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VB.2010.00546 • VG ZH VB.2010.00546 KI-generiert

Jurisdiction Over Fees for Access to Active Criminal Case Files

Geschäftsnummer VB.2010.00546
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A party challenged the fee assessed for access to case files during an ongoing criminal investigation, leading the Administrative Court to determine its own jurisdiction over the matter. The court reasoned that decisions regarding third-party access to files during active criminal proceedings fall under criminal law, making the relevant administrative appeal (even concerning only the fee) subject to appeal to the Attorney General's office, and subsequently appealable in criminal matters to the Federal Supreme Court, meaning the Administrative Court lacked jurisdiction to decide the main issue and consequently the associated procedural costs, thus declining to rule and transferring the case to the Federal Supreme Court.

Legislator-Regeste

Amtlich

Gebühren | Akteneinsicht während laufender Strafuntersuchung: Das Verwaltungsgericht ist für die Beurteilung der Akteneinsichtsgebühr nicht zuständig. Da dem Fall grundsätzliche Bedeutung zukommt, ist er der Kammer zum Entscheid zu übertragen (E. 1.2). Ist die Beschwerde ans Verwaltungsgericht in der Hauptsache unzulässig, so ist sie es auch gegen Anordnungen über Verfahrenskosten (E. 1.4.2). Ein allgemeines Informationszugangsrecht kann erst für rechtskräftig abgeschlossene Verwaltungsverfahren, Verwaltungsjustizverfahren und Verfahren vor Gerichten geltend gemacht werden. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des Akteneinsichtsgesuchs denn auch nicht auf das IDG, sondern implizit auf die StPO. Bei Entscheiden über die Akteneinsicht Dritter während einer laufenden Strafuntersuchung handelt es sich um Strafsachen. Solche Entscheide sind mit Rekurs bei der Oberstaatsanwaltschaft anfechtbar. Gegen den Rekursentscheid der Oberstaatsanwaltschaft steht kein kantonales Rechtsmittel offen. Zulässig ist die Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Dies hat auch zu gelten, wenn lediglich die Gebühr für die Akteneinsicht strittig ist (E. 1.4.3). Nichteintreten; Überweisung der Sache an das Bundesgericht.

Schlagwörter

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Strafakten Untersuchungshaft- und Ermittlungskosten Drittwiderspruch Verwaltungsgebühren Akteneinsicht sachliche Unzuständigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 80 Abs. I BGG

The case, concerning fees for access to files during ongoing criminal investigation, is deemed a matter of criminal law and thus the appeal should be directed to the Federal Supreme Court.

§ 402 Ziff. 1 StPO

Decisions on the access to files by third parties during an ongoing criminal investigation are considered criminal matters, making this provision relevant to the jurisdiction of the appeal.

§ 402 Ziff. 4 StPO

Used in context of the appeal process for decisions related to criminal matters, including fee disputes.

§ 409 Abs. I StPO

This provision likely governs the finality or appeal route against decisions made by the public prosecutor's office, leading to the determination that the cantonal appeal route is closed and the Federal Supreme Court is the competent authority.

Art. 20 Abs. III IDG

The court notes that a general right to access information only applies to legally concluded administrative, judicial, or court proceedings, implying this provision is not applicable to the ongoing investigation.

§ 38b Abs. II VRG

Cited as a procedural rule related to the matter, potentially concerning the scope or transfer of jurisdiction within the cantonal system, although the core decision is jurisdictional transfer to the Federal Court.

§ 44 Abs. III VRG

Cited as a procedural rule, likely related to the costs aspect mentioned in the appeal.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2010.00546

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2010.00546 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 09.12.2010 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Straf- und Massnahmenvollzug · Betreff: · Gebühren · Akteneinsicht während laufender Strafuntersuchung: Das Verwaltungsgericht ist für die Beurteilung der Akteneinsichtsgebühr nicht zuständig. Da dem Fall grundsätzliche Bedeutung zukommt, ist er der Kammer zum Entscheid zu übertragen (E. 1.2). Ist die Beschwerde ans Verwaltungsgericht in der Hauptsache unzulässig, so ist sie es auch gegen Anordnungen über Verfahrenskosten (E. 1.4.2).

Ein allgemeines Informationszugangsrecht kann erst für rechtskräftig abgeschlossene Verwaltungsverfahren, Verwaltungsjustizverfahren und Verfahren vor Gerichten geltend gemacht werden. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des Akteneinsichtsgesuchs denn auch nicht auf das IDG, sondern implizit auf die StPO. Bei Entscheiden über die Akteneinsicht Dritter während einer laufenden Strafuntersuchung handelt es sich um Strafsachen. Solche Entscheide sind mit Rekurs bei der Oberstaatsanwaltschaft anfechtbar. Gegen den Rekursentscheid der Oberstaatsanwaltschaft steht kein kantonales Rechtsmittel offen.

Zulässig ist die Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Dies hat auch zu gelten, wenn lediglich die Gebühr für die Akteneinsicht strittig ist (E. 1.4.3).

Nichteintreten; Überweisung der Sache an das Bundesgericht. · --- · Stichworte: · AKTENEINSICHT BESCHWERDE IN STRAFSACHEN GEBÜHREN GRUNDSÄTZLICHE BEDEUTUNG HAUPTSACHENZUSTÄNDIGKEIT INSTANZENZUG STRAFUNTERSUCHUNG ZUSTÄNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS · Rechtsnormen: · Art. 80 Abs. I BGG Art. 20 Abs. III IDG § 402 Ziff. 1 StPO § 402 Ziff. 4 StPO § 409 Abs. I StPO § 38b Abs. II VRG § 44 Abs. III VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2