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VB.2012.00378 • VG ZH VB.2012.00378 KI-generiert

Residence Permit Denial Based on Untranslated Foreign Document

Geschäftsnummer VB.2012.00378
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court reviewed the denial of residence permit extensions for an individual and their child, which was based on the primary permit holder's prior two-year imprisonment abroad, a decision substantially relying on an illegible, handwritten foreign court document provided without translation. The court found that the authority abused its discretion by basing its rejection on this foreign document, as a subsequent translation revealed it was merely a release order, not a criminal judgment detailing the offense, sentencing, or culpability; therefore, a fair and comprehensive balancing of interests required by law was impossible without the actual judgment, leading to the decision being overturned and sent back for reassessment.

Legislator-Regeste

Amtlich

Aufenthaltsbewilligung | Rückweisung aufgrund schwerwiegender Verfahrensfehler Gestützt auf die Ehe mit einem Schweizer wurde der Beschwerdeführerin Nr. 1 und ihrer Tochter eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Nachdem sich herausstellte, dass die Beschwerdeführerin Nr. 1 im Ausland verhaftet wurde und dort zwei Jahre im Strafvollzug war, wurden die Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen abgelehnt. Das Migrationsamt stützte seinen Entscheid im Wesentlichen auf das in Fremdsprache und in weiten Teilen handschriftlich abgefasste Urteil eines ausländischen Gerichts. Eine Übersetzung wurde nicht eingeholt. Aus der nachträglich erstellten Übersetzung ergab sich, dass es sich nicht um ein Strafurteil handelte, sondern lediglich um einen Haftentlassungsbefehl, in welchem sich keinerlei (leserlichen) Ausführungen über die anwendbaren Strafbestimmungen für die Verurteilung, die Qualifikation der Straftat, die Strafzumessung oder das Verschulden fanden. Ohne Kenntnis des Strafurteils ist eine umfassende und faire Interessenabwägung im Sinn von Art. 96 AuG von vornherein nicht möglich. Das Migrationsamt hat daher sein Ermessen missbraucht. Gutheissung.

Schlagwörter

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Aufenthaltsbewilligungen Fremdes Recht Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung Widerhandlung gegen das Ausländergesetz Bewilligungsentzug Reisepapier

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 96 AuG
The court granted the appeal because a proper balancing of interests according to this article was not possible due to severe procedural errors.
Art. 62 lit. a AuG
This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.
Art. 63 lit. a AuG
This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.
Art. 63 lit. b AuG
This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.
§ 64 Abs. I VRG
This administrative procedural law provision was cited among the norms relevant to the decision.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 96 AuG

The court granted the appeal because a proper balancing of interests according to this article was not possible due to severe procedural errors.

Art. 62 lit. a AuG

This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.

Art. 63 lit. a AuG

This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.

Art. 63 lit. b AuG

This article was cited in the section listing the relevant legal norms, although its application is less direct than Art. 96 in the dispositive context described.

§ 64 Abs. I VRG

This administrative procedural law provision was cited among the norms relevant to the decision.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2012.00378

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2012.00378 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 12.09.2012 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Aufenthaltsbewilligung · Rückweisung aufgrund schwerwiegender Verfahrensfehler Gestützt auf die Ehe mit einem Schweizer wurde der Beschwerdeführerin Nr. 1 und ihrer Tochter eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Nachdem sich herausstellte, dass die Beschwerdeführerin Nr. 1 im Ausland verhaftet wurde und dort zwei Jahre im Strafvollzug war, wurden die Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen abgelehnt.

Das Migrationsamt stützte seinen Entscheid im Wesentlichen auf das in Fremdsprache und in weiten Teilen handschriftlich abgefasste Urteil eines ausländischen Gerichts. Eine Übersetzung wurde nicht eingeholt. Aus der nachträglich erstellten Übersetzung ergab sich, dass es sich nicht um ein Strafurteil handelte, sondern lediglich um einen Haftentlassungsbefehl, in welchem sich keinerlei (leserlichen) Ausführungen über die anwendbaren Strafbestimmungen für die Verurteilung, die Qualifikation der Straftat, die Strafzumessung oder das Verschulden fanden.

Ohne Kenntnis des Strafurteils ist eine umfassende und faire Interessenabwägung im Sinn von Art. 96 AuG von vornherein nicht möglich. Das Migrationsamt hat daher sein Ermessen missbraucht. Gutheissung. · --- · Stichworte: · AUSLÄNDISCHES URTEIL ERMESSENSMISSBRAUCH INTERESSENABWÄGUNG RÜCKWEISUNG STRAFFÄLLIGKEIT STRAFURTEIL ÜBERSETZUNG VERFAHRENSFEHLER VORSTRAFEN WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG · Rechtsnormen: · Art. 62 lit. a AuG Art. 63 lit. a AuG Art. 63 lit. b AuG Art. 96 AuG § 64 Abs. I VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2