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174_1980 AT

174. Vereinbarung zwischen dem Bundesminister für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland und dem Bundesminister für Verkehr der Republik Österreich nach Rn. 2010 des ADR über die Beförderung von Barium- und Bleiverbindungen der Klasse 6.1, Ziffern 71 und 72, in flexiblen Schüttgutbehältern

1 Artikel / Bestimmungen · Österreich
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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 174. Vereinbarung zwischen dem Bundesminister für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland und dem Bundesminister für Verkehr der Republik Österreich nach Rn. 2010 des ADR über die Beförderung von Barium- und Bleiverbindungen der Klasse 6.1, Ziffern 71 und 72, in flexiblen Schüttgutbehältern

(Übersetzung)

(1) Abweichend von den Vorschriften der

Rn. 2624 und 2625 der Anlage A des ADR dürfen

Barium- und Bleiverbindungen der Klasse 6.1,

Rn. 2601, Ziffern 71 und 72, unter folgenden

Bedingungen im internationalen Straßenverkehr

befördert werden

1. Verpackung

1.1 Die Stoffe sind in flexible Schüttgutbehälter

mit einem Fassungsraum von höchstens

1000 Litern zu verpacken.

1.2 Die Behälter müssen den zu erwartenden

mechanischen, thermischen und chemischen

Beanspruchungen standhalten und dicht sein.

Sie müssen gegen die gefährlichen Stoffe beständig

sein. Sie müssen ferner im erforderlichen

Maße beständig sein gegenüber Alterung

und ultravioletter Strahlung.

Diese Anforderungen müssen während der

Gebrauchsdauer erfüllt sein. Die Gebrauchsdauer

ist vom Hersteller anzugeben. Die angegebene

Gebrauchsdauer darf höchstens

5 Jahre betragen.

1.3 Die Behälter müssen so gebaut sein, daß ihre

gefahrlose Manipulierbarkeit mit Kran und

Flurförderfahrzeugen gewährleistet ist.

1.4 Die Behälter müssen einer Baumusterprüfung

bei einer im Versandland behördlich anerkannten

Prüfanstalt (Prüfstelle) gemäß den

nachstehenden Bedingungen mit Erfolg

unterzogen worden sein.

2. Vorschriften für die Baumusterprüfung

2.1 Fallprüfung

Je Bauart ist ein mit Original- oder Ersatzgut

gefülltes Prüfmuster bei Raumtemperatur

aus einer Höhe von 1,2 m auf die Bodennaht

fallen zu lassen (Aufprallfläche: waagerechte

Betonplatte).

Bei Verwendung von Ersatzgut muß dieses

in seiner Dichte (Schüttgewicht) und in

seinen anderen physikalischen Eigenschaften

(zB Korngröße, Form oder Oberfläche und

dgl.) dem Originalgut entsprechen.

2.2 Chemische Beständigkeit

Die chemische Beständigkeit des Werkstoffes

gegenüber dem Transportgut muß vom Hersteller

oder Verwender nachgewiesen oder

bestätigt werden.

2.3 Prüfbericht

Über die Prüfung ist ein Prüfbericht zu fertigen,

der folgende Angaben enthalten muß

— Hersteller des Behälters,

— Beschreibung des Behälters (zB Art des

verwendeten Werkstoffes, Einfärbung,

Abmessungen, Wanddicken, Gewichte

usw.)

— Fertigungsverfahren,

— zugelassene Füllgüter,

— Prüfergebnis,

— Kennzeichnung sowie

— die bei der Serienfertigung einzuhaltende

Mindestwanddicke.

3. Kennzeichnung

Jeder entsprechend dem geprüften Baumuster

hergestellte Schüttgutbehälter ist

durch

— den Namen oder das Kurzzeichen des

Herstellers,

— die Kurzbezeichnung des Staates, in dem

die Prüfung durchgeführt wird,

— die Kurzbezeichnung der Prüfanstalt

(Prüfstelle),

— die Registriernummer,

— Monat und Jahr der Herstellung,

— die Angabe der Gebrauchsdauer in

Monaten oder Jahren sowie

— den vorangestellten Satz: „Füllung mit

Gefahrgut nur gemäß ... (Zeichen des

Baumusters)."

gut lesbar und dauerhaft zu kennzeichnen.

4. Besondere Vorschriften

Die genannten Stoffe dürfen in flexiblen

Schüttgutbehältern nur als geschlossene Ladung

befördert werden.

(2) Im Beförderungspapier hat der Absender

zusätzlich zu vermerken

„Beförderung vereinbart nach Rn. 2010 des

ADR."

(3) Die Regelung gilt im Verkehr zwischen der

Bundesrepublik Deutschland und der Republik

Österreich bis auf Widerruf durch eine der Vertragsparteien.

Wien, 1980 02 22

Für den Bundesminister für Verkehr der Republik

Österreich

Hehenberger

Bonn, den 15. Mai 1979

Die für das ADR zuständige Behörde der Bundesrepublik

Deutschland

Der Bundesminister für Verkehr

Im Auftrag

Bredemeier

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