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Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht an Hauptschulen

3 Artikel / Bestimmungen · Österreich
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Gesetzestext (3 Artikel)

Bundesrecht Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht an Hauptschulen

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Kurztitel

Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht an Hauptschulen

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 492/1993

Inkrafttretensdatum

24.07.1993

Langtitel

Bekanntmachung des Bundesministers für Unterricht und Kunst betreffend den Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Hauptschulen und an der Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen

StF: BGBl. Nr. 492/1993

Bundesrecht Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht an Hauptschulen

Dies geschieht in der Beachtung der folgenden Gegenstandsbereiche

Durch die gemeinsame Bearbeitung der angeführten Gegenstandsfelder durch Lehrer und Schüler sollen folgende Befähigungen und Haltungen erworben werden

a) Befähigungen

b) Haltungen

Von dem Lehrer werden folgende Befähigungen und Haltungen erwartet

a) Befähigungen

b) Haltungen

Evangelischer Religionsunterricht sieht sich im Rahmen des allgemeinen Lehrplans. Unter „aktueller Bezug“ sind Anregungen gegeben, die nicht als endgültige Norm gelesen werden dürfen. Sie sind in der Praxis zu überprüfen und zu erweitern. Zu der jedem Lehrer zustehenden Methodenfreiheit kommt für den evangelischen Religionsunterricht noch die Rücksichtnahme auf die jeweilige theologische, pädagogische und psychologische Position des Lehrers. Anordnung, Gliederung, Akzentuierung, exemplarische Einheiten, Reihenfolge und Stoffauswahl bleiben der Verantwortung der Lehrerin/des Lehrers ebenso anheimgestellt wie die Beachtung ihrer speziellen Unterrichtsgruppen, ihrer speziellen Schule, des Diasporacharakters und des Unterschieds von Unterricht in Großgruppen (Klasse), wie sie die Schüler meist erleben, zum Unterricht in der Kleingruppe mit ganz anderem Sozialcharakter.

1. Klasse

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Religiöse Begriffe, religiöse Sprache – ihre Bedeutung und ihr Gebrauch.

Befähigung/Haltungen: 1, 3-6, 8-10, 12-15, 19.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Bedeutung der Sprache in Selbstdarstellung, Äußern von Gefühlen, Lebensbedürfnissen, Beschreiben von Erfahrungen, Aussprechen von Erwartungen, Wünschen, Befürchtungen, Eingehen auf die Worte der Mitschüler und des Lehrers, Sprache als Mittel der Kommunikation, Sprache und Sprachen, Inländer – Ausländer.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Entstehung und Geschichte der Bibel.

Befähigung/Haltungen: 1, 2, 4-6, 11, 12-15, 19.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Gesprochenes Wort – geschriebenes Wort, Lesen und Bibellesen, Gottesdienst.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

Inhalte: Patriarchen, Exodus, Wüstenzeit, Propheten.

Befähigung/Haltungen: 1, 2, 5, 6, 8-10, 12-15, 19, 20.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Eigene Erfahrungen von Geschichte: Biographie – Geschichte der Eltern – der Familie – der Freunde – der Gemeinde; sich erinnern und Neues wagen; Führungsansprüche und Machtkämpfe; Zustimmung und Widerspruch, für seine Überzeugung eintreten.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Landnahme, Richter, Könige, Gottesvolk, Bund.

Befähigungen/Haltungen: 1, 3, 9f., 15, 18–20.

Beziehungen zur Lebenswelt der Schüler: Leben in Gemeinschaften (Schulen, Familie, Staat). Umgehen mit anderen, Erkennen und Bewältigen von Konflikten, partnerschaftliche Beziehungen herstellen (sich entschuldigen, fair streiten, bedanken, ermuntern, trösten), Schulklassenbewußtsein, Einüben in Kleingruppengespräche. Spiele.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

die Notwendigkeit sozialer Regeln verstehen;

(Weitere Ziele)

Inhalte: 10 Gebote, Schöpfung, alte und neue Katechismen.

Befähigung/Haltungen: 1, 3-5, 9-16, 18-20.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Siehe „Ich und die Gemeinschaft“.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Schöpfungstexte (Genesis 1 und 2, Psalm 8, 104, 139 ua., Hiob 38f., Jesaja 40).

Befähigungen/Haltungen: 1, 4–6, 10–15, 18.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Ökologie, Weltbilder, Haustiere, Tier – Mensch – Beziehung, Männlichkeit – Weiblichkeit, Evolution, Anthropologie.

Ziele

Die Schüler können

Inhalte: Stiftshütte, Erster und zweiter Tempel, Synagoge, Kirche, Moschee, Grundformen menschlicher Religiosität, Religionen in Österreich.

Befähigungen/Haltungen: 1, 3–5, 7–10, 12–15, 17, 18–20.

Beziehung zur Lebenswert der Schüler: Kirchenjahr, Feste verschiedener Religionen und Konfessionen (Mitschüler!), Lied, Kirchenmusik, Kirchenraum.

Das erste Schuljahr ist für die Schüler geprägt von der Notwendigkeit der Einbindung in einen neuen Klassenverband und der Gewöhnung an eine andere Art von Schule (Lehrerwechsel, verschiedene Lehrer in verschiedenen Stunden, neue Mitschüler). Daher ist es auch gekennzeichnet von Unsicherheit. Eine neue Position in der neuen Großgruppe muß gefunden werden. Für den evangelischen Religionsunterricht kommt noch hinzu, daß sich der Schüler an eine neue Kleingruppe gewöhnen muß. Die Erfahrungen mit dem evangelischen Religionsunterricht werden für die Schüler möglicherweise sehr unterschiedlich sein. Daher ist den mitgebrachten Erfahrungen ebensosehr Aufmerksamkeit zu widmen, wie dem unterschiedlichen Wissen. Außerdem könnten einige Schüler bestimmte Sozialformen des Unterrichts kennen (zB Gruppenarbeit, Partnerarbeit), andere nicht. Ebenso muß Raum sein, damit die Schüler ihre sicherlich ganz unterschiedliche religiöse Sozialisation darstellen können. Die Lehrer werden wegen der Kleingruppenstruktur den biographischen Hintergrund der Kinder stärker als die Lehrer anderer Gegenstände mitbekommen und reflektieren müssen. Umgekehrt stehen die Lehrer, besonders in der Anfangsphase, im Zentrum der Aufmerksamkeit der sich bildenden Religionsunterrichtsgruppen. Die Kooperation mit anderen Kollegen legt sich nicht nur wegen inhaltlicher Bezüge nahe, sondern auch wegen der für alle anderen Lehrer bestehenden Notwendigkeit, den Schülern beim Hineinwachsen in die neue Klasse zu helfen.

2. Klasse

Ziele

Die Schüler können

Inhalte: Mündliche und schriftliche Tradition, Redaktion, die Evangelien (Sprüche, Gleichnisse, Wundererzählungen, Streitgespräche, Ostertradition), der Kanon und die Apokryphen, die Briefe.

Befähigungen/Haltungen: 1–7, 9, 11, 12–15, 18.

Beziehungen zur Lebenswelt der Schüler: Verkündigung in Medien, Comics, Film, Rundfunk, Fernsehen, Kinderbibeln. Die Bedeutung des Streitens um Kanon und Apokryphe als Auseinandersetzung der Großkirchen, mit Sekten und religiösen Sondergruppen.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

Inhalte: Reich Gottes, Umkehr, Toraverschärfung – Torarelativierung, Jesus und die Jesus-Gruppe, Jesus und „die anderen“ (Sünder, Zöllner, Kranke, Behinderte, Frauen, Kinder ...), die Konflikte Jesu, Bergpredigt, Feindesliebe, Gerechtigkeit, der Prozeß und sein Tod.

Befähigung/Haltungen: 1, 3, 8, 9-11.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Juden und Christen.

Ziele

Die Schüler können

Inhalt: Geschichte Israels bis heute, Juden und Christen, Neutestamentliche Zeitgeschichte. Datierungsfragen, die Suche nach dem „historischen Jesus“.

Befähigung/Haltungen: 1-3, 6, 12.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Hoffnung oder Resignation; wir und unsere Konflikte, wir und die Randgruppen, Probleme des Überlebens der Menschheit (Frieden, Ökologie, Gerechtigkeit in der Verteilung der Güter). Was kann Christ sein heute bedeuten?

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Ostertraditionen, Hoheitstitel, Judenchristen und Heidenchristen, Jesus und die Geschichte des Christentums.

Befähigungen/Haltungen: 1, 2, 5–7, 12–15, 17.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Jesusdarstellungen in Kunst und Musik der Vergangenheit und Gegenwart, Popkultur, Spirituals.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Geisterfahrung, Pfingsten, Himmelfahrt, Gruppen im Urchristentum, Christentum in anderen Kulturen, Dialog mit den anderen Religionen.

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 8, 11, 12–16, 18–20.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Streit und Konflikt, Gruppen in der Schulklasse, Gruppen in der Gesellschaft und ihr Umgang miteinander, Ökumene in Österreich und in der übrigen Welt, andere Religionen, Aufgabe der Christen heute, die eigene Pfarrgemeinde und die Kirche, kirchliche Erneuerungsbewegungen.

Das zweite Schuljahr an AHS könnte für die Schülerinnen und Schüler dadurch gekennzeichnet sein, daß die anfängliche Integrationsprobleme sich beruhigen und das Gruppenklima der Klasse durch feste Rollen sichtbar wird. Abgesehen von der Frage, ob eine phasenorientierte Entwicklungspsychologie ihr Recht hat, ist zu überlegen, ob sich in diesem Schuljahr nicht der Wechsel von der „Mitte der Kindheit“, einem ganzheitlichen Wirklichkeitsverständnis, zur Vorpubertät stattfindet. Existentielle Unsicherheit einerseits und das verstärkte Praktizieren von empirischem Denken und Erfahren der Wirklichkeit werden dann stärker als Gegensatz empfunden. In diesem Schuljahr werden Geschichte und Physik eingeführt. Für den evangelischen Religionsunterricht kann es sehr wichtig sein, naturwissenschaftliches uns historisches Denken und Arbeiten positiv zu würdigen, und gleichzeitig aufzuzeigen, daß die Wirklichkeit des Glaubens dies nicht nur verträgt, sondern daß es im Glauben um existentielle Betroffenheit, um Sinn und Verantwortung geht. Das könnte nicht nur von vornherein wissenschaftlich schon längst als falsch erwiesene Alternativen vermeiden, sondern die Schüler auch stützen und ihnen den Zugang zu einem ganzheitlichen Wirklichkeitsverständnis offen zu halten. Da Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Kleingruppe des evangelischen Religionsunterrichtes anders, weil wegen der Größe der Gruppe viel intensiver stattfindet, können vielleicht Veränderungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler schon viel früher sichtbar werden als in der Großgruppe. Das könnte für den Lehrer bedeuten, gerade mit diesem Hintergrund das Gespräch mit den anderen Klassenlehrern zu suchen, um seine Einschätzung der Gruppe zu ergänzen und zu korrigieren.

Lehrstoff

3. Klasse

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Jesus und seine Jünger/innen, Jesu Tod und Auferweckung, Geisterfahrung, Pfingsten, unterschiedliche Gemeindemodelle im Neuen Testament und in der Kirchengeschichte.

Befähigungen/Haltungen: 1–3, 5, 7, 8, 15–18.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Ich bin getauft, Konfirmation. Wie entsteht heute Kirche?

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalt: Jünger/Apostel/Diakone; Paulinische Gemeinde (ein Leib Christi – viele Gaben); Johanneische Gemeinde (Gemeinschaft aus der Liebe Gottes), Frühkatholizismus (Herausbildung des Bischofamtes, Hinausdrängung der Frau).

Befähigung/Haltung: 1-3, 5, 7-15, 17.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Neue Glaubensbekenntnisse, Schwarze Theologie, Basisgemeinden, neue Gemeindeformen, Ämter in der Kirche, Mitverantwortung in der Gemeinde. Und siehe „Gemeinde Jesu“

2. Klasse.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Christenverfolgungen, Konstantin, Kirche und Macht, Konzilien, Cäsaropapismus/Papismus/Theokratie, Zwei-Schwerte/Zwei Reiche/Zwei Regimenter – Lehre, Byzanz – Moskau, Papsttum, Barmer Theologische Erklärung, Ökumenischer Rat der Kirchen, Widerstand, Revolution oder Gehorsam?

Befähigung/Haltungen: 1-3, 5, 7, 9-15, 19.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Evangelisch in Österreich, Christen in Österreich, öffentliche Äußerungen der Kirchen. Gibt es eine „christliche“ Politik?

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Judentum – Christentum – Islam; andere große Religionen; Hinduismus, Buddhismus, neue Religionen; religiöser Antijudaismus vom NT bis heute – „Antisemitismus“ aus anderen Gründen; Kreuzzüge, Islam, Dschihad.

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 8–15, 18f.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Begegnung mit ausländischen Mitschülern, interkulturelles Lernen, Gastarbeiter, Asylanten, Fremdenhaß.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Kirche an der Macht, „Ketzer“ in der frühen Zeit und im Mittelalter, innerkirchlicher Reformbewegungen, Hexenverfolgungen, radikale Randgruppen und Sekten als Antwort auf die Mängel in Lehre und Leben in der Kirche.

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 7–15, 18–20.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Graffiti, jugendlicher Randgruppen, Verketzerungen und Aussteiger; als religiöse Minderheit leben.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Luther, Calvin, Zwingli, Müntzer, Bauernkriege, Luther und die Juden, neues Gottesbild, neuer Gottesdienst, neues Verhältnis zur Politik, Bibel und Übersetzungen.

Befähigungen/Haltungen: 1–3, 7–20.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Evangelisch in Österreich, Erziehung, Leistungsgesellschaft, Unterscheidungen der Kirchen und ökumenische Bemühungen, Leuenberger Konkordie, Gewaltfrage, landläufige Kirchenkritik.

Mit den Vorschlägen für die dritte und vierte Klasse steht in besonderer Weise der Kirchengeschichtsunterricht zur Debatte. Fachdidaktisch sind unterschiedliche Konzepte denkbar, die eine Vermittlung kirchengeschichtlicher Inhalte nach bestimmten Anschauungen von der Geschichte des Christentums beabsichtigen (zB heilsgeschichtlich, sozialgeschichtlich usw.). Wenn allgemein gilt, daß nur vermittelt werden kann, wovon der Lehrer selbst überzeugt und unterrichtet ist, so werden Schüler, die in der Pubertät sind, ganz besonders auf Glaubwürdigkeit und Sachkompetenzen achten. Auch wenn die phasenorientierte Entwicklungspsychologie nicht schematisch angewendet werden kann und auf die konkrete Lerngruppe geachtet werden muß, sollte doch auf ein verstärktes Hinterfragen alles Überlieferten durch die Schüler geachtet werden. Gerade das Thema Kirchengeschichte verbalisiert die Problematik der Auseinandersetzung mit allem Überlieferten. Da Schülern dieser Altersstufe erfahrungsgemäß der Zugang zur Geschichte nicht leicht fällt, ist besonders auf die aktuelle Bezugnahme, auf ihre Lebenswelt zu achten.

Lehrstoff

4. Klasse

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Missionsgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart (zB Apostelgeschichte, Anfänge des Christentums in Österreich, Germanen, Lateinamerika, Afrika ...), Dialog mit den anderen Weltreligionen, Mission und Entwicklungshilfe, -politik, Kirche und Weltwirtschaftsordnung.

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 8–15, 18f.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Missionarische Praktiken von Sekten, Umgang mit anderen Überzeugungen und Kulturen, aktuelle Beispiele aus der Zeitgeschichte.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Evangelische Kirche in Österreich, Kirche in Afrika, Asien, Lateinamerika, Nordamerika; ÖRK; Wirkungsgeschichte der Reformation; Allgemeines Priestertum; Gottesdienst und Aktion; Ämter in der Kirche; lebendige Gemeinde und Volkskirche. Warum sind Menschen in der Kirche?

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 8–20.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Geschichte der Diakonie, Einrichtungen und Einzelpersonen (zB Wichern, Bodelschwingh, Gallneukirchen, Waiern uvm.) Ursachen beseitigen oder Folgen lindern?

Befähigungen/Haltungen: 1–3, 6, 8–19.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Behinderte, Gastarbeiter, Heimkinder, Alte, jugendliche Randgruppen, Krankheit, Leiden und Sterben, Euthanasie.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

Inhalte: Kepler – Galilei – Pascal – Darwin, Aufklärung, Kreatianismus oder Evolution? Fundamentalismus oder historischkritische Bibellektüre? Glaube und Denken, Kinderglaube und Erwachsenenglaube, Schöpfungstexte und -glaube, Ökologie und Ethik.

Befähigungen/Haltungen: 1–6, 8–15, 18f.

Beziehung zum Leben der Schüler: Kritische Fragen an den Kinderglauben, kritischer Konsum, Ökologie im Haushalt, Suche nach eigenständigem Ausdruck des Glaubens, Faszination der Technik.

Ziele

Die Schüler können

(Vorrangige Ziele)

(Weitere Ziele)

Inhalte: Christenverfolgung, Konstantin, Kirche und Macht, Konzilien, Cäsaropapismus/Papismus/Theokratie, Zwei-Schwerte/Zwei-Reiche/Zwei-Regimenter – Lehre, Byzanz – Moskau, Papsttum, Barmer Theologische Erklärung, Ökumenischer Rat der Kirchen, Widerstand, Revolution oder Gehorsam?, Karl der Große, Investiturstreit, Kreuzzüge, Inquisition, Reformation, Säkularisierung; Kirche und Kolonialismus, Kirche und Faschismus, Kirche in der 3. Welt, Modelle gelebten Christseins.

Befähigungen/Haltungen: 1, 2, 4, 5, 8–16, 18f.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit; tagespolitische Themen, Stellungnahme der Kirchen zu aktuellen Themen, Politik mit dem Einkaufskorb.

Ziele

Die Schüler können

Inhalte: „Großkirche“ und „Sekte“; „alte“ und „neue“ Sekten; Formen der Verschmelzung verschiedener religiöser Traditionen.

Befähigungen/Haltungen: 1–5, 8–15, 18f.

Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Siehe Inhalte, aktuelle religiöse Gruppen und Konflikte.

Ziele

Die Schüler können

Inhalte/Beziehung zur Lebenswelt der Schüler: Arbeit und Beruf, Arbeitslosigkeit, Sexualität, Partnerschaft, Ehe, Drogen, Medien, Technisierung, Ökologie, Zivildienst oder Waffengebrauch.

Befähigungen/Haltungen: 1f., 5f., 8–19.

Wie für die dritte, ist auch für die vierte Klasse die Lebensphase der Pubertät bei den Schülern zu beachten. Außerdem ist für viele Schüler dieses Schuljahr ein Jahr des Nachdenkens über Schulwechsel und Berufswahl. Verunsicherung und Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens sowie nach lebbaren Konkretionen stehen im Vordergrund. Möglicherweise versuchen auch die Kollegen in den anderen Gegenständen, die Schüler auf den Schulwechsel oder den Übertritt ins Berufsleben vorzubereiten und auch die damit verbundenen existentiellen Fragen aufzugreifen. Traditionell werden die 14jährigen von ihren Gemeinden wegen des Konfirmandenunterrichts und wegen der Konfirmation angeschrieben. Damit stellt sich die Frage nach den religiösen und kirchlichen Erfahrungen intensiv. Es ist wichtig, die Gemeinsamkeit und Unterschiede zwischen schulischen und kirchlichem Unterricht aufzuzeigen, der Frage nach der Bedeutung des christlichen Glaubens und kirchlichen Lebens für das gegenwärtige und zukünftige Leben der Schüler nachzugehen.

Bundesrecht Lehrplan – Evangelischer Religionsunterricht an Hauptschulen

Der in der Anlage wiedergegebene Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Hauptschulen und an der Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen wurde vom Evangelischen Oberkirchenrat A. und H.B. erlassen und wird hiemit gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterichtsgesetzes, BGBl. Nr. 190/1949, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 256/1993, bekanntgemacht.

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