Ausfuhrfinanzierungsförderungsgesetz
Inhaltsübersicht (9)
Gesetzestext (9 Artikel)
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Kurztitel
Ausfuhrfinanzierungsförderungsgesetz
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 196/1967 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2012
Typ
BG
§/Artikel/Anlage
§ 0
Inkrafttretensdatum
29.12.2012
Abkürzung
AFFG
Index
54/01 Ausfuhrförderung
Langtitel
Bundesgesetz betreffend die Finanzierung von Rechtsgeschäften und Rechten (Ausfuhrfinanzierungsförderungsgesetz – AFFG)
StF: BGBl. Nr. 196/1967 (NR: GP XI IA 51/A AB 529 S. 59. BR: S. 255.)
Änderung
BGBl. Nr. 193/1969 (NR: GP XI IA 99/A AB 1307 S. 140. BR: S. (277.))
BGBl. Nr. 187/1970 (NR: GP XII IA 12/A AB 65 S. 9. BR: S. (290.))
BGBl. Nr. 416/1974 (NR: GP XIII IA 122/A AB 1232 S. 114. BR: S. 334.)
BGBl. Nr. 793/1974 (NR: GP XIII IA 132/A AB 1394 S. 128. BR: AB 1280 S. 337.)
BGBl. Nr. 393/1975 (NR: GP XIII IA 162/A AB 1671 S. 150, BR: AB 1412 S. 344.)
BGBl. Nr. 153/1976 (NR: GP XIV IA 16/A AB 144 S. 20. BR: AB 1498 S. 350.)
BGBl. Nr. 158/1977 (NR: GP XIV IA 43/A AB 454 S. 51. BR: AB 1646 S. 361.)
BGBl. Nr. 219/1978 (NR: GP XIV IA 82/A AB 833 S. 89.)
BGBl. Nr. 668/1978 (NR: GP XIV IA 128/A AB 1121 S. 116. BR: AB 1932 S. 382.)
BGBl. Nr. 268/1980 (NR: GP XV IA 54/A AB 379 S. 37. BR: AB 2165 S. 398.)
BGBl. Nr. 216/1981 (NR: GP XV IA 96/A AB 663 S. 69. BR: AB 2310 S. 409.)
BGBl. Nr. 221/1982 (NR: GP XV IA 169/A AB 1066 S. 111.)
BGBl. Nr. 250/1984 (NR: GP XVI IA 91/A AB 311 S. 49.)
BGBl. Nr. 561/1986 (NR: GP XVI IA 215/A AB 1099 S. 159.)
BGBl. Nr. 343/1991 (NR: GP XVIII IA 147/A AB 144 S. 30. BR: AB 4067 S. 542.)
BGBl. Nr. 962/1993 (NR: GP XVIII IA 652/A AB 1424 S. 148. BR: AB 4709 S. 578.)
BGBl. Nr. 212/1995 (NR: GP XIX IA 143/A AB 121 S. 24.)
BGBl. Nr. 704/1995 (NR: GP XIX IA 401/A S. 54.)
BGBl. I Nr. 81/1998 (NR: GP XX IA 790/A AB 1248 S. 129.)
BGBl. I Nr. 64/2000 (NR: GP XXI IA 186/A AB 241 S. 33.)
BGBl. I Nr. 71/2003 (NR: GP XXII RV 59 AB 111 S. 20. BR: 6788 AB 6790 S. 697.)
[CELEX-Nr.: 31997L0078, 32001L0089]
BGBl. I Nr. 94/2005 (NR: GP XXII IA 610/A AB 1041 S. 116. BR: AB 7365 S. 724.)
BGBl. I Nr. 59/2007 (NR: GP XXIII IA 252/A AB 184 S. 30. BR: AB 7755 S. 747.)
BGBl. I Nr. 144/2008 (NR: GP XXIV IA 37/A AB 28 S. 8.)
BGBl. I Nr. 122/2012 (NR: GP XXIV IA 2144/A AB 2096 S. 184. BR: AB 8863 S. 816.)
BGBl. I Nr. 40/2014 (NR: GP XXV RV 53 AB 130 S. 25. BR: 9183 AB 9184 S. 830.)
[CELEX-Nr.: 32008L0008]
BGBl. I Nr. 42/2017 (NR: GP XXV IA 2050/A AB 1562 S. 171. BR: AB 9761 S. 866.)
BGBl. I Nr. 192/2022 (NR: GP XXVII IA 2839/A AB 1782 S. 183. BR: AB 11122 S. 947.)
Anmerkung
1. Erfassungsstichtag: 31.7.1997
2. Die gesetzliche Abkürzung wurde mit Wirksamkeit vom 1.8.2007 vergeben (vgl. BGBl. I Nr. 59/2007). Aus dokumentalistischen Gründen wurde auch in den Dokumenten bereits außer Kraft getretener Bestimmungen die Abkürzung angepasst.
3. Der Kurztitel wurde mit Wirksamkeit vom 29.12.2012 geändert (vgl. BGBl. I Nr. 122/2012). Aus dokumentalistischen Gründen wurde auch in den Dokumenten bereits außer Kraft getretener Bestimmungen der Kurztitel angepasst.
4. Zu dieser Rechtsvorschrift ist eine englische Übersetzung in der Applikation „Austrian Laws“ vorhanden
Export Financing Guarantees Act 1981-EFGA
Schlagworte
e-rk3,
Budgetbegleitgesetz 2014 (BGBl. I Nr. 40/2014)
Zuletzt aktualisiert am
07.12.2022
Gesetzesnummer
10006271
Dokumentnummer
NOR40145438
§ 1. (1) Der Bundesminister für Finanzen wird ermächtigt, bis 31. Dezember 2028 namens des Bundes Haftungen in Form von Garantien für Kreditoperationen (Anleihen, Darlehen, Kredite oder sonstige Verpflichtungen) zu übernehmen, die von dem Bevollmächtigten des Bundes gemäß § 5 Abs. 1 Ausfuhrförderungsgesetz, BGBl. Nr. 215/1981, in der jeweils geltenden Fassung, durchgeführt werden, wenn der Erlös der Kreditoperationen
(2) Die Garantien werden übernommen
(3) Garantien gemäß Abs. 2 dürfen im Falle eines Wechsels des Bevollmächtigen auch für den bisherigen Bevollmächtigten übernommen werden, soweit dies erforderlich ist, um aus dem Erlös von neu vorzunehmenden Kreditoperationen im Zeitpunkt des Wechsels des Bevollmächtigten bestehende Finanzierungen aufrecht halten zu können. Nach dem Wechsel eines Bevollmächtigungsverhältnisses ist der bisherige Bevollmächtigte verpflichtet, Rückflüsse aus Finanzierungen, einschließlich allfälliger Erträgnisse aus interimistisch erfolgten Veranlagungen, zur Rückzahlung jener Kreditoperationen zu verwenden, deren Erlöse in der Exportfinanzierung eingesetzt wurden.
(4) Der Bundesminister für Finanzen ist ermächtigt, für jeweils höchstens 20 Milliarden Euro der in Abs. 1 genannten Kreditoperationen (Nettoerlös der Kreditoperation ohne Zinsen und Kosten) die Finanzierungskosten durch Zuschüsse zu vermindern.
(5) Zur Finanzierbarkeit von Rechtsgeschäften oder Rechten, für die eine Haftung gemäß § 1 Abs. 1 lit. b oder d vorliegt, muss die vorliegende Haftung für wirtschaftliche oder politische Risiken, die mit dem jeweiligen Rechtsgeschäft oder Recht verbunden sind, mit einer Haftung nach dem Ausfuhrförderungsgesetz, BGBl. Nr. 215/1981, in der jeweils geltenden Fassung, vergleichbar sein.
§ 2. (1) Der Bundesminister für Finanzen darf Haftungen gemäß § 1 nur übernehmen
(2) Fremdwährungsbeträge sind zu dem von der Europäischen Zentralbank verlautbarten Referenzkurs für Devisen am Tag der Haftungsübernahme auf die genannten Haftungsbeträge anzurechnen; sollte für die Vertragswährung ein Referenzkurs von der Europäischen Zentralbank nicht verlautbart werden, so hat die Anrechnung zu einem im Markt festgestellten Kurs zu erfolgen.
(3) Der interne Zinsfuß ist als jener jährliche, dekursive Zinsfuß definiert, der sich finanzmathematisch aus jenem Abzinsungsfaktor ableitet, zu dem sämtliche während der Laufzeit der Kreditoperation vertraglich bedungenen Zahlungen auf den Barwert zum Zeitpunkt der Begebung abgezinst dem Nettoerlös aus der Kreditoperation entsprechen.
§ 3. Haftungsfälle aus Garantien sind gegeben,
§ 4. Ist bei Garantien gemäß § 1 Abs. 2 lit. b der Euro-Gegenwert der Währung der Kreditoperation am Ende des dort genannten Zeitraumes höher als am Anfang dieses Zeitraumes, hat der Bund dem Bevollmächtigten den Differenzbetrag zu vergüten; ist der Euro-Gegenwert der Währung der Kreditoperation am Ende des dort genannten Zeitraumes niedriger als am Anfang dieses Zeitraumes, hat der vom Bund Bevollmächtigte diesem den Differenzbetrag zu vergüten.
§ 5. (1) Beträge, die gemäß § 7 für die Übernahme von Haftungen als Entgelt zu entrichten sind sowie jene, die gemäß § 4 von dem vom Bund Bevollmächtigten zu vergüten sind, sind laufend einem Konto des Bundes bei dem Bevollmächtigten gutzuschreiben.
(2) Wird der Bund aus Garantien gemäß § 1 Abs. 2 lit. b in Anspruch genommen, ist das jeweilige Guthaben auf dem Konto des Bundes gemäß Abs. 1 zu verwenden. Ist kein Guthaben vorhanden, hat der Bund sonstige Budgetmittel für diese Zahlungen zur Verfügung zu stellen.
(3) Das Guthaben des Bundes gemäß Abs. 1 ist im Exportfinanzierungsverfahren des vom Bund Bevollmächtigten einzusetzen.
(4) Übersteigt das Guthaben des Bundes gemäß Abs. 1 zum 31. Dezember eines Kalenderjahres 1 v. H. des gemäß § 2 Abs. 1 Z 1 festgesetzten Haftungsrahmens, ist der jeweils übersteigende Betrag bis zum 20. Jänner des folgenden Kalenderjahres an die Bundeskasse abzuführen.
(5) Im Falle einer Inanspruchnahme des Bundes aus einer Haftungsübernahme gemäß § 1 Abs. 2 lit. a steht dem Bund gegenüber dem Bevollmächtigten neben dem Recht auf Ersatz der bezahlten Schuld (§ 1358 ABGB) auch das Recht zu, den Ersatz aller im Zusammenhang mit der Einlösung der übernommenen Haftung entstandenen Kosten zu verlangen.
§ 6. Der Bundesminister für Finanzen kann zur Wahrung der Rechte bei der Übernahme von Haftungen einen Beauftragten und einen Stellvertreter des Beauftragten bei dem Bevollmächtigten des Bundes bestellen. Soweit dieses Bundesgesetz sich darauf bezieht, steht diesen Personen das Recht zu, in alle Bücher, Urkunden und sonstigen Schriften der Gesellschaft Einsicht zu nehmen und an allen Sitzungen teilzunehmen. Für die Tätigkeit des Beauftragten und seines Stellvertreters kann der Gesellschaft die Entrichtung eines jeweils durch den Bundesminister für Finanzen zu bestimmenden, an den Bundesschatz zu entrichtenden jährlichen Pauschalbetrages vorgeschrieben werden. Die Gebühr hat in einem angemessenen Verhältnis zu den mit der Tätigkeit verbundenen Aufwendungen zu stehen.
§ 7. (1) Für die Übernahme von Haftungen ist ein Entgelt zu entrichten.
(2) Soweit sich die in diesem Bundesgesetz verwendeten Bezeichnungen auf natürliche Personen beziehen, gilt die gewählte Form für beide Geschlechter. Bei der Anwendung dieser Bezeichnungen auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.
§ 8. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist der Bundesminister für Finanzen betraut.