Maßnahmengebietsverordnung Wolf 2026 und 2027
Inhaltsübersicht (17)
Gesetzestext (17 Artikel)
Salzburg
15.11.2027
29.04.2026
Steiermark
05.05.2020
Salzburg
15.11.2027
29.04.2026
(1) Diese Verordnung erklärt Jagdgebiete in den Wildregionen 1.1 (Krimml), 3.1 (Pass Thurn), 3.2 (Pinzgauer Schieferalpen West), 3.3 (Pinzgauer Schieferalpen Ost), 5.1 (Steinernes Meer – Hundstein), 5.2 (Schneeberg – Hochglocker – Hochkeil) und 5.3 (Blühnbach – Imlau) betreffend die Wildart Wolf (Canis lupus) zu einem Maßnahmengebiet und regelt die Voraussetzungen,
(2) Ziel dieser Verordnung ist, unter Einhaltung der Vorgaben des Art 14 FFH-Richtlinie das
Wald-, Wild- und Umweltgleichgewicht im Sinn des § 3 JG in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen, indem dort die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eintretenden ernsten Schäden in der Nutztierhaltung auf Alm-, Hut- oder Dauerweideflächen durch die Wildart Wolf verhindert werden.
Im Folgenden werden die Badegewässer, deren Wasserqualität zu überwachen und zu bewirtschaften ist, bestimmt und die Badestellen durch die Angabe der Koordinaten festgelegt
Badegewässer
Badestellen
Gemeinde
BathingWaterID
Nördlicher Breitengrad
Östlicher Längengrad
I. Politischer Bezirk Bruck/ Mürzzuschlag
Erlaufsee, St. Sebastian
Mariazell
62142
AT2230001800140010
47,789722
15,277547
Freizeitsee Au bei Turnau
Aflenz
62138
AT2230000200170010
47,556169
15,314370
Zenzsee, Tragöß
Tragöß-St. Katharein
62148
AT2230002000370010
47,506033
15,075478
II. Politischer Bezirk Deutschlandsberg
Stausee Soboth
Eibiswald
60345
AT2250003000330010
46,679177
15,039020
III. Politischer Bezirk Hartberg/ Fürstenfeld
Badesee Großsteinbach
Großsteinbach
62216
AT2240006000030010
47,148506
15,880740
Stubenbergsee
Stubenberg
62256
AT2240011200340010
47,229094
15,802486
Badesee Mönichwald
Waldbach Mönichwald
62279
AT2240008800060010
47,447999
15,882002
IV. Politischer Bezirk Graz-Umgebung
Badesee Kumberg
Kumberg
60626
AT2210002700040010
47,158235
15,543891
SchwarzlFreizeitzentrumUnterpremstätten
Premstätten
60670
AT2210005200300010
46,982763
15,428767
Freizeitzentrum Copacabana Kalsdorf
Kalsdorf bei Graz 60624
AT2210002500190010
46,976601
15,458893
Badesee Weihermühle, Gratwein
Gratwein
Straßengel
60664
AT2210000800100010
47,129272
15,307296
V. Politischer Bezirk Leibnitz
Sulmsee
Leibnitz
61053
AT2250006200350010
46,774780
15,513767
Silbersee
Leibnitz
61053
AT2250006200310010
46,773728
15,510325
Badesee Wildon, Wildon
Wildon
61059
AT2250008700110010
46,889072
15,506021
VI. Politischer Bezirk Liezen
Freizeitsee Aich
Aich
61254
AT2220000200160010
47,422312
13,819608
Altausseer See Nord
Altaussee
61204
AT2220000400010030
47,642710
13,779021
Altausseer See West
Altaussee
61204
AT2220000400010010
47,636111
13,768905
Altausseer See Süd
Altaussee
61204
AT2220000400010020
47,634734
13,778248
Grundlsee Nord
Grundlsee
61215
AT2220001500230030
47,638014
13,883682
Grundlsee Nord-West
Grundlsee
61215
AT2220001500230010
47,622221
13,828918
Grundlsee Ost
Grundlsee
61215
AT2220001500230040
47,636904
13,902086
Grundlsee Süd
Grundlsee
61215
AT2220001500230020
47,621530
13,838323
Ödensee, Kainisch
Bad Mitterndorf 61255
AT2220003200270010
47,562172
13,821944
Putterersee, Aigen
Aigen im Ennstal
61203
AT2220000300280010
47,518510
14,136971
VII. Politischer Bezirk Leoben
Badesee Steiner, Kraubath/Mur
Kraubath an der Mur
61107
AT2230002800080010
47,297970
14,941516
Freizeitsee Wald/Schoberpass
Wald am Schoberpass
61119
AT2230004000180010
47,451736
14,662996
Leopoldsteinersee, Eisenerz
Eisenerz
61101
AT2230002200240010
47,568724
14,868892
VIII. Politischer Bezirk Murau
Badesee Mühlen
Mühlen
61410
AT2260004800070010
47,035933
14,487227
Furtnerteich, Mariahof
Neumarkt in der Steiermark
61439
AT2260004700210010
47,087748
14,394027
Grasluppteich, Zeutschach
Neumarkt in der Steiermark
61439
AT2260007300220010
47,071402
14,380428
IX. Politischer Bezirk Südost
Röcksee, Gosdorf
Mureck
62383
AT2240012400290010
46,716971
15,799235
X. Politischer Bezirk Voitsberg
Freizeitzentrum Piberstein, Maria Lankowitz
Maria Lankowitz 61632
AT2250010100200010
47,055459
15,065051
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 14/2022, LGBl. Nr. 59/2023
(1) Die Verordnung erklärt jene Jagdgebiete der Wildregionen 1.1 (Krimml), 3.1 (Pass Thurn), 3.2 (Pinzgauer Schieferalpen West), 3.3 (Pinzgauer Schieferalpen Ost), 5.1 (Steinernes Meer – Hundstein), 5.2 (Schneeberg – Hochglocker – Hochkeil) und 5.3 (Blühnbach – Imlau) zu einem Maßnahmengebiet, in denen sich nicht schützbare Weideflächen gemäß der Weideschutzgebietsverordnung befinden.
(2) Die vom Maßnahmengebiet betroffenen Jagdgebiete werden in der Anlage der Verordnung angeführt.
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 28. April 2020, in Kraft.
(1) In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 14/2022 tritt die Änderung des § 1 mit dem Tag der Kundmachung, das ist der 28. Jänner 2022, in Kraft.
(2) In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 59/2023 tritt § 1 Z VI mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 4. Juli 2023, in Kraft.
Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 14/2022, LGBl. Nr. 59/2023
(1) In Abweichung zu § 54 Abs 1 bzw § 1 Schonzeiten-Verordnung wird bei Vorliegen der Voraussetzungen dieser Verordnung im Maßnahmengebiet die ganzjährige Schonzeit für die Wildart Wolf aufgehoben und die Entnahme (Tötung) für zulässig erklärt.
(2) Die Aufhebung der Schonzeit und die Zulässigkeit der Entnahme gilt nur für einen Wolf, der im Maßnahmengebiet innerhalb des in § 4 Abs 1 erster Satz angegebenen Zeitraums angetroffen wurde, und nur, soweit das Kontingent gemäß § 4 Abs 1 zweiter Satz noch nicht erschöpft wurde.
Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung des Landeshauptmannes von Steiermark vom 14. November 1997 über die Festsetzung der Badegewässer und Badestellen, LGBl. Nr. 78/1997, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 60/2013, außer Kraft.
(1) Bei Vorliegen der Voraussetzungen dieser Verordnung gilt, dass vom 1. Mai bis zum 15. November jeden Jahres im Maßnahmengebiet Wölfe in allen Entwicklungsformen entnommen (getötet) werden dürfen. Die Entnahmehöchstzahl von Wölfen beträgt jeweils 2 Tiere pro Kalenderjahr. Offensichtlich laktierende Wölfinnen dürfen nicht entnommen werden.
(2) Die Bejagung und Entnahme ist nur zulässig, wenn der Jagdausübungsberechtigte davor nachweislich eine tagesaktuelle Information auf der Website des Landes Salzburg unter
https://www. salzburg. gv. at/themen/aw/jagd/wolf darüber eingeholt hat, dass die Entnahmehöchstzahl gemäß Abs 1 noch nicht ausgeschöpft ist. Nur eine Information, dass die jährliche Entnahmehöchstzahl im Maßnahmengebiet am Tag des Eingriffes noch nicht ausgeschöpft ist, löst die Berechtigung im Sinn der Verordnung aus. Die Berechtigung zum Eingriff bezieht sich je Abfrage jeweils auf nur einen Wolf. Ist die Entnahmehöchstzahl bereits ausgeschöpft, darf keine Bejagung oder Entnahme im laufenden Entnahmejahr mehr erfolgen.
Die Bejagung und Entnahme darf nur von Personen vorgenommen werden, die im Maßnahmengebiet jagdausübungsberechtigt sind. Die Tötung hat weidgerecht und unter Anwendung der entsprechenden jagdrechtlichen Bestimmungen zu erfolgen.
(1) Der Jagdausübungsberechtigte hat die Entnahme eines Wolfes sowie jede Schussabgabe auf einen solchen unter Angabe von Ort (Revierteil) und Uhrzeit unverzüglich, jedenfalls aber innerhalb von 6 Stunden, der Landesregierung, Abteilung 4 – Lebensgrundlagen und Energie, Referat 4/09 – Grundverkehr, Jagd und Fischerei schriftlich, bevorzugt per Nachricht an die Wolfsnummer +43 664 440 64 54 oder auch per E-Mail (grundverkehr@salzburg.gv.at), zu melden. Die Landesregierung entscheidet über die weitere Verwendung des Wildkörpers und verständigt den Jagdausübungsberechtigten darüber innerhalb von 24 Stunden ab erfolgter Meldung.
(2) Unabhängig von einer Schussabgabe müssen sämtliche Sichtungen eines Wolfes im Maßnahmengebiet der im Abs 1 genannten Stelle mitgeteilt werden.
(1) Die Überprüfung der Einhaltung der Bestimmungen dieser Verordnung erfolgt durch die
Landesregierung.
(2) Zur Beweissicherung, begleitenden Kontrolle und Erhebung weiterer Daten ist der getötete Wolf (samt Aufbruch) für einen Zeitraum von 72 Stunden ab Einlangen der Meldung gemäß § 6 Abs 1 fachgerecht aufzubewahren und der Landesregierung auf Aufforderung zur Verfügung zu stellen. Binnen 48 Stunden ist der gesamte Wildkörper im grünen Zustand (Grünvorlage) dem Hegemeister unaufgefordert vorzulegen. Samstage, Sonn- und Feiertage sind in den Fristenlauf nicht miteinzurechnen.
(1) Damit der günstige Erhaltungszustand bzw die Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustands des Wolfes in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz der vorübergehenden Ausnahme von der Schonzeit nicht negativ beeinträchtigt oder verhindert wird, führt die Landesregierung zur Kontrolle der Bestandsentwicklung und des Erhaltungszustands des Wolfes ein begleitendes Monitoring durch.
(2) Die Landesregierung informiert die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden sowie die für das Jagdwesen zuständigen Behörden der anderen Bundesländer über die verordneten Maßnahmen.
Verstöße gegen die Bestimmungen dieser Verordnung stellen eine Verwaltungsübertretung gemäß § 158 Abs 1 Z 7a JG dar.
Diese Verordnung tritt mit 30. April 2026 in Kraft und mit Ablauf des 15. November 2027 außer Kraft.