Appeal Regarding Extension of Protective Measures Under Protection from Violence Act
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered an appeal against the extension of protective measures under the Protection from Violence Act, specifically concerning the extension of an exclusion order, a spatial prohibition, and a no-contact order against the appellant, including a prohibition on contacting his minor daughter. The court reasoned that for extending such measures, the standard of proof is mere "glaubhaftmachung" (credible substantiation) of the continued danger, similar to a civil precautionary measure, not the higher standard of criminal law, thus rejecting the appellant's request for a witness hearing due to the limited cognitive scope of the administrative court and the need for swift proceedings; however, while upholding the measures against the opposing party, the court partially accepted the appeal regarding the no-contact order involving the minor daughter, finding its extension unnecessary for protecting the opposing party since the child was not directly affected by the domestic violence.
Legislator-Regeste
AmtlichMassnahmen nach Gewaltschutzgesetz | Gewaltschutz: Verlängerung der Schutzmassnahmen Rechtsgrundlagen der Gewaltschutzmassnahmen (E. 2). Eine Zeugeneinvernahme durch das Verwaltungsgericht in einem Gewaltschutzverfahren ist angesichts der relativ geringen Anforderungen an das Beweismass der fortbestehenden Gefährdung, der beschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts und des raschen Verfahrens abzulehnen (E. 3.2). Die Beweisanforderungen (Glaubhaftmachung des Gefährdungsfortbestands) entsprechen am ehesten denjenigen einer zivilrechtlichen vorsorglichen Massnahme und keineswegs denjenigen des Strafverfahrens. Die strafrechtliche Unschuldsvermutung kann daher im Gewaltschutzverfahren nicht zur Anwendung kommen (E. 4.2). Die Verlängerung der Wegweisung und des Rayonverbots sowie des Kontaktverbots zur Beschwerdegegnerin erweist sich als rechtmässig (E. 5.3). Rechtsgrundlagen der Auferlegung eines Kontaktverbots zwischen einem Elternteil und einem minderjährigen Kind (E. 6.2). Die minderjährige Tochter ist nicht selber von häuslicher Gewalt betroffen; zudem scheint die Ausdehnung des Kontaktverbots auf die Tochter zum Schutz der Beschwerdegegnerin nicht notwendig (E. 6.4). Teilweise Gutheissung der Beschwerde bezüglich des Kontaktverbots zur Tochter, im Übrigen Abweisung (E. 7). Kostenauflage an den mehrheitlich unterliegenden Beschwerdeführer, aber Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (E. 8).
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe extension of the restraining order, ban from the area, and contact ban against the opposing party was deemed lawful based on this provision.
The court partially upheld the appeal regarding the contact ban towards the daughter, implying a ruling based on this article concerning protective measures.
The court imposed the costs of the proceedings on the appellant who was mostly unsuccessful based on this provision.
The court granted the appellant legal aid and representation based on this provision.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2011.00410
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2011.00410 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 21.07.2011 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz · Gewaltschutz: Verlängerung der Schutzmassnahmen Rechtsgrundlagen der Gewaltschutzmassnahmen (E. 2). Eine Zeugeneinvernahme durch das Verwaltungsgericht in einem Gewaltschutzverfahren ist angesichts der relativ geringen Anforderungen an das Beweismass der fortbestehenden Gefährdung, der beschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts und des raschen Verfahrens abzulehnen (E. 3.2).
Die Beweisanforderungen (Glaubhaftmachung des Gefährdungsfortbestands) entsprechen am ehesten denjenigen einer zivilrechtlichen vorsorglichen Massnahme und keineswegs denjenigen des Strafverfahrens. Die strafrechtliche Unschuldsvermutung kann daher im Gewaltschutzverfahren nicht zur Anwendung kommen (E. 4.2). Die Verlängerung der Wegweisung und des Rayonverbots sowie des Kontaktverbots zur Beschwerdegegnerin erweist sich als rechtmässig (E. 5.3). Rechtsgrundlagen der Auferlegung eines Kontaktverbots zwischen einem Elternteil und einem minderjährigen Kind (E. 6.2).
Die minderjährige Tochter ist nicht selber von häuslicher Gewalt betroffen; zudem scheint die Ausdehnung des Kontaktverbots auf die Tochter zum Schutz der Beschwerdegegnerin nicht notwendig (E. 6.4). Teilweise Gutheissung der Beschwerde bezüglich des Kontaktverbots zur Tochter, im Übrigen Abweisung (E. 7). Kostenauflage an den mehrheitlich unterliegenden Beschwerdeführer, aber Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (E. 8). · --- · Stichworte: · FAMILIENLEBEN GEFÄHRDUNGSFORTBESTAND GEWALTSCHUTZ GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN GLAUBHAFTMACHUNG KIND/-ER KONTAKTVERBOT MINDERJÄHRIGE KINDER POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT UNSCHULDSVERMUTUNG VERLÄNGERUNG ZEUGENEINVERNAHME · Rechtsnormen:
· Art. 14 BV Art. 6 Abs. I GSG Art. 10 Abs. I GSG § 16 VRG § 50 VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3