145. Bundesgesetz: Wettbewerbsrecht-Überleitungsgesetz, W-ÜG.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
§ 1. Nachstehende österreichische Rechtsvorschriften
treten, soweit sie nicht durch § 3 dieses
Gesetzes abgeändert werden, in der Fassung vom
13. März 1938 wieder in Kraft, und zwar
1. Das Bundesgesetz vom 26. September 1923,
B. G. Bl. Nr. 531, gegen den unlauteren Wettbewerb.
2. Das Bundesgesetz vom 3. August 1934,
B. G. Bl. II Nr. 196, über das Verbot von Zugaben
zu Waren oder Leistungen (Zugabengesetz).
3. Das Bundesgesetz vom 1. Dezember 1931,
B.G.Bl. Nr. 371, betreffend das Verbot unentgeltlicher
Zuwendungen im geschäftlichen, Verkehr.
4. Die Verordnung des Bundesministers für
Handel und Verkehr vom 11. November 1933,
B. G. Bl. Nr. 508, über Ausverkäufe und ausverkaufsähnliche
Veranstaltungen.
§ 2. Für den Bereich der Republik Österreich
treten nachstehende deutsche Rechtsvorschriften
außer Kraft
1. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
vom 7. Juni 1909, Deutsches R. G. Bl.
S. 499, in der Fassung des Gesetzes vom 21. März
1925, Deutsches R.G.Bl. II S. 115, des Zweiten
Teils der Verordnung des Reichspräsidenten vom
9. März 1932, Deutsches R. G. Bl. I S. 122, Artikel
I, des Gesetzes vom 26. Februar 1935,
Deutsches R. G. Bl. I S. 311, und der Verordnung
vom 8. März 1940, Deutsches R. G. Bl. I
S. 480.
2. Der Erste Teil (Zugabewesen) der Verordnung
des Reichspräsidenten zum Schutze der
Wirtschaft vom 9. März 1932, Deutsches
R.G.Bl. I S. 121, in der Fassung des Gesetzes
über das Zugabewesen vom 12. Mai 1933,
Deutsches R. G. Bl. I S. 264.
3. Die Verordnung zur Einführung des Gesetzes
gegen den unlauteren Wettbewerb und der
Zugabeverordnung in den Reichsgauen der Ostmark
und im Reichsgau Sudetenland vom
18. Juni 1940, Deutsches R.G.Bl. I S. 883.
§ 3. (1) In den in § 1 wieder in Kraft gesetzten
Rechtsvorschriften werden die Höchstsätze der
Geldstrafen wie folgt festgesetzt
1. Im Bundesgesetz vom 26. September 1923,
B.G.Bl. Nr. 531, gegen den unlauteren Wettbewerb
Zu § 4, Abs. (1), mit 2500 S; zu den §§ 8,
Abs. (1), 10, Abs. (1), 11, Abs. (1), 12, Abs. (1),
mit 25.000 S; zu den §§ 29, Abs. (2), 30,
Abs. (2), 31, Abs. (3), 33, Abs. (1), mit 500 S.
2. In § 4 des Bundesgesetzes vom 3. August
1934, B. G. Bl. II Nr. 196, über das Verbot von
Zugaben zu Waren oder Leistungen (Zugabengesetz)
mit 5000 S.
3. In § 2, Abs. (1), des Bundesgesetzes vom
1. Dezember 1931, B. G. Bl. Nr. 371, betreffend
das Verbot unentgeltlicher Zuwendungen im
geschäftlichen Verkehr mit 5000 S.
4. In § 6 der Verordnung des Bundesministers
für Handel und Verkehr vom 11. November
1933, B. G. Bl. Nr. 508, über Ausverkäufe und
ausverkaufsähnliche Veranstaltungen mit 2000 S.
(2) § 4, Abs. (4), des Bundesgesetzes vom
26. September 1923, B. G. Bl. Nr. 531, gegen den
unlauteren Wettbewerb hat zu lauten
„Daß eine Handlung unter den ersten Absatz
fällt, schließt die Anwendung der Strafbestimmungen
der gesetzlichen Vorschriften über Ausverkäufe
und ausverkaufsähnliche Veranstaltungen,
über die Bezeichnung der örtlichen Herkunft
des Hopfens und über den Verkehr mit
Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen nicht
aus."
§ 4. Mit der Vollziehung dieses Gesetzes ist
das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau
im Einvernehmen mit den beteiligten
Bundesministerien betraut.