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VB.2010.00325 • VG ZH VB.2010.00325 KI-generiert

Appeal Against Driving License Withdrawal Following Crosswalk Collision

Geschäftsnummer VB.2010.00325
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The administrative court addressed an appeal against the withdrawal of a driving license following a collision with a pedestrian on a crosswalk, where the lower courts classified the incident as a serious violation warranting license withdrawal. The court reasoned that while administrative authorities are generally not bound by the factual findings or legal qualifications of criminal proceedings, an exception exists when the legal qualification strongly depends on factual assessments better known to the criminal judge; however, in this instance, the finding of a serious violation was appropriate because the appellant violated a fundamental traffic rule, and the cumulative requirements for a minor violation—only slight danger to others and only slight fault—were not met, as violating a central traffic regulation precluded a finding of only slight fault despite low speed or potential pedestrian misconduct.

Legislator-Regeste

Amtlich

Führerausweisentzug | Warnungsentzug. Kollision mit Fussgängerin auf Fussgängerstreifen: Bindung an Strafverfügung; Abgrenzung zwischen leichter und mittelschwerer Widerhandlung. In der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts - wozu das Verschulden gehört - ist die Verwaltungsbehörde nicht an das Erkenntnis der Strafbehörden gebunden, ausser die rechtliche Qualifikation hänge sehr stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt; diesfalls kann die Verwaltungsbehörde auch an die rechtliche Qualifikation des Sachverhalts durch das Strafurteil gebunden sein (E. 3). Die Annahme einer leichten Widerhandlung setzt kumulativ eine nur geringe Gefahr für die Sicherheit anderer und ein nur leichtes Verschulden voraus (E. 4.3). Letzteres kann vorliegend nicht mehr bejaht werden, da der Beschwerdeführer eine zentrale Verkehrsregel verletzt hat, von deren Einhaltung ihn weder die tiefe Geschwindigkeit noch ein allfälliges Fehlverhalten der Fussgängerin entband (E. 4.4). Die Vorinstanzen hat daher zu Recht eine mittelschwere Widerhandlung bejaht (E. 4.5). Abweisung.

Schlagwörter

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Führerausweisentzug einfache Verkehrsregelverletzung Strassenverkehrsunfälle Kontrollfahrt Verwaltungsbehörde Fahren in fahrunfähigem Zustand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 16a Abs. I lit. a SVG

This provision is listed under 'Rechtsnormen' and is likely the basis for the administrative measure regarding license withdrawal.

Art. 16b Abs. I lit. a SVG

This provision is listed under 'Rechtsnormen' and is likely the basis for the administrative measure regarding license withdrawal.

Art. 33 Abs. II SVG

This provision is listed under 'Rechtsnormen' related to the case.

Art. 6 Abs. I VRV

This provision is listed under 'Rechtsnormen' related to the case.

Art. 38b Abs. I lit. d Ziff. 1 VRV

This provision is listed under 'Rechtsnormen' related to the case.

§ 38b VRG

This procedural provision is listed under 'Rechtsnormen' related to the case.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2010.00325

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2010.00325 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 08.09.2010 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Administrativmassnahmen im Strassenverkehr · Betreff: · Führerausweisentzug · Warnungsentzug. Kollision mit Fussgängerin auf Fussgängerstreifen: Bindung an Strafverfügung; Abgrenzung zwischen leichter und mittelschwerer Widerhandlung. In der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts - wozu das Verschulden gehört - ist die Verwaltungsbehörde nicht an das Erkenntnis der Strafbehörden gebunden, ausser die rechtliche Qualifikation hänge sehr stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt; diesfalls kann die Verwaltungsbehörde auch an die rechtliche Qualifikation des Sachverhalts durch das Strafurteil gebunden sein (E. 3).

Die Annahme einer leichten Widerhandlung setzt kumulativ eine nur geringe Gefahr für die Sicherheit anderer und ein nur leichtes Verschulden voraus (E. 4.3). Letzteres kann vorliegend nicht mehr bejaht werden, da der Beschwerdeführer eine zentrale Verkehrsregel verletzt hat, von deren Einhaltung ihn weder die tiefe Geschwindigkeit noch ein allfälliges Fehlverhalten der Fussgängerin entband (E. 4.4). Die Vorinstanzen hat daher zu Recht eine mittelschwere Widerhandlung bejaht (E. 4.5). Abweisung. · --- · Stichworte: · BINDUNG AN STRAFBEFEHL BINDUNGSWIRKUNG FÜHRERAUSWEISENTZUG MITTELSCHWERE WIDERHANDLUNG RECHTLICHE WÜRDIGUNG STRASSENVERKEHRSRECHT VERSCHULDEN WIDERHANDLUNG · Rechtsnormen:

· Art. 16a Abs. I lit. a SVG Art. 16b Abs. I lit. a SVG Art. 33 Abs. II SVG § 38b VRG Art. 6 Abs. I VRV Art. 38b Abs. I lit. d Ziff. 1 VRV · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4