10. Verordnung: Zustellung an Personen im Ausland durch die Post im gerichtlichen Verfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten.
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 121 Abs. 1 der Zivilprozeßordnung,
RGBl. Nr. 113/1895, in der Fassung
des Art. III Z. 8 des Bundesgesetzes BGBl.
Nr. 282/1955, wird im Einvernehmen mit dem
Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium
für Auswärtige Angelegenheiten verordnet
§ 1. Unbeschadet einer allfälligen Zulässigkeit
der Zustellung von Schriftstücken durch die Post
nach Maßgabe zwischenstaatlicher Vereinbarungen
im Sinne des ersten Satzes des § 121 Abs. 1
der Zivilprozeßordnung, RGBl. Nr. 113/1895, in
der Fassung des Art. III Z. 8 des Bundesgesetzes
BGBl. Nr. 282/1955, wird die Zustellung durch
die Post unter Benützung der im Weltpostverkehr
üblichen Rückscheine nach folgenden Staaten
zugelassen
Vereinigte Staaten von Amerika, Argentinien,
Bolivien, Brasilien, Ceylon, Chile, Costa Rica,
Dominikanische Republik, Ecuador, Guatemala,
Haiti, Republik Honduras, Indien, Jordanien,
Kambodscha, Kolumbien, Kuba, Laos, Libanon,
Libyen, Mexiko, Nikaragua, Pakistan, Panama,
Paraguay, Peru, El Salvador, Thailand, Uruguay,
Venezuela.
§ 2. Die Verordnung des Bundesministeriums
für Justiz vom 25. Mai 1956, BGBl. Nr. 110,
über die Zustellung an Personen im Ausland
durch die Post im gerichtlichen Verfahren in
bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten tritt außer
Kraft.