187. Gesetz: Kraftloserklärungsnovelle 1945.
Gesetzestext (1 Artikel)
Die Provisorische Staatsregierung hat beschlossen
§ 1. (1) Der Artikel 21 der Vierten Verordnung
zur Einführung handelsrechtlicher Vorschriften
im Lande Österreich vom 24. Dezember
1938, Deutsches R. G. Bl. I S. 1999 (G. Bl.
f. d. L. Ö. Nr. 86/1939), der § 7 der Verordnung
zur Vereinfachung der Bekanntmachungen
über Wertpapiere vom 22. Jänner 1944, Deutsches
R. G. Bl. I S. 42, und die Siebente Durchführungs-
und Ergänzungsverordnung zur
Kriegssachschädenverordnung (Kriegsschäden an
Wertpapieren) vom 6. November 1943, Deutsches
R. G. Bl. I S. 632, werden aufgehoben.
(2) Es treten wieder in Kraft
1. Die Bestimmungen der Kaiserlichen Verordnung
vom 31. August 1915, R. G. Bl.
Nr. 257, über die Kraftloserklärung von Urkunden,
welche durch die im Abs. (1) bezeichneten
Vorschriften abgeändert worden sind.
2. Die Verordnung vom 31. August 1915,
R. G. Bl. Nr. 258, über die Verlautbarung des
Verlustes und des Aufgebotes von Wertpapieren
und ähnlichen Urkunden sowie die diese Verordnung
abändernden und ergänzenden Vorschriften
der Verordnungen vom 26. September
191,6, R. G. Bl. Nr. 328, vom 6. Mai 1922,
B. G. Bl. Nr. 265, vom 29. September 1922,
B. G. Bl. Nr. 726, und vom 24. Dezember 1930,
B. G. Bl. Nr. 372.
§ 2. Im § 367, Abs. (1), des Handelsgesetzbuches
vom 10. Mai 1897, Deutsches R. G. Bl.
S. 219, in der Fassung des § 6 der Verordnung
zur Vereinfachung der Bekanntmachungen über
Wertpapiere vom 22. Jänner 1944, Deutsches
R. G. Bl. I S. 42, tritt an die Stelle der „Sammelliste
aufgerufener Wertpapiere" der Deutschen
Reichsbank der im § 6, Abs. (2), der Kaiserlichen
Verordnung vom 31. August 1915,
R. G. Bl. Nr. 257, vorgesehene „Anzeiger".
§ 3. Mit der Vollziehung dieses Gesetzes ist
das Staatsamt für Justiz betraut.