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146_1993 AT

146. Verordnung: Änderung der Lehrpläne für die allgemeinbildenden höheren Schulen

1 Artikel / Bestimmungen · Österreich
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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 146. Verordnung: Änderung der Lehrpläne für die allgemeinbildenden höheren Schulen

Auf Grund des Schulorganisationsgesetzes, BGBl. Nr. 242/1962, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 408/1991, insbesondere dessen §§ 6 und 39, sowie des § 7 Abs. 1 des Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetzes, BGBl. Nr. 244/1965, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 314/1992, wird — hinsichtlich der Einstufung in die Lehrverpflichtungsgruppen im Einvernehmen mit dem Bundeskanzler und dem Bundesminister für Finanzen — verordnet

Die Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne der allgemeinbildenden höheren Schulen, BGBl. Nr. 88/1985, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 591/1986, 63/1989, 36/1990, 477/1990 und 440/1991 sowie der Kundmachungen BGBl. Nr. 76/1990, 105/1990 und 435/1990, wird wie folgt geändert

1. Dem Art. III wird folgender § 3 angefügt

„§ 3. Die Änderung der Anlage A/sp dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 146/1993 tritt wie folgt in Kraft

1. hinsichtlich der 5. Klasse mit 1. September

1993

2. hinsichtlich der 6. Klasse mit 1. September

1994

3. hinsichtlich der 7. Klasse mit 1. September

1995 und

4. hinsichtlich der 8. Klasse mit 1. September 1996"

2. In Anlage A/sp, vierter Teil (Stundentafel der Oberstufe), Unterabschnitt aa lautet die die Sportkunde betreffende Zeile

„Sportkunde *)......... 1 1 2 2 6 III1a)"

3. In Anlage A/sp, vierter Teil (Stundentafel der Oberstufe), Unterabschnitt aa wird folgende Anmerkung angefügt

„1a) In der 7. und 8. Klasse jedoch II"

4. In Anlage A/sp, sechster Teil (Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände) lautet der Lehrplan des Pflichtgegenstandes „Sportkunde"

„SPORTKUNDE Bildungs- und Lehraufgabe

Das Ziel des Faches Sportkunde ist das vertiefte und kritische Verständnis des kulturellen Phänomens, Sport in seinen positiven und negativen Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft, das Bewußtmachen von Sinngehalten des Sporttreibens und die Entfaltung einer eigenverantwortlichen Körper- und Bewegungskultur als wesentlichen Teil der menschlichen Bildung.

Die Schüler sollen sportwissenschaftliche Kenntnisse in grundlegender und exemplarisch vertiefter Form erwerben und im eigenen sportpraktischen Handeln anwenden.

Sie sollen die vernetzte Struktur sportwissenschaftlicher Erkenntnisse und Disziplinen und den engen Theorie- und Praxis-Bezug des Sports erfassen.

Als Fundamentum sollen sie für die aktive und passive Teilnahme am Sportgeschehen, sowie für die Planung und Durchführung des Sports für sich und andere Kenntnisse vor allem aus folgenden Bereichen erwerben

— biologische und bewegungstheoretische bzw. biomechanische Voraussetzungen und Bedingungen sportlicher Bewegungen und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus,

— psychologische und soziologische Voraussetzungen und Bedingungen sportlichen Handelns,

— trainingstheoretische Voraussetzungen und Bedingungen und deren Beitrag zur Leistungssteigerung.

Sie sollen aber auch die zeitgemäße und zugleich zeitgebundene Bedeutung des Sports und dessen vielfältige gesellschaftliche Funktionen und Abhängigkeiten erkennen

— in der historisch-kulturellen Entwicklung,

— in den wirtschaftlichen Verflechtungen und ökologischen Auswirkungen,

— in den Zusammenhängen zwischen Politik und Sport,

— in den Beziehungen zwischen Sport, Kunst und Wissenschaft,

— im Spannungsfeld zwischen Unterschätzung und Überbewertung.

Auf diesen Grundlagen sollen sie eine verantwortungsbewußte, problembewußte und vielseitige Handlungsfähigkeit im Sport erwerben durch Kenntnisse, Erfahrungen und Einstellungen zu

— gesunder Lebensführung, richtiger Ernährung und dem Beitrag des Sports zur Erholung und zum Wohlbefinden,

— fairem Verhalten im Training, Wettkampf und Spiel,

— dem Einfluß des Sports auf die Entwicklung der Persönlichkeit.

Lehrstoff

Hinweise auf Querverbindung innerhalb des Lehrplanes zum Gegenstand Leibesübungen und zu anderen Fächern sind zu beachten; Querverbindungen innerhalb des Lehrstoffes sind mit —» kenntlich gemacht.

5. Klasse (1 Wochenstunde)

Lernziele: Lerninhalte

Thema: Bewegung und Bewegungslernen

Bewegungen und Bewegungsphasen beschreiben können: Merkmale eigener und fremder Bewegungen in der Alltagssprache (zB „schnell", „akzentuiert", „rhythmisch", „schön") und Ansätze zu deren Problematisierung. Phasenstruktur einfacher Bewegungen (zB Laufen, Schwimmen, Skilauf) und sportmotorischer Techniken (zB Kippe, Bagger, Flop). Unterscheidung nach geschlossenen und offenen motorischen Fertigkeiten.

Thema: Training

Zusammenhänge von — Belastung, — Ermüdung, — Wiederherstellung und Anpassung unter dem Aspekt der Leistungsoptimierung erkennen. Faktoren der physischen Leistungsfähigkeit und deren Wechselwirkung. Belastungsumfang, Belastungsintensität und Trainingshäufigkeit in Abhängigkeit von den Trainingszielen (Gesundheits-, Leistungstraining).

Anwenden der Kenntnisse im Bereich des eigenen Sporttreibens. Prinzipien des Jugendtrainings.

Einfache Tests kennenlernen und erproben. Vorwiegend sportartübergreifende Tests zu Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit.

Grundformen des Trainings anwenden und vergleichen. Einfache Methoden und Trainingsmittel zur Verbesserung von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit (Dauer-, Intervall-, Wiederholungsmethode). Trainingsbegleitende Maßnahmen (zB Aufwärmen und Auslaufen, Dehnen, Duschen). Hygiene und Sport.

Grundkenntnisse für die Trainingsplanung und Trainingsauswertung erwerben und anwenden. Kurzfristige Trainingspläne erstellen und Trainingstagebücher führen.

Thema: Organisation des Sports Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben.

Einblick in die Erscheinungsformen des Sporttreibens gewinnen. Entstehung und Entwicklung von Sportarten an ausgewählten Beispielen, wie etwa: Spiel- und Wettkampfidee; Regeln; Geräte. Systematiken der Sportarten (zB Kraft-, Schnelligkeits-, Präzisions-, Ausdauersportarten; Mannschafts-, Einzelsportarten; meßbar, wertbar). Freizeitsport; Spitzensport; Breitensport; Gesundheitssport; Behindertensport. Querverbindung: ENGLISCH, GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE

6. Klasse (1 Wochenstunde)

Lernziele : Lerninhalte

Thema: Bewegung und Bewegungslernen

Bewegungsabläufe erklären können Muskelschlingen. Innervationsmuster. Querverbindung: BIOLOGIE Kinematik und Dynamik von Bewegungsabläufen. Querverbindung: PHYSIK, INFORMATIK.

Thema: Training

Erweitern der Kenntnisse über die Zusammenhänge von — Belastung, — Ermüdung, — Wiederherstellung und — Anpassung unter dem Aspekt der Leistungsoptimierung. Energiebereitstellung und bedarfsorientierte Ernährung-Regenerationsdauer und Maßnahmen zur Wiederherstellung (zB Massage und Selbstmassage, Sauna). Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Hinblick auf Trainingswirkungen. Übertraining, Sportverletzungen und Sportschäden. Maßnahmen zur Vorbeugung vor Verletzungen und Sportschäden. Querverbindung: BIOLOGIE

Vertiefen und Anwenden des Wissens über Trainingsformen zu — motorischen Grundeigenschaften — motorischen Komplexeigenschaften Grundlagen und Formen von zB: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit. Schnelligkeit, Gewandtheit. Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben.

Thema: Wirtschaft, Umwelt und Politik

Erfassen der Bedeutung des Sports für Produktion, Verteilung und Konsumation. Sport als Wirtschaftsfaktor (zB Werbung, Handel, Sportmarketing, Sportmanagement) . Querverbindung: GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE, DEUTSCH

Verstehen der wechselseitigen Wirkungen und Abhängigkeiten von Medien und Sport. Darstellung des Sports in den und durch die Medien (zB Sportberichterstattung, Unterhaltungsfunktion, Manipulation).

Querverbindung: DEUTSCH, BILDNERISCHE ERZIEHUNG

Thema: Organisation des Sports

Einsichten in die Organisationsformen des Sports und deren Entwicklung gewinnen. Nationale und internationale Formen an ausgewählten Beispielen, wie: Struktur von Sportvereinen; Aufgaben und Zielsetzungen von Fach- und Dachverbänden. Funktion internationaler Sportgremien.

7. K l a s s e (2 Wochenstunden)

Lernziele : Lerninhalte

Thema: Bewegung und Bewegungslernen

Grundkenntnisse über den Erwerb motorischer Fertigkeiten. Theorien des motorischen Lernens (zB Sensomotorik, Handlungstheorie).

Kenntnisse zu den Phasen des motorischen Lernprozesses. Verfahren zur konditionellen und koordinativen Vorbereitung des Bewegungserlernens —> Training.

Abstimmungen des inneren und äußeren Bildes der Bewegung (zB Information, Bewegungsentwurf, motorische Regelkreise, Bewegungsempfinden). Querverbindung: PSYCHOLOGIE UND PHILOSOPHIE Verfahren zur Stabilisierung/Flexibilisierung durch Üben und Trainieren (zB Wiederholung, Verändern der Bedingungen, Dosierung) —> Training Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben.

Thema: Training

Grundkenntnisse zu — koordinativen Fähigkeiten — taktischen Fähigkeiten erwerben. Allgemeine und sportartspezifische Grundsätze und Methoden des Technik- und Taktiktrainings; taktische Konzepte und deren praktische Umsetzung. → Bewegungslernen

Leistungsdiagnostische Verfahren kennenlernen und kritisch beurteilen. Ausgewählte, standardisierte und informelle Untersuchungsmethoden. Interpretation von (sport) ärztlichen Untersuchungsergebnissen. Querverbindung: INFORMATIK

Wissen über Trainingsplanung erweitern und zur Verbesserung der eigenen Leistung anwenden. Grundsätze mittel- und langfristiger Trainingsplanung. Erfassung und Auswertung von Trainings- und Wettkampfdaten (allenfalls computerunterstützt). Mittelfristige Trainingspläne für sich und andere erstellen. Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben.

Thema: Wirtschaft, Umwelt und Politik

Volkswirtschaftliche Aspekte gesunder und ungesunder Lebensführung erkennen. Einfluß körperlicher Betätigung auf die Volksgesundheit. Bewegungsmangelerkrankungen. Prävention, Rekreation, Rehabilitation. Sportschäden und Arbeitsentfall.

Querverbindung: GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE

Verstehen der Zusammenhänge und Widersprüche von Ökologie und Sport. Einwirkungen des Sports auf Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt. Planung von Wohn- und Sportflächen. Energieaufwand für verschiedene Sportarten (zB Strom, Treibstoff).

Kritische Sicht von

Entwicklungstendenzen im Sport (Abenteuersportarten, Sporttourismus). Querverbindung: GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE

Thema: Phänomene der Bewegungskultur

Die Vielfalt in den Erscheinungsformen der Bewegungskultur erkennen. Sport als Abbild, aber auch Gegenbild der Gesellschaft; an ausgewählten Merkmalen (zB Normierung; Rationalität; Körperbezug). Bewegungshandeln, das nicht sportlich ausgerichtet ist (zB Tanzkultur; Bewegungstheater; Spieltendenzen; Körpererfahrung). Querverbindung: GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE

Sich mit Auswirkungen und Begleiterscheinungen des Bewegungshandelns auseinandersetzen. Konflikt und Konfliktbewältigung. Gewalt; Fanverhalten. Frustration; Aggression. Furcht; Angst. Bewältigungsstrategien (Feedback) . Verantwortung, Fairneß. Querverbindung: PSYCHOLOGIE UND PHILOSOPHIE

Kenntnisse über die Zusammenhänge von Sport und Wissenschaft erwerben. Zielsetzung und Aufgaben der Information, Beratung, Steuerung und Entwicklung (an ausgewählten Beispielen, wie: sportmedizinische und sportdiagnostische Einrichtungen; Institute für Sportwissenschaften; Sportdokumentation; wissenschaftliche Gesellschaften).

Schriftliche Arbeiten. Hausübungen. 3 Schularbeiten (eine oder zwei im ersten Semester; eine zweistündige im zweiten Semester).

8. Klasse (2 Wochenstunden)

Lernziele : Lerninhalte

Thema: Bewegung und Bewegungslernen

Bewegungshandlungen analysieren und interpretieren können

— Analyse der Handlungsstruktur Zweckbewegung (zB Zeitminimierung, Distanzmaximierung, Treffermaximierung). Formbewegung (zB Schwierigkeit, Harmonie der Bewegung). Bewegung als Auseinandersetzung (zB mit der Natur, mit anderen Menschen, mit Geräten).

— Interpretation der Sinnstruktur Bewegung als Leistung, Gestaltung und Präsentation.

Bewegung im Hinblick auf Spaß, Befriedigung und Spielfreude. Bewegung für Erholung, Regeneration und Gesundheit. Querverbindung: PSYCHOLOGIE UND PHILOSOPHIE Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben.

Wissen über die Bedeutung der Bewegung für die menschliche Existenz in der Welt erwerben.

— Bewegung in der ontogenetischen Entwicklung Die Rolle der frühkindlichen motorischen Aktivität für die Entwicklung des Selbstwertgefühls (Körperbewußtsein; Körperbild), der Intelligenz und des Sozialverhaltens.

— Körper und Bewegung als unverzichtbare Grundlage der Existenzrealisierung Bezug Ich-Körper/Leib-Bewegung-Welt; Leibhaben — Leibsein. Querverbindung: PSYCHOLOGIE UND PHILOSOPHIE

Thema: Training

Wechselwirkung zwischen physischen und psychischen Leistungsfaktoren kennen. Motivierungstechniken und Möglichkeiten der Selbststeuerung. Zusammenhang mit Selbsteinschätzung und Selbstwertgefühl. Formen der Interaktion zwischen Trainer und Sportler (psychologische und pädagogische Grundsätze). Integrationsprobleme bei Leistungssportlern.

Grundfragen zum Thema Training und Leistung diskutieren. Erlaubte und unerlaubte Mittel zur Leistungssteigerung. Alkohol, Nikotin und Sport. Alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede und Folgerungen für Training und Wettkampf. Querverbindung: LEIBESÜBUNGEN Am praktischen Tun ist entweder anzuknüpfen oder im praktischen Tun zu erproben. — > Wirtschaft, Umwelt und Politik

Thema: Wirtschaft, Umwelt und Politik

Einblicke in die Bedingungen und Möglichkeiten von Sport als Beruf und Berufssport gewinnen. Sportbezogene Berufe. Leistungssport als Karriere und Risiko; moderne Erfolgsmuster in der Sport- und Arbeitswelt. Funktionär im Sport (zB Manager, Ehrenamt)

Fördern von Einsichten in die Abhängigkeit des Sports von Politik und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Instrumentalisierung des Sports (zB durch: Partei, Kirche, Schule, Militär). Gesellschaftliche Funktionen und Disfunktionen des Sports. Sport und Arbeit. Sozialisation in und durch den Sport; Gruppen im Sport, Sport und internationale Begegnung.

Querverbindung: DEUTSCH, LEBENDE FREMDSPRACHEN, GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE; GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE, POLITISCHE BILDUNG

Thema: Phänomene der Bewegungskultur

Sinngehalte des Bewegungshandelns verstehen: Askese, Fairneß, Körperkultur — Körperkult.

— Motive für Sporttreiben und Sportabstinenz (Leistung, Gesundheit, Ausdruck, Geselligkeit, Risiko usw.).

- Werte Querverbindung: RELIGION → Bewegung und Bewegungslernen

Die Zusammenhänge zwischen Bewegungskultur und Gesamtkultur erkennen. Sport als Thema der Kunst. Bewegung in Fest und Brauchtum. Die kultische Bedeutung des Sports.

Schriftliche Arbeiten. Hausübungen. 2 Schularbeiten (eine zweistündige im 1. Semester und eine dreistündige im 2. Semester).

Didaktische Grundsätze

Die Lehrinhalte sind themen- und problemorientiert, eng an das praktische Geschehen, aber auch an aktuelle Ereignisse anknüpfend darzubieten (zB Analyse der Medien, TV, Zeitung, Werbung, Film in bezug auf Sportberichterstattung).

Themenbereiche

Themenbereiche und Themen Klasse Querverbindung Innerfachliche Verbindung

Bewegung und Bewegungslernen Bewegungsbeschreibung Bewegungsphase 5

Erklärung, von Bewegungsabläufen 6 Biologie/Physik/Informatik Leibesübungen

Motorisches Lernen, Üben und Trainieren 7 Psychologie/Philosophie Leibesübungen Training

Handlungs- und Sinnstruktur der Bewegung 8

Training Grundkenntnisse über Leistungsoptimierung Tests 5 Leibesübungen

Grundformen des Trainings, der Trainingsplanung und -auswertung Leibesübungen

Erweiterte Kenntnisse über Leistungsoptimierung und Trainingsformen, Sportverletzungen und -schaden 6 Biologie Leibesübungen

Training koordinativer und taktischer Fähigkeiten, Leistungsdiagnostische Verfahren, Erweiterte Kenntnisse über Trainingsplanung 7 Leibesübungen Bewegungslernen

Physische und psychische Leistungsfaktoren Training und Leistung 8 Leibesübungen Wirtschaft Umwelt, Politik

Themenbereiche und Themen Klasse Querverbindung Innerfachliche Verbindung

Organisation des Sports Erscheinungsformen des Sporttreibens 5 Englisch/Geschichte und Sozialkunde

Entwicklung und Funktion nationaler und internationaler Sportgremien 6

Wirtschaft, Umwelt, Politik Sport als Wirtschaftsfaktor Bezüge zwischen Medien und Sport 6 Geographie und Wirtschaftskunde/Deutsch/Bildnerische Erziehung

Volkswirtschaftliche Aspekte des Gesundheitssports, Ökologie und Sport 7 Geographie und Wirtschaftskunde

Berufssport, Sport und Arbeit, Sport und Politik, Gesellschaftliche Funktionen des Sports, Sozialisation in und durch den Sport 8 Deutsch/Lebende Fremdsprachen/Geschichte und Sozialkunde/Geographie und Wirtschaftskunde/Politische Bildung

Phänomene der Bewegungskultur Erscheinungen der Bewegungskultur Auswirkung des Bewegungshandelns (Gewalt, Angst, Fairneß usw.), Sport und Wissenschaft 7 Geschichte und Sozialkunde/Psychologie und Philosophie

Sinngehalte des Bewegungshandelns Sportmotivation, Werte im Sport, Bewegungskultur und Gesamtkultur 8 Bewegung und Bewegungslernen

Die Aufforderung zur persönlichen Lebensweise zB im Zusammenhang mit Ernährung, Lebensform, mit Wert- und Sinnfragen ist an verschiedenen Beispielen zu stellen.

Eine exemplarische Auswahl der Lehrinhalte erscheint notwendig: dabei ist unter Mitwirkung der Schüler themenorientiert vorzugehen und eine allfällige Schwerpunktsetzung der Schule sowie geographische und organisatorische Voraussetzungen zu berücksichtigen.

Die Planung und Gestaltung des Unterrichtes sollen darüber hinaus an der Sportpraxis der Schüler anknüpfen und Bezüge zum Sportgeschehen in der Schule herstellen.

Die Unterrichtsthemen der Sportkunde eignen sich für fachbezogenen und in besonderer Weise für fachübergreifenden Projektunterricht.

Bei der Erstellung der Jahresstoffverteilung sind auch die jeweiligen Planungen der anderen Fächer in jeder Schulstufe zu beachten, um die Lehrinhalte optimal und ergänzend auswählen zu können, sowie um die Zusammenarbeit im Lehrerkollegium rechtzeitig anregen zu können.

Die im Lehrplan ersichtlichen Querverbindungen erfordern bei der Planung des Jahresstoffes eine Abstimmung mit den Lehrern der anderen Unterrichtsfächer. Die Möglichkeit einer Kooperation wäre gegebenenfalls auch bei der Erstellung des Stundenplanes zu berücksichtigen.

Den Schülern soll durch möglichst eigenständige Arbeit kritische Stellungnahme möglich gemacht werden (Diskussion, Interviews, Statement, Kleingruppenprojekte, Reportagen über Sportereignisse

..)

Für eine vielfältige Unterrichtsgestaltung und einen besonderen Unterrichtsertrag sind unterrichtliche Verfahren wie

— Darstellung von Sachverhalten unter Verwendung von didaktischem Begleitmaterial (Film, Bild, schriftliche Unterlagen usw.) durch den Lehrer, auch als fragend entwickelnder Unterricht;

— seminaristischer Unterricht mit Schülerreferaten, Kleingruppenarbeit, Arbeitsaufträgen, Diskussion usw;

— Gespräche mit Experten, wie Sportlern, Trainern, Sportärzten, Vereinsfunktionären usw;

— Besuch von sportmedizinischen Untersuchungszentren, Leistungszentren, sportwissenschaftlichen Instituten, Zeitungsredaktionen, Sportveranstaltungen und Besichtigung von Sportanlagen im Rahmen von Schulver-

anstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen heranzuziehen.

Bei der Gestaltung des Projektunterrichtes ist jenen Formen der Vorzug zu geben, die dem Schüler m der Planung und Durchführung einen größeren Entscheidungsspielraum geben.

Eine gemeinsame Interpretation der Ergebnisse von (sport)ärztlichen Untersuchungen mit dem

Schularzt oder der sportärztlichen Untersuchungsstelle ist anzustreben.

Um einer unkritischen Wissenschaftsgläubigkeit entgegenzuwirken, sind sportwissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren so zu vermitteln, daß in der Überholbarkeit und Widersprüchlichkeit sportwissenschaftlicher Theorien die Grenzen einzelwissenschaftlicher Untersuchungen deutlich gemacht werden."

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