128. Kundmachung: Wiederverlautbarung von Vorschriften auf dem Gebiete des Patentrechtes.
Gesetzestext (1 Artikel)
Artikel I.
Gegenstand der Wiederverlautbarung.
§ 1. Auf Grund des § 1 des Wiederverlautbarungsgesetzes,
BGBl. Nr. 114/1947, wird
1. das Patentgesetz, BGBl. Nr. 366 vom
Jahre 1925, als „Patentgesetz 1950" (Anlage 1),
2. das Bundesgesetz vom 19. März 1947,
BGBl. Nr. 80, über die Neuordnung der berufsmäßigen
Vertretung von Parteien in Angelegenheiten
des gewerblichen Rechtsschutzes
(Patentanwalts-Gesetz 1947 — PAG. 1947) als
„Patentanwalts-Gesetz 1950" (Anlage 2),
3. das Bundesgesetz vom 9. Mai 1947, BGBl.
Nr. 123, über die Wiederherstellung des österreichischen
Patentrechtes (Patentschutz-Überleitungsgesetz
— Patent- ÜG.) als „Patentschutz-
Überleitungsgesetz 1950 — Patent-ÜG. 1950"
(Anlage 3)
neu verlautbart.
Artikel II.
Patentgesetz 1950.
§ 2. (1) Bei der Wiederverlautbarung des
Patentgesetzes wurden berücksichtigt: Das
Patentgesetz, BGBl. Nr. 366 vom Jahre 1925,
Artikel 1 des Bundesgesetzes vom 18. April
1928, BGBl. Nr. 116, das Bundesgesetz vom
1. Dezember 1931, BGBl. Nr. 372, das Bundesgesetz,
BGBl. Nr. 114/1936, § 3 des Patent-ÜG.,
BGBl. Nr. 123/1947, ferner Artikel II der Strafgesetznovelle
vom Jahre 1926, BGBl. Nr. 192,
§ 6 des Patentanwalts-Gesetzes 1947, BGBl. Nr. 80,
Artikel I der II. Strafgesetznovelle 1947, BGBl.
Nr. 243, § 1 des Bundesgesetzes vom 4. Februar
1948, BGBl. Nr. 50, § 1 der Patentgebührenverordnung
1948, BGBl. Nr. 137, und §§ 1
und 4 der Patentgebührenverordnung 1949, BGBl.
Nr. 237.
(2) Gemäß § 2 Z. 6 des Wiederverlautbarungsgesetzes
wurden nachstehende Vorschriften in
das Patentgesetz eingebaut
1. Artikel V und XII der Patentgesetznovelle
1925, BGBl. Nr. 219, und das Bundesgesetz
gegen den Mißbrauch patentrechtlicher Befugnisse,
BGBl. Nr. 82/1936,
2. soweit sie das Patentrecht betreffen, die
Artikel 5 bis 7 des Bundesgesetzes vom 26. April
1921, BGBl. Nr. 268, über eine Erhöhung der
Gebühren für gewerbliche Schutzrechte, die
§§ 1 bis 7, 8 Abs. 1 und 2 und § 13 des Bundesgesetzes
vom 20. Februar 1924, BGBl. Nr. 56,
über die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
auf dem Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes,
die §§ 1 bis 4 und 6 des Bundesgesetzes
vom 27. Jänner 1925, BGBl. Nr. 67, über den
Prioritätsschutz für Erfindungen, Muster und
Marken auf Ausstellungen, die §§ 2 und 3 des
Bundesgesetzes vom 16. Juli 1925, BGBl.
Nr. 244, über die Vertretungsbefugnis der
Patentanwälte und über das Verbot der Winkelschreiberei
auf dem Gebiete des gewerblichen
Rechtsschutzes, die §§ 1, 2 und 5 des Unionsbeitrittsgesetzes,
BGBl. Nr. 119 vom Jahre 1928,
und § 13 des Patentanwalts-Gesetzes 1947, BGBl.
Nr. 80.
§ 3. Die nur für beschränkte Zeit geltenden
Übergangsbestimmungen des § 4 Patent-ÜG.
sind bei der Wiederverlautbarung des Patentgesetzes
nicht berücksichtigt. Auf diese Übergangsbestimmungen
ist im Text der betreffenden
Gesetzesstellen durch Anmerkung verwiesen.
§ 4. (1) § 5 o des Patentgesetzes, BGBl. Nr. 366
vom Jahre 1925, sowie folgende gemäß § 2
Abs. 2 dieser Kundmachung eingebaute Bestimmungen
erhalten die Bezeichnungen
1. § 5 o Patentgesetz die Bezeichnung des
bereits in der Wiederverlautbarung vom Jahre
1925 als entfallen festgestellten § 6,
2. §§ 1 bis 5 des Bundesgesetzes, BGBl.
Nr. 82/1936, die Bezeichnung §§ 22 a bis 22 e,
3. die Bestimmungen des Artikels 5 des Bundesgesetzes
vom 26. April 1921, BGBl. Nr. 268, die
Bezeichnung § 32 a,
4. die Bestimmungen des § 13 Patentanwalts-
Gesetz 1947, BGBl. Nr. 80, die Bezeichnung
§ 43 b,
5. die Bestimmungen des § 2 des Bundesgesetzes
vom 16. Juli 1925, BGBl. Nr. 244, die
Bezeichnung § 43 c,
6. die Bestimmungen des § 1 Abs. 1 bis 4
und § 2 des Unionsbeitrittsgesetzes, BGBl.
Nr. 119 vom Jahre 1928, die Bezeichnung
§§ 54 b und 54 c,
7. die Bestimmungen der §§ 1 bis 4 des Bundesgesetzes
vom 27. Jänner 1925, BGBl. Nr. 67,
die Bezeichnung §§ 54 d bis 54 g,
8. die Bestimmungen der §§ 1 bis 7 und 8
Abs. 1 "und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Februar
1924, BGBl. Nr. 56, die Bezeichnung
§§ 85 a bis 85 h,
9. Artikel V der Patentgesetznovelle 1925, BGBl.
Nr. 219, und die Bestimmungen des Artikels 6
des Bundesgesetzes vom 26. April 1921, BGBl.
Nr. 268, die Bezeichnung des bereits in der
Wiederverlautbarung vom Jahre 1925 als entfallen
festgestellten § 118 a.
(2) Die Bestimmung des § 1 Abs. 5 des Unionsbeitrittsgesetzes,
BGBl. Nr. 119 vom Jahre 1928,
ist im § 85 a Abs. 2 Z. 2 Patentgesetz einbezogen.
Artikel III.
Patentanwalts-Gesetz 1950.
§ 5. Bei der Wiederverlautbarung des Patentanwalts-
Gesetzes 1947 wurde § 2 des Bundes-
Verfassungsgesetzes vom 21. April 1948, BGBl.
Nr. 99, über die vorzeitige Beendigung der im
Nationalsozialistengesetz vorgesehenen Sühnefolgen
für minderbelastete Personen berücksichtigt.
§ 6. Im Text des § 13 des Patentanwalts-
Gesetzes 1950 ist in einer Anmerkung darauf
verwiesen, daß die patentrechtlichen Bestimmungen
dieser Gesetzesstelle als § 43 b in das
Patentgesetz eingebaut wurden.
Artikel IV.
Patentschutz-Überleitungsgesetz 1950.
§ 7. Gemäß § 2 Z. 4 des Wiederverlautbarungsgesetzes
werden die §§ 3 und 33 Abs. 2
des Patent-ÜG. mit Rücksicht darauf, daß § 3 des
Patent-ÜG. durch Berücksichtigung seiner Bestimmungen
im Patentgesetz 1950 (§ 2 Abs. 1)
und daß § 33 Abs. 2 des Patent-ÜG. durch die
Wiederverlautbarung des Patentgesetzes auf
Grund des Wiederverlautbarungsgesetzes (§ 1
Z. 1) gegenstandslos geworden sind, als nicht
mehr geltend festgestellt.
Artikel V.
Tag der Herausgabe.
§ 8. Als Tag der Herausgabe wird der Tag
der Kundmachung im Bundesgesetzblatt festgestellt.