen. Werden in einem Betrieb oder einer Anlage mehrere Tätigkeiten des Abs. 1 Z 1 bis 13 durchgeführt, so sind die Abwässer aus diesen Tätigkeiten als Teilströme im Sinne des § 4 Abs. 7 AAEV zu behandeln.
(5) Auf der Grundlage der Prüfung der Verhältnisse im Einzelfall sind folgende Maßnahmen des Standes der Vermeidungs-, Rückhalte- und Reinigungstechnik zu treffen
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 30. September 2023, in Kraft.
§ 2. Durch folgende Parameter der Anlage A werden gefährliche Abwasserinhaltsstoffe gemäß § 33b Abs. 2 und 11 WRG 1959 erfasst: Toxizität, Arsen, Barium, Blei, Cadmium, Chrom – Gesamt, Chrom(VI), Cobalt, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Selen, Silber, Zink, Zinn, Chlor – Freies Chlor, Ammonium, Ammoniak, Cyanid – leicht freisetzbar, Cyanid – Gesamt, Nitrit, Sulfid, Adsorbierbare organisch gebundene Halogene (AOX), Kohlenwasserstoff-Index (KW-Index) und Ausblasbare organisch gebundene Halogene (POX).
Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Einkommensgrenzenverordnung 2019, LGBl. Nr. 76/2019, außer Kraft.
§ 3. (1) Eine Abwassereinleitung gemäß § 1 Abs. 1 in ein Fließgewässer oder in eine öffentliche Kanalisation ist unter Bedachtnahme auf § 3 Abs. 10 AAEV anhand der eingeleiteten Tagesfrachten der Abwasserinhaltsstoffe zu beurteilen.
(2) Die höchstzulässige Tagesfracht für einen Abwasserinhaltsstoff, dessen Emissionsbegrenzung in Anlage A als produktionsspezifische Fracht festgelegt ist, ergibt sich durch Multiplikation dieser Emissionsbegrenzung mit der bei der wasserrechtlichen Bewilligung festzulegenden maximalen Tageseinsatzkapazität für Cadmium oder Quecksilber (in Kilogramm pro Tag).
§ 4. (1) Eine Emissionsbegrenzung für einen Abwasserparameter der Anlage A ist im Rahmen der Eigenüberwachung und im Rahmen der Fremdüberwachung einzuhalten.
(2) Für die Eigenüberwachung gilt
(3) Für die Fremdüberwachung gilt
(4) Abweichend von § 7 Abs. 8 Z 1 AAEV werden für IE-Richtlinien-Anlagen, welche eine Tätigkeit laut § 1 Abs. 1 Z 12 (Lackieren metallischer Oberflächen einschließlich zugehöriger Behandlungsschritte) ausüben, folgende Mindestmesshäufigkeiten für maßgebliche Abwasserinhaltsstoffe gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 und 2 AAEV im Rahmen der Eigenüberwachung festgelegt
(5) Probenahme und Analyse für einen Abwasserparameter der Anlage A sind bei der Eigenüberwachung und bei der Fremdüberwachung gemäß den Methodenvorschriften der Anlage A der MVW durchzuführen.
§ 5. (1) Eine bei In-Kraft-Treten dieser Verordnung rechtmäßig bestehende Einleitung gemäß § 1 Abs. 1, die nach dem 25. September 1992 erstmalig wasserrechtlich bewilligt wurde, hat innerhalb von fünf Jahren den Emissionsbegrenzungen des § 1 Abs. 1 sowie des Anhanges A zu entsprechen.
(2) Diese Verordnung tritt ein Jahr nach ihrer Kundmachung in Kraft. Die Verordnung über die Begrenzung von Abwasseremissionen aus Betrieben zur Behandlung und Beschichtung von metallischen Oberflächen, BGBl. Nr. 609/1992, sowie Abschnitt VII der Verordnung BGBl. Nr. 537/1993 treten mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung außer Kraft.
(3) § 1 Abs. 5 Z 8, § 2, § 4 Abs. 4, Anhang A Pkt. 2.2 und Pkt. 34, Anhang A Fußnote b), j), l) und q) in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 128/2019 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Gleichzeitig tritt Anhang B außer Kraft.
(4) Diese Verordnung in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 68/2026 tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.
(5) Für bei Inkrafttreten der Verordnung BGBl. II Nr. 68/2026 rechtmäßig bestehende Einleitungen gemäß § 1 Abs. 1 gilt im Sinne des § 33c Abs. 1 WRG 1959 nach Maßgabe des § 33c Abs. 6 WRG 1959 Folgendes
§ 6. Durch diese Verordnung werden die Vorgaben folgender Rechtsakte der Europäischen Union hinsichtlich Industrieemissionen umgesetzt