162. Verordnung: Teuerungszulagenverordnung 1971
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 88 Abs. 1 des Gehaltsgesetzes
1956, BGBl. Nr. 54, des § 41 Abs. 4 des
Pensionsgesetzes 1965, BGBl. Nr. 340, der §§ 45
und 64 Abs. 2 des Landeslehrer-Dienstgesetzes,
BGBl. Nr. 245/1962, in der Fassung der Bundesgesetze
BGBl. Nr. 340/1965, 171/1966 und
247/1970, der §§ 48 und 66 des Land- und forstwirtschaftlichen
Landeslehrer-Dienstgesetzes,
BGBl. Nr. 176/1966, in der Fassung des Bundesgesetzes
BGBl. Nr. 248/1970, des § 53 Abs. 4
des Vertragsbedienstetengesetzes 1948, BGBl.
Nr. 86, in der Fassung des Bundesgesetzes
BGBl. Nr. 165/1961, der §§ 2 und 7 Abs. 2 des
Landesvertragslehrergesetzes 1966, BGBl. Nr. 172,
in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl.
Nr. 249/1970, der §§ 1 und 6 Abs. 2 des Land-
und forstwirtschaftlichen Landesvertragslehrergesetzes,
BGBl. Nr. 244/1969, in der Fassung des
Bundesgesetzes BGBl. Nr. 250/1970 und des § 27
Abs. 1 der Bundesforste-Dienstordnung, BGBl.
Nr. 201/1969, wird im Einvernehmen mit dem
Hauptausschuß des Nationalrates verordnet
Abschnitt I
§ 1. Den Bundesbeamten, den Landeslehrern
(§ 1 des Landeslehrer-Dienstgesetzes) und den
land- und forstwirtschaftlichen Landeslehrern
(§ 1 des Land- und forstwirtschaftlichen Landeslehrer-
Dienstgesetzes) des Dienststandes gebühren
ab 1. Juli 1971 Teuerungszulagen im Ausmaß
von je 12•4 v. H. des Gehaltes und der im
§ 3 Abs. 2 des Gehaltsgesetzes 1956 vorgesehenen
Zulagen mit Ausnahme der Haushaltszulage.
§ 2. Den Personen, die Anspruch auf Ruhe- oder
Versorgungsgenuß (Unterhaltsbeitrag)
haben, gebühren ab 1. Juli 1971 Teuerungszulagen
im Ausmaß von je 12•4 v. H. des Ruhe(Versorgungs)genusses,
der Ruhe(Versorgungs)genußzulage
und der Hilflosenzulage, beziehungsweise
des Unterhaltsbeitrages.
§ 3. Den Vertragsbediensteten des Bundes,
den Landesvertragslehrern (§ 1 Albs. 1 des Landesvertragslehrergesetzes
1966) und den land-
und forstwirtschaftlichen Landesvertragslehrern
(§ 1 des Land- und forstwirtschaftlichen Landesvertragslehrergesetzes)
gebühren ab 1. Juli 1971
Teuerungszulagen im Ausmaß von je 12•4 v. H.
des Monatsentgeltes, der Dienstzulagen und der
Ergänzungszulagen.
§ 4. Den Bediensteten der Österreichischen
Bundesforste (§ 1 Abs. 1 der Bundesforste-
Dienstordnung) gebühren ab 1. Juli 1971 Teuerungszulagen
im Ausmaß von je 12•4 v. H. des
Gehaltes und der im § 16 Abs. 2 der Bundesforste-
Dienstordnung vorgesehenen Zulagen mit
Ausnahme der Haushaltszulage.
Abschnitt II
§ 5. (1) Sind die sich nach den §§ 1 bis 4
ergebenden Teuerungszulagen — ausgenommen
die sich aus den Abs. 2 und 3 ergebenden Zulagen
— nicht durch volle Schillingbeträge teilbar,
so sind Restbeträge von weniger als 50 Groschen
zu vernachlässigen und Restbeträge von
50 Groschen und darüber als volle Schillinge anzusetzen.
(2) Die Teuerungszulage zur Hilflosenzulage
ist unter Anwendung des Abs. 1 in der Weise
zu runden, daß sich zusammen mit der Hilflosenzulage
ein voller Schillingbetrag ergibt.
(3) Die Teuerungszulage zu Ansätzen und Zuschlägen,
die nicht auf volle Schillingbeträge
lauten, sind in der Weise zu runden, daß Beträge
bis vier Groschen vernachlässigt werden und
Beträge von fünf Groschen und mehr auf die
nächsten zehn Groschen aufgerundet werden.
§ 6. Für die Zeit ab 1. Juli 1971 treten außer
Kraft
1. § 2 Abs. 1 lit. e der Landeslehrer-Dienstrechtsüberleitungsverordnung
1966, BGBl.
Nr. 197, in der Fassung der Verordnung
BGBl. Nr. 252/1970,
2. die Teuerungszulagenverordnung 1970, BGBl.
Nr. 157,
3. die Verordnung des Bundesministers für
Land- und Forstwirtschaft, BGBl. Nr. 190/
1970, mit der die Teuerungszulagenverordnung
1970 auf land- und forstwirtschaftliche
Landeslehrer und land- und forstwirtschaftliche
Landesvertragslehrer anwendbar erklärt
wird,
4. die Verordnung des Bundesministers für Unterricht,
BGBl. Nr. 253/1970, mit der die
Teuerungszulagenverordnung 1970 auf Landesvertragslehrer
anwendbar erklärt wird.