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148_1995 AT

148. Verordnung: Freistellung von vertikalen Vertriebsbindungen

1 Artikel / Bestimmungen · Österreich
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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 148. Verordnung: Freistellung von vertikalen Vertriebsbindungen

Auf Grund des § 30e des Kartellgesetzes 1988, BGBl. Nr. 600, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 693/1993, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten nach Anhörung des Paritätischen Ausschusses verordnet

§ 1. Für vertikale Vertriebsbindungen, auf die Art. 85 EG-Vertrag nicht anzuwenden ist, liegt kein Untersagungsgrund nach § 30c KartG 1988 vor, wenn sie sinngemäß den Freistellungsvoraussetzungen nach einer der folgenden Verordnungen nach Art. 85 Abs. 3 EG-Vertrag in der am 1. März 1995 geltenden Fassung entsprechen

1. Verordnung (EWG) Nr. 1983/83 der Kommission vom 22. Juni 1983 über die Anwendung von Artikel 85 Absatz 3 des Vertrages auf Gruppen von Alleinvertriebsvereinbarungen, ABl. Nr. L 173 vom 30. 6. 1983, S 1,

2. Verordnung (EWG) Nr. 1984/83 der Kommission vom 22. Juni 1983 über die Anwendung von Artikel 85 Absatz 3 des Vertrages auf Gruppen von Alleinbezugsvereinbarungen, ABl. Nr. L 173 vom 30. 6. 1983, S 5,

3. Verordnung (EWG) Nr. 123/85 der Kommission vom 12. Dezember 1984 über die Anwendung von Artikel 85 Absatz 3 des Vertrages auf Gruppen von Vertriebs- und Kundendienstvereinbarungen über Kraftfahrzeuge, ABl. Nr. L 15 vom 18. 1.1985, S 16,

4. Verordnung (EWG) Nr. 4087/88 der Kommission vom 30. November 1988 über die Anwendung von Artikel 85 Absatz 3 des Vertrages auf Gruppen von Franchisevereinbarungen, ABl. Nr. L 359 vom 28. 12.1988, S 46.

§ 2. § 1 gilt nicht, wenn sinngemäß eine der folgenden besonderen Voraussetzungen nach den dort angeführten Verordnungen erfüllt ist

1. nach Art. 6 lit. a bis d der Verordnung (EWG) Nr. 1983/83,

2. nach Art. 14 lit. a bis c der Verordnung (EWG) Nr. 1984/83,

3. nach Art. 10 Z 1 bis 4 der Verordnung (EWG) Nr. 123/85,

4. nach Art. 8 lit. a bis e der Verordnung (EWG) Nr. 4087/88.

§ 3. Bei der sinngemäßen Anwendung von Verordnungen nach den §§ 1 und 2 tritt an die Stelle des Gemeinsamen Marktes das Bundesgebiet.

§ 4. Die Entscheidung, ob eine vertikale Vertriebsbindung, für die der § 1 nicht gilt, nach § 30c KartG 1988 zu untersagen ist, wird durch diese Verordnung nicht berührt.

§ 5. Diese Verordnung tritt mit 1. März 1995 in Kraft.

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