Candidate v. University: Improper Rounding of Module Scores in Degree Assessment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA candidate challenged the decision to exclude them from a degree program after failing an assessment, arguing that the grading process was flawed due to improper rounding of module scores to half-steps, which was prohibited by the relevant study and examination ordinance. The court found that while the examiners' justification for the assessment decision was generally sufficient based on the candidate's limited challenge, the required procedure mandated that module grades should not have been rounded to half-steps, and since it was unclear if these erroneous rounds negatively impacted the final assessment result, the court partially upheld the appeal, quashing the decision and remitting the matter to the educational institution for a redetermination of the assessment outcome.
Legislator-Regeste
AmtlichNichtbestehen des Assessments und Ausschluss vom Studium | Anwendbarkeit des neuen Verfahrensrechts (E. 1.1), Prozessvoraussetzungen (E. 1.2), Weitergeltung der alten Studien- und Prüfungsordnung der Zürcher Hochschule Winterthur vom 8. Juni 2006 (Studien- und Prüfungsordnung) (E. 2), beschränkte Kognition des Verwaltungsgerichts bzw. Herabsetzung der Prüfungsdichte bei der Überprüfung von Examensleistungen (E. 3). Der aus dem Gehörsanspruch fliessenden Begründungspflicht genügt bei nicht umstrittener Prüfungsbewertung eine kleine Anmerkung oder eine Note. Dagegen ist bei bestrittener Bewertung der Examinatoren auf Gesuch des Kandidaten hin mit hinreichender Präzision zu sämtlichen Streitpunkten Stellung zu nehmen (E. 4.1). Vorliegend wurde diese Anforderungen an die Begründung erfüllt (E. 4.2). Aufbau des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie nach alter Ordnung und Anforderungen an das Bestehen des Assessments (E. 5). Zu Recht ist im gegenwärtigen Verfahren nur streitig, ob der Beschwerdeführer die Wiederholung des Assessments bestanden hat (E. 6). Modulnoten sind entgegen dem Anhang zur Studien- und Prüfungsordnung nicht auf Halbnoten zu runden, weil Art. 54 Abs. 3 Studien- und Prüfungsordnung eine Rundung auf Halbnotenschritte ausschliesst (E. 7.1-3). Weil die Beschwerdegegnerin die Modulnoten zu Unrecht auf Halbnoten gerundet hat und nicht ersichtlich ist, ob sich diese Rundungen zu Ungunsten des Beschwerdeführers ausgewirkt haben, ist die Sache zum Neuentscheid über das Bestehen des Assessments an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (E. 7.4). Auch über die Anwendung der Grenzfallregelung kann ohne ergänzende Sachverhaltsabklärung nicht entscheiden werden (E. 8). Nebenfolgen und Rechtsmittelbelehrung (E. 9 f.). Teilweise Gutheissung; Rückweisung an die Beschwerdegegnerin.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the list of applicable legal norms, although its specific role in the dispositive is not immediately apparent without the full dispositive text, standard practice suggests it relates to procedural aspects if not the main ground.
Cited in the list of applicable legal norms, relevant to the fundamental right to be heard, which was discussed in relation to the justification requirement.
Cited in the list of applicable legal norms, likely relating to the decision being challenged regarding the assessment.
Cited in the list of applicable legal norms, likely relating to the scope of the appeal or the decision being challenged.
Cited in the list of applicable legal norms, likely relating to procedural requirements.
Cited in the list of applicable legal norms, which governs the return of the case for a new decision, aligning with the summary stating 'Rückweisung an die Beschwerdegegnerin'.
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2010.00116
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2010.00116 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 21.07.2010 · Spruchkörper: · 4. Abteilung/4. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Bildung · Betreff: · Nichtbestehen des Assessments und Ausschluss vom Studium · Anwendbarkeit des neuen Verfahrensrechts (E. 1.1), Prozessvoraussetzungen (E. 1.2), Weitergeltung der alten Studien- und Prüfungsordnung der Zürcher Hochschule Winterthur vom 8. Juni 2006 (Studien- und Prüfungsordnung) (E. 2), beschränkte Kognition des Verwaltungsgerichts bzw. Herabsetzung der Prüfungsdichte bei der Überprüfung von Examensleistungen (E. 3).
Der aus dem Gehörsanspruch fliessenden Begründungspflicht genügt bei nicht umstrittener Prüfungsbewertung eine kleine Anmerkung oder eine Note. Dagegen ist bei bestrittener Bewertung der Examinatoren auf Gesuch des Kandidaten hin mit hinreichender Präzision zu sämtlichen Streitpunkten Stellung zu nehmen (E. 4.1). Vorliegend wurde diese Anforderungen an die Begründung erfüllt (E. 4.2). Aufbau des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie nach alter Ordnung und Anforderungen an das Bestehen des Assessments (E. 5). Zu Recht ist im gegenwärtigen Verfahren nur streitig, ob der Beschwerdeführer die Wiederholung des Assessments bestanden hat (E. 6).
Modulnoten sind entgegen dem Anhang zur Studien- und Prüfungsordnung nicht auf Halbnoten zu runden, weil Art. 54 Abs. 3 Studien- und Prüfungsordnung eine Rundung auf Halbnotenschritte ausschliesst (E. 7.1-3). Weil die Beschwerdegegnerin die Modulnoten zu Unrecht auf Halbnoten gerundet hat und nicht ersichtlich ist, ob sich diese Rundungen zu Ungunsten des Beschwerdeführers ausgewirkt haben, ist die Sache zum Neuentscheid über das Bestehen des Assessments an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (E. 7.4). Auch über die Anwendung der Grenzfallregelung kann ohne ergänzende Sachverhaltsabklärung nicht entscheiden werden (E. 8).
Nebenfolgen und Rechtsmittelbelehrung (E. 9 f.). Teilweise Gutheissung; Rückweisung an die Beschwerdegegnerin. · --- · Stichworte: · AKZESSORISCHE NORMENKONTROLLE ASSESSMENT BEGRÜNDUNGSANFORDERUNG BEGRÜNDUNGSPFLICHT EXAMENSENTSCHEID GRENZFALL GRENZFALLÜBERPRÜFUNG KOGNITION MODULPRÜFUNG PRÜFUNGSENTSCHEIDUNGEN RECHTLICHES GEHÖR RÜCKWEISUNG RUNDUNG · Rechtsnormen: · Art. 93 BGG Art. 29 Abs. II BV § 26 Abs. II Ziff. 6 FHSG § 27 Abs. II Ziff. 7 FHSG § 20 Abs. I VRG § 50 VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3