16. Kundmachung: 2. Kundmachung über die Aufhebung von Rechtsvorschriften des Deutschen Reiches.
Gesetzestext (1 Artikel)
Die Provisorische Staatsregierung stellt im
Sinne des § 1, Abs. (2), des Verfassungsgesetzes
vom 1. Mai 1945, St. G. Bl. Nr. 6, über die
Wiederherstellung des Rechtslebens in Österreich
(Rechts-Überleitungsgesetz — R-ÜG.) fest
1. Alle Gesetze und Verordnungen des Deutschen
Reiches über die deutsche Staatsangehörigkeit
sind für den Bereich der Republik Österreich
mit 27. April 1945 außer Kraft getreten.
2. Insbesondere sind daher aufgehoben
die Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit
im Lande Österreich vom 3. Juli 1938,
Deutsches R. G. Bl. I S. 790 (G. Bl. f. d. L. Ö.
Nr. 236/1938);
die 2. Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit
im Lande Österreich vom 30. Juni
1939, Deutsches R. G. Bl. I S. 1072 (G. Bl. f. d.
L. Ö. Nr. 840/1939);
die Verordnung über die Aberkennung der
Staatsangehörigkeit und den Widerruf des Staatsangehörigkeitserwerbes
in der Ostmark vom
11. Juli 1939, Deutsches R. G. Bl. I S. 1235 (G.
Bl. f. d. L. Ö. Nr. 892/1939), in der Fassung der
Änderungsverordnung vom 9. Juli 1942, Deutsches
R. G. Bl. I S. 452;
die Verordnung über die Entlassung aus der
Staatsangehörigkeit vom 1. September 1939,
Deutsches R. G. Bl. I S. 1656 (G. Bl. f. d. L. Ö.
Nr. 1131/1939);
die Verordnung über die Einbürgerung von
Kriegsfreiwilligen vom 4. September 1939, Deutsches
R. G. Bl. I S. 1741 (G. Bl. f. d. L. Ö.
Nr. 1225/1939);
die Verordnung zur Regelung von Staatsangehörigkeitsfragen
vom 20. Jänner 1942, Deutsches
R. G. Bl. I S. 40;
die Verordnung über den Erwerb der Staatsangehörigkeit
in den befreiten Gebieten der
Untersteiermark, Kärntens und Krains vom
14. Oktober 1941, Deutsches R. G. Bl. I S. 648;
die Verordnung über die Staatsangehörigkeit
auf Widerruf vom 25. April 1943, Deutsches
R. G. Bl. I S. 269.