175. Verordnung: Gerichtseinteilung für das Burgenland.
Gesetzestext (1 Artikel)
Gemäß § 80, Abs. (2), des Gesetzes vom
20. Juli 1945, St. G. Bl. Nr. 94, über die Überleitung
der Verwaltungs- und Justizeinrichtungen
des Deutschen Reiches in die Rechtsordnung
der Republik Österreich (Behörden-Überleitungsgesetz
— Behörden-ÜG.) wird im Hinblick auf
die mit dem Verfassungsgesetz vom 29. August
1945, St. G. Bl. Nr. 143, ausgesprochene Wiedererrichtung
des Burgenlandes als selbständiges
Land der Republik Österreich verordnet
Die im Burgenland bestehenden Bezirksgerichte
Eisenstadt, Güssing, Jennersdorf, Mattersburg,
Neusiedl am See, Ober-Pullendorf und
Oberwart werden dem Sprengel des Landesgerichtes
Wien und damit dem Sprengel des
Oberlandesgerichtes Wien zugewiesen.
Demnach wird die dem Gerichtshof I. Instanz
zustehende Gerichtsbarkeit für die angeführten
Gerichtsbezirke ausgeübt
In bürgerlichen Rechtssachen vom Landesgericht
für Zivilrechtssachen Wien, in Handelssachen
vom Handelsgericht Wien, in Strafsachen
vom Landesgericht für Strafsachen Wien und in
Jugendsachen vom Jugendgerichtshof Wien.
Diese Verordnung tritt mit 1. Oktober 1945
in Wirksamkeit.