131. Bundesgesetz: Abänderung des Bundesgesetzes über prozeß- und exekutionsrechtliche Sonderbestimmungen für schutzwürdige Unternehmungen.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I.
Das Bundesgesetz vom 24. Juli 1946, BGBl.
Nr. 161, über prozeß- und exekutionsrechtliche
Sonderbestimmungen für schutzwürdige Unternehmungen,
in der Fassung der Bundesgesetze
vom 18. Juni 1947, BGBl. Nr. 135, vom 30. Juni
1948, BGBl. Nr. 136, vom 24. November 1948,
BGBl. Nr. 253, vom 14. Dezember 1949, BGBl.
Nr. 16/1950, vom 21. Juni 1950, BGBl. Nr. 136,
vom 30. Mai 1951, BGBl. Nr. 127, und vom
20. Mai 1952, BGBl. Nr. 105, wird wie folgt
abgeändert
Im § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 1, § 6, § 8 Abs. 1
und 2 und § 9 Abs. 1 sind die Worte „30. Juni
1953" durch die Worte „31. Dezember 1953",
im § 3 Abs. 3 die Worte „1. Juli 1953" durch
die Worte „1. Jänner 1954" zu ersetzen.
Artikel II.
(1) Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Juli 1953
in Kraft.
(2) Zwischen dem 1. Juli 1953 und dem Tage
der Verlautbarung dieses Bundesgesetzes anhängig
gemachte Rechtsstreitigkeiten wegen im § 2
bezeichneter Geldforderungen sind zu unterbrechen,
bereits eingeleitete Exekutionen wegen
solcher Geldforderungen bis zum 31. Dezember
1953 aufzuschieben. Die Unterbrechung und die
Aufschiebung erfolgen auf Antrag des Beklagten
(Verpflichteten). Die Bestimmungen dieses Absatzes
gelten sinngemäß auch für Exekutionen
zur Sicherstellung und für einstweilige Verfügungen.
Artikel III.
Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes sind
die Bundesministerien für Handel und Wiederaufbau
und für Justiz betraut.