Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2011.00346 • VG ZH VB.2011.00346 KI-generiert

Neighborhood Plan Noise Mitigation Costs and Reconsideration of Disapproval

Geschäftsnummer VB.2011.00346
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered a situation where a neighborhood plan was proposed for a largely undeveloped area to mitigate noise from a highway and establish infrastructure. The court determined that a noise protection structure could be part of such a plan if it's a construction measure to meet planning values on undeveloped land. However, the crucial issue was cost allocation; under cantonal law, the costs for neighborhood plan facilities are fully borne by landowners, with the canton only contributing if it has a road remediation obligation. The court found no legal basis to transfer these costs to the canton or another party, rejecting the application of the polluter-pays principle for cost allocation. Additionally, the court questioned the justification for the original disapproval of the plan, stating that the provided noise data was insufficient and ordering a noise expert report. Consequently, the case was remanded for a new decision, and the original disapproval was overturned.

Legislator-Regeste

Amtlich

Festsetzung Quartierplan | Kostentragung von Lärmschutzbauten im Rahmen des Quartierplanverfahrens. Verfahrenskoordination aufgrund der Koordinationspflicht, Einfluss auf die Parteistellung (E. 1.5.3 und E. 6.9.3). Das Quartierplangebiet ist überwiegend unbebaut und nicht erschlossen: Mit dem Quartierplan sollen die von der Autostrasse herrührenden Lärmimmissonen vermindert und die Erschliessungsanlagen erstellt werden (E. 5.1) Entgegen der vorinstanzlichen Ansicht kann eine Lärmschutzanlage Gegenstand eines Quartierplans sein, wenn sie als bauliche Massnahme erstellt wird, um - wie hier - die Einhaltung der Planungswerte auf noch nicht erschlossenem Land im Quartierplangebiet zu erreichen (E. 5.3). Fraglich ist, wer die Kosten zu zahlen hat. Gemäss § 146 PBG sind die Kosten für den Bau der im Quartierplan vorgesehenen Anlagen vollumfänglich von den Grundeigentümern zu tragen (E. 5.4). Der Kanton hat nur Kosten zu tragen, soweit eine Sanierungspflicht für Staatsstrassen besteht (E. 5.5). Vorliegend ergibt sich auch aus dem Vertrauensschutz keine Kostentragungspflicht des Kantons (E. 5.6). Mangels einer gesetzlichen Grundlage können die Kosten, die hier die Quartierplangenossen treffen, nicht auf eine andere Person bzw. den Kanton übertragen werden; eine Kostenauferlegung gestützt auf das Verursacherprinzip (Art. 2 USG) ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zulässig. Einschränkung der materiellen Koordinationspflicht zwischen den im Quartierplan zu treffenden Lärmschutzmassnahmen und der Strassensanierung, jedenfalls solange die Sanierungsfrist gemäss Art. 17 Abs. 4 LSV noch nicht abgelaufen ist (E. 6, insbesondere 6.9). Die Kosten sind den Grundstückeigentümern nach Massgabe ihres Interesses an der Lärmschutzanlage aufzuerlegen, wobei die bereits bestehenden Bauten und der Erschliessungsstand der Grundstücke zu berücksichtigen sind (E. 8). Schliesslich ist umstritten, auf welche Lärmwerte abzustellen ist und ob mit baulichen Massnahmen die Planungswerte überhaupt erreicht werdenkönnen. Der Nichtgenehmigungsentscheid des Regierungsrats ist diesbezüglich mangelhaft begründet; die Angaben des "Strassenlärm-Informationssystem" sind keine genügende Grundlage für eine Bewertung. Entsprechend muss ein Lärmgutachten eingeholt werden (E. 9). Rückweisung an das Baurekursgericht zum Neuentscheid und Aufhebung des Nichtgenehmigungsentscheids des Regierungsrats (E. 10). Teilweise Gutheissung der Beschwerden.

Schlagwörter

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Planungskosten Lärmbelastungskataster Strassenbau Nutzungsplan Richtplan Bodenrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 146 PBG

This provision determines that the costs for construction work included in a zoning plan are to be borne entirely by the landowners.

Art. 2 USG

This article, concerning the polluter-pays principle, is discussed in relation to the inadmissibility of transferring costs to another party or the canton, according to federal court jurisprudence.

Art. 17 Abs. IV LSV

This provision is relevant regarding the abatement period for road noise, influencing the coordination obligation between noise protection measures and road remediation.

Art. 93 Abs. I BGG

This provision is cited in the context of the court's decision-making process, likely related to the scope of review or admissibility, but not directly used for the final orders in this excerpt.

Art. 5 Abs. I BV

This constitutional provision is generally mentioned, but not directly applied in the dispositive orders based on the provided text.

Art. 10 LSV

This provision relates to noise protection and is part of the legal framework discussed, but not explicitly cited in the dispositive orders.

Art. 13 Abs. IV lit. a LSV

This provision is mentioned in the list of legal norms but is not directly applied in the dispositive orders in the provided excerpt.

§ 123 PBG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

§ 128 PBG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

§ 166 PBG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

Art. 25a RPG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

Art. 16 Abs. II USG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

Art. 22 Abs. I USG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

Art. 24 Abs. II USG

This provision is listed but not explicitly applied in the dispositive orders based on the provided text.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2011.00346

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2011.00346 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 07.05.2015 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht · Betreff: · Festsetzung Quartierplan · Kostentragung von Lärmschutzbauten im Rahmen des Quartierplanverfahrens. Verfahrenskoordination aufgrund der Koordinationspflicht, Einfluss auf die Parteistellung (E. 1.5.3 und E. 6.9.3). Das Quartierplangebiet ist überwiegend unbebaut und nicht erschlossen:

Mit dem Quartierplan sollen die von der Autostrasse herrührenden Lärmimmissonen vermindert und die Erschliessungsanlagen erstellt werden (E. 5.1) Entgegen der vorinstanzlichen Ansicht kann eine Lärmschutzanlage Gegenstand eines Quartierplans sein, wenn sie als bauliche Massnahme erstellt wird, um - wie hier - die Einhaltung der Planungswerte auf noch nicht erschlossenem Land im Quartierplangebiet zu erreichen (E. 5.3). Fraglich ist, wer die Kosten zu zahlen hat. Gemäss § 146 PBG sind die Kosten für den Bau der im Quartierplan vorgesehenen Anlagen vollumfänglich von den Grundeigentümern zu tragen (E. 5.4).

Der Kanton hat nur Kosten zu tragen, soweit eine Sanierungspflicht für Staatsstrassen besteht (E. 5.5). Vorliegend ergibt sich auch aus dem Vertrauensschutz keine Kostentragungspflicht des Kantons (E. 5.6). Mangels einer gesetzlichen Grundlage können die Kosten, die hier die Quartierplangenossen treffen, nicht auf eine andere Person bzw. den Kanton übertragen werden; eine Kostenauferlegung gestützt auf das Verursacherprinzip (Art. 2 USG) ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zulässig. Einschränkung der materiellen Koordinationspflicht zwischen den im Quartierplan zu treffenden Lärmschutzmassnahmen und der Strassensanierung, jedenfalls solange die Sanierungsfrist gemäss Art. 17 Abs. 4 LSV noch nicht abgelaufen ist (E. 6, insbesondere 6.9).

Die Kosten sind den Grundstückeigentümern nach Massgabe ihres Interesses an der Lärmschutzanlage aufzuerlegen, wobei die bereits bestehenden Bauten und der Erschliessungsstand der Grundstücke zu berücksichtigen sind (E. 8). Schliesslich ist umstritten, auf welche Lärmwerte abzustellen ist und ob mit baulichen Massnahmen die Planungswerte überhaupt erreicht werdenkönnen. Der Nichtgenehmigungsentscheid des Regierungsrats ist diesbezüglich mangelhaft begründet; die Angaben des "Strassenlärm-Informationssystem" sind keine genügende Grundlage für eine Bewertung.

Entsprechend muss ein Lärmgutachten eingeholt werden (E. 9). Rückweisung an das Baurekursgericht zum Neuentscheid und Aufhebung des Nichtgenehmigungsentscheids des Regierungsrats (E. 10). Teilweise Gutheissung der Beschwerden. · --- · Stichworte: · ERSCHLIESSUNG ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN FEINERSCHLIESSUNG KANTON KOORDINATIONSPFLICHT KOSTENTRAGUNGSPFLICHT LÄRMGUTACHTEN LÄRMSCHUTZMASSNAHME LÄRMSCHUTZWAND MITBETEILIGTE PARTEI NICHTGENEHMIGUNG PARTEISTELLUNG PLANUNGSWERT QUARTIERPLANANLAGEN QUARTIERPLANGENOSSE QUARTIERPLANKOSTEN QUARTIERPLANVERFAHREN RÜCKWEISUNGSENTSCHEID SANIERUNGSPFLICHT STRASSENLÄRM VERFAHRENSVEREINIGUNG VERURSACHERPRINZIP · Rechtsnormen:

· Art. 93 Abs. I BGG Art. 5 Abs. I BV Art. 10 LSV Art. 13 Abs. IV lit. a LSV Art. 17 Abs. IV LSV § 123 PBG § 128 PBG § 146 PBG § 166 PBG Art. 25a RPG Art. 2 USG Art. 16 Abs. II USG Art. 22 Abs. I USG Art. 24 Abs. II USG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 1