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128. Bundesgesetz: Aufhebung ehemals deutscher Rechtsvorschriften auf dem Gebiete der Rechtspflege.

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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 128. Bundesgesetz: Aufhebung ehemals deutscher Rechtsvorschriften auf dem Gebiete der Rechtspflege.

Der Nationalrat hat beschlossen

§ 1. Die folgenden Rechtsvorschriften werden

aufgehoben

Auf dem Gebiete des Sachenrechtes.

1. Das Gesetz über die Veräußerung von Nießbrauchsrechten

und beschränkten persönlichen

Dienstbarkeiten vom 13. Dezember 1935, Deutsches

RGBl. I S. 1468;

2. die Verordnung zur Durchführung und Ergänzung

des Gesetzes über die Veräußerung von

Nießbrauchsrechten und beschränkten persönlichen

Dienstbarkeiten vom 12. Juni 1936, Deutsches

RGBl. I S. 489;

3. die Zweite Verordnung zur Durchführung

und Ergänzung des Gesetzes über die Veräußerung

von Nießbrauchsrechten und beschränkten

persönlichen Dienstbarkeiten vom 15. Jänner

1944, Deutsches RGBl. I. S. 22;

Auf dem Gebiete des Schuldrechtes.

4. die Verordnung zur Regelung der Fälligkeit

alter Hypotheken vom 22. Dezember 1938,

Deutsches RGBl. I S. 1905, in der Fassung des

Gesetzes vom 3. Oktober 1945, StGBl. Nr. 188,

über Maßnahmen zur Wiederherstellung der

österreichischen bürgerlichen Rechtspflege;

5. die Verordnung über die Zinsen von Hypotheken

im Lande Österreich vom 30. März 1939,

Deutsches RGBl. I S. 716;

6. das Gesetz über eine Bereinigung alter

Schulden in der Fassung der Bekanntmachung

vom 3. September 1940, Deutsches RGBl. I

S. 1209, in der Fassung des Gesetzes vom 3. Oktober

1945, StGBl. Nr. 188, über Maßnahmen

zur Wiederherstellung der österreichischen bürgerlichen

Rechtspflege, und der Kundmachung

vom 3. Oktober 1945, StGBl. Nr. 190, über die

Aufhebung deutscher Rechtsvorschriften auf dem

Gebiete des bürgerlichen Rechtes und der bürgerlichen

Rechtspflege (29. Kundmachung über die

Aufhebung von Rechtsvorschriften des Deutschen

Reiches);

7. die Verordnung zur Ergänzung des Gesetzes

über eine Bereinigung alter Schulden vom 19. Dezember

1941, Deutsches RGBl. I S. 798;

8. die Allgemeine Verfügung vom 26. September

1940, Deutsche Justiz S. 1112 (Zuständigkeit

des Amtsgerichtes Wien in Schuldenbereinigungssachen);

Auf dem Gebiete des Grundbuchsrechtes.

9. die Verordnung über die Löschung dinglicher

Jagdrechte in den Grundbüchern des Landes

Österreich vom 15. Februar 1939, Deutsches

RGBl. I S. 421;

10. die Verordnung über die Verwahrung von

Grundbuchunterlagen in der Ostmark, im Reichsgau

Sudetenland, in den in die Länder Preußen

und Bayern eingegliederten Teilen der sudetendeutschen

Gebiete sowie in den Gemeinden Jungholz

und Mittelberg vom 25. September 1939,

Deutsches RGBl. I S. 1936, und die auf Grund

dieser Verordnung erlassenen Anordnungen;

11. die Verordnung über die Regelung der

Eigentumsverhältnisse bei der Anlegung des

Grundbuchs im ehemaligen Burgenland vom

4. Juni 1942, Deutsches RGBl. I S. 380;

12. der in der Allgemeinen Verfügung des

Reichsjustizministers vom 4. März 1942, Deutsche

Justiz S. 198, und den darin mitgeteilten

Rundschreiben des Reichministers und Chefs der

Reichskanzlei vom 21. August 1941 und vom

12. Februar 1942 (Verbot der Zweckentfremdung

von Beherbergungsbetrieben) bezogene Befehl;

Auf dem Gebiete des Exekutionsrechtes.

13. die Verordnung zur Ergänzung der Vorschriften

über den Pfändungsschutz bei der Fahrnisvollstreckung

vom 17. Juli 1939, Deutsches

RGBl. I S. 1313;

Auf dem Gebiete des Außerstreitverfahrens.

14. die §§ 48, 54 der Verordnung über außerordentliche

Maßnahmen auf dem Gebiete des

bürgerlichen Rechtes, der bürgerlichen Rechtspflege

und des Kostenrechts aus Anlaß des totalen

Krieges (Zweite Kriegsmaßnahmenverordnung)

vom 27. September 1944, Deutsches RGBl. I

S. 229;

15. die Verordnung über die Vertragshilfe des

Richters aus Anlaß des Krieges (Vertragshilfeverordnung

— VHV) vom 30. November 1939,

Deutsches RGBl. I S. 2329, in der Fassung des

Gesetzes vom 3. Oktober 1945, StGBl. Nr. 188,

über Maßnahmen zur Wiederherstellung der

österreichischen bürgerlichen Rechtspflege, und

der Kundmachung vom 3. Oktober 1945, StGBl.

Nr. 190, über die Aufhebung deutscher Rechtsvorschriften

auf dem Gebiete des bürgerlichen

Rechtes und der bürgerlichen Rechtspflege

(29. Kundmachung über die Aufhebung von

Rechtsvorschriften des Deutschen Reiches)

16. die Verordnung über die Vertragshilfe des

Richters in Energiewirtschaftssachen vom 1. April

1940, Deutsches RGBl. I S. 577, in der Fassung

des Gesetzes vom 3. Oktober 1945, StGBl.

Nr. 188, über Maßnahmen zur Wiederherstellung

der österreichischen bürgerlichen Rechtspflege;

17. die Verordnung über die Abwicklung von

Lieferverträgen vom 20. April 1940, Deutsches

RGBl. I S. 671, in der Fassung des Gesetzes vom

3. Oktober 1945, StGBl. Nr. 188, über Maßnahmen

zur Wiederherstellung der österreichischen

bürgerlichen Rechtspflege, und der Kundmachung

vom 3. Oktober 1945, StGBl. Nr. 190, über die

Aufhebung deutscher Rechtsvorschriften auf dem

Gebiete des bürgerlichen Rechtes und der bürgerlichen

Rechtspflege (29. Kundmachung über die

Aufhebung von Rechtsvorschriften des Deutschen

Reiches);

18. die Verordnung über die Schuldenabwicklung

im Freimachungsgebiet vom 5. Juli 1940,

Deutsches RGBl. I S. 947;

19. die Verordnung über Forderungen und

Rechte auf wiederkehrende Naturalleistungen

vom 29. Juli 1940, Deutsches RGBl. I S. 1045;

20. die Verordnung zur Ergänzung der Vertragshilfeverordnung

vom 3. November 1941,

Deutsches RGBl. I S. 684;

21. die Zweite Verordnung zur Ergänzung der

Vertragshilfeverordnungen vom 11. Dezember

1942, Deutsches RGBl. I S. 706;

22. die Dritte Verordnung zur Ergänzung der

Vertragshilfeverordnungen vom 16. April 1943,

Deutsches RGBl. I S. 262;

23. die Vierte Verordnung zur Ergänzung der

Vertragshilfeverordnungen vom 13. August 1943,

Deutsches RGBl. I S. 487;

24. die Allgemeine Verfügung vom 9. Mai

1940, Deutsche Justiz S. 592 (Sachverständige

Beisitzer der besonderen Vertragshilfegerichte für

Energiewirtschaftssachen und für Lieferverträge);

25. die Allgemeine Verfügung vom 18. Mai

1940, Deutsche Justiz S. 593 (Anwendung der

Vertragshilfeverordnung auf Versicherungsverhältnisse);

26. die Allgemeine Verfügung vom 2. Dezember

1940, Deutsche Justiz S. 1357 (Berücksichtigung

der im Rahmen des Einsatz-Familienunterhalts

gewährten Wirtschaftsbeihilfe bei

Herabsetzung der Miete oder Pacht nach § 4 der

Vertragshilfeverordnung vom 30. November

1939);

27. die Allgemeine Verfügung vom 23. September

1940, Deutsche Justiz S. 1085 (Rechtsstellung

des Bürgen oder sonstigen Mitverpflichteten

bei der Herabsetzung der Miete oder Pacht

nach § 4 der Vertragshilfeverordnung);

28. die Verordnung über die Abwesenheitspflegschaft

vom 11. Oktober 1939, Deutsches

RGBl. I S. 2026;

29. die Verordnung zur Durchführung der

Verordnung über die Abwesenheitspflegschaft

vom 18. Oktober 1939, Deutsches RGBl. I

S. 2056;

30. die Zweite Verordnung zur Durchführung

der Verordnung über die Abwesenheitspflegschaft

vom 22. Januar 1940, Deutsches RGBl. I

S. 232;

31. die Art. II und III der Verordnung über

die Behandlung norwegischen, niederländischen,

belgischen und luxemburgischen Vermögens vom

30. Mai 1940, Deutsches RGBl. I S. 821;

32. die Dritte Verordnung zur Durchführung

der Verordnung über die Abwesenheitspflegschaft

vom 17. Juni 1940, Deutsches RGBl. I

S. 889;

33. die Vierte Verordnung zur Durchführung

der Verordnung über die Abwesenheitspflegschaft

vom 30. Juni 1941, Deutsches RGBl. I

S. 372;

34. die Verordnung zur Ergänzung der Verordnung

über die Abwesenheitspflegschaft vom

16. April 1942, Deutsches RGBl. I S. 178;

35. die Allgemeine Verfügung vom 26. November

1940, Deutsche Justiz S. 1332 (Abwesenheitspflegschaft

für Angehörige feindlicher

Staaten);

36. die Allgemeine Verfügung vom 9. November

1944, Deutsche Justiz S. 283 (Abwesenheitspflegschaft

für Eigentümer notleidender

Waren);

Auf dem Gebiete des Gesellschaftsrechtes.

37. das Gesetz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften

vom 5. Juli 1934, Deutsches

RGBl. I S. 569;

38. die Durchführungsverordnung zum Gesetz

über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften

vom 14. Dezember 1934, Deutsches RGBl. I

S. 1262;

39. die Zweite Durchführungsverordnung zum

Gesetz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften

vom 17. Mai 1935, Deutsches RGBl. I

S. 721;

40. die Dritte Durchführungsverordnung zum

Gesetz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften

vom 2. Dezember 1936, Deutsches

RGBl. I S. 1003;

41. die Vierte Durchführungsverordnung zum

Gesetz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften

vom 24. Juni 1937, Deutsches RGBl. I

S. 661;

42. die Verordnung über die Befreiung von

der Einhaltung handelsrechtlicher Vorschriften

vom 15. Jänner 1940, Deutsches RGBl. I S. 196;

43. die Verordnung über die Befreiung von

der Einhaltung firmenrechtlicher Vorschriften

bei der Heimkehr Volksdeutscher ins Reich vom

18. April 1940, Deutsches RGBl. I S. 668;

44. die Verordnung zur Änderung und Ergänzung

von Vorschriften auf dem Gebiet des

Handelsrechts vom 24. Jänner 1940, Deutsches

RGBl. I S. 225;

45. die Verordnung über die Einschränkung

von Mitgliederversammlungen vom 19. April

1943, Deutsches RGBl. I S. 263;

46. die Zweite Verordnung über die Einschränkung

von Mitgliederversammlungen vom

23. Dezember 1943, Deutsches RGBl. I S. 686;

47. die Verordnung zur Vereinfachung der

Verwaltung von Personenvereinigungen vom

8. Jänner 1945, Deutsches RGBl. I S. 5, soweit

sie noch nicht durch das Gesetz vom 23. November

1945, BGBl. Nr. 13/1946, aufgehoben

ist;

Auf dem Gebiete des internationalen Privatrechtes.

48. die Verordnung über die Rechtsanwendung

bei Schädigungen deutscher Staatsangehöriger

außerhalb des Reichsgebiets vom 7. Dezember

1942, Deutsches RGBl. I S. 706.

§ 2. (1) Die im § 1 verfügte Aufhebung wird

am 60. Tage nach der Kundmachung dieses

Bundesgesetzes, hinsichtlich der in den Punkten

1 bis 3, 13 und 15 bis 41 angeführten Vorschriften

jedoch erst am 1. Juli 1953 wirksam.

(2) Rechtzeitig (Abs. 1) gestellte Anträge, die

die Anwendbarkeit einer der gemäß § 1 dieses

Bundesgesetzes außerkrafttretenden Vorschriften

zur Voraussetzung haben, sind nach den bisher

geltenden Vorschriften zu behandeln.

§ 3. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes

ist das Bundesministerium für Justiz betraut.

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