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117. Gesetz: Maßnahmen auf dem Gebiete des Lotterie- und Glücksspielwesens (Glücksspielgesetz).

1 Artikel / Bestimmungen · Österreich
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Gesetzestext (1 Artikel)

BGBlPdf 117. Gesetz: Maßnahmen auf dem Gebiete des Lotterie- und Glücksspielwesens (Glücksspielgesetz).

Die Provisorische Staatsregierung hat beschlossen

§ 1. Alle nach dem 12. März 1938 von der

Deutschen Reichsregierung oder von dem Reichsstatthalter

(Österreichische Landesregierung) für

das österreichische Staatsgebiet erlassenen Gesetze

und Verordnungen, die das Lotterie- und

Glücksspielwesen betreffen, treten für den Bereich

der Republik Österreich außer Kraft. Insbesondere

sind daher aufgehoben die Verordnung

über die Genehmigung öffentlicher

Lotterien und Ausspielungen (Lotterieverordnung)

vom 6. März 1937, Deutsches R. G. Bl. I

S. 283, das Gesetz des Reichsstatthalters (Österreichische

Landesregierung) über die Zulassung

der von der Reichsleitung der NSDAP in München

veranstalteten Lotterien im Lande Österreich,

G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 378/1938, die Verordnung

zur Einführung des Gesetzes über die

Deutsche Reichslotterie im Lande Österreich

vom 11. Februar 1939, Deutsches R. G. Bl. I

S. 202, die Zweite Verordnung zur Einführung

des Gesetzes über die Deutsche Reichslotterie im

Lande Österreich vom 9. Juni 1939, Deutsches

R. G. Bl. I S. 1010, die Verordnung über die

Einführung der Lotterieverordnung und der

hierzu ergangenen Gebührenordnung in der Ostmark

vom 22. Jänner 1940, Deutsches R. G. Bl. I

S. 259, die Verordnung über die Einführung des

Spielbankrechtes in der Ostmark und im Reichsgau

Sudetenland vom 18. April 1940, Deutsches

R. G. Bl. I S. 668.

§ 2. An Stelle der gemäß § 1 aufgehobenen

Gesetze und Verordnungen treten folgende am

13. März 1938 in Geltung gestandenen österreichischen

Vorschriften wieder in Kraft

Gesetz vom 3. Jänner 1913, R. G. Bl. Nr. 94,

betreffend die Aufhebung des Zahlenlottos und

die Einführung der Klassenlotterie in der Fassung

des Bundesgesetzes vom 29. Februar 1924,

B. G. Bl. Nr. 64, wegen Abänderung einiger Bestimmungen

des Gesetzes vom 3. Jänner 1913,

R. G. Bl. Nr. 94,

Verordnung des Bundeskanzleramtes vom

30. April 1923, B. G. Bl. Nr. 253, über verbotene

Spiele,

Verordnung des Bundesministers für Finanzen

im Einvernehmen mit dem Bundeskanzler vom

6. März 1928, B. G. Bl. Nr. 68, betreffend die

Veranstaltung von Wertausspielungen,

Verordnung des Bundesministers für Finanzen

im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramte

vom 1. Dezember 1932, B. G. Bl. Nr. 342, über

Ausspielungen (Ausspielverordnung),

Verordnung des Bundeskanzleramtes vom

2. Jänner 1933, B. G. Bl. Nr. 6, über die verbotenen

Spiele (Glücksspielverordnung 1933),

Verordnung des Bundesministers für Finanzen

im Einvernehmen mit dem laut Entschließung

des Bundespräsidenten vom 23. September 1933,

B. G. Bl. Nr. 434, zuständigen Bundesminister,

vom 12. Dezember 1933, B. G. Bl. Nr. 541, betreffend

die Abänderung der Verordnung vom

6. März 1928, B. G. Bl. Nr. 68 (Wertausspielungsnovelle),

Verordnung des Bundesministers für Finanzen

vom 7. Oktober 1933, B. G. Bl. Nr. 463, über

die Ausübung des ausschließlichen Rechtes des

Bundes zum Betrieb von Spielbanken und Kursaalspielen

(Spielbankverordnung),

Verordnung des Bundesministers für Finanzen

vom 30. Dezember 1933, B. G. Bl. I Nr. 6/1934,

betreffend einige Abänderungen und Ergänzungen

der Spielbankverordnung vom 7. Oktober

1933, B. G. Bl. Nr. 463 (Spielbankverordnungsnovelle),

Bundesgesetz, betreffend die Ergänzung der

Regelung des Spielbankwesens (2. Spielbankverordnungsnovelle),

B. G. Bl. Nr. 313/1936.

Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen

im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramte

B. G. Bl. Nr. 395/1935, womit die

Ausspielungsverordnung B. G. Bl. Nr. 342/1932

abgeändert wird.

§ 3. Der Betrieb des Zahlenlottos wird bis zu

einer anderweitigen gesetzlichen Regelung fortgesetzt.

§ 4. Mit der Vollziehung dieses Gesetzes ist

das Staatsamt für Finanzen einvernehmlich mit

dem Staatsamt für Inneres und dem Staatsamt

für Justiz betraut.

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