104. Bekanntmachung: Änderung der Bekanntmachung betreffend den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden höheren Schulen
Gesetzestext (1 Artikel)
Gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes,
BGBl. Nr. 190/1949, zuletzt geändert durch
das Bundesgesetz BGBl. Nr. 329/1988, wird bekanntgemacht
Die Bekanntmachung des Bundesministers für
Unterricht, Kunst und Sport vom 3. Jänner 1984
betreffend den Lehrplan für den katholischen
Religionsunterricht an allgemeinbildenden höheren
Schulen, BGBl. Nr. 89/1984, wird wie folgt
geändert
1. Dem Abs. 2 werden folgende Abs. 3 und 4
angefügt
„(3) Der in der Anlage 3 wiedergegebene
Lehrplan für den Wahlpflichtgegenstand R.-k.
Religion wurde von der Katholischen Kirche
erlassen und mit Wirksamkeit vom 1. September
1989 aufsteigend in Kraft gesetzt.
(4) Der in der Anlage 4 wiedergegebene Lehrplan
für den Freigegenstand mit entsprechenden Anforderungen
für besonders begabte und interessierte
Schüler R.-k. Religion wurde von der Katholischen
Kirche erlassen und mit Wirksamkeit vom 1. September
1989 aufsteigend in Kraft gesetzt."
2. Der Anlage 2 werden folgende Anlagen 3 und
4 angefügt
„Anlage 3
LEHRPLAN FÜR DEN WAHLPFLICHTGEGENSTAND
R.-K. RELIGION
Bildungsziele und Lehraufgaben
Es gelten dieselben Bildungsziele, Lehraufgaben
und Erziehungsanliegen wie für den Pflichtgegenstand
R.-k. Religion. Die Themen des Lehrstoffes
sind in Korrelation von jenen theologischen (A—E)
und anthropologischen (1—4) Richtzielen wahrzunehmen,
die im Lehrplan für den Pflichtgegenstand
Religion genannt sind. Hinweise auf die Richtziele,
denen ein Inhalt schwerpunktmäßig zuzuordnen ist,
geben die Klammerausdrücke nach den Themen
und Inhalten. Darüber hinaus soll der Wahlpflichtgegenstand
R.-k. Religion jenen Schülern, die an
religiösen Phänomenen und Fragen besonders
interessiert sind, Kenntnisse und Erfahrungen
erschließen, die im Rahmen des zugeordneten
Pflichtgegenstandes nicht genügend berücksichtigt
oder vertieft werden können.
Unterrichtsprinzipien und Erziehungsanliegen
Es gelten dieselben allgemeinen didaktischen
Grundsätze und die allgemeinen Unterrichtsprinzipien,
die für die entsprechende Schultype Geltung
haben, insbesondere aber die Unterrichtsprinzipien
und Erziehungsanliegen, die im Lehrplan für den
Pflichtgegenstand RELIGION genannt sind.
Darüber hinaus muß der Schüler im Wahlpflichtgegenstand
mit seinen speziellen theologischen
Interessengebieten berücksichtigt werden und Hilfen
für eine spätere fachliche Beschäftigung
erfahren. Durch Zusammenarbeit mit Lehrern
anderer Unterrichtsgegenstände, durch Heranziehung
von Fachleuten aus verschiedenen Bereichen
und durch das Kennenlernen von Persönlichkeiten
und Institutionen, die sich bei der Behandlung von
Themen anbieten, soll ein tieferer Einblick in die
jeweilige Thematik geboten und die umfassende
Bedeutung für das Leben aufgezeigt werden. Als
spezifische Arbeitsweisen sollen vor allem auch
Exkursionen und Schülerreferate beachtet werden.
Zunehmend mögen auch studienvorbereitende
Arbeitsweisen herangezogen werden.
Lehrinhalte
In gemeinsamer Beratung mit den Schülern sind
aus den folgenden 33 Themenfeldern pro Schuljahr
fünf bis zehn Themenfelder auszuwählen. Dabei ist
zu berücksichtigen, daß sich mehrere der Lehrinhalte
überschneiden, da sie sinngemäß gleichzeitig
verschiedenen Themenfeldern angehören.
An Stelle einzelner Themenfelder können aus den
Lehrinhalten des Pflichtgegenstandes Religion vor
allem jene Erweiterungsstoffe herangezogen werden,
die im Pflichtgegenstand nicht zur Sprache
kommen. Im besonderen ist dabei auf die Aktualität,
die einem Thema zukommt, zu achten. In
Anbetracht der Aktualität können auch Inhalte der
Kernstoffe des Pflichtgegenstandes Religion (zB
Naturwissenschaft und Theologie) im Wahlpflichtgegenstand
erweitert und vertieft werden.
Die im folgenden detaillierten Lehrinhalte, die
mit 1—9 bezeichnet sind, sind als Kernstoffe, die
mit 11 ff. bezeichneten als Erweiterungsstoffe
anzusehen.
1. Christliche Anthropologie (A 4)
1. Fragen und Aufgaben einer philosophischen
Anthropologie (A 4)
2. Fragen und Aufgaben einer theologischen
Anthropologie (A 4)
3. Grundzüge des christlichen Menschenbildes
(B 4)
4. Bedeutung der Humanwissenschaften für das
christliche Menschenverständnis (D 4)
5. Die Zusammenhänge zwischen weltgeschichtlicher
und geistesgeschichtlicher Situation
und Anthropologie (A 4)
11. Der Beitrag der Psychologie für ein christliches
Menschenverständnis (D 4)
12. Geisteshaltungen (Positivismus, Materialismus,
Biologismus, Existentialismus, Personalismus,
Atheismus, Nihilismus, Agnostizismus
uä.) im Gegensatz zur christlichen Anthropologie (E 1)
13. Texte des Zweiten Vaticanums und der
Christlichen Soziallehre zum Verständnis des
Menschen (B 1)
14. Mögliche Konsequenzen aus nichtchristlichen
Sichtweisen des Menschen (A 4)
2. Identitätsfindung und Glaube
(A 1/E 1)
1. Identitätskrise und Identitätsfindung: ein
menschliches Grundphänomen (A 1)
2. Sexualität und Identitätsfindung (E 1)
3. Identitätsfindung als Voraussetzung für eine
Partnerschaft bzw. für Leben in der Gemeinschaft
(E 1)
4. Leitbilder und Vorbilder als Hilfe für die
Identitätsfindung (E 1)
5. Die Bedeutung von Sinnfindung und Glaube
für die Persönlichkeitsentwicklung (A 4)
6. Identitätsfindung und Gebet (E 1)
11. Einzelne Persönlichkeiten als geeignete Beispiele
für geglückte Lebensbewältigung (D 2)
12. Kirchliche Jugendgemeinschaften als Möglichkeit
für Persönlichkeitsfindung und mitmenschliche
Begegnung (E 3)
13. Die Bedeutung des Lernens für die Persönlichkeitsentwicklung
(E 1)
14. Orientierung junger Menschen durch Massenmedien
Chancen und Gefahren (A 1)
3. Normenfindung und Normenbegründung
(E 1)
1. Aktuelle sittliche Problemfelder (E 1)
2. Die Dienstfunktion von Normen für das
Gelingen menschlichen Lebens (E 1)
3. Gewissenserziehung und Gewissensbildung
(E 1)
4. Gewissensentscheidungen anhand von biblischen,
historischen und literarischen Zeugnissen
(C 2, D 2)
5. Autorität und Gewissen (E 2)
11. Autonomes Handeln in Freiheit und christlicher
Verantwortung (E 1)
12. Kriterien für eine verantwortete Berufs- und
Lebensentscheidung (E 1)
4. Vergänglichkeit von Mensch und
Welt (A 4)
1. Die Sterblichkeit des Menschen und die
Vergänglichkeit der Welt aus biblischer Sicht
(C 4)
2. Außerchristliche Deutungen des Todes (A 4)
3. Innerweltliche Utopien (A 4)
4. Zukunftserwartungen in den Religionen
(A 4)
11. Reich-Gottes-Gleichnisse und eschatologische
Reden Jesu (C 3)
12. Exemplarische Aussagen der Offenbarung
des Johannes (C 1)
13. Tod und Vergänglichkeit in der modernen
Literatur (D 4)
14. Sterbepastoral (E 2)
15. Wahrsagerei — Astrologie — Spiritismus —
Esoterik (A 3)
5. Der Mensch auf dem Weg zur
Vollendung (B 4)
1. Christliche eschatologische Aussagen in
Vergangenheit und Gegenwart (B 4)
2. Das Christusgeschehen als eschatologisches
Ereignis (B 4)
3. Individuelle und universale Vollendung (B 4)
4. Hoffnung auf das Reich Gottes als Grundlage
für die christliche Verantwortung an der
Welt (B 4)
5. Der Zusammenhang von Schöpfung, Erlösung
und Vollendung (B 4)
6. Liturgie und Sakramente als Zeichen unserer
Berufung auf die ewige Gemeinschaft mit
Gott (B 4)
7. Die Bedeutung der ,Gnadenlehre' für das
christliche Verständnis des Menschen (B 1)
11. Das Leib-Seele-Problem (A 4)
12. Historische Entwicklung der Vorstellung von
der Auferstehung des Menschen in „Leiblichkeit"
(D 4)
13. Moderne Literatur zum Thema Eschata
(D 4)
6. Religion als anthropologisches
Grundphänomen (A 1)
1. Religiosität in der modernen Gesellschaft
(A 2)
2. Der Mensch als homo religiosus (A 1)
3. Die Antwort der Religionen auf Grundfragen
des Menschen (A 4)
4. Das Wachhalten der transzendenten Dimension
als Aufgabe der Religion (A 1)
11. Frühgeschichtliche Religionen (A 2)
12. Ersatzreligionen und Religionsersatz in Vergangenheit
und Gegenwart (A 2)
13. Religion in Literatur und Film der Gegenwart
(D 2)
14. Ausdrucksformen der Religiosität in Musik,
bildender und darstellender Kunst (D 2)
7. Der Mensch auf der Suche nach
Gott (A 4)
1. Die individuelle Entwicklung der Gottesbeziehung
(A 4)
2. Erkenntnis- und Erfahrungsmöglichkeiten
Gottes (B 2)
3. Die Begrenztheit menschlichen Redens von
Gott (B 2)
4. Beten — Menschsein vor Gott (E 2)
5. Das Theodizee-Problem (B 4)
6. Das Spezifische der christlichen Gottesbeziehung
(B 4)
11. Mystik als Möglichkeit der Gottesbegegnung
(A 4)
12. Das Gottesbild in Kunst und Literatur (D 4)
13. Das Suchen nach Gott im Laufe der
Geschichte (A 4)
14. Die Gottesvorstellungen in nichtchristlichen
Weltreligionen (A 4)
15. Die Entwicklung der Gottesbeziehung in
Israel (C 4)
8. Christentum und nichtchristliche
Religionen (A 2)
1. Toleranz und Wahrheitsanspruch in den
Religionen (A 2)
2. Verbreitung der großen Religionen in
Vergangenheit und Gegenwart (A 2)
3. Überblick über das Gemeinsame und Trennende
in den Weltreligionen: Vergleich von
Gottes-, Menschen- und Weltbild (A 4)
4. Beziehung der Kirchen zu Judentum und
Islam (A 2)
5. Ursprung, Entstehung und Entwicklung der
Stammes- und Naturreligionen (A 2)
11. Wege zum Heil, Tod und Vollendung, Ethik,
Ritual und Institutionen im Vergleich der
Weltreligionen (A 3)
12. Synkretistische Religionsformen, der gegenseitige
Einfluß der verschiedenen Religionen
und das Bemühen um je eigene Identität
(A 2)
13. Symbole, Riten, Mythen, Feste, heilige Orte,
heilige Zeiten, religiöse Sprache, Spiritualität
und Gebetskultur als Elemente der Religionen
(A 3)
9. Jesus Christus in der Sicht der
nichtchristlichen Religionen (A 2)
1. Christologische Kernaussagen (B 4)
2. Jesus Christus in der Sicht des Islam (A 2)
3. Jesus Christus in der Sicht des Judentums
(A 2)
4. Jesus Christus in der Sicht von Sekten (A 2)
5. Jesus Christus im Vergleich zu anderen
Religionsstiftern (B 2)
11. Religionswissenschaftliche Arbeitsweisen
(D 2)
12. Aussagen über Jesus Christus in nichtchristlichen
religiösen Dokumenten (A 2)
10. Pseudoreligiöse Erscheinungsformen
(A 4)
1. Ersatzreligionen und Religionsersatz heute
(A 3)
2. Esoterik und Aberglaube (A 2)
3. Neugnosis und heutige fernöstliche Praktiken
(A 4)
4. Sekten als religiöse Subkulturen (A 4)
5. Magisches Gebets- und Sakramentenverständnis
(A 2)
11. Die Profanierung religiöser Elemente (D 4)
12. Die pseudoreligiösen Elemente in einer
konkreten Jugendsekte (A 4)
13. Die Deutung paranormaler Phänomene (A 4)
11. Religionsverständnis und Religionskritik
(A 4)
1. Der Religionsbegriff in theologischer, psychologischer,
soziologischer und philosophischer
Sicht (A 4)
2. Religionskritik im Alltag (A 2)
3. Religion und Ideologie (A 4)
4. Formen von Religionskritik in Positivismus,
Marxismus, Psychoanalyse, Agnostizismus
und deren Grundanliegen (A 4)
5. Christentum und Atheismus (A 4/E 4)
11. Charakteristische religionskritische Texte,
ihre kritischen Bedingungen und ihre Deutung
heute (A 4)
12. Konsequenzen für den Christen aus der
Religionskritik (A 4)
13. Fehlformen christlicher Erziehung als Ursache
von Religionskritik (E 2)
12. Theologie im Kontext der Wissenschaften
(D 3)
1. Das theologisch-wissenschaftliche Denken
und der Wissenschaftsanspruch der Theologie
(D 3)
2. Anliegen der Gegenwartstheologie (B 3)
3. Theologie im Spannungsfeld von Natur- und
Geisteswissenschaften (D 3)
11. Einzeldisziplinen und ihre Grundanliegen
(D 3)
12. Bedeutende christliche Theologen (D 3)
13. Arbeitsmethoden der Bibelwissenschaft (C 3)
14. Theologische Denkmodelle (B 3)
13. Bedeutung heiliger Schriften in
den Weltreligionen (A 2)
1. Der Stellenwert der heiligen Schriften in
einzelnen Weltreligionen (A 2)
2. Der religiös-kulturgeschichtliche Hintergrund
heiliger Schriften (A 2)
3. Heilige Schriften: ihre Antworten auf spezifische
Problemkreise im Vergleich (A 2)
4. Der Offenbarungsanspruch der heiligen
Schriften (A 2)
5. Die Bibel im Leben des Katholiken (E 2)
11. Der Einfluß der Bibel auf den Islam (C 2)
12. Schriftdeutung und wissenschaftliches Denken
(A 2)
13. Die Offenbarungsgeschichte der Bibel (C 2)
14. Das Heilshandeln Gottes im Alten
und Neuen Testament (C 4)
1. Die Heilserwartungen des Menschen im
Licht der Bibel (C 4)
2. Verheißung und Erfüllung des Heilshandelns
Gottes in der Heiligen Schrift (C 4)
3. Die biblischen Schriften als Zeugnis der
Geschichte Gottes mit seinem Volk (C 4)
4. Gegenwart und Kommen des Reiches Gottes
(C 4)
11. Das Erlösungsverständnis im Alten Testament
und in den benachbarten Kulturen und
Religionen (A 4/C 4)
12. Heilssymbole in der Bibel (C 3)
13. Die kirchliche Lehre von den Engeln und ihr
Zusammenhang mit dem Heilshandeln Gottes
(B 4)
14. „Exodus" als Grundhaltung des christlichen
Lebens (E 4)
15. Das Zusammenwirken von göttlicher Gnade
und menschlicher Entscheidung und dessen
unterschiedliche Deutungen im Laufe der
Kirchengeschichte (B 2)
15. Die Bibel im Lichte des Glaubens
und der Wissenschaften (C 4)
1. Möglichkeiten und Grenzen der Auswertung
schriftlicher Quellen (C 2)
2. Die Heilige Schrift im Licht der modernen
Bibelwissenschaft (C 2)
3. Die Bibel als Verkündigung des Heilshandelns
Gottes (C 4)
4. Die Bibel als Quelle christlichen Lebens (E 4)
11. Arbeitsmethoden der Exegese (C 2)
12. Das Problem der Entmythologisierung (C 3)
13. Literarische Gattungen im Alten und Neuen
Testament (C 2)
14. Die Bibel als inspiriertes Buch (C 4)
15. Überlieferungen und Übersetzungen der
Heiligen Schrift (C 2)
16. Kriterien für den Umgang mit der Bibel (E 2)
16. Fortlaufende Schriftlesung Altes
Testament (C 4)
Im Wahlpflichtgegenstand KATHOLISCHE
RELIGION besteht die Möglichkeit, über längere
Zeit hin ein biblisches Buch (mit entsprechendem
Kommentar) zu lesen.
Die Auswahl aus dem Alten Testament möge
beachten
— Querverbindungen zum Lehrstoff des Pflichtgegenstandes
RELIGION;
— Querverbindungen zu Literatur, Musik, bildender
und darstellender Kunst;
— Bezüge zu aktuellen Ereignissen.
17. Fortlaufende Schriftlesung Neues
Testament (C 4)
Für eine fortlaufende Schriftlesung (mit entsprechendem
Kommentar) bietet sich aus dem Neuen
Testament vor allem die vollständige Lesung eines
der vier Evangelien an, aber auch ein kürzerer Brief
oder die Apostelgeschichte.
18. Der politische und religiöse Hintergrund
des Lebens und der Lehre
Jesu (C 3)
1. Jesus als gläubiger Jude (C 3)
2. Die Stellung Jesu zum Volk, zum Tempel
und zur politischen Obrigkeit (C 3)
3. Messianische Erwartungen zur Zeit Jesu
(C 3)
4. Die Grundlagen der Lehre Jesu im Kontext
seiner Zeit (C 3)
5. Die weltverändernde Kraft der Botschaft
Jesu Christi (E 4)
11. Biblische und außerbiblische Wunderberichte
(C 3)
12. Das Jesusbild der Synoptiker (C 3)
13. Das Johanneische Jesusbild (C 3)
14. Das Paulinische Jesusbild (C 3)
19. Jesus, der Christus (B 4)
1. Der historische Jesus und das Christusbild
der Urkirche (B 4)
2. Christologische Entwürfe in Vergangenheit
und Gegenwart (B 4)
3. Christologische Dogmen im historischen
Kontext (B 4)
4. Die Bedeutung der Zwei-Naturen-Lehre für
das christliche Menschenbild und das christliche
Handeln (B 4/E 4)
11. Grundtypen christlicher und nichtchristlicher
Jesusdeutung (D 4)
12. Jesus als Gottmensch und Erlöser in Kunst
und Literatur (D 4)
13. Der Glaube an Jesus Christus als Herausforderung
zur Nachfolge (E 2)
14. Der Christ im Spannungsfeld von Heilsbegründung
und Heilsvollendung (E 4)
20. Christlicher Lebensvollzug als
Nachfolge Christi (E 2)
1. Der Entscheidungscharakter der Nachfolge
Christi (B 1)
2. Die Christen als „Salz der Erde" (E 3)
3. Die Bedeutung der spirituellen Dimension
für das menschliche Leben (A 1)
4. Das Leben vor Gott zur Sprache bringen
(Möglichkeiten und Formen des Gebetes)
(E 1)
5. Der personal-kommunikative Aspekt sakramentalen
Geschehens (E 2)
11. Neue Wege der Nachfolge Christi (katholische
Intensivgemeinschaften und Erneuerungsbewegungen
in Österreich) (D 2)
12. Echte und falsche Leitbilder für die Nachfolge
Christi (E 2)
13. Fernöstliche Meditationsformen und Psychotechniken
im Lichte des christlichen
Glaubens (D 2)
21. Kirche — Gemeinschaft im Heiligen
Geist (E 4)
1. Glaube und seine Verwirklichung in Gemeinschaft
(E 4)
2. Heilsindividualismus und Glaube in Gemeinschaft
(E 4)
3. Die Bedeutung der Bibel für das Leben aus
dem Glauben (C 1)
4. Gemeinsames Handeln aus dem Glauben —
Solidarisierung mit regionalen und globalen
kirchlichen Aktionen (E 2)
5. Reifung im Glauben durch spirituelle und
theologische Weiterbildung (E 1)
11. Die fundamentale Bedeutung der christlichen
Erziehung, ihre Inhalte und Formen (E 4)
12. Eltern als Katecheten (E 2)
13. Glaubensbekenntnis als Basis gemeinsamen
Glaubens (B 2)
14. Katholische Vereine und Verbände und ihre
Zielsetzungen (D 2)
15. Modelle und Formen kirchlicher Erwachsenenbildung
in Österreich (D 2)
22. Ökumene als Aufgabe und Ziel
(E 2)
1. Impulse des II. Vaticanums für die Ökumene
als Einheit in Vielfalt (E 2)
2. Einendes und Trennendes in christlichen
Kirchen und Gemeinschaften (B 2)
3. Die Beziehung der katholischen Kirche zu
anderen christlichen Kirchen in Vergangenheit
und Gegenwart (E 2)
4. Sinn, Bedeutung und Verwirklichung der
Ökumene (B 2/E 3)
5. Ökumene in gemischtkonfessionellen Ehen
und Familien (E 2)
11. Die Entwicklung der ökumenischen Bewegung
(D 2)
12. Die Begrenztheit der ökumenischen Zusammenarbeit
(E 2)
13. Ökumenische Institutionen (D 2)
14. Modelle gelebter Ökumene (E 4)
23. Kirche als Gemeinschaft und Institution
(B 2)
1. Das Kirchenverständnis im Laufe der Geschichte
(D 2)
2. Das Kirchenbild des II. Vaticanums (B 3)
3. Tradition und Lehramt (B 2)
4. Das Verhältnis von Kirche und Staat in der
Geschichte (D 2)
11. Heilsindividualismus und Heilsgemeinschaft
(B 2)
12. Das Verständnis des Lehramtes im Laufe der
Geschichte (D 2)
13. Kirchliche Dienste und ihre Entwicklung
(D 2)
14. Wesen und Aufgabe des Primates (B 2)
24. Kirchliche Gemeinschaftsstrukturen
und Konzepte (B 2)
1. Christliches Gemeindeleben im Lichte des
Neuen Testaments (C 4)
2. Seelsorgestrukturen in Pfarre, Dekanat und
Diözese (E 2)
3. Möglichkeiten und Formen neuer Gemeindestrukturen
(B 2)
4. Neue Gemeinschaften im Dienste pastoraler
Verkündigung (B 2)
5. Konkrete Möglichkeiten der Mitverantwortung
in der Pfarrgemeinde (E 2)
11. Der Pfarrgemeinderat (B 2)
12. Die priesterlose Gemeinde (B 2)
13. Neue Formen des Lebens nach den evangelischen
Räten (E 2)
25. Kirchliche Berufe und Dienste
(E 2)
1. Kirche als Ort religiöser und sozialer
Kommunikation (E 4)
2. Kirchliche Berufe und Dienste: Voraussetzungen,
Ausbildungswege und Einsatzmöglichkeiten
(E 2)
3. Allgemeines und besonderes (gemeinsames)
Priestertum (B 2)
4. Stellung und Aufgabe des Diakons in der
Gemeinde (B 2)
5. Das Laienapostolat (E 2)
11. Der Dienstcharakter des Zölibats (B 2)
12. Sozialarbeit der Kirche als Verwirklichung
von Diakonie (E 2)
13. Materielle Grundlagen der kirchlichen Dienste
(Kirchenbeitrag, Spenden . . .) (E 2)
14. Die Firmung als sakramentale Grundlage des
Laienapostolats (B 2)
26. Formen kirchlicher Verkündigung
(E 2)
1. Gelebter Glaube als Verkündigung (E 2)
2. Exemplarische Darstellung kirchlicher Verkündigungsformen
(B 2)
3. Altersspezifische Formen der Verkündigung
(E 2)
4. Die Kirche als Bildungsträger (D 2)
11. „Fernstehende" als Adressaten der Verkündigung
(E 3)
12. Das Problem der „Auswahlchristen" (Partialidentifikation
in Glaube und Lebensführung)
(E 2)
13. Medien und Verkündigung (D 3)
14. Enzykliken und Hirtenbriefe als Formen der
Verkündigung (B 2)
27. Liturgie — Feier des Glaubens
(B 3/D 3)
1. Die Bedeutung der Liturgie im Alten und
Neuen Testament (C 3)
2. Liturgie als sichtbares und erfahrbares Tun
der Kirche (D 3)
3. Sakramente als Zeichen der Hoffnung (B 3)
4. Sakramente als festliche Höhepunkte in den
entscheidenden Lebenssituationen der Gläubigen
(B 3)
5. Sakrament und Alltag (E 2)
6. Liturgisches Feiern im Laufe des Kirchenjahres
(D 3)
11. Die Liturgiereform des II. Vaticanums (D 3)
12. Formen des liturgischen Gebetes (D 3)
13. Wichtige Grundformeln in der Liturgie
(Kreuzzeichen, Taufgelübde, Doxologien,
Apostolikum, Meßkanon) (B 3)
14. Sakramentalien (B 3)
15. Die Bedeutung liturgischer Handlungen in
der Ost- und Westkirche im Vergleich (D 3)
28. Religiöse Traditionen in der modernen
Gesellschaft (D 3)
1. Christliche Traditionen und ihr religiös-kulturgeschichtlicher
Hintergrund (D 3)
2. Inkulturation als permanente Aufgabe der
Kirche (D 4)
3. Deutung von christlichen Symbolen und
Symbolhandlungen (D 3)
4. Feier, Gestaltung und Brauchtum in säkularisierter
Umgebung (D 3)
5. Die Neubelebung christlicher Lebensvollzüge
als beständige Notwendigkeit (E 3)
11. Religiöse Traditionen im Wandel (Kirchenbau,
Lied, Gebet) (E 3)
12. Christliche Zeugnisse in den verschiedenen
Kulturen der Erde (D 3)
13. Religiöse Traditionen im heutigen Kulturgeschehen
(D 3)
14. Engel- und Heiligenverehrung in Liturgie,
Frömmigkeit und Brauchtum (D 3/E 2)
29. Kirche in der pluralistischen Gesellschaft
(B 3/D 3)
1. Kirchenverständnis und Gemeindestrukturen
im Wandel (B 3)
2. Die Kirche in den verschiedenen weltanschaulichen
und politischen Systemen der
Gegenwart (D 3)
3. Kirche in der Spannung von Wahrheitsanspruch
und Toleranz (B 3)
4. Das Missionsverständnis nach dem II. Vaticanum
(E 2)
5. Das Verhältnis von Kirche und Staat in
Österreich (B 2)
6. Christliche Spiritualität heute (E 1)
11. Religiös distanzierte Menschen und Gruppen
als Herausforderung für die Kirche (E 3)
12. Säkularisierung — Chance oder Gefahr?
(D 3)
13. Christsein zwischen Anpassung und Widerstand
(E 2)
30. Der Christ im öffentlichen Leben
(E 3)
1. Die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes"
(D 3)
2. Die soziale Dimension christlicher Moral
(E 3)
3. Das gesellschaftspolitische Engagement als
christlicher Auftrag (E 3)
4. Das Gewissen in demokratischen Entscheidungsprozessen
(E 1)
11. Christen im Dienst an Schwachen, Armen,
Gefährdeten, Behinderten . . . (E 3)
12. Beispiele gelebter christlicher Verantwortung
(E2)
13. Dienste der Kirche zur Überwindung geistiger
und materieller Verarmung (E 3)
14. Friede und Friedensstrategien als Aufgabe
der Christen (E 2)
31. Kirche und soziale Gerechtigkeit
(E 3)
1. Das soziale Engagement der Kirche in
Geschichte und Gegenwart (E 3)
2. Kirchliche Dokumente zur sozialen Frage
und ihr gesellschaftspolitischer Hintergrund
(D 3)
3. Grundzüge der kirchlichen Soziallehre (E 3)
4. Sozialeinrichtungen der Kirche in Österreich
(E 3)
11. Leben und Werk sozial engagierter Christen
(D 3)
12. Arbeitswelt und Wirtschaft in christlicher
Sicht (E 3)
13. Die Anwendung der christlichen Soziallehre
auf Einzelfragen (Arbeitgeber, Arbeitnehmer,
Unternehmer, Landwirtschaft, Gewerkschaft,
Genossenschaftswesen uä.) (E 3)
14. Abendländische Kirche und Kirche in der
Dritten Welt (D 3)
15. Entwicklungshilfe als Dienst am Frieden
(E 3)
32. Die Weltverantwortung der Christen
(E 3)
1. Der Mensch als Mitschöpfer und Mitgestalter
der Welt (B 3/E 3)
2. Die Weltverantwortung des Christen in
biblischer Sicht (C 3/E 3)
3. Kirchliche Aussagen zur Verantwortung des
Menschen für die Welt (B 3/E 3)
4. Das Konfliktfeld „Naturwissenschaft —
Ethik" (A 4/E 3)
11. Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlichen
Forschens anhand aktueller Probleme
(A 2)
12. Fortschrittsglaube und christliche Verantwortung
(A 4)
13. Der Beitrag der Christen zur Erhaltung des
Friedens (E 4)
14. Christen im Dienst von internationaler
Zusammenarbeit, Entwicklungshilfe, Mission
(E 2)
33. Österreichische Kirchengeschichte
— Diözesangeschichte (D 2)
In Ergänzung und Erweiterung der kirchengeschichtlichen
Themenfelder des Pflichtgegenstandes
Religion können im Wahlpflichtgegenstand Themenfelder
in die Jahresplanung aufgenommen
werden, die spezielle Aspekte der Diözesangeschichte
oder der österreichischen Kirchengeschichte
behandeln. Dabei ist zu vermeiden, daß
bloß kirchengeschichtliche Fakten vermittelt wer-
den. Besonders das Lehrplanprinzip der „doppelten
Treue" (Korrelation) ist auch bei den kirchengeschichtlichen
Lehrinhalten zu wahren.
Anlage 4
LEHRPLAN FÜR DEN „FREIGEGENSTAND
MIT ENTSPRECHENDEN ANFORDERUNGEN
FÜR BESONDERS BEGABTE UND
INTERESSIERTE SCHÜLER R.-K. RELIGION"
5. — 8. Klasse (je zwei Wochenstunden)
Bildungs- und Lehraufgaben
Der Freigegenstand R.-k. RELIGION verfolgt
dieselben Bildungsziele, Lehraufgaben und Erziehungsanliegen,
die für den Pflichtgegenstand und
für den Wahlpflichtgegenstand R.-k. RELIGION
festgelegt sind.
Lehrstoff
Gemeinsam mit den Schülern ist pro Schuljahr
eine Auswahl von Themen zu treffen, und zwar
a) aus dem Kernstoff des Pflichtgegenstandes
RELIGION im Sinne einer Vertiefung bzw.
Erweiterung; und/oder
b) aus dem Erweiterungsstoff des Pflichtgegenstandes
R.-k. RELIGION; und/oder
c) aus den Themenfeldern des Wahlpflichtgegenstandes
R.-k. RELIGION.
In besonderer Weise sind dabei Begabungen,
Vorkenntnisse und Interessen der Schüler sowie
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen
zu berücksichtigen.
Didaktische Grundsätze
Es gelten dieselben Unterrichtsprinzipien, die im
Lehrplan für den Pflichtgegenstand R.-k. RELIGION
und für den Wahlpflichtgegenstand R.-k.
RELIGION genannt sind."