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ZL.2016.00084 • SVG ZH ZL.2016.00084 KI-generiert

Claimant's Appeal on Unlawful Benefit Repayment Waiver Dismissed for Procedural Error

Geschäftsnummer ZL.2016.00084
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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A claimant appealed a decision denying the waiver of repayment for supplementary benefits they had received unlawfully, but the court dismissed the appeal because the claimant had directly filed a complaint against the initial decision regarding the waiver request, bypassing the mandatory preceding administrative objection (Einsprache) procedure required for such decisions. Furthermore, the court noted that the administrative body subsequently repealed the initial decision and suspended further review of the waiver request until the primary appeal regarding the legality of the repayment itself was resolved, rendering the current complaint moot as it lacked the necessary administrative objection decision as its basis.

Legislator-Regeste

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Art. 56 Abs. 1 ATSG, Art. 52 Abs. 2 ATSG, Art. 52 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 5 ATSV, Art. 4 Abs. 1 ATSV, Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG; Claimant's Appeal on Unlawful Benefit Repayment Waiver Dismissed for Procedural Error: Furthermore, the court noted that the administrative body subsequently repealed the initial decision and suspended further review of the waiver request until the primary appeal regarding the legality of the repayment itself was resolved, rendering the current complaint moot as it lacked the necessary administrative objection decision as its basis.

Schlagwörter

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Verfahrensrügen Kanzleiversehen Obligationenrecht Pflichtleistung missbräuchlicher Bezug von Leistungen der Sozialhilfe Begründung in der Sache Nichteintreten mangels Vorliegens eines angefochtenen Einspracheentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 56 Abs. 1 ATSG

This provision, concerning the right to appeal against decisions that are not subject to the formal objection procedure, is implicitly relevant as the court found the appeal inadmissible due to the lack of a prior formal objection decision.

Art. 52 Abs. 2 ATSG

This provision defines the final step of the objection procedure (issuance of a decision) which the court noted was missing, leading to non-admission of the appeal.

Art. 52 Abs. 1 ATSG

This provision defines the prerequisite formal objection procedure that the court found had not been followed before the appeal was filed.

Art. 4 Abs. 5 ATSV

Although cited in the reasoning regarding the procedure for relief requests, this provision is mentioned as part of the procedural context leading to the non-admission decision.

Art. 4 Abs. 1 ATSV

Cited in the reasoning explaining the law on relief from repayment, but not directly used in the dispositive orders.

Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG

Cited in the reasoning explaining the substantive law on relief from repayment, but not directly used in the dispositive orders.

Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG

Cited in the reasoning explaining the substantive law on the obligation to repay undue benefits, but not directly used in the dispositive orders.

Art. 90 ff. BGG

Cited in the dispositive to indicate the applicable rules for filing an appeal with the Federal Supreme Court against the present decision.

Art. 82 ff. BGG

Cited in the dispositive to indicate the general rules for filing an appeal with the Federal Supreme Court against the present decision.

Art. 46 BGG

Cited in the dispositive to specify the rules regarding the suspension of appeal deadlines.

Art. 42 BGG

Cited in the dispositive to specify the formal requirements for the appeal brief to the Federal Supreme Court.

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Volltext

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

ZL.2016.00084

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig als Einzelrichterin

Gerichtsschreiber Fraefel

Verfügungvom 22. September 2016

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

1.

1.1 X.___, geboren 1941, ist Bezüger von Zusatzleistungen zu seiner Altersrente (vgl. zum Sachverhalt im Folgenden: beigezogene Akten aus dem Prozess ZL.2016.00046, Urk. 4/1-12). Mit Verfügung vom 20. Januar 2016 stellte die Gemeinde Y.___, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, die Ausrichtung von Zusatzleistungen an den Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2016 ein (Urk. 4/3). Zudem forderte sie vom Versicherten die in der Zeit vom 1. November 2015 bis zum 31. Januar 2016 zuviel bezogenen Ergänzungsleistungen von insgesamt Fr. 4‘846.- zurück (Verfügungen vom 21. Januar 2016, Urk. 4/4-6). Die dagegen erhobene Einsprache vom 1. März 2016 (Urk. 4/7) wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV (nachfolgend: SVA) – an welche die Gemeinde Y.___ die Durchführung der Zusatzleistungen zwischenzeitlich übertragen hatte (Urk. 4/12) - mit Entscheid vom 14. April 2016 ab (Urk. 4/8). Dagegen erhob der Versicherte am 21. April 2016 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die Rückerstattungsforderung sei aufzuheben (Urk. 4/9). Dieses Beschwerdeverfahren ist unter der erwähnten Prozessnummer ZL.2016.00046 pendent.

1.2 Am 15. März 2016 stellte der Versicherte ein Erlassgesuch betreffend die Rückerstattungsforderung von Fr. 4‘846.- (Urk. 4/11). Dieses Gesuch wies die SVA mit Verfügung vom 1. Juni 2016 mangels eines guten Glaubens ab (Urk. 2).

2. Gegen die Verfügung vom 1. Juni 2016 reichte der Versicherte beim Sozial-

versicherungsgericht am 6. Juni 2016 eine als Beschwerde bezeichnete Eingabe ein (Urk. 1). Am 8. Juli 2016 übermittelte die SVA dem Sozialversicherungs-

gericht einen Entscheid vom 14. Juni 2016 (Urk. 5). Darin hob sie die Ver-

fügung vom 1. Juni 2016 auf; gleichzeitig schrieb sie Einspracheverfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab (Urk. 5). Zur Begründung führte sie aus, sie werde das Erlassgesuch nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens betreffend die Rechtmässigkeit der Rückerstattungsforderung prüfen.

Auf die Ausführungen des Versicherten und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).

2.

2.1 Nach Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG und Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSV).

2.2 Über den Erlass wird eine Verfügung erlassen (Art. 4 Abs. 5 ATSV). Gegen Verfügungen kann gemäss Art. 52 Abs. 1 ATSG innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden (1. Teilsatz). Das Einspracheverfahren endet mit einem Einspracheentscheid (Art. 52 Abs. 2 ATSG). Gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann Beschwerde erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 ATSG).

3. Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 1. Juni 2016 (Urk. 2) ist einzig die Erlassfrage. Indessen ist auch bei Verfügungen über ein Erlassgesuch zuerst ein Einspracheverfahren durchzuführen. Mangels eines angefochtenen Einspracheentscheids als Anfechtungsgegenstand ist daher auf die Eingabe vom 6. Juni 2016 nicht einzutreten.

Auf eine Überweisung der Eingabe vom 6. Juni 2016 an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung eines Einspracheverfahrens ist abzusehen, nachdem diese mit Entscheid vom 14. Juni 2016 die Verfügung vom 1. Juni 2016 aufgehoben hat.

Die Einzelrichterin verfügt:

1. Auf die Eingabe vom 6. Juni 2016 wird nicht eingetreten

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

- X.___ unter Beilage einer Kopie von Urk. 5

- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, unter Beilage einer Kopie von Urk. 1

- Bundesamt für Sozialversicherungen

- Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Der Gerichtsschreiber

Fraefel